Zwischen Hamburg und Haiti

Mit dem Mikrofon rund um die Welt. Das ist die spannende Aufgabe, die sich unseren Autor*innen stellt. Um dann in unserem Podcast "Zwischen Hamburg und Haiti" zu erzählen, wie nahe und ferne Länder klingen, was die Menschen dort berichten, wie sie leben, was sie wünschen. Wir fragen unsere Reporter*innen aber auch, wie sie selber sich gefühlt haben beim Reisen, wie es ist, fremd in fernen Welten zu sein. Lassen Sie sich von unserem Podcast "Zwischen Hamburg und Haiti" einladen, mitzureisen und vielleicht auch eigene Reisepläne zu schmieden!

  1. Oulu . Fahrradparadies und Europäische Kulturhauptstadt 2026

    vor 16 Std.

    Oulu . Fahrradparadies und Europäische Kulturhauptstadt 2026

    Oulu liegt im Nordwesten Finnlands an der Ostseeküste. Dieses Jahr darf sich die Stadt mit dem Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2026“ schmücken. Oulu ist mit gut 200.000 Einwohnern die nördlichste Großstadt der Europäischen Union und fünfgrößte Stadt Finnlands.In Oulu lebt der Underground. Der „Schreiende Männerchor“ und die Weltmeisterschaft im Luftgitarre-Spielen kommen aus Oulu. Und an einer Wand prangt seit den 1980er-Jahren ein Graffiti-Schriftzug „Paska Kaupunni“, was „Scheiß Stadt“ heißt. Doch die Ouluer tragen diesen Titel mit einem gewissen Stolz.Oulu ist ein Paradies für Radfahrer. Fast 1.000 Kilometer umfasst das eigene Radwege-Netz, fast immer fernab vom Autoverkehr, kreuzungsarm dank Unterführungen und mit eigenen Schnellradwegen - so kommt man fix von A nach B. Ein Navi braucht man auch nicht, da die Radwege gut beschildert sind. Radfahren ist die DNA von Oulu.Das Stadtzentrum mit dem Marktplatz und dem Marktpolizisten „Tori Polliisi“ ist kompakt, dafür ist die Natur nie weit. Fast im Zentrum liegt der Strand Tuira am Oulu-Fluss. Hier kann man schwimmen, chillen und Volleyball spielen. Außerdem schwimmt im Fluss eine kleine Sauna: Kesä-Sauna (wörtlich: Sommersauna), ein beliebtes Freizeitvergnügen bei jedem Wetter.Oulu 2026: Europäische Kulturhauptstadt mit Sauna und Sámi https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/feature-oulu-kulturhauptstadt-2026-100.html

    30 Min.
  2. Iran - Alltag im Ausnahmezustand

    5. Juni

    Iran - Alltag im Ausnahmezustand

    Seit ihrer Kindheit reist unsere NDR-Kollegin regelmäßig zu ihrer Familie in den Iran. Als sie Ende 2025 erneut nach Teheran fliegt, ahnt sie noch nicht, dass sich das Land wenige Monate später im Krieg befinden wird.Doch schon kurz nach ihrer Ankunft spürt sie: Diesmal ist etwas anders. In Taxis, Werkstätten und bei Familienessen kreisen die Gespräche immer wieder um dieselben Themen - steigende Preise, Zukunftsängste und die Frage, wie lange das Leben im Iran noch bezahlbar bleibt.Für diese Folge von „Zwischen Hamburg und Haiti“ fährt sie mit ihrem Cousin in den Süden Teherans. Dort besucht sie eine kleine Sockenproduktion, versteckt in einer gemieteten Wohnung mitten in Shahr-e Rey. Frauen arbeiten hier stundenlang zwischen Kartons, heißen Metallformen und Verpackungsbergen - darunter auch die 18-jährige Somaye aus Afghanistan, die seit ihrem 14. Lebensjahr arbeitet und kaum Zugang zu Bildung hatte.Wenige Tage später erlebt unsere Kollegin im Norden Teherans das persische Familienfest Shab-e Yalda - die längste Nacht des Jahres. Zwischen Musik, Tanz und Familienessen wird deutlich: Selbst in wohlhabenderen Vierteln bestimmt die wirtschaftliche Krise längst den Alltag vieler Menschen.Kurz bevor die Proteste eskalieren, reist sie weiter in den Süden des Landes - auf die Inseln Qeshm und Hormoz im Persischen Golf. Dort begegnet sie einer völlig anderen Seite des Iran: farbenfrohe Salzlandschaften, kleine Tuk-Tuks, alternative Cafés und Menschen, die vom Tourismus leben und gleichzeitig mit Inflation, Wasserknappheit und wirtschaftlicher Unsicherheit kämpfen.Eine Reise durch ein Land voller Gegensätze - zwischen Herzlichkeit, Erschöpfung und der Angst vor dem, was kommen könnte.Unsere Kollegin war für uns dort.Weltspiegel Podcast https://www.ardsounds.de/sendung/weltspiegel-podcast/urn:ard:show:621711b59e5ee4cd/

    36 Min.
  3. Hampi - Die sagenumwobene Tempelstadt im Süden Indiens

    22. Mai

    Hampi - Die sagenumwobene Tempelstadt im Süden Indiens

    Eine versunkene Metropole, jahrhundertelang dem Vergessen überlassen - und heute ein spiritueller Sehnsuchtsort: In der neuen Folge begeben wir uns auf eine faszinierende Reise nach Hampi, eine der beeindruckendsten historischen Stätten Indiens.Einst war Hampi das glanzvolle Zentrum eines mächtigen Hindu-Reiches. Nach seinem Niedergang lag die Stadt rund 300 Jahre verlassen in der Landschaft, bis sie Mitte des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde. Heute ist Hampi ein Ort, der gleichzeitig mystisch, spirituell und irgendwie surreal wirkt. Zwischen riesigen Felsen, alten Tempeln und Palästen treffen sich Backpacker, Reisende und gläubige Hindus aus aller Welt.Vor genau 40 Jahren wurde Hampi in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen – eine Auszeichnung, die die außergewöhnliche kulturelle und architektonische Bedeutung der Tempelanlagen unterstreicht. Auch literarisch lebt die Geschichte weiter: Der britisch-indische Autor Salman Rushdie widmete dem untergegangenen Reich vor wenigen Jahren mit Victory City eins seiner Werke.In dieser Folge nimmt Reisejournalistin Charlotte Horn uns mit auf eine Entdeckungstour durch die mystischen Ruinen, erzählt von der bewegten Vergangenheit Hampis und schildert, warum dieser Ort bis heute eine so starke Anziehungskraft ausübt.Eine Folge über Lost Places, alte Reiche und die Frage: Was bleibt eigentlich, wenn eine ganze Stadt verschwindet?Lesetipp: „Victory City“, Roman von Salman Rushdie, erschienen im Penguin-Verlag, 2023:https://www.penguin.de/buecher/salman-rushdie-victory-city/buch/9783328602941Historischer Roman von Tirumala Devaraya:In the Empire of the God King by Tirumala Devaraya | Goodreadshttps://www.goodreads.com/book/show/237384871-in-the-empire-of-the-god-kingKurze Video-Dokumentation über Hampi (auf Englisch): What Made Hampi One of the Greatest Cities of Its Time?https://www.youtube.com/watch?v=tMjVqBzSnGs Reise-Tipps Hampi – inklusive Hinweise für die Anreise:Hampi – Travel guide at Wikivoyagehttps://en.wikivoyage.org/wiki/HampiCrosspromotion: Young Adventurers: INDIEN - Floßfahrt ins Unbekanntehttps://www.ardmediathek.de/video/young-adventurers-indien-flossfahrt-ins-unbekannte/young-adventurers-indien-flossfahrt-ins-unbekannte/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9hYTM3ZDk1Yi0yZGNiLTQyZjUtODdhYS0yMzQxYjY2MWM3MzJfZ2FuemVTZW5kdW5n

    42 Min.
  4. Madeira: Wenn immer Frühling ist

    15. Mai

    Madeira: Wenn immer Frühling ist

    „Blumeninsel“, „Insel des ewigen Frühlings“, „Hawaii Europas“ - wer die Insel Madeira besucht, wird feststellen, keine dieser Beschreibungen ist untertrieben. Grün ist es an fast jeder Ecke - und das zu jeder Jahreszeit. Die Insel mitten im Atlantik zeichnet sich durch ein ganzjährig mildes, subtropisches Frühlingsklima aus, das durch den Golfstrom und Passatwinde geprägt ist. Die zahlreichen Mikroklimazonen führen zusätzlich dazu, dass sich das Wetter je nach Höhenlage und Nord-Süd-Ausrichtung stark unterscheiden kann. Deshalb gehören Sonnencreme und Regenjacke gleichzeitig ins Gepäck. Abwechslungsreich ist Madeira allemal: Der sonnige Süden eignet sich perfekt für Badetage und Urbanes, während der grüne Norden mit Lorbeerwäldern, steilen Klippen und Naturschwimmbecken beeindruckt. Das raue Hochland ist ideal für Wanderungen. Madeira gilt als Wanderparadies, vor allem entlang der Levadas. Das sind gebaute Kanäle, die Wasser aus dem regenreichen Norden in den trockenen Süden führen. Das Levadanetz auf der Insel ist über 2000 Kilometer lang. Die erste Levada entstand im 16. Jahrhundert. Mit dem großflächigen Bau wurde im 19. Jahrhundert begonnen. Waren sie früher aus Holz und später aus Steinplatten, fließt das Wasser mittlerweile durch Betonkanäle.Wer Madeira besucht, wird an zwei Genüssen nicht vorbeikommen: die Banane und der Poncha. Keine andere Frucht wird so sehr mit Madeira in Verbindung gebracht, wie die Banane. 1552 wurde der Anbau erstmals schriftlich erwähnt. Das gelbe Obst entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem Exportschlager. Heute ist allerdings nur noch ein kleiner Teil für den europäischen Markt gedacht. Die meisten Bananen gehen aufs portugiesische und spanische Festland. Der Poncha ist das Nationalgetränk der Insel. Der süß-saure, alkoholische Cocktail wird in fast jedem Lokal/Bar angeboten. Er besteht klassisch aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronen- oder Orangensaft. Oft ist er auch ein Mitbringsel der Touristen. Ohnehin ist der Tourismus mittlerweile eine wichtige Einnahmequelle geworden. Gäbe es ihn nicht, hätten viele Menschen keine Arbeit. Gleichzeitig sorgen Touristenmassen – vor allem mit dem Schiff – nicht nur für volle Ecken, sondern steigende Preise. Schnell wird deutlich: Der Tourismus ist für Madeira Fluch und Segen zugleich.

    32 Min.
  5. Göteborg: rau und liebenswert

    8. Mai

    Göteborg: rau und liebenswert

    Ein altes Sprichwort sagt: „In Göteborg werden keine Gedichte geschrieben, sondern nur Rechnungen“. Es muss in Stockholm – ganz auf der anderen Seite Schwedens – erfunden worden sein. Denn Reporterin Merle Schaack hat in der zweitgrößten Stadt im Königreich viel mehr Gründe als Volvo, SKF und Co. entdeckt, um mehr als einen Zwischenstopp einzulegen.In der kultigen Straßenbahn fährt sie die Lebensadern der bodenständig bunten Stadt ab: Angefangen an der Mündung des Flusses Göta Älv, der einst Schwedens Tor zur großen Welt war. Jeden Morgen feilschen Händler hier im Hafen bei einer Fischauktion mit ganz eigenen Regeln um den besten Fang des Tages.Mit speziellem Göteborger Humor geht es nach Haga. Und hinter hübschen Holzfassaden dem Ursprung des ehemaligen Arbeiterviertels auf den Grund. Denn dass Einheimische wie Reisende hier in so gemütlichem Ambiente ihre Kaffeepausen einlegen können, verdanken sie dem Pragmatismus einer boomenden Hafenstadt und hartnäckigen Anwohnern.Fernab vom innenstädtischen Trubel lernen wir in dieser Folge von „Zwischen Hamburg und Haiti“ im Schärengarten Johanna Olzon kennen. Ihre Vorfahren arbeiteten zunächst als Fischer auf Hönö, einer der felsigen Inseln vor der Westküste – bis ihr Urgroßvater aus der Not eine Tugend machte und der Familiengeschichte mit seinem Geschäftssinn eine Wendung gab. Johanna und ihr Freund Peter zeigen uns, wie das Inselleben heute aussieht und wie sie es mit einem alten Rezept bereichern wollen.Merle Schaack war für uns dort.

    28 Min.
  6. Winteralltag auf den Lofoten

    1. Mai

    Winteralltag auf den Lofoten

    Januar auf einer kleinen Inselgruppe über dem Polarkreis. Die Sonne klettert erst spät über die kargen Berge, der Schnee hat sich festgesetzt, die schmalen Straßen sind gefroren und in der Nacht tanzen Polarlichter über dem Wasser. Der Winter auf den Lofoten in Nordnorwegen ist etwas ganz Besonderes. Denn: Während die Natur die Pausetaste drückt, geht der Alltag weiter. Sowohl für die Einheimischen als auch für die Touristen.Tausende Menschen aus aller Welt überqueren auch im Winter die Inselgruppe per Bus oder Auto. Die beeindruckende Szenerie zieht die Touristen in ihren Bann. Mittlerweile ist auch in den Wintermonaten Hochsaison und besonders die Cafés, Restaurants und Hotels machen beeindruckende Umsätze.Gleichzeitig läuft der Betrieb in der traditionellen Fischerei. Im Februar beginnt die Dorschsaison. Auf dem Wasser sind Fischerboote unterwegs und an Land wird der Fang traditionell auf Holzbalken zum Trocknen an die frische Luft gehängt. Wie lebt es sich im Winter auf den Lofoten? NDR-Reporterin Johanna Honsberg wollte genau das herausfinden und hat zwei Monate im Süden der Inselgruppe verbracht. Sie erzählt von der Ruhe, die dort herrscht, vom ersten Schnee und Trockenfisch, von dem Staunen der Touristen und Tagen ohne Sonne.Nordseereport: Abenteuer Lofoten – Norwegens Insel-Juwel - hier anschauenhttps://www.ardmediathek.de/video/nordseereport/abenteuer-lofoten-norwegens-insel-juwel/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM2MDM0OV9nYW56ZVNlbmR1bmc

    43 Min.

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4,4
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