Es gibt Jahre, die kann man nicht einfach chronologisch erzählen. Man muss sie eher auskippen wie eine alteFestplatte: Songs, Videos, Kommentare, Interviews, Freundschaften, Bühnen, Festivals, Familie, Szene, Zweifel — und mittendrin Mo-Torres, im fünften Jahr als Musiker, plötzlich deutlich sichtbarer als vorher. Bevor wir zurückspringen, schauen wir kurz nach vorne: auf den Tanzbrunnen. Nicht als fertiges Bild, sondern als Sammlung aus Ideen, Bauchgefühl und kleinen offenen Baustellen. Was soll dieser Abend werden? Was muss passieren, damit er sich nach Mo anfühlt? Und wie sortiert man eigentlich ein Konzert, das im Kopf schon größer ist alsjede normale To-do-Liste? Dann geht es rein in 2012. Ein Jahr, in dem Mo-Torres plötzlich mehr ist als ein Name in den Kommentarspalten. Bei HipHop.de ist er nicht mehr nur eine Randnotiz, sonderneiner der spannenden Newcomer. Mit „Ambivalenz“ erscheint sein erstes Album, das seinen Titel ernst meint. Zwischen Haltung und Zweifel, Rap und Familie, Studio undAlltag, Freundschaft und Ehrgeiz. Plötzlich werden Netzwerke sichtbar: Timeless, Sickstie, Bosca, Nekst86. Ein Album wie ein Knotenpunkt — nicht glattgezogen, sondern voller Richtungen. Als Wegbegleiter ist Timey dabei. Einer, der Talent mitbringt, während Mo Struktur mitbringt. Es geht um unterschiedliche Wege, Rap, Drogen, Pop, Köln, Abstand, Liebe zur Zusammenarbeit — und darüber, warum manche Verbindungen bleiben, auch wenn sie gerade nicht stattfinden. Eine Folge über Newcomer-Energie, alte YouTube-Schätze, Freundschaft, Familie, und Ambivalenz. Tickets für das Konzert im Tanzbrunnen Host: Mo-Torres Co-Host: Tom Neumann Homepage Mo-Torres