Ist das schön?!

Jana Schlosser

Schönheit ist kein Luxus. Sie ist ein Lebensmittel und sie ist eine gesellschaftliche Kraft. Sie macht uns wacher, großzügiger und friedlicher. Wir müssen nur den Blick wechseln. In „Ist das schön?!“ spreche ich mit Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen über die Schönheit in ihrer Arbeit. Mit einer Bestatterin über schönes Sterben. Mit einer Fotografin über die Schönheit des Unretuschierten. Mit einem Mathematiker über die Eleganz einer Formel. Die Frage ist immer dieselbe: Was ist das Schöne an dem, was du tust? Dazwischen teile ich meine eigenen Gedanken – als jemand, die seit Jahren im Dialog mit der Schönheit ist. Ein Podcast von Jana Schlosser – Kommunikationsdesignerin aus Berlin und selbsternannte Pressesprecherin der Schönheit.

  1. 24. Sept.

    Irgendwas stimmt hier nicht … #25

    Unser Gehirn ist ein großzügiger Leser. Es korrigiert Fehler, bevor wir sie überhaupt sehen. Wer beruflich Fehler findet, muss ihm also misstrauen. Was macht das mit dem Blick auf Schönheit, wenn man den ganzen Tag nach dem sucht, was nicht stimmt? Und was passiert mit uns, wenn Sprache immer gleicher klingt? Isabelle Romann ist freie Lektorin und nennt sich die Fehlerfinderin. Sie begleitet Manuskripte meist in drei Durchgängen bis zur Veröffentlichung. Mit mir spricht sie darüber, woran sie die Seele eines Textes erkennt, warum sie nach drei Büchern mit KI-Anteil zwischendurch einen Roman lesen musste und wie es sich im Körper anfühlt, wenn ein Satz endlich stimmt. Falsch oder eigen: wann ein Fehler ein Stilmittel sein darf Die Seele eines Textes und warum Lektorat sich einfügen muss KI-Sprech im Lektorat: gehäufte Satzmuster und was sie mit dem Lesen machen Wer hat unsere Sprache vereinheitlicht, lange bevor es KI gab? Goethe, Christiane Vulpius und ihre Sorge um die Rechtschreibung Kann man schön schreiben lernen? Und am Ende erzählt Isabelle, warum ein Buch zu schreiben für viele mehr verändert als nur das Regal. Über Isabelle Isabelle Romann ist seit 2012 Lektorin für Fach- und Sachbücher und begleitet als Mentorin für Autorinnen vorwiegend Trainerinnen, Coaches und Beraterinnen auf ihrer Reise zum eigenen Expertenbuch. Manuskripte profitieren von ihrem professionellen und zugleich behutsamen Feinschliff, (angehende) Autorinnen finden in ihr eine Textexpertin, Strukturgeberin, Mutmacherin und Sparringspartnerin auf Augenhöhe. Website und Blog: www.isabelle-romann.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/isabelle-romann Instagram: https://www.instagram.com/lektorisa/ Mehr über Christiane von Goethe: https://de.wikipedia.org/wiki/Christiane_von_Goethe Zum Weiterhören: »KI ist nicht schön. Oder doch?« #11: https://ist-das-schoen.de/ki-ist-nicht-schoen-oder-doch-11/ Isabelle hat erlebt, was KI-Sprech mit dem Lesen macht. In #11 geht es um die Frage dahinter: Kann KI überhaupt schön sein? »Darf ich mein Leben schönschreiben?« #23: https://ist-das-schoen.de/darf-ich-mein-leben-schoenschreiben-23/ Isabelle sagt, ein Buch zu schreiben sei Persönlichkeitsentwicklung. Anja Kuhn weiß, was passiert, wenn das Buch vom eigenen Leben handelt. Lust auf mehr Schönes? Jeden Sonntagmittag versende ich einen Newsletter: einen schönen Gedanken, ein schönes Buch oder Event und natürlich die aktuelle Episode von »Ist das schön?!«. Hier kannst du dich eintragen: https://substack.com/@istdasschoen Gefällt dir der Podcast? Dann abonniere ihn und lass mir gern eine Bewertung da. Das hilft anderen Menschen, mehr Schönes zu entdecken.

    Irgendwas stimmt hier nicht … #25
  2. 10. Sept.

    Der Unterschied bin ich.

    Ein schöner Gedanke: Über meinen Garten als Vorwurf, das Unkraut als Erleichterung und eine Linie, die nie da bleibt, wo ich sie gezogen habe. Ich sitze im Eingang vom schönen Haus am Meer und schaue in den Garten. Es hat drei Tage gestürmt, die Schwalben sind am Donnerstag fortgezogen und was ich draußen sehe, ist keine Landschaft. Es ist eine Liste. Der gefällte Lebensbaum, die leeren Fensterbänke, an allen Ecken Arbeit. Und mittendrin ertappe ich mich bei einem Gedanken, der da eigentlich nicht hingehört: Der Rasen wird von anderer Hand gemäht, unregelmäßig. Zum Glück. Zum Glück? An dieser Stelle müsste doch Ärger stehen. Ärger über das wieder zu hoch gewachsene Gras, den Eindruck von Ungepflegtheit. Doch ein paar Schritte weiter wächst genau dasselbe. Dieselben Gräser, dieselben Brennnesseln, derselbe Boden. Nur nenne ich es dort Landschaft und hier Verwahrlosung. Der französische Gärtner Gilles Clément fände meinen ungemähten Rasen ausgesprochen schön und ich erzähle dir, warum er damit recht hat und ich trotzdem durchaus auch zur Heckenschere greife. Was ich dabei herausgefunden habe, und was nicht: Warum die Natur nicht misslingen kann und mein Beet sehr wohl Was Clément über vergessene Ecken weiß, das meinen ganzen Vorwurf umdreht Warum verwahrlost kein Zustand ist, sondern ein Urteil, und wer es fällt Welche unsichtbare Linie durch meinen Blick und den Garten läuft Und ich frage dich, wo bei dir diese Linie verläuft Mehr über Gilles Clément und seine „Dritte Landschaft": https://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Clément Zum Weiterhören: „Muss es schwer sein, um schön zu sein?" (#20) fragt von der anderen Seite dasselbe: Da ging es um das Loslassen des Anspruchs, hier um das Loslassen einer Fläche. „Verändert sich der Blick oder verändert sich die Welt?" (#10) passt zum Kern dieser Folge: Der Garten hat sich kaum verändert. Mein Urteil über ihn schon. Lust auf mehr Schönes? Jeden Sonntagmittag versende ich einen Newsletter: einen schönen Gedanken, ein schönes Buch oder Event und natürlich die aktuelle Episode von »Ist das schön?!«. Hier kannst du dich eintragen: https://substack.com/@istdasschoen Gefällt dir der Podcast? Dann abonniere ihn und lass mir gern eine Bewertung da. Das hilft anderen Menschen, mehr Schönes zu entdecken.

    Der Unterschied bin ich.
  3. 27. Aug.

    Darf ich mein Leben schönschreiben?

    Anja Kuhn über das Freilegen von Geschichten, das Umschreiben des eigenen Lebens und den Nachruf, der ein Leben erzählt, wenn es erloschen ist. Erlebt hat jeder etwas. Eine Geschichte wird daraus noch lange nicht. Und trotzdem erzählen wir ständig, wer wir sind, an der Kaffeemaschine, beim Kennenlernen, am Grab. Die Frage ist nur, ob wir dabei etwas erfinden oder etwas freilegen, das längst da war. Was, wenn das Aufschreiben der eigenen Lebensgeschichte den Blick verändert? Nicht schönfärbt, sondern schärft. Was, wenn ein Leben schöner wird, weil man es erzählt, oder einfach nur sichtbarer? Darüber spreche ich mit Anja Kuhn. Sie schreibt Biografien, hat vor einem Jahr den Lebensgeschichten-Verlag gegründet und führt seit sechs Jahren ihren eigenen Podcast. Kennengelernt haben wir uns in einer Runde von zehn Frauen, die ihr ungeschminktes Gesicht gezeigt haben. Beruflich macht Anja genau das, nur mit dem ganzen Leben. Sie sagt einen Satz, der mich nicht loslässt: Es ist immer alles da. Sie erfindet nichts. Sie holt hervor, was schon in einem Menschen liegt. Und ganz nebenbei erzählt sie Leben auch dann, wenn sie vorbei sind, als Rednerin am Grab. In dieser Folge geht es um: Aus einem Leben eine Geschichte machen: freilegen, nicht erfinden Ungeschminkt, verletzlich, nahbar. Und warum Anja das Wort selbst nie benutzt Seine Geschichte neu erzählen: Muster erkennen und loslassen Nicht schönreden. Wo die Linie zwischen ehrlich und schöngemacht verläuft Der Nachruf als Lebensgeschichte, erzählt, wenn ein Leben erloschen ist Vom Tal zum Gipfelkreuz: eine Insolvenz, ein neuer Verlag und ein Berg namens Großglockner Und ein Moment, eine Stunde vor der Aufnahme entstanden, der zeigt, was ein Buch mit einer Familie machen kann. Über Anja Anja Kuhn ist Storytellerin, Biografin, Podcasterin und Autorin. Seit 2020 spricht sie im Podcast »Lebensgeschichten« mit Menschen über prägende Wendepunkte. 2025 gründete sie den Lebensgeschichten-Verlag, um Geschichten ein Zuhause zu geben – überzeugt, dass jede Geschichte berührt, verbindet und verändert. Website https://www.anjakuhn.com und Lebensgeschichten-Verlag https://www.lebensgeschichten-verlag.de/ LinkedIn https://www.linkedin.com/in/anja-kuhn-story-queen/ Instagram https://www.instagram.com/anja_kuhn_official/ Instagram https://www.instagram.com/lebensgeschichten_verlag/

    Darf ich mein Leben schönschreiben?
  4. 6. Aug.

    Wo bist du, wenn du fotografierst? … #22

    Simone Naumann über die Kamera als Wand zwischen uns und dem Moment, das Sehen als Handwerk und das schönste Bild, das sie nie gemacht hat. Wir fotografieren alles. Den Sonnenuntergang, das Essen, das Kind, den perfekten Moment, den wir nicht ziehen lassen wollen. Festhalten, damit bloß nichts verloren geht. Klar. Nur: Wo bin ich eigentlich, während ich das Foto mache? Am Strand? Oder schon im Display? Was, wenn das Festhalten uns genau den Moment kostet, den wir festhalten wollen? Schult die Kamera unseren Blick, oder schiebt sie sich zwischen uns und das, was da gerade schön ist? Darüber spreche ich mit Simone Naumann. Sie ist Fotografin, Expertin für visuelle Kommunikation und Gründerin der SMARTphotoschule. Ausgerechnet sie hat sich eine Frage zur Gewohnheit gemacht, die ich mir viel zu selten stelle: Brauche ich dieses Bild wirklich? Sie erzählt vom Weglassen und vom Löschen, vom Sehen als Handwerk, das man lernen kann, und von einem Bild, das sie nie gemacht hat und über das sie bis heute froh ist. In dieser Folge geht es um: – Den Moment leben oder ihn festhalten: die feine Grenze – »Brauche ich dieses Bild?« Weniger fotografieren, bewusster sehen – Sehen als Handwerk: rote Tage, S-Kurven und der geschulte Blick – Können Bilder lügen? Ausschnitt, Brennweite und jetzt die KI – KI als Werkzeug: ja, aber keine Porträts. Über Kennzeichnung und Vertrauen – Das schönste Bild, das nie entstand Über Simone Simone Naumann ist Profifotografin, Autorin und Gründerin der SMARTphotoschule. Seit über 20 Jahren beschäftigt sie sich mit visueller Kommunikation, mit Schwerpunkt auf Business-Porträt, Architektur, Inszenierung und Event, heute auch mit KI-Bildgenerierung. Sie hat mehrere Sachbücher über Smartphone-Fotografie veröffentlicht, zuletzt über Bildsprache. Simone arbeitet mit Kund:innen im gesamten DACH-Raum, virtuell oder im eigenen Atelier in München, lebt privat in Norwegen. Website: https://die-smartphotoschule.com/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simonenaumannfotografie/ Instagram: https://www.instagram.com/simone_naumann_visual/ Instgram: https://www.instagram.com/smartphotokreativ/ Mehr von »Ist das schön?!« Wenn dich diese Folge berührt hat, hör auch hier hinein: → Dieter Düvelmeyer, #19, über den geschulten Blick, das Spiegelbild als Täuschung und den Makel, der uns schön macht. https://ist-das-schoen.de/sind-menschen-schoen-19/ Magst du den Sonntag mit etwas Schönem beginnen? Jeden Sonntagmittag schicke ich dir meinen Newsletter: einen schönen Gedanken, einen Themenschwerpunkt, ein schönes Buch oder Event und natürlich die aktuelle Episode von »Ist das schön?!«. Hier kannst du dich eintragen: https://substack.com/@istdasschoen Hören, wo du magst »Ist das schön?!« gibt es überall, wo es Podcasts gibt: auf Spotify, Apple Podcasts und YouTube. Die ganze Episode mit vollständigem Transkript findest du auf ist-das-schoen.de. Wenn dir der Podcast gefällt, abonniere ihn und lass mir gern eine Bewertung da. Das hilft, dass mehr Menschen das Schöne entdecken.

    Wo bist du, wenn du fotografierst? … #22
  5. 16. Juli

    Ist es schön, etwas nicht zu können? … #21

    Über fremde Hände, ein Stück Holz und die Frage, warum das Nichtkönnen so frei macht. Shownotes Acht Menschen, die meisten einander fremd, stehen im Freien und klopfen auf Holz. Es pickert, es hämmert, ab und zu lacht jemand. Ich bin eine von ihnen. Zum ersten Mal in meinem Leben mit dem Werkzeug in der Hand, vor einem Stück Stamm, von dem ich noch nicht weiß, was es werden soll. Diesmal erzähle ich nicht allein. Ich habe das Mikrofon herumgereicht und alle acht gefragt, warum sie hier ein Stück Holz bearbeiten. Eine Physiotherapeutin, ein Elektroingenieur, eine Zahntechnikerin, ein Wiederholungstäter aus Darmstadt. So verschieden sie sind, sie landen alle am selben Punkt. Es geht nie um das fertige Werk. Es geht um die Hände, um den Vorgang, um den runden Tisch am Abend. Und um die Frage, ob etwas gerade dann schön wird, wenn man es zum ersten Mal tut und noch gar nicht kann. Was du mitnimmst: Warum die Hände und der Vorgang am Ende mehr zählen als die fertige Figur Warum ein Teilnehmer diese Woche »Kinderferienlager für Erwachsene« nennt Wie aus Werkzeug, Spänen und gemeinsamem Kochen schnell Gemeinschaft wird. Die Frage, was es mit einem macht, sich ohne Plan auf eine neue Arbeit und eine fremde Gruppe einzulassen Wenn du wissen willst, warum ich überhaupt ohne Plan, ohne Skizze und ohne Ziel in diesen Workshop gefahren bin, hör in »Muss es schwer sein, um schön zu sein? … #20« rein. Dort nehme ich mir genau das vor, was hier passiert. –> Muss es schwer sein, um schön zu sein? … #20 – https://ist-das-schoen.de/muss-es-schwer-sein-um-schoen-zu-sein-20/ Magst du den Sonntag mit etwas Schönem beginnen? Jeden Sonntagmittag schicke ich dir meinen Newsletter: einen schönen Gedanken, einen Themenschwerpunkt, ein schönes Buch oder Event und natürlich die aktuelle Episode von “Ist das schön?!”. Hier kannst du dich eintragen: https://substack.com/@istdasschoen Hören, wo du magst »Ist das schön?!« gibt es überall, wo es Podcasts gibt: auf Spotify, Apple Podcasts und YouTube. Die ganze Episode samt Transkripten findest du auf der Website: https://ist-das-schoen.de/. Wenn dir der Podcast gefällt, abonniere ihn und lass mir gern eine Bewertung da. Das hilft anderen Menschen mehr Schönes zu entdecken.

    Ist es schön, etwas nicht zu können? … #21
  6. 2. Juli

    Muss es schwer sein, um schön zu sein? … #20

    Über das Ende vom Immer-besser-werden-Müssen und ein Stück Holz, von dem ich noch nicht weiß, was es wird. Ich sitze am Küchentisch und packe schon mal im Kopf meine Tasche für den Bildhauer-Workshop in der Uckermark, obwohl ich noch gar nicht weiß, was aus meinen Händen entstehen soll. Kein Plan, keine Skizze, kein Ziel. Nur die Lust, etwas mit Holz zu formen. Es geht um genau diesen Widerspruch: Warum fällt es uns so schwer, etwas zu tun, ohne es sofort besser, schneller, perfekter machen zu wollen? Ein Newsletter über norwegische Sportler hat mich zum Nachdenken gebracht, und ich erzähle dir, was das mit einem Bildhauer-Workshop, meiner Kindheit im Keramikzirkel und der Frage zu tun hat, ob Schönheit unbedingt schwer erkämpft werden muss. Was du mitnimmst Warum Neugier oft mehr bewegt als Disziplin Was ein Newsletter über norwegische Sportler mit einem Stück Holz zu tun hat Die Frage, wann genau etwas Schweres plötzlich leicht wird Wenn dich die Frage interessiert, was uns eigentlich Leichtigkeit nimmt, hör auch in „Schön ist unkaputtbar" rein, dort geht es um einen ganz anderen Reflex, der Schönheit im Weg steht. Und wenn du Lust auf noch mehr Spielerisches hast, ist „Peu à peu ist schön" die richtige Folge. –> Schön ist unkaputtbar … #6 – https://ist-das-schoen.de/schoen-ist-unkaputtbar-6/ –> Peu à peu ist schön. … #14 – https://ist-das-schoen.de/peu-a-peu-ist-schoen-14/ Magst du den Sonntag mit etwas Schönem beginnen? Jeden Sonntagmittag schicke ich dir meinen Newsletter: einen schönen Gedanken, einen Themenschwerpunkt, ein schönes Buch oder Event und natürlich die aktuelle Episode von »Ist das schön?!«. Hier kannst du dich eintragen: https://substack.com/@istdasschoen Hören, wo du magst »Ist das schön?!« gibt es überall, wo es Podcasts gibt: auf Spotify, Apple Podcasts und YouTube. Die ganze Episode samt Transkripten findest du auf der Website: https://ist-das-schoen.de/. Wenn dir der Podcast gefällt, abonniere ihn und lass mir gern eine Bewertung da. Das hilft anderen Menschen mehr Schönes zu entdecken.

    Muss es schwer sein, um schön zu sein? … #20
  7. 25. Juni

    Sind Menschen schön? – #19

    Dieter Düvelmeyer über den Weg vom Mischpult zur Kamera, das Spiegelbild als Täuschung und den Makel, der uns schön macht Shownotes Bevor Dieter Düvelmeyer fotografierte, angelte er Töne. Er lernte, nah genug am Menschen zu sein, um jeden Ton einzufangen, und weit genug weg, um keinen Schatten zu werfen. Später stand er am Mischpult auf internationalen Jazzkonzerten und irgendwann begann er, die Musiker zu fotografieren. Dies als direkten Weg vom Hören zum Sehen zu bezeichnen, will er selbst gar nicht sagen. Und doch: Das Zuhören stand vor dem Blick. Heute ist er Fotograf und nennt sich selbst »empathischer Authentizitätsbeauftragter«. In dieser Episode sprechen wir darüber, warum Authentizität verschwindet, sobald man sie erzwingen will. Warum unser Spiegelbild uns über unser eigenes Gesicht täuscht. Und warum eine Frau mit einem entstellten Gesicht ihn mehr berührt hat als jedes makellose Porträt. Was du mitnimmst Warum Schönheit flüchtig ist und genau deshalb so schwer fotografieren lässt Wieso der Spiegel lügt, denn wir sehen uns immer spiegelverkehrt und halten das trotzdem für unser wahres Gesicht Wie ein Makel zur eigentlichen Schönheit eines Menschen werden kann Warum echte Begegnung manchmal wichtiger ist als das fertige Foto Und am Ende wartet wie immer das Quiz: natürlich habe ich den Fotografen gefragt, ob er gerne selbst fotografiert wird. über Dieter Dieter Düvelmeyer hat es schon früh aus dem Ost-Westfälischen nach Berlin getrieben, um an der UdK Produkt-Design zu studieren. Finanziert hat er das mit Gastronomie Jobs, dem Life-Mischen von internationalen Jazz-Konzerten und als Ton-Angler bei verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen. Fotografiert hat er schon immer, aber seit ca. 15 Jahren steht die Fotografie im Mittelpunkt seiner Arbeit. Seine Erfahrungen nutzt und kombiniert er: als Beratograf® in der professionellen Business-Fotografie, https://ddphotography.de/ https://www.linkedin.com/in/dieter-düvelmeyer/ als Konzertfotograf vor allem im Jazz https://stage-photographer.com @jazzpict und als Fotograf für Schauspieler*innen. https://dieterduevelmeyer.de/ @dieterduevelmeyer Dazu hat er ein Buch geschrieben: »Bestens vorbereitet & entspannt zum Schauspielshooting« (https://amzn.eu/d/024xB8pd) Mehr von »Ist das schön?!«Jeden Sonntagmittag schicke ich dir meinen Newsletter: einen schönen Gedanken, einen Themenschwerpunkt, ein schönes Buch oder Event und natürlich die aktuelle Episode von »Ist das schön?!«. Hier kannst du dich eintragen: https://substack.com/@istdasschoen Hören, wo du magst »Ist das schön?!« gibt es überall, wo es Podcasts gibt: auf Spotify, Apple Podcasts und YouTube. Die ganze Episode mit vollständigem Transkript findest du auf der Website: https://ist-das-schoen.de/. Wenn dir der Podcast gefällt, abonniere ihn und lass mir gern eine Bewertung da. Das hilft, dass mehr Menschen das Schöne entdecken.

    Sind Menschen schön? – #19
  8. 18. Juni

    Ich höre dir nicht zu – #18

    Ein schöner Gedanke: Über Zuhören als Kampf, Resonanz als Frieden und eine Übung, die beides beweist. Shownotes Ich habe beobachtet, dass ich mitten in einem Gespräch oft schon mit meiner Antwort beschäftigt bin. Ich höre und sortiere gleichzeitig. Ich gleiche ab. Doch das ist kein Zuhören, das ist ein Gespräch mit mir selbst, das zufällig jemand anderen als Anlass hat. Was wäre, wenn echter Kontakt genau da beginnt, wo dieses innere Sortieren aufhört? Wenn der Körper loslässt, die Schultern sinken, der Atem ruhiger wird und ich zum Resonanzkörper werde, der einfach mitschwingt? In dieser Episode Warum echtes Zuhören fast nie Zuhören ist Was körperlich passiert, wenn das Gesprächs-Ping-Pong aufhört Wie ein Mensch schön wird, wenn ihm jemand wirklich zuhört Eine Übung zu zweit und die Frage, die am Ende bleibt Mehr von »Ist das schön?!« Wenn dich diese Folge berührt hat, hör auch hier hinein: → #2 mit Anne Seubert — Schönheit ist keine, die mit Pauken und Trompeten durchs Dorf zieht: https://ist-das-schoen.de/schoenheit-ist-keine-die-mit-pauken-und-trompeten-durchs-dorf-zieht-2/ Magst du den Sonntag mit etwas Schönem beginnen? Jeden Sonntagmittag schicke ich dir meinen Newsletter: einen schönen Gedanken, einen Themenschwerpunkt, ein schönes Buch oder Event und natürlich die aktuelle Episode von »Ist das schön?!«. Hier kannst du dich eintragen: https://substack.com/@istdasschoen Hören, wo du magst »Ist das schön?!« gibt es überall, wo es Podcasts gibt: auf Spotify, Apple Podcasts und YouTube. Die ganze Episode mit vollständigem Transkript findest du auf der Website: https://ist-das-schoen.de/. Wenn dir der Podcast gefällt, abonniere ihn und lass mir gern eine Bewertung da. Das hilft, dass mehr Menschen das Schöne entdecken.

    Ich höre dir nicht zu – #18

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Schönheit ist kein Luxus. Sie ist ein Lebensmittel und sie ist eine gesellschaftliche Kraft. Sie macht uns wacher, großzügiger und friedlicher. Wir müssen nur den Blick wechseln. In „Ist das schön?!“ spreche ich mit Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen über die Schönheit in ihrer Arbeit. Mit einer Bestatterin über schönes Sterben. Mit einer Fotografin über die Schönheit des Unretuschierten. Mit einem Mathematiker über die Eleganz einer Formel. Die Frage ist immer dieselbe: Was ist das Schöne an dem, was du tust? Dazwischen teile ich meine eigenen Gedanken – als jemand, die seit Jahren im Dialog mit der Schönheit ist. Ein Podcast von Jana Schlosser – Kommunikationsdesignerin aus Berlin und selbsternannte Pressesprecherin der Schönheit.

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