Was, wenn's gut wird?

Anna J. Haushofer

„Was, wenn's gut wird?" ist eine Frage, die ich mir viel zu selten stelle. Wir neigen dazu, grundsätzlich mal eher von Worst-Case-Szenarien auszugehen. Aber was ist denn eigentlich, wenn's gut wird? Wenn ich es jetzt in der Hand habe, es gut werden zu lassen? Und wie gelingt mir das? Hier teile ich Geschichten. Meine und die all jener Menschen, die mit mir ins Gespräch gehen. Geschichten von dir und mir - die "kleinen" Geschichten, die sonst nicht so viel Sichtbarkeit, Gehör und Raum bekommen. Und ganz viel Gedankensalat. Putting my heart and soul out there. Ab sofort - alle zwei Wochen.

Folgen

  1. 5. Okt.

    Aktuell geht sich bei mir einfach nicht alles aus.

    Aktuell geht sich bei mir einfach nicht alles aus. Ich arbeite momentan deutlich mehr als meine vereinbarten 35 Stunden. Nicht unbedingt, weil ich das Gefühl habe, dass ich muss oder das von mir verlangt wird, sondern weil mir die neue Rolle gerade wirklich taugt, ich viel Freude daran habe und da auch richtig viel zu tun ist. Und gleichzeitig bin ich halt nicht nur berufstätig. Ich bin wochenweise alleinerziehend, habe Mental Load, Carearbeit, Haushalt, Besorgungen, kranke Kinder und irgendwie hätte ich auch gerne noch ein bisschen Leben da draußen. Freundinnen und Freunde sehen. Menschen treffen. Zeit haben. Räumen. Mal einen neuen Esstisch kaufen (nachdem ich meinen alten vor drei Monaten verkauft habe, ohne direkt Ersatz zu haben). Leichtigkeit. Und genau die kommt gerade ziemlich kurz. Was mich dabei fast am meisten beschäftigt: Eigentlich hätte ich teilweise sogar die Zeit. Aber ich habe nicht die Kapazität. Ich schaffe es gerade nicht, mich bei Menschen zu melden, die mir wirklich wichtig sind. Ich lese Nachrichten und denke mir „Ich antworte später“ – und dann vergehen Tage. Manchmal Wochen. Und das bin eigentlich überhaupt nicht ich. Gleichzeitig hängt meine Wäsche seit eineinhalb Wochen am Wäscheständer, der Geschirrspüler wartet halb eingeräumt darauf, dass ich ihn endlich einschalte und irgendwo zwischen Arbeit, Kindern und allem anderen frage ich mich: Wie machen das eigentlich andere? Mein Kopf ist gerade zu voll und gleichzeitig fühle ich mich tageweise sehr leer. Dementsprechend eine knackige Folge, in der ich dich ein bisschen in mein gerade ziemlich dichtes Leben mitnehme. „Und wenn es sich nicht ausgeht, war es eine Erfahrung.“ Vielleicht ist das genau das, was ich gerade selbst hören muss. Schau ma mal, dann seng ma scho.

  2. 7. Sept.

    Part II: 48 Stunden Stille - ein Wochenende im Schweigekloster

    48 Stunden Stille. Kein Handy. Keine Nachrichten. Keine äußeren Reize. Dafür viele Gedanken. In Teil 2 meines Wochenendes im Schweigekloster nehme ich euch wieder mit in mein „Tagebuch“ – und damit direkt in meinen Kopf.  Ich dachte ursprünglich, ich würde mich hier vor allem mit meiner beruflichen Zukunft auseinandersetzen. Spoiler: So richtig viel Raum bekommt das Thema dann gar nicht. Und vielleicht ist genau das auch schon eine Antwort. Stattdessen geht es um den Drang, ständig irgendetwas erledigen zu müssen, darum, was eigentlich „einfach da sein“ bedeutet und warum selbst Fotos aussortieren oder eine Einkaufsliste schreiben plötzlich verdächtig nach Produktivität aussieht. Und natürlich geht es auch wieder ums Dating und darum, ob ich mich auf etwas einlassen möchte, das sich gerade gut anfühlt … obwohl ich ursprünglich gar nicht auf der Suche war. Dazwischen: Würstelbuffet im Kloster, ein gelber Ohrensessel, ein alter Vision- und Wunsch-Zettel und sehr viele Gedanken. Kein „Ich fahre ins Schweigekloster und komme mit allen Antworten zurück“. Eher die Erkenntnis, dass ich vielleicht gar nicht auf jede Frage sofort eine Antwort brauche – und auch nicht alles wissen und lösen muss. Und irgendwo zwischen all dem wird ein Gedanke immer lauter: Was, wenn’s gut wird? Vielleicht ist das hier tatsächlich meine bisher positivste Folge. Zumindest fühlt es sich gerade so an. 🤍 Das ist Teil 2 meines Wochenendes in Stille. Wenn du Teil 1 noch nicht gehört hast, fang dort an. 🎧

  3. 24. Aug.

    48 Stunden Stille - ein Wochenende im Schweigekloster Teil 1

    Was passiert, wenn es plötzlich still wird und all die Gedanken auftauchen, für die im normalen Alltag nie richtig Platz ist? Anfang August war ich für ein Wochenende in Innsbruck, um mal rauszukommen. Kein Handy, kein Buch, keine Musik – eigentlich möglichst wenig von außen und dafür ein bisschen mehr von innen. Ich hatte vorher gedacht, dass ich vielleicht zu ein paar Fragen in meinem Leben etwas mehr Klarheit bekomme. Was genau ich mir davon erwarte, wusste ich allerdings selbst nicht so richtig. Und dann war da plötzlich ziemlich viel. Menschen, die mich gerade beschäftigen. Gedanken über Vergangenheit und Zukunft, über Liebe, Trennungen und die Frage, wie es eigentlich sein wird, wenn ein Mensch, der mich so gut kennt wie kaum jemand sonst, plötzlich nicht mehr so selbstverständlich da ist. Ein Date. Die Frage, was ich eigentlich will. Gedanken darüber, wie schön etwas Neues sein kann – und gleichzeitig ganz schön beängstigend. Über Verletzlichkeit, Selbstwert und das Grübeln darüber, ob ich es schaffen würde, ein „passt nicht“ irgendwann einfach als ein „passt nicht“ stehen zu lassen, ohne daraus wieder etwas über mich zu machen. Und dann ist da noch diese eine Frage: Was bedeutet es für mich, einfach da zu sein, ohne etwas leisten zu müssen? Ein Wochenende, an dem es außen ganz still war und innen dafür umso lauter. Ich habe irgendwann angefangen, alles aufzuschreiben. Und weil ich beim Schreiben irgendwann gemerkt habe, dass das für eine Folge viel zu viel wird, gibt es das Wochenende in zwei Teilen. Das hier ist Teil 1. Der Rest kommt beim nächsten Mal.

  4. 13. Juli

    Der eigene Weg entsteht beim Gehen - oder warum sich die richtigen Dinge plötzlich leicht anfühlen

    Was wenn dein Weg gar nicht perfekt geplant sein muss? In dieser Folge spreche ich mit Rapper und Rapflection-Gründer BenJo über seinen ganz persönlichen Weg - von den ersten Rap-Videos im Kinderzimmer über Auftritte vor großem Publikum bis hin zu Workshops, in denen Jugendliche ihre Gedanken und Gefühle kreativ ausdrücken können.  Wir sprechen darüber, warum Selbstreflexion so wichtig ist, wie schwierige Lebensphasen und Meditation seinen Blick auf das Leben verändert haben und weshalb sich die richtigen Entscheidungen oft überraschend leicht anfühlen. BenJo und ich sprechen über Selbstreflexion, Kreativität und die Frage, wie wir herausfinden, was wirklich zu uns passt. Über den Mut, dem eigenen Weg zu folgen und warum dein Leben keinen perfekten Plan braucht. Darüber, dass Musik oder Kunst generell die Möglichkeit ist, eigene Erfahrungen für andere Menschen erlebbar zu machen. Für ihn ist Rap der Weg, seine tiefen Empfindungen in Kunst zu verpacken. Wie aus einer spontanen Idee Rapflection entstanden ist. Und warum Erfüllung oft dort entsteht, wo man aufhört, alles kontrollieren zu wollen. Wenn du aufhörst, einem „perfekten“ Plan hinterherzulaufen und stattdessen dem folgst, was sich für dich stimmig anfühlt, entsteht oft genau daraus dein Weg. Außerdem thematisieren wir bewusste Pausen - wie schauen die aus? Weniger Plan ist mehr? Wann muss ich runter vom Gas, damit ich auf Dauer nicht ausbrenne und nicht vergesse, was mir eigentlich Freude bereitet und Kraft gibt? Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich sehr über eine Bewertung und wenn du den Podcast abonnierst. ✨

  5. 15. Juni

    Raum einnehmen und endlich loslegen ... oder eben auch nicht.

    Kennst du das, da ist etwas, das du wirklich gerne machen möchtest, du denkst schon sehr lange daran und darüber nach. Vielleicht Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre. Aber irgendetwas ist da, das hindert dich daran, loszulegen, loszugehen, einfach anzufangen.  Ana (auf Instagram findest du sie @av.anavince) und ich haben darüber gesprochen: Vom „urge“ etwas, das man wirklich wirklich möchte, endlich zu tun. Sich selbst erlauben, Raum einzunehmen, von dem Gefühl, Platz zu haben. Und Platz haben zu dürfen.  Macht den großen Unterschied wirklich die Kindheit? Wenn du dort bestärkt wirst, bleibt dir das für’s Leben? Das Urvertrauen in dich selbst? Was hält uns davon ab, einfach loszulegen? Von dem was wir erlebt haben vs der Möglichkeit, die Dinge jetzt selbst in die Hand zu nehmen, zu entscheiden. Ist Perfektionismus das, was uns im Zweifelsfall aufhält? Oder die Angst vor Zurückweisung und Ablehnung?  Wer bin ich und wer will ich sein und was bedeutet das für die Dinge, die ich tun will? Wenn ich’s jetzt nicht mache, nur plane und zerdenke, bereue ich es dann irgendwann? Ist es nicht schlimmer, etwas nicht zu tun als ständig Zeit darin zu investieren, darüber nachzudenken? Disclaimer: Die Audioqualität in dieser Aufnahme ist bei meinem Mikro aufgrund des Raumes/Halls leider nicht so wie es mein Anspruch wäre. Dafür hatten wir es bei unserer Aufnahme in der Loggia, in der Schaukel, sehr bequem. 😅

Info

„Was, wenn's gut wird?" ist eine Frage, die ich mir viel zu selten stelle. Wir neigen dazu, grundsätzlich mal eher von Worst-Case-Szenarien auszugehen. Aber was ist denn eigentlich, wenn's gut wird? Wenn ich es jetzt in der Hand habe, es gut werden zu lassen? Und wie gelingt mir das? Hier teile ich Geschichten. Meine und die all jener Menschen, die mit mir ins Gespräch gehen. Geschichten von dir und mir - die "kleinen" Geschichten, die sonst nicht so viel Sichtbarkeit, Gehör und Raum bekommen. Und ganz viel Gedankensalat. Putting my heart and soul out there. Ab sofort - alle zwei Wochen.