Heimat 108

Hendrik Habermann

Zwei Menschen, eine Fernbeziehung - mit insgesamt 6 Kindern. 4 eigenen Unternehmen und zusammen mehr als 10 Jahre Leben im Ausland. Viel Leben, viele Entscheidungen, viele Erfahrungen, viele Erkenntnisse und der ein oder andere Fehler. In diesem Podcast sprechen wir - Hendrik und Jule Jede Folge gibt Dir ein Stück von uns - und Du entscheidest, wie Du es für Dich verwerten willst: als ein neuer Blickwinkel auf Dein eigenes Leben, eine wertvolle Umsetzungsidee oder als Impuls, das eigene Leben ein bisschen zu überdenken und neu zu justieren. Oder auch nichts von alledem, aber Du bist einfach gut unterhalten worden :-) Dieser Podcast ist kein Ratgeber. Er ist ein Gespräch auf Augenhöhe. Ein Angebot zum Nachdenken. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Wahrheit. Es ist einfach unsere Sicht der Dinge.

  1. 7. Okt.

    Du bekommst, was du tolerierst

    Grenzen setzen. Eigentlich ganz einfach – oder? Wir merken gerade selbst, dass das gar nicht so leicht ist. Denn wer gerne hilft, für andere da ist und viel leistet, verbindet ein „Nein“ schnell mit Egoismus oder dem Gefühl, andere im Stich zu lassen. Aber was passiert, wenn wir keine Grenzen setzen? Dann werden Dinge, die wir freiwillig tun, irgendwann selbstverständlich. Aus Hilfsbereitschaft entstehen Erwartungen. Und wenn wir später doch einmal Nein sagen, ist der Aufschrei plötzlich größer, als wenn wir unsere Grenzen von Anfang an klar kommuniziert hätten. In dieser Folge von Heimat 108 sprechen wir darüber, warum Grenzen keine Mauern sein müssen, sondern Leitplanken und sogar Brücken sein können. Warum sie unsere Energie, unseren Fokus und die Dinge schützen, die uns wirklich wichtig sind. Und warum ein einfaches „Ich will nicht“ manchmal vollkommen ausreichen darf. Wir sprechen darüber, warum Menschen uns häufig nicht mit anderen vergleichen, sondern mit der Version von uns, die früher immer Ja gesagt hat. Warum ein Nein uns nicht automatisch weniger hilfsbereit oder zu schlechteren Partnern, Freunden, Kollegen oder Chefs macht. Und warum wir vielleicht sogar mehr für andere geben können, wenn wir anfangen, besser auf uns selbst zu achten. Ein Satz aus unserem Gespräch bringt es ziemlich gut auf den Punkt: You get what you tolerate. – Du bekommst, was du zulässt. Vielleicht ist es also an der Zeit, die eigenen Grenzen nicht als Einschränkung zu betrachten, sondern als etwas, das uns hilft, unsere Energie auf die richtigen Dinge zu richten und als etwas, das letztlich und unter dem Strich allen hilft. Jetzt reinhören!

  2. 26. Aug.

    Warum ärgern wir uns eigentlich?

    Warum ärgern wir uns über manche Dinge fünf Minuten – und über andere noch Jahre später? Ein blöder Spruch, eine alte Geschichte aus der Schulzeit oder einfach eine Flasche Öl, die im denkbar ungünstigsten Moment auf dem Küchenboden landet: Gründe, sich zu ärgern, gibt es schließlich genug. Aber wer sorgt eigentlich dafür, dass wir uns ärgern? Derjenige, der etwas sagt oder tut? Die Situation? Oder am Ende wir selbst? In dieser Folge von Heimat 108 sprechen wir darüber, warum ein und dieselbe Situation bei verschiedenen Menschen völlig unterschiedliche Reaktionen auslösen kann – und warum unser Ärger manchmal viel mehr über uns selbst verrät als über den eigentlichen Auslöser. Es geht um alte Geschichten, die erstaunlich lange in uns nachwirken, um persönliche wunde Punkte und die Frage, warum wir anderen Menschen manchmal noch Jahrzehnte später Macht über unsere Gefühle geben – obwohl die sich möglicherweise nicht einmal mehr daran erinnern, was damals passiert ist. Und wir landen bei einem ziemlich spannenden Gedanken: Was verändert sich, wenn wir nicht mehr sagen „Der ärgert mich“, sondern „Ich ärgere mich darüber“? Denn vielleicht steckt genau darin ein Stück Freiheit: Wir können nicht immer bestimmen, was passiert oder was andere Menschen tun. Aber wir können beeinflussen, welche Bedeutung wir einer Sache geben und wie lange wir sie mit uns herumtragen. Eine Folge über Ärger, Eigenverantwortung, alte Geschichten, Viktor Frankl, eine ziemlich große Ölpfütze auf dem Küchenboden – und die Frage: Wie viel Macht wollen wir anderen eigentlich über unsere eigene Stimmung geben?

  3. 15. Juli

    Alles, was groß ist, war irgendwann einmal klein

    Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen. Aber gilt das nicht eigentlich für fast alles im Leben? Probleme, Konflikte und unerledigte Aufgaben sind selten von Anfang an groß. Meist beginnen sie als Kleinigkeit: ein unangenehmes Gespräch, das wir aufschieben. Eine Aufgabe, die liegen bleibt. Ein Missverständnis, das wir nicht klären. Ein Störgefühl, das wir ignorieren. Und dann passiert etwas Merkwürdiges: Je länger wir warten, desto größer wird der innere Widerstand - und auch die Sache selbst. Aus einer kurzen E-Mail wird im Kopf ein Riesenprojekt. Aus einem kleinen Missverständnis ein echter Konflikt. Aus einer Kleinigkeit ein Problem, das plötzlich viel mehr Energie kostet als nötig. Und die Sache selbst brütet vor sich hin. Warum machen wir das, obwohl wir es eigentlich besser wissen? Aus Bequemlichkeit? Aus Angst vor den Konsequenzen? Weil wir hoffen, dass sich Dinge von selbst erledigen? In dieser Folge von HEIMAT 108 sprechen wir darüber, warum wir Probleme so gerne aussitzen, weshalb Widerstand mit der Zeit wächst und warum „Hoffnung“ nur selten eine gute Strategie ist. Und wir kommen zu einer ziemlich einfachen Erkenntnis: Was erledigt werden muss, sollte man möglichst schnell erledigen. Probleme ansprechen, solange sie klein sind. Missverständnisse klären, bevor sie sich aufladen. Und Dinge nicht größer werden lassen, als sie sein müssen. Denn alles, was groß ist, war irgendwann einmal klein.

Info

Zwei Menschen, eine Fernbeziehung - mit insgesamt 6 Kindern. 4 eigenen Unternehmen und zusammen mehr als 10 Jahre Leben im Ausland. Viel Leben, viele Entscheidungen, viele Erfahrungen, viele Erkenntnisse und der ein oder andere Fehler. In diesem Podcast sprechen wir - Hendrik und Jule Jede Folge gibt Dir ein Stück von uns - und Du entscheidest, wie Du es für Dich verwerten willst: als ein neuer Blickwinkel auf Dein eigenes Leben, eine wertvolle Umsetzungsidee oder als Impuls, das eigene Leben ein bisschen zu überdenken und neu zu justieren. Oder auch nichts von alledem, aber Du bist einfach gut unterhalten worden :-) Dieser Podcast ist kein Ratgeber. Er ist ein Gespräch auf Augenhöhe. Ein Angebot zum Nachdenken. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Wahrheit. Es ist einfach unsere Sicht der Dinge.