Cash or Crash - Der Wirtschaftspodcast

Der Podcast CashorCrash behandelt jede Woche die Hintergründe zu wichtigen nationalen wie internationalen Wirtschaftsthemen. Analysiert werden Zusammenhänge und die Folgen der jeweiligen Ereignisse sowie die Auswirkungen auf die finanzielle Situation für die Menschen in Österreich. Feedback bitte an: cashorcrash@missing-link.media

  1. vor 4 Tagen

    #21 Warum man Angst vorm Fliegen und Vorsicht bei Elon Musk haben sollte

    Die Fluglinien wollen für Verspätungen oder Flugausfälle künftig weniger Entschädigungen bezahlen. Bei vielen Regierungen in der EU haben die Airlines damit Gehör gefunden. Auf EU-Ebene wird derzeit darüber intensiv verhandelt. Derzeit erhält man ab drei Stunden Verspätung 250 Euro bei Kurzstrecken, 400 Euro bei Strecken zwischen 1500 und 3500 Kilometern und 600 Euro auf der Langstrecke. Die Airlines wolle das deutlich reduzieren. Dafür gibt es gute Nachrichten aus Italien und Kroatien. In Italien heißt es auf den Autobahnen seit 1. Juni „Maut zurück“, wenn man in einen längeren Baustellen-Stau gerät. Und Kroatien will ab September ein neues Mautsystem einführen und die bisherigen Mautstellen abschaffen, vor denen es immer wieder zu langen Staus kommt. In der Finanzwelt ist das Thema der Woche der Börsengang von SpaceX; das ist die Weltraumfirma von Elon Musk. Dabei handelt es sich um den größten Börsengang der Geschichte.  Warum ich trotzdem vorsichtig bin, sage ich Euch in diesem Podcast.   Links:  https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/verhandlung-fluggastrechte-100.html https://www.oeamtc.at/laenderinfo/italien/news/italien-rueckerstattung-der-maut-bei-stau-durch-baustellen-87267967 https://www.oeamtc.at/laenderinfo/kroatien/kroatien-umstellung-auf-digitale-maut-84319698 https://www.zeit.de/news/2026-06/11/was-den-spacex-boersengang-besonders-macht   Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.

    17 Min.
  2. 28. Mai

    #19: Das Milliardengeschäft mit der Fußball-WM und wer davon profitiert

    Am 11. Juni beginnt die Herrenfußball-WM in Nordamerika. 48 Mannschaften nehmen daran teil. Der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Gianni Infantino, hat angekündigt, dass die WM „das größte Sport-Ereignis werden wird, dass die Menschheit je gesehen hat“. Wie auch immer. Eines steht jedenfalls schon fest: Diese WM wird für die FIFA die lukrativste aller Zeiten. Der Weltfußballverband FIFA rechnet aktuell mit rund 9,3 Milliarden Euro an Einnahmen. Das ist mehr als doppelt so viel wie die Einnahmen bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris. Der Verkauf der weltweiten Fernsehrechte ist die größte Einnahmequelle der FIFA. Dazu kommen die Einnahmen von den Ticketverkäufen und die Gelder von den Sponsoren. Auch der Österreichische Fußball-Bund profitiert von seiner Teilnahme am Großereignis sowie der Handel und die Wettanbieter. Zahlen stehen natürlich noch aus. Aber allein die Fußball-EM 2024 brachte dem österreichischen Handel und der Wirtschaft branchenübergreifend geschätzte Zusatzeinnahmen von rund 200 Millionen Euro.  Links:  https://www.businessinsider.de/wirtschaft/es-geht-um-milliarden-die-fussball-wm-2026-bricht-alle-rekorde/ https://www.theguardian.com/football/ng-interactive/2026/apr/30/the-13bn-world-cup-how-the-numbers-stack-up-on-fifas-2026-balance-sheet Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.

    14 Min.
  3. 25. Mai

    #18: "Entweder ignorieren oder regulieren"

    In meinem Podcast Cash or Crash habe ich heute Carmen Treml zu Gast. Sie ist Analystin beim wirtschaftsliberalen Think Tank Agenda Austria. Mit ihr spreche ich darüber, ob es zwischen Österreich und Argentinien Parallelitäten gibt, wie attraktiv unser Land als internationaler Standort ist und ob unser Bildungssystem noch zeitgemäß ist.  Für Carmen Treml steht fest, dass der Kurs von Argentiniens Präsident Javier Milei erfolgreich ist. Nicht zuletzt, weil er die Inflation dramatisch gesenkt und notwendige Einsparungen im staatlichen Verwaltungsbereich vorgenommen habe. Dies sei auch ein Punkt, wo sich Österreich ein Beispiel nehmen könne.  Die von der österreichischen Regierung beschlossene Senkung der Lohnnebenkosten für die Wirtschaft um einen Prozentpunkt ist für Treml ein Schritt in die richtige Richtung. Ansonsten sieht Treml die Arbeit der Regierung kritisch. „Es wurde extrem viel versprochen. Eine Pensionsreform, eine Bildungsreform eine Gesundheitsreform. Und passiert ist in Wahrheit sehr wenig.“ Die Ursache dafür kann Treml nicht orten. „Es ist wirklich fragwürdig, warum da einfach nichts weitergeht.“ Gerade in puncto Pensionssystem sei es inzwischen allgemein bekannt, dass ein höheres Antrittsalter nötig sei.  Eine aktuelle Studie des KSV, wonach jeder sechste Betrieb in Österreich daran denkt, zumindest Teile der Produktion oder des Geschäftes ins Ausland zu verlagern, sieht Treml als „Alarmsignal“. Dazu passe auch, dass es in Österreich keine großen internationalen Betriebsansiedlungen mehr geben würde so wie etwa in Ost-Europa. Dafür sei Österreich einfach als Standort zu un-attraktiv.  Hauptproblem sei die Bürokratie. Die ufere seit Jahren aus. Hier sei es dringend notwendig, radikale Schritte zu setzen und Doppelgleisigkeiten endlich abzubauen. Treml: „Also dieser Föderalismus, so wie er jetzt gelebt wird, ist wirklich tödlich, weil Sachen doppelt und dreifach gemacht werden, weil es Bereiche gibt, wo sich keiner so wirklich zuständig fühlt.“ Gerade das Bildungssystem sei ein Beispiel dafür, dass der Föderalismus den effizienten Einsatz der finanziellen Mittel eher verhindern als fördern würde. Denn grundsätzlich sei das Bildungssystem in Österreich gut, man bräuchte allerdings mehr Transparenz, sagt Treml. Die Integration neuer Technolgien wie KI in den Unterricht sei dringend erforderlich. Österreich sei hier viel zu lange säumig gewesen. Österreich würde neue technologische Entwicklungen "entweder ignorieren oder regulieren". Die Debatte, ob Fächer wie Latein zu streichen seien, sei die falsche, sagt Treml. Viel sinnvoller sei es, neue Fächerkombinationen anzudenken.   Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.

    38 Min.
  4. 21. Mai

    #17: Die Kriegsgewinner - wer von der Iran-Krise profitiert

    Der Iran-Krieg verteuert unser Leben. Die Preise für Benzin und Diesel sind eine Belastung für die Menschen und die Unternehmen. Als nächstes werden die Preise in den Supermärkten steigen. Und generell wird die Inflation wieder anziehen. Gleichzeitig aber gibt es auch eine Reihe von Kriegsgewinnern. Das sind in erster Linie einmal die großen Öl- und Energiekonzerne. Die drei größten europäischen Ölkonzerne Shell, BP und TotalEnergies erzielten im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Mehreinnahmen von mehreren Milliarden Euro. Der saudi-arabische Staatskonzern Saudi Aramco steigerte den Gewinn trotz des Iran-Kriegs um 26 Prozent. Der Ölkonzern umgeht die Blockade der Straße vom Hormus mit Hilfe einer Pipeline durch das Land. Zu den großen Profiteuren zählen auch die Rüstungskonzerne. Wobei die schon seit dem Ukraine-Krieg Hochkonjunktur haben. Der Krieg im Nahen Osten hat die Nachfrage nach Raketen und Drohnen jetzt weiter befeuert. Vor allem die drei großen US-Rüstungsunternehmen Lockheed Martin, Boeing und Northrop Grumman profitieren davon. Auch die Hersteller von E-Autos zählen zu den Kriegsgewinnern, weil  der Anstieg der Spritpreise die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigen lässt. Insbesondere Chinas Hersteller profitieren. Und schließlich gibt es auch noch geostrategisch ein paar große Gewinner.  Links:  https://www.journal21.ch/artikel/wer-sind-die-gewinner-und-verlierer-im-iran-krieg https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/industrie-diese-branchen-und-firmen-profitieren-vom-iran-krieg/100224434.html https://taz.de/Kriegsgewinner-Iran/!6167331/ https://www.merkur.de/wirtschaft/energie-wendepunkt-wie-der-iran-krieg-die-welt-veraendert-zr-94310716.html   Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.

    17 Min.
  5. 14. Mai

    #16: Klimawandel und weniger Agrarflächen - wo Österreich sich noch selbst versorgen kann

    Heute spreche ich über die Situation in der Landwirtschaft und wie es mit der Selbstversorgung in Österreich steht. Im März und April war es nämlich viel zu trocken. Die Regenfälle jetzt im Mai haben dann zwar für eine Entspannung gesorgt. Beim Grundwasser bleibt die Lage aber angespannt. Auf jeden Fall drohen Ernteausfälle. Grundsätzlich ist zudem auffallend, dass Österreich immer häufiger von langen Trockenperioden heimgesucht wird. Stellt sich die Frage, ob und wie sich Österreich überhaupt selbst ernähren kann. Auf jeden Fall sinkt die Agrarfläche. Ein Grund dafür ist das seit Jahrzehnten anhaltende Bauernsterben. Landwirtschaft lohnt sich für viele Bauern einfach nicht. Trotz diverser Förderungen ist die Tierhaltung oder die Erzeugung von agrarischen Rohstoffen teurer als der Preis, den die Landwirte dafür bekommen. Ein anderer Grund für den Rückgang der Agrarflächen ist, dass  Österreich in den vergangenen Jahrzehnten schlichtweg zubetoniert und zu-asphaltiert wurde.  Links:  https://www.noen.at/korneuburg/landwirtschaft-trockenheit-fuer-die-gerste-kommt-jeder-regen-zu-spaet-521881406 https://www.diepresse.com/23569192/regentage-sorgen-in-oesterreich-fuer-leichte-entspannung-bei https://www.bmluk.gv.at/themen/lebensmittel/lebensmittel-in-oesterreich/selbstversorgungsgrad.html https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2025/06/20250626AS2023.pdf https://www.wwf.at/wp-content/uploads/2025/06/WWF_Bodenreport_2025.pdf   Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.

    17 Min.
  6. 7. Mai

    #15 Österreich ist Weltmeister

    Österreich hat rund 160 Unternehmen, die an der Weltspitze mitspielen. Aktiv sind diese Unternehmen in speziellen Bereichen, den sogenannten Nischenmärkten. Deshalb sind sie der Weltöffentlichkeit nicht so bekannt.  Und deshalb bezeichnen Wirtschaftsexperten diese Unternehmen als Hidden Champions, was frei übersetzt soviel wie „heimliche Weltmeister“ bedeutet.  Die Bandbreite der österreichischen Hidden Champions reicht von milliardenschweren Konzernen wie der voestalpine bis hin zu hochspezialisierten Mittelstandsbetrieben wie Komptech. Die voestalpine ist Weltmarktführer bei Werkzeugstahl, Komptech stellt Maschinen und Anlagen für das Abfallrecycling her. Andere heimliche Weltmeister sind zum Beispiel der Kristallglaskonzern Swarovski, der Baustoffriese Wienerberger oder der Seilbahnhersteller Doppelmayer. Zuletzt haben die österreichischen Weltmeister zusammen einen Umsatz von 136 Milliarden Euro erzielt und 577.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.  Weltweit gibt es an die 4.000 Hidden Champions. Rechnet man die Zahl der Hidden Champions auf die Zahl der Einwohner pro Land um, dann liegt Österreich weltweit sehr weit vorne.  Die Liste der Hidden Champions findet ihr zum Download in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins BOMM unter dem Link https://senat.at/boom/ Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.

    20 Min.
  7. 4. Mai

    #14: Woran über 100.000 Unternehmer denken und wer das größte Sorgenkind in der Wirtschaft ist

    In dieser Spezial-Ausgabe meines Podcasts Cash or Crash spreche ich mit KSV-Chef Ricardo-Jose Vybiral über die aktuelle Pleitewelle und über die generelle Lage der Wirtschaft in Österreich. Immerhin denkt jeder sechste Betrieb an eine Produktionsverlagerung ins Ausland nach. Für Vybiral ein klares „Alarmzeichen“.   Laut aktueller Auswertung des Kreditschutzverbandes 1870 (KSV) mussten im ersten Quartal 2026 in Österreich 1.769 Unternehmen Insolvenz anmelden. Das sind im Schnitt fast 20 Betriebe pro Tag. Zu den Insolvenztreibern zählen vor allem der Handel, das Baugewerbe und die Gastronomie. Diese Branchen verzeichnen seit Jahresbeginn 44 Prozent aller Firmenpleiten. Wobei für Vybiral die Gastronomie aktuell das große Sorgenkind der heimischen Wirtschaft repräsentiert.  Dort sind die Pleiten zuletzt auffallend gestiegen. Die Gründe für die Krise in der „Gastro“ sind für den KSV-Chef hohe Betriebskosten (wie Energie-, Lebensmittel-, Personalkosten) dann die schwache wirtschaftliche Gesamtlage, wodurch Restaurantbesuche vermehrt reduziert werden, und strukturelle Probleme wie geringe Gewinnmargen und ein starker Konkurrenzkampf.  Generell auffallend ist auch, dass mittlerweile 40 Prozent aller Pleitefirmen nicht einmal mehr ein ordentliches Insolvenzverfahren einleiten können. Weil diese Betriebe nicht in der Lage sind, die Kosten in der Höhe von 4.000 Euro für ein ordentliches Insolvenzverfahren aufzubringen.  Eine konkrete Prognose für das gesamte Jahr will der KSV-Chef aufgrund der unsicheren Lage durch den Iran-Krieg nicht abgeben. Auch in der Wirtschaft ist die Stimmung verhalten. Zwar bewertet laut KSV die Hälfte der heimischen Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit gut, doch vor der Covid-Pandemie waren das 60 Prozent gewesen.  Die hohe Kosten, die starke Konsumflaute und der Fachkräftemangel setzen den Betrieben laut Vybiral immer stärker zu. Infolgedessen denkt jeder sechste Betrieb  darüber nach, zumindest einzelne Geschäftsbereiche ins Ausland zu verlagern. Für Vybiral ist das ein ernstes Signal. Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.

    42 Min.

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Der Podcast CashorCrash behandelt jede Woche die Hintergründe zu wichtigen nationalen wie internationalen Wirtschaftsthemen. Analysiert werden Zusammenhänge und die Folgen der jeweiligen Ereignisse sowie die Auswirkungen auf die finanzielle Situation für die Menschen in Österreich. Feedback bitte an: cashorcrash@missing-link.media

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