mach's eifach

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In "mach's eifach" nehmen wir euch mit auf unseren Weg von Angestellten zu Selbstständigen – ehrlich, unaufgeregt und ohne grosse Show. Mirjam und Patrick von techninjas.ch sprechen über den Aufbau ihrer digitalen Agentur für KMUs in der Region Oberaargau, über die Learnings unterwegs, über Rückschläge und kleine Erfolge, und über den grossen Plan: ab September 2026 als digitale Nomaden zu leben und zu arbeiten. Jede Folge gibt einen ehrlichen Einblick hinter die Kulissen: was es wirklich braucht, um "es einfach zu machen" statt nur davon zu reden.

  1. vor 1 Std.

    Mach's eifach Folge 19 - Zwischen Sicherheit und Selbstständigkeit: Michael Gutknecht über seinen eigenen Weg (Teil 1)

    Michael Gutknecht kommt aus der Versicherungsbranche und führt seit über 20 Jahren eine eigene Firma neben seinen Anstellungen. Über selbst beigebrachtes IT-Wissen, die Sicherheit eines festen Lohns und die Entstehung seiner Software ProjectPilot im Camper in Norwegen. Zu Gast: Michael Gutknecht – Gründer, office4you.swiss & ProjectPilot Michael hat das KV in der Versicherungsbranche gelernt und sich sein IT-Wissen selbst angeeignet. Mit 24 gründete er eine eigene GmbH, die er lange neben einer Anstellung führte. Heute verbindet er Versicherungswissen, IT und die Unterstützung von Start-ups mit eigenen Softwareprojekten. Mit KI entwickelte er die Projektmanagement-Software ProjectPilot, teilweise unterwegs im Camper. Mehr über Michael Gutknecht findest du hier: office4you.swissProjectPilot Die wichtigsten Erkenntnisse: 1. Warte nicht, bis du alles kannst: Michael hat sich sein IT-Wissen an konkreten Aufgaben angeeignet und auch für neue Projekte immer wieder dazugelernt.2. Prüf, welche Sicherheit dir wirklich wichtig ist: Ein guter Lohn gibt Ruhe, sollte aber nicht der einzige Grund sein, eigene Wünsche immer weiter aufzuschieben.3. Ein fertiges Produkt verkauft sich nicht von selbst: Plane neben der Entwicklung auch Zeit und Energie dafür ein, dass die richtigen Menschen davon erfahren. Worum es in dieser Folge geht: Michael eignete sich sein IT-Wissen selbst an und gründete mit 24 eine GmbH. Seinen ersten Server baute er aus Einzelteilen, inklusive Ferrari-Startgeräusch. Das Gründungskapital brachte er mit einem Audi A3 ein. Über Jahre führte er die Firma neben einer meist 80-prozentigen Anstellung. Wir sprechen über die Balance zwischen Sicherheit und Selbstständigkeit, schwierige Kundengewinnung und die Frage, warum wir unsere Wünsche bis zur Pensionierung aufschieben. Michael erzählt auch, weshalb ihn selbst verdiente 100 Franken mehr freuen als derselbe Betrag auf der Lohnabrechnung. Aus einem Organisationsproblem im Start-up entstand ProjectPilot. Michael entwickelte die Software mit KI weiter, teilweise im Camper an einem See in Norwegen. Dazu diskutieren wir die Digitalisierung der Versicherungsbranche und warum ein fertiges Produkt erst der Anfang ist. Mehr über uns: Mirjam und Patrick unterstützen mit Tech Ninjas Schweizer KMU bei digitalen Lösungen und digitaler Sichtbarkeit. Sie entwickeln Websites, individuelle Softwarelösungen und setzen KI dort ein, wo sie im Alltag einen echten Mehrwert schafft. Mach’s eifachMach’s eifach auf InstagramTech NinjasTech Ninjas auf Instagram

  2. 28. Okt.

    Mach's eifach Folge 18 - Einfach machen und dem Lebensweg vertrauen: Nicolas Fischer über Selbstständigkeit, KI und Weltreise

    Nicolas Fischer ist selbstständig in der IT, kocht draussen und war auf Weltreise. Er erzählt, wie aus einer Rabattanfrage bei einem Outdoor-Händler sein grösster IT-Kunde wurde, wie er mit Obsidian und Claude sein Wissen ordnet und warum er dem Lebensweg vertraut. Zu Gast: Nicolas Fischer – KI und Prozessautomatisierung, Blauwasser IT Nicolas hat Multimedia-Elektronik gelernt, Videokonferenzanlagen für Spitäler und Justizeinrichtungen betreut und danach in einem Start-up in Sales, Data Analytics und Digital Marketing gearbeitet. Heute unterstützt er mit Blauwasser IT KMU in der Ostschweiz bei KI, Automatisierung und Daten. Daneben arbeitet er als Outdoor-Koch und Reiseleiter und war mit seiner Partnerin auf einer Weltreise durch fast 20 Länder. Mehr über Nicolas Fischer findest du hier: blauwasser-it.chLinkedIn (Nicolas)LinkedIn (Blauwasser IT)Instagram (Blauwasser IT)Instagram (Reisekafi) Die wichtigsten Erkenntnisse: 1. Mach den ersten Schritt, statt monatelang an der Webseite zu feilen: Schreib die erste Nachricht und komm mit Menschen ins Gespräch.2. Geh persönlich auf Leute zu: Als Nicolas einen Outdoor-Händler nach Rabatten fragte, wurde daraus sein grösster IT-Kunde.3. Kommuniziere nach aussen nischig und löse ein konkretes Problem, auch wenn du viel mehr kannst, so fühlen sich die Richtigen angesprochen. Worum es in dieser Folge geht: Nicolas lernte zuerst Multimedia-Elektronik und reparierte Audio- und Fernsehanlagen, vor allem bei älteren Leuten. Danach baute er Videokonferenzanlagen für Spitäler und Justizeinrichtungen und den Service dazu auf und arbeitete in einem Start-up in Sales, Data Analytics und Digital Marketing. An der Selbstständigkeit mag er die Flexibilität, auch wenn die Arbeitstage länger sind. Mit seiner Partnerin Katja ging er 2023 auf Weltreise. Gebucht waren nur der erste Flug und drei Nächte in Nepal, alles andere entschieden sie spontan. Am Ende waren es fast 20 Länder, von Nepal über die Antarktis bis Vietnam, für rund 60'000 Franken in einem halben Jahr. In Südamerika kauften sie einen alten VW-Bus. Als Reiseblogger zu arbeiten, nahm ihm die Reisefreude. Die beste Erinnerung ist Nepal. Beruflich verbindet Nicolas heute IT-Projekte mit Outdoor-Team-Events. Sein erster Kunde kam per Zufall aus dem Dorf. Seinen grössten IT-Kunden fand er als Outdoor-Guide: Er fragte einen Outdoor-Händler nach Rabatten, und dieser suchte im selben Treffen jemanden für IT auf Abruf. Mit KI arbeitet er täglich: Notizen sammelt er in Obsidian und Claude räumt sie wöchentlich auf, und aus 40 GB Video erstellte Claude zehn Reels. Für Kundendaten empfiehlt er EU-gehostetes Langdock. Neue Kundschaft gewinnt er über Empfehlungen und lokale Videos. Sein Stil: spontan statt durchgeplant, pragmatisch statt perfekt. Erfolg bedeutet für ihn Freiheit und Flexibilität, Geld ist ein Mittel zum Zweck. Sein Rat: den ersten Schritt machen und dem Lebensweg vertrauen, statt alles steuern zu wollen. Mehr über uns: Mirjam Gämperli und Patrick Christen unterstützen mit Tech Ninjas Schweizer KMU bei digitalen Lösungen und digitaler Sichtbarkeit. Sie entwickeln Websites, individuelle Softwarelösungen und setzen KI dort ein, wo sie im Alltag einen echten Mehrwert schafft. Mach’s eifachMach’s eifach auf InstagramTech NinjasTech Ninjas auf Instagram

  3. 21. Okt.

    Mach's eifach Folge 17 - Mut gibt es nur im Rückblick: Heike Burch über Zufriedenheit, Geld und das Leben im Camper (Teil 2)

    Teil 2: Heike Burch erzählt, warum sie keine Abenteurerin ist, wie das Leben im Camper funktioniert und warum Mut für sie nur im Rückblick existiert. Dazu: was ein gutes Leben im Alter ausmacht, ihr 40-Prozent-Spartrick und wie sie sichtbar bleibt. Zu Gast: Heike Burch – InDesign-Templates & Publishing, MOLIRI Heike ist in Ostdeutschland aufgewachsen, lernte in der DDR Damenmassschneiderin und wechselte nach dem Mauerfall in die Mediengestaltung. Seit über 30 Jahren ist sie selbstständig, layoutet Bücher und Magazine, erstellt InDesign-Templates für Verlage und Agenturen und gibt Seminare. Seit Sommer 2020 ist sie mit ihrem Mann als ortsunabhängig Arbeitende im Camper in Europa unterwegs. Mehr über Heike Burch findest du hier: moliri.chLinkedIn Links zur Folge: Buch «The Good Life»Harvard-StudieZEIT-Artikel zur StudieReisetagebuch (Anmeldung nötig) Die wichtigsten Erkenntnisse: 1. Frag Kundschaft und Arbeitgeber, ob dein Job auch mobil möglich ist, bevor du grosse Pläne machst: Oft geht mehr, als man denkt.2. Leg von jeder Rechnung rund 40 Prozent direkt aufs Sparkonto, damit Steuern, Umsatzsteuer und AHV bezahlt sind.3. Erlaub dir Fehler und ändere ruhig deine Meinung: Mut sieht man oft erst im Rückblick. Worum es in dieser Folge geht: Heike und ihr Mann merkten schnell, dass Zelten und Wildcampen nicht zu ihnen passen: Sie übernachteten erst in Hotels und Airbnbs, heute leben sie im Camper, der Büro, Küche und Schlafplatz auf wenigen Quadratmetern vereint. Eine Wohnung zu kündigen ist für sie weniger folgenschwer als die Verantwortung für ein Kind, und Mut gibt es für sie vor allem im Rückblick. Heike beschäftigt sich damit, was ein zufriedenes Leben im Alter ausmacht, und stiess dabei immer wieder auf Beziehungen als wichtigsten Faktor (siehe Links). Beim Aufschreiben der Menschen, die sie gern hat, landeten 80 Prozent in der Schweiz, deshalb haben sie eine barrierefreie Wohnung gekauft. Trotzdem geht es im Januar oder Februar wieder mit dem Camper in den Süden. Aus sechs Jahren Reisen zieht sie ein Fazit: Die herzlichsten Menschen traf sie im Iran. Ihre Tipps für alle, die ortsunabhängig arbeiten wollen: mit Kundschaft und Arbeitgebern klären, ob der Job mobil geht, Kosten tief halten, Routinen aufbauen und zwei bis drei Monate Reserve haben. Ihr Erfolgsfaktor: Von jeder Rechnung gehen rund 40 Prozent aufs Sparkonto, für Steuern, Umsatzsteuer und AHV. Beim Thema Sichtbarkeit setzt Heike auf Beziehungen und darauf, erst zu geben und dann zu nehmen: mit einem Podcast in der Publishing-Branche, Vorträgen in einer eigenen User Group und Gratis-Wissen. Der 16-jährigen Heike würde sie raten, weniger auf die Meinung anderer zu geben, und zum Schluss nimmt sie «Mach's eifach» gleich als Lebensmotto mit. Mehr über uns: Mirjam und Patrick unterstützen mit Tech Ninjas Schweizer KMU bei digitalen Lösungen und digitaler Sichtbarkeit. Sie entwickeln Websites, individuelle Softwarelösungen und setzen KI dort ein, wo sie im Alltag einen echten Mehrwert schafft. Mach’s eifachMach’s eifach auf InstagramTech NinjasTech Ninjas auf Instagram

  4. 14. Okt.

    Mach's eifach Folge 16 - Lebensqualität als Kompass: Heike Burch über 30 Jahre Selbstständigkeit und ihr ortsunabhängiges Leben (Teil 1)

    Heike Burch ist seit über 30 Jahren selbstständig und seit 2020 mit ihrem Mann im Camper unterwegs. Über ihren Weg von der Damenmassschneiderin in der DDR in die Mediengestaltung, warum Lebensqualität ihr Mass für Erfolg ist und wie der Tod eines Kollegen kurz vor der Pensionierung den Anstoss zur grossen Reise gab. Zu Gast: Heike Burch – InDesign-Templates & Publishing, MOLIRI Heike ist in Ostdeutschland aufgewachsen, lernte in der DDR Damenmassschneiderin und wechselte nach dem Mauerfall in die Mediengestaltung. Seit über 30 Jahren ist sie selbstständig, layoutet Bücher und Magazine, erstellt InDesign-Templates für Verlage und Agenturen und gibt Seminare. Seit Sommer 2020 ist sie mit ihrem Mann als ortsunabhängig Arbeitende im Camper in Europa unterwegs. Mehr über Heike Burch findest du hier: moliri.chLinkedIn Die wichtigsten Erkenntnisse: 1. Richte berufliche Entscheidungen an deiner Lebensqualität aus: Wer nur noch Projekte annimmt, die Freude machen, bekommt oft bessere Projekte und bessere Honorare.2. Beziehungen sind das Wichtigste im Business: Hinterlass keine verbrannte Erde, bleib im Kontakt und trenne Geschäftliches nicht strikt von Privatem.3. Schieb deine grossen Pläne nicht ewig auf: Der Kollege, der kurz vor der Pensionierung starb, war für Heike der Weckruf, ihre Reise endlich umzusetzen. Worum es in dieser Folge geht: Heike wuchs in Ostdeutschland auf und lernte in der DDR Damenmassschneiderin. Nach dem Mauerfall konnte sie noch einmal neu starten und wurde Mediengestalterin. Selbstständig machte sie sich früh: Ihr erster Kunde wollte eine Rechnung, also liess sie sich das vom Steuerberater des Kunden erklären. Eine Anstellung in der Schweiz nach 2011 passte nicht zu ihr. Heute layoutet sie Bücher und Magazine, erstellt InDesign-Templates und begleitet Kundschaft bei Softwareumstellungen. Ihr Lebensmotto heisst Lebensqualität, und jede berufliche Entscheidung muss dazu passen: Heike arbeitet nur noch drei Tage pro Woche und nimmt Projekte an, die ihr Freude machen. Die Projekte sind dadurch besser und pünktlicher bezahlt geworden. Beziehungen sind für sie im Business das Allerwichtigste, ohne Trennung von Privatem und ohne verbrannte Erde. Erfolg bedeutet für sie weniger Geld als gute Entscheidungen und einen Monat, der Lebensqualität gebracht hat. Geld ist ihr wichtig, weil es Ruhe gibt, und der grösste Luxus ist für sie, keine Termine zu haben. Sie gibt gern Geld für Qualität aus, etwa für Camper, Rechner und ihre Stricknadeln, aber nicht für Status. Im Lotto-Fall würde sie wohl weiterarbeiten und vielleicht eine Stiftung gründen. Den Anstoss zur grossen Reise gab ein älterer Kollege, der drei Wochen vor der Pensionierung starb, obwohl er von seiner Weltreise geträumt hatte. Heike und ihr Mann planten lange, legten eine Mindestsumme zur Seite, warteten, bis der Sohn die Lehre beendet hatte, und kündigten die Wohnung. Dann kam Corona, und plötzlich war Homeoffice für ihre Kundschaft kein Problem mehr. Sie starteten mit zwei Motorrädern, nach einem Jahr kauften sie den Camper. Ihr Sohn hätte sich mehr Nähe gewünscht, heute würde Heike ihn fragen, ob er mitkommt. Mehr über uns: Mirjam und Patrick unterstützen mit TechNinjas Schweizer KMU bei digitalen Lösungen und digitaler Sichtbarkeit. Sie entwickeln Websites, individuelle Softwarelösungen und setzen KI dort ein, wo sie im Alltag einen echten Mehrwert schafft. Mach’s eifachMach’s eifach auf InstagramTech NinjasTech Ninjas auf Instagram

  5. 7. Okt.

    Mach's eifach Folge 15 - Vom Housesitting in Biel nach Thailand: Unser Update zur 15. Folge

    Unser Update zur 15. Folge: Die letzten Tage als Housesitter in Biel, Patricks erster Monat als voll Selbstständiger, zwei Treffen von Gleichgesinnten und was uns ab dem 20. Oktober in Thailand erwartet. Die wichtigsten Erkenntnisse: 1. Wer immer am gleichen Ort lebt, sieht oft nur das, was ihn ständig umgibt: Wechselnde Orte zeigen, wie schön es auch in anderen Regionen ist.2. Such dir Gleichgesinnte: Unter Selbstständigen musst du deinen Weg nicht erklären oder rechtfertigen, und aus den Gesprächen nimmst du viele Inputs mit.3. Selbstständig heisst nicht, immer sofort zu antworten: Gute Arbeit mit Qualität ist mehr wert als eine Antwort innert zwei Minuten, und mit klarer Kommunikation klappt es auch über Zeitzonen hinweg. Worum es in dieser Folge geht: Eigentlich war das nächste Update erst für Folge 20 angekündigt, jetzt sind wir schon bei Folge 15, weil bei uns so viel läuft. Neu ist der Plan, alle vier bis fünf Folgen ein Update zu machen. Das hat nichts mit fehlenden Gästen zu tun: Aufnahmen und Interessenten haben wir genug. Aktuell sind wir noch in Biel und blicken auf unser Housesitting zurück: eine ruhige Lage am Stadtrand mit Wald, Vita-Parcours und See, fast immer über 20 Grad und eine pflegeleichte Katze namens Pitschi. Beide würden wieder Housesitting machen, am besten mit Katzen oder kleinen Hunden, bei exotischen Tieren eher nicht. Für Patrick war es der erste Monat als voll Selbstständiger. Sein Arbeitsrhythmus ist ähnlich geblieben, aber mit deutlich weniger Meetings und mehr Arbeit ohne Unterbruch, dazu fühlt er sich motivierter, weil er für eigene Kundschaft arbeitet. Er fragt sich, warum er das nicht früher gemacht hat. Die Firma bleibt in der Schweiz angemeldet, Steuern und Abgaben ebenfalls, dafür konnten wir die Fixkosten senken und spüren weniger Druck. Wichtig ist uns, lieber gute Arbeit mit Qualität zu liefern, als jede Anfrage innert zwei Minuten zu beantworten, auch über Zeitzonen hinweg. Ein Highlight war der spontane Ausflug zum Treffen der Digital Nomads Schweiz. Wir kamen mit zwei Rucksäcken, erzählten von unserem Weg und wurden von Anfang an herzlich aufgenommen, ohne uns erklären oder rechtfertigen zu müssen. Spannend waren die Gespräche mit Leuten, die seit 20 oder 30 Jahren ihr eigenes Ding machen, dazu gab es gemeinsames Essen, Lagerfeuer, Grillieren, Musik und Gitarre am Strand. Beim Padel-Business-Treff war die Stimmung dagegen kühler und strukturierter, trotz netter Leute fühlten wir uns eher als Exoten. Trotzdem sind kleine Netzwerk-Events rund um einen Sport ein guter Weg, um Gleichgesinnte zu treffen. Als Nächstes geht es am 20. Oktober nach Bangkok und weiter nach Phuket, wo wir für einen Monat ein Apartment mit Fitness und Pool in Strandnähe haben. Mirjam hat noch eine Woche, bis ihr letzter Arbeitstag aus der Schweiz ansteht, danach folgen ein paar freie Tage. Wir freuen uns auf Wärme, Meer und gutes Essen, sind aber gespannt, wie das Arbeiten und der Podcast mit dem Internet dort klappen. Das nächste Update kommt voraussichtlich aus Thailand. Mehr über uns: Mirjam und Patrick unterstützen mit Tech Ninjas Schweizer KMU bei digitalen Lösungen und digitaler Sichtbarkeit. Sie entwickeln Websites, individuelle Softwarelösungen und setzen KI dort ein, wo sie im Alltag einen echten Mehrwert schafft. Mach’s eifachMach’s eifach auf InstagramTech NinjasTech Ninjas auf Instagram

  6. 30. Sept.

    Mach's eifach Folge 14 - Preise, Durchhalten und der Alltag als Gründer: Nicolas Hämmerli über MILKEE (Teil 2)

    Teil 2: Nicolas Hämmerli erzählt, warum ein eigenes Softwareprodukt alles andere als passives Einkommen ist, wie er trotz 900 Franken Monatsumsatz drangeblieben ist und warum er die Preise von MILKEE im Dezember bewusst erhöht hat. Zu Gast: Nicolas Hämmerli – Gründer, MILKEE Nicolas ist gelernter Informatiker und hat Multimedia Production studiert. Schon während der Ausbildung entwickelte er nebenbei Websites für Kundinnen und Kunden, bis er aus einem eigenen Bedürfnis heraus die Buchhaltungssoftware MILKEE baute. Seit Oktober 2022 führt er MILKEE als GmbH, unterstützt von rund fünf Freelancern. Mehr über Nicolas Hämmerli und Milkee findest du hier: milkee.chInstagram (MILKEE)LinkedIn Die wichtigsten Erkenntnisse: 1. Verlang faire Preise: Wer sich zu günstig verkauft, kann sein Angebot langfristig nicht tragen. Externe Hilfe beim Pricing kann helfen, weil man selbst oft zu tief drinsteckt.2. Dranbleiben lohnt sich, wenn das Feedback stimmt: Nicolas machte 2022 wenig Umsatz, machte aber weiter, weil die ersten Nutzerinnen und Nutzer begeistert waren.3. Komm ins Machen: Starte wenn möglich neben dem Job, sammle erste Erfahrungen und finde so schnell heraus, ob es funktioniert. Worum es in dieser Folge geht: Nicolas war nie Vollzeit-Freelancer, sieht aber klare Unterschiede zum Softwareprodukt: Beim Freelancen läuft vieles über Netzwerk und Branding, beim Produkt spricht er eine grössere Zielgruppe an, mit ganz anderem Pricing. Anfangs hielt er ein eigenes Produkt für passives Einkommen, heute nennt er es «sehr aktives Einkommen». Ohne Support und neue Features würden die meisten Kundinnen und Kunden wohl noch ein bis drei Jahre bleiben, danach überholen einen die Funktionen der Konkurrenz. Die erste Version programmierte er in etwa einer Woche, einen Monat später zahlte die erste Person 9 Franken. 2022 lag der Monatsumsatz noch bei wenigen hundert Franken, trotzdem blieb er dran, weil er positives Feedback bekam und die Distribution für ein lösbares Problem hielt. Ein Vorteil beim Wechsel der Buchhaltungssoftware: Wer einmal zufrieden ist, wechselt selten, ähnlich wie bei World of Warcraft, wo man nach einer Pause den Progress verliert. Die Zielgruppe wuchs von Selbstständigen auf GmbHs, seit MILKEE auch doppelte Buchhaltung und Lohnbuchhaltung kann. Einen Avatar oder Businessplan hat Nicolas nie erstellt, das Produkt grenzte die Nische mit rund 346'000 potenziellen Kundinnen und Kunden von selbst ein. Beim Marketing setzt er weiter auf Google Ads (etwa Break-even) und viele Empfehlungen, Social Media läuft langsam an, während die Google-Suche wegen KI-Übersichten an Bedeutung verliert. Im Dezember erhöhte er die Preise auf ein Niveau, das er langfristig tragen kann, statt mit der Konkurrenz in einen Preiskampf zu gehen. Bestehende Kundschaft behält ihren Preis, die Conversion-Rate wurde eher besser. Das mittlere von drei Paketen bringt den meisten Umsatz, Jahresabos sind 15 bis 16 Prozent günstiger. Sein Rat zum Schluss: einfach ins Machen kommen und wenn möglich neben dem Job starten. Mehr über uns:Mirjam und Patrick unterstützen mit Tech Ninjas Schweizer KMU bei digitalen Lösungen und digitaler Sichtbarkeit. Sie entwickeln Websites, individuelle Softwarelösungen und setzen KI dort ein, wo sie im Alltag einen echten Mehrwert schafft. Mach’s eifachMach’s eifach auf InstagramTech NinjasTech Ninjas auf Instagram

  7. 23. Sept.

    Mach's eifach Folge 13 - Vom eigenen Problem zur eigenen Software: Nicolas Hämmerli über die Entstehung von MILKEE (Teil 1)

    Nicolas Hämmerli baute sich während des Studiums eine eigene Buchhaltungssoftware, weil er selbst keine passende fand, heute nutzen sie hunderte Selbstständige und kleine Firmen. Über seine Kindheit mit Minecraft-Servern, warum ihm die Angst vor Ideenklau fremd ist und wie aus einem persönlichen Bedürfnis das Buchhaltungstool MILKEE wurde. Zu Gast: Nicolas Hämmerli – Gründer, MILKEE Nicolas ist gelernter Informatiker und hat Multimedia Production studiert. Schon während der Ausbildung entwickelte er nebenbei Websites für Kundinnen und Kunden, bis er aus einem eigenen Bedürfnis heraus die Buchhaltungssoftware MILKEE baute. Seit Oktober 2022 führt er MILKEE als GmbH, unterstützt von rund fünf Freelancern. Mehr über Nicolas Hämmerli und MILKEE findest du hier: milkee.chInstagram (MILKEE)LinkedIn Die wichtigsten Erkenntnisse: 1. Software ist selten der schwierige Teil: Die eigentliche Challenge bei einem eigenen Produkt liegt in der Distribution und im Vertrieb, nicht in der Technik.2. Ein gutes Produkt entsteht oft aus dem eigenen Bedürfnis heraus: Bau dir zuerst, was du selbst brauchst, dann findest du meist auch andere, die dasselbe Problem haben.3. Die Angst, dass jemand deine Idee klaut, ist meistens übertrieben: Die meisten Geschäftsideen gibt es in irgendeiner Form schon, entscheidend ist, wer sie wirklich umsetzt. Worum es in dieser Folge geht: Nicolas interessierte sich schon als Kind fürs Programmieren: Mit elf Jahren baute er eigene Minecraft-Server auf und stellte erste Webseiten ins Netz, was ihn in bezahlte Website-Aufträge rutschen liess, zuerst für seine Lehrerin, dann für weitere Kundinnen und Kunden während Lehre und Studium. Vorgelebt hat ihm die Selbstständigkeit sein Vater, der schon lange eine eigene Firma führt. Aus diesen Nebenjobs entstand das Bedürfnis hinter MILKEE: Seine eigene Buchhaltung führte er in Excel und Word, bis er daraus herauswuchs. Weil er am Markt nichts Einfaches fand, programmierte er Ende 2021 ein eigenes Tool, stellte es als Landingpage online und schaltete Google Ads, um das Interesse zu testen. Im Februar 2022 zahlte die erste Person 9 Franken pro Monat, im Oktober 2022 gründete er die MILKEE GmbH. Der Name stammt von der Milchbüchlein-Rechnung, der einfachen Einnahmen-Ausgaben-Buchhaltung, mit der das Tool startete. Software war für ihn nie der schwierige Teil, die eigentliche Herausforderung liegt in Distribution und Vertrieb. Neue Funktionen entwickelt er mit Unterstützung von Claude Code, testet aber weiterhin jede Änderung manuell, weil ihm Qualitätssicherung zu wichtig ist, um sie vollständig an KI abzugeben. Die Infrastruktur hält er simpel: MILKEE läuft auf einem einzigen Server bei einem Schweizer Hoster, die Kerndaten bleiben in der Schweiz. Die Hauptfunktionen sind Buchhaltung, Rechnungsstellung und Zeiterfassung, ergänzt um Offerten- und Kontaktverwaltung. Entwickelt wird grösstenteils von Nicolas selbst, unterstützt von rund fünf Freelancern für Support, Design und die sicherheitskritische Bankenanbindung. Mehr über uns: Mirjam und Patrick bauen mit Tech Ninjas Weblösungen und KI-gestützte Automatisierungen für Schweizer KMU, z.B. automatische Erstantworten oder intelligente Lead-Vorqualifizierung. Mach’s eifachMach’s eifach auf InstagramTech NinjasTech Ninjas auf Instagram

  8. 16. Sept.

    Mach's eifach Folge 12 - Starte unperfekt: Isabel Kohler über ihren Weg von der virtuellen Assistenz zum eigenen Branding-Business

    Isabel Kohler startete als virtuelle Assistentin und hat sich zur Branding- und Social-Media-Spezialistin für Selbstständige und KMU entwickelt. Über ihren Umweg via Flugbegleiterin, den Absprung aus einem belastenden Job dank einer Online-Challenge und warum bei ihr immer die Strategie vor der Kreativität kommt. Zu Gast: Isabel Kohler – Gründerin, VAISA Isabel ist gelernte Kauffrau, war ein Jahr lang Flugbegleiterin und bildete sich zur Direktionsassistentin weiter, bevor sie über eine virtuelle-Assistenz-Challenge den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Heute führt sie mit VAISA in Thun ein Branding- und Social-Media-Business für Selbstständige und KMU. Isabel und vaisa findest du hier: vaisa.ch Instagram LinkedIn Die wichtigsten Erkenntnisse: 1. Bau dir ein Netzwerk aus anderen Selbstständigen auf, nicht nur zur Kundengewinnung, sondern als Support: Austausch mit Leuten in einer ähnlichen Situation ist Gold wert. 2. Starte unperfekt: Du brauchst am Anfang keine perfekte Webseite, keinen fertigen Businessplan und keinen Newsletter, sondern nur das, was gerade wirklich wichtig ist. 3. Strategie kommt vor Kreativität: Ohne ein klares Bild von Zielgruppe und Positionierung sieht am Ende alles gleich aus, egal wie viel KI oder wie viele Tools du einsetzt. Worum es in dieser Folge geht: Isabel machte zunächst eine KV-Lehre und arbeitete im Reisebüro, bevor sie sich kurz vor Corona ein Jahr lang als Flugbegleiterin versuchte. Das Reisen begeisterte sie, doch Zeitverschiebung, Schlafmangel und der Lifestyle passten langfristig nicht zu ihr. Über eine Weiterbildung zur Direktionsassistentin stiess sie im Moneypenny-Magazin auf den Begriff virtuelle Assistenz, mitten in einem belastenden Job mit viel Überstunden und internen Konflikten in der Geschäftsleitung. Den letzten Anstoss gab eine kostenlose fünftägige Online-Challenge einer bekannten VA-Influencerin. Ihre ersten Kundinnen fand sie über ihr Netzwerk, den Verein Virtuelle Assistenz Schweiz und eine ehemalige Arbeitskollegin, die ihr einen Kontakt am Inselspital Bern vermittelte. Anfangs machte sie vor allem Backoffice- und Social-Media-Arbeit, rein remote, inklusive fünf Wochen als digitale Nomadin in Griechenland. Mit der Zeit merkte sie aber, dass ihr die persönliche, lokale Zusammenarbeit mit Kundinnen mehr liegt als reine Remote-Arbeit von überall. Vor rund zwei Jahren machte sie eine halbjährige Online-Ausbildung in Grafikdesign mit Vertiefung Branding und Layout und verlagerte ihren Fokus komplett von Backoffice zu Branding und Social Media. Ihr Prozess beginnt immer mit Strategie: Fragebogen, Strategiegespräch, Zielgruppen- und Konkurrenzanalyse, dann Moodboards, erst danach das eigentliche Design. Für professionelle Markenarbeit nutzt sie Illustrator, für die Zusammenarbeit mit Kundinnen Canva. KI setzt sie für Inspiration und Bildgenerierung ein, ist aber überzeugt, dass der persönliche Strategieprozess dadurch nicht ersetzt wird, ohne den sehen am Ende alle Marken gleich aus. Ihr wichtigster Rat: sich mit anderen Selbstständigen vernetzen, nicht nur für die Kundengewinnung, sondern als Support. Und: unperfekt starten, keine perfekte Webseite oder fertiger Businessplan nötig, sondern Schritt für Schritt das angehen, was gerade wirklich wichtig ist. Nach ihren Erfahrungen mit Überlastung im Angestelltenverhältnis ist ihr eine gute Work-Life-Balance heute besonders wichtig, mit klarer Struktur im Alltag, aber auch der Freiheit, spontan mal einen Vormittag freizunehmen. Mehr über uns: Mach’s eifach Mach’s eifach auf Instagram Tech Ninjas Tech Ninjas auf Instagram

Info

In "mach's eifach" nehmen wir euch mit auf unseren Weg von Angestellten zu Selbstständigen – ehrlich, unaufgeregt und ohne grosse Show. Mirjam und Patrick von techninjas.ch sprechen über den Aufbau ihrer digitalen Agentur für KMUs in der Region Oberaargau, über die Learnings unterwegs, über Rückschläge und kleine Erfolge, und über den grossen Plan: ab September 2026 als digitale Nomaden zu leben und zu arbeiten. Jede Folge gibt einen ehrlichen Einblick hinter die Kulissen: was es wirklich braucht, um "es einfach zu machen" statt nur davon zu reden.