Von Mensch zu Mensch - Eine Schöpfungsidee

ProChecked (Christian Knöfel)

Die ältesten Geschichten der Menschheit, neu erzählt und neben das gelegt, was wir heute wissen. Von Mensch zu Mensch nimmt die großen Erzählungen der Bibel, vorrangig, aber nicht nur, und stellt sie neben Kosmologie, Archäologie, Hirnforschung und Geschichte. Nicht um zu belehren und nicht um zu entscheiden, wer recht hat, sondern um zu staunen, wie nah sich beide oft kommen, und um zu fragen, was das über uns Menschen erzählt. Regelmäßig neue Folgen. Alte Geschichten. Neues Wissen. Erdacht von Menschen. Recherche und Vertonung mit Unterstützung von KI.

Folgen

  1. vor 2 Tagen

    007: Die Bindung

    Was ist stärker, der Gehorsam oder das Gewissen? Die schwerste Geschichte der Bibel, erzählt ohne fromme Glättung: die Bindung Isaaks. Derselbe Abraham, der für Sodom mit Gott feilschte, sagt kein einziges Wort, als das Ungeheuerlichste von ihm verlangt wird. Wir beginnen in einem Gerichtssaal in Nürnberg, bei fünf Worten, die die Frage dieser Folge bis heute stellen: Ich habe nur Befehle befolgt. Und wir entdecken, warum viele Forscher in dieser dunklen Erzählung ausgerechnet eine Befreiung sehen: das Ende des Kinderopfers. Themen: Genesis 22, die Akedah · das dreitägige Schweigen · Kinderopfer in der alten Welt und der Tofet von Karthago · die Nürnberger Prozesse und der Befehlsnotstand · Hannah Arendt und die Banalität des Bösen · Kierkegaard, Furcht und Zittern · Caravaggio und Rembrandt · das Opferfest im Islam · Gewissen und künstliche Intelligenz Quellen und Belege: Genesis 22,1-19 (die Bindung Isaaks, „Hineni" dreimal, der Widder, Abraham kehrt allein zurück): freie Nacherzählung. Nach diesem Tag sprechen Gott und Abraham im Text nie wieder miteinander. Moloch-Polemik der Propheten: unter anderem Jeremia 7,31 („was ich nie geboten habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist"). Tofet von Karthago: Urnenfelder mit verbrannten Kinderresten und Weihe-Inschriften; ob Bestattungsplatz oder Opferstätte, ist in der Forschung ausdrücklich umstritten und wird in der Folge so gesagt. Die Deutung der Erzählung als Erinnerungszeichen der Ablösung vom Kinderopfer ist eine verbreitete, aber nicht die einzige Forschungslesart, als Deutung markiert. Nürnberger Prozesse 1945/46: Handeln auf Befehl schützt nicht vor Verantwortung (IMT-Statut, Artikel 8), daraus die Nürnberger Prinzipien der Vereinten Nationen (1950). Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem (1963), „Banalität des Bösen": bis heute umstritten, in der Folge so gekennzeichnet. Sören Kierkegaard, Furcht und Zittern (1843), erschienen unter dem Pseudonym Johannes de silentio. Jüdische Auslegungstradition: seit Jahrhunderten auch kritische Lesarten der Akedah, inklusive der Frage nach Isaaks Alter (manche Ausleger: 37 Jahre). Caravaggio, Die Opferung Isaaks (um 1603); Rembrandt, Der Engel verhindert die Opferung Isaaks (1635). Eid al-Adha: das größte Fest des Islam erinnert dieselbe Erzählung als Fest des Vertrauens und des Teilens; der Sohn bleibt im Koran ungenannt. Aktuelle Ethik-Debatte zu KI und Verantwortung: Das Gewissen des Einzelnen darf durch keine Technologie ersetzt werden, als zeitlose Randnotiz. Biblische Geschichten werden frei nacherzählt, nicht aus geschützten Übersetzungen zitiert. Wo etwas umstritten oder unbekannt ist, sagen wir es in der Folge ausdrücklich. Von Mensch zu Mensch - Eine Schöpfungsidee ist ein Erzähl-Podcast über die großen Fragen der Menschheit: die Opferung Isaaks und das Gewissen, Bibel und Wissenschaft, Gehorsam und Verantwortung, Glaube und Vernunft, Abraham, Archäologie und Geschichte. Für alle, die sich für das Alte Testament, Philosophie, Psychologie, Ethik und Spiritualität interessieren und wissen wollen, was die ältesten Texte der Menschheit uns heute noch erzählen. Ruhig erzählt, sorgfältig recherchiert, ohne erhobenen Zeigefinger. Zum Zuhören, Mitdenken und Staunen. Erdacht von Menschen. Recherche und Vertonung mit Unterstützung von KI.

  2. vor 5 Tagen

    006: Der Aufbruch

    Was braucht ein Mensch, um alles Sichere hinter sich zu lassen? Und darf er seinem Gott widersprechen, wenn er ihn für ungerecht hält? Abraham verlässt mit fünfundsiebzig alles, ohne das Ziel zu kennen. Er bewirtet Fremde mit dem Besten, was er hat. Und dann geschieht etwas, das es in der Literatur der alten Welt kein zweites Mal gibt: Ein Mensch stellt sich dem Allmächtigen in den Weg und feilscht mit ihm um Gerechtigkeit. Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben? Themen: Genesis 12 und 18 · Abraham und der Aufbruch · Ur und die Ausgrabungen von Leonard Woolley · Gastfreundschaft als Überlebensregel · was Sodoms Schuld laut Bibel wirklich war · das Feilschen um Sodom · Gehorsam gegenüber Autorität · die Grenzen unseres Wissens über die Erzväter Quellen und Belege: Genesis 12 (Ruf „Geh fort", Verheißung „in dir sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden", Aufbruch mit 75) und Genesis 18 (Gastfreundschaft bei Mamre, Saras Lachen, das Feilschen um Sodom: 50, 45, 40, 30, 20, 10 Gerechte): freie Nacherzählung. Sodoms Schuld benennt die Bibel selbst im Buch Hesekiel (16,49): Hochmut, Überfluss, sorglose Ruhe, und „dem Armen und Elenden reichten sie nicht die Hand". Die verbreitete Reduktion auf Sexualität entspricht nicht dieser Selbstauskunft des Textes. Ur: ausgegraben von Leonard Woolley (1922 bis 1934), Königsgräber mit Gold und Lapislazuli. Woolleys „Sintflut-Schicht" von 1929 gilt heute als große lokale Überschwemmung. Historizität Abrahams: kein archäologischer oder außerbiblischer Beleg, in der Folge ausdrücklich gesagt. Monotheismus: entwickelte sich in Israel stufenweise, religionsgeschichtlicher Konsens. Mari-Archiv (Tontafeln vom Euphrat): belegt die Lebenswelt halbnomadischer Sippen, die Kulisse der Erzählung ist stimmig, auch wenn die Person nicht überprüfbar ist. Gastfreundschaft als Überlebensregel in Trockengebieten: ethnologisch breit belegt. Gehorsam gegenüber Autorität: die Experimente von Stanley Milgram (ab 1961), Methodik und Zahlen umstritten, der Kernbefund hat sich in anderer Form bestätigt. Kultureller Bezug: Philemon und Baucis (Ovid) als Parallele zum Motiv „behandle den Fremden gut". Abraham wird von Judentum, Christentum und Islam als Vater des Glaubens in Anspruch genommen, neutral und respektvoll erwähnt. Biblische Geschichten werden frei nacherzählt, nicht aus geschützten Übersetzungen zitiert. Wo etwas umstritten oder unbekannt ist, sagen wir es in der Folge ausdrücklich. Von Mensch zu Mensch - Eine Schöpfungsidee ist ein Erzähl-Podcast über die großen Fragen der Menschheit: Abraham und der Glaube, Bibel und Wissenschaft, Gerechtigkeit und Gewissen, Archäologie und Geschichte, Glaube und Vernunft. Für alle, die sich für die Schöpfungsgeschichte, das Alte Testament, Mesopotamien, Philosophie und Spiritualität interessieren und wissen wollen, was die ältesten Texte der Menschheit uns heute noch erzählen. Ruhig erzählt, sorgfältig recherchiert, ohne erhobenen Zeigefinger. Zum Zuhören, Mitdenken und Staunen. Und ein Gedanke zur Gegenwart: Deutschland diskutiert über Jens Spahn, Leihmutterschaft und das Exklusiv-Interview bei Paul Ronzheimer. Die Genesis kennt diese Sehnsucht seit fast viertausend Jahren. Abraham und Sara warten auf ein Kind, das nicht kommen will, und die vielleicht älteste Leihmutterschaftsgeschichte der Welt beginnt genau hier. Wie sie weitergeht, hören wir in den nächsten Folgen. Erdacht von Menschen. Recherche und Vertonung mit Unterstützung von KI.

  3. 13. Juli

    005: Der Turm

    Warum verstehen wir einander so schwer? Und ist die Vielfalt der Sprachen ein Fluch oder ein Geschenk? Der Turmbau zu Babel, neun Verse lang, geschrieben vermutlich von Gefangenen, die im Schatten des echten Turms von Babylon saßen: des Etemenanki, wiederaufgebaut von Nebukadnezar. Dazu die Entdeckung der Sprachfamilien, gehörlose Kinder in Nicaragua, die aus dem Nichts eine Sprache erfanden, und ein Gegenbild, das alles umdreht. Der Turmbau zu Babel ist gerade wieder in aller Munde: Papst Leo XIV hat ihn in seiner ersten Enzyklika „Magnifica Humanitas" (2026) zum Bild für die Entwicklung der künstlichen Intelligenz gemacht, eine Sprache, eine Technologie, eine Richtung, und damit eine weltweite Debatte ausgelöst. Diese Folge erzählt die Geschichte hinter dem Bild: was in den neun Versen wirklich steht, welcher reale Turm dahinter aufragt und was die Sprachwissenschaft heute über Babel weiß. Themen: Genesis 11 · Etemenanki, der reale Zikkurat Babylons · Turmbau zu Babel und KI · Sprachenzahl und Sprachensterben · William Jones und die indogermanische Sprachfamilie · Gebärdensprache von Nicaragua · Sprache prägt Wahrnehmung · Dunbar-Zahl · Maschinenübersetzung · Pfingsten als Gegenbild Quellen und Belege: Genesis 11,1-9 (eine Sprache, Ziegel und Erdpech, „lasst uns einen Namen machen", Verwirrung, Zerstreuung): freie Nacherzählung. Wortspiel: hebräisch balal (verwirren) gegen akkadisch Bab-ili („Tor Gottes"), die biblische Deutung ist eine bewusste Gegen-Deutung des Stadtnamens. Etemenanki, Zikkurat von Babylon („Haus des Fundaments von Himmel und Erde"): Fundament rund 91 Meter Seitenlänge, ausgegraben von Robert Koldewey ab 1913, wiederaufgebaut von Nebukadnezar II., demselben König, der Jerusalem zerstörte. Dass er das Vorbild der Babel-Erzählung war, ist eine gut begründete Hypothese, kein Beweis. Sprachenzahl: rund 7.000 lebende Sprachen, etwa 44 Prozent gelten als gefährdet; die Aussterberate ist umstritten. William Jones, Kalkutta 1786: Verwandtschaft von Sanskrit, Griechisch und Latein, Geburtsstunde der vergleichenden Sprachwissenschaft; die indogermanische Ursprache ist eine Rekonstruktion. Ursprung der Sprache: ungeklärt; die Pariser Sprachgesellschaft verbot 1866 sogar Beiträge dazu, weil zu viel Spekulation kursierte. Gebärdensprache von Nicaragua: Nach Einrichtung der ersten Gehörlosenschulen (ab Ende der 1970er) entwickelten Kinder eigenständig eine vollwertige Sprache mit eigener Grammatik. Sprache prägt Wahrnehmung (schwache Sapir-Whorf-These): Guugu Yimithirr in Australien nutzt Himmelsrichtungen statt links und rechts. Dunbar-Zahl (etwa 150 stabile Beziehungen): in der Forschung umstritten, in der Folge so gekennzeichnet. Pfingsten (Apostelgeschichte 2): jeder hört in seiner eigenen Sprache, das Gegenbild zu Babel. Die Vielfalt bleibt, das Verstehen kommt hinzu. Biblische Geschichten werden frei nacherzählt, nicht aus geschützten Übersetzungen zitiert. Wo etwas umstritten oder unbekannt ist, sagen wir es in der Folge ausdrücklich. Von Mensch zu Mensch - Eine Schöpfungsidee ist ein Erzähl-Podcast über die großen Fragen der Menschheit: Turmbau zu Babel und künstliche Intelligenz, Bibel und Wissenschaft, Sprache und Verstehen, Genesis und Archäologie, Glaube und Vernunft. Für alle, die sich für die Schöpfungsgeschichte, das Alte Testament, Sprachwissenschaft, Geschichte, Philosophie und Spiritualität interessieren. Ruhig erzählt, sorgfältig recherchiert, ohne erhobenen Zeigefinger. Zum Zuhören, Mitdenken und Staunen. Erdacht von Menschen. Recherche und Vertonung mit Unterstützung von KI.

  4. 13. Juli

    004: Das große Wasser

    Was bedeutet es, noch einmal von vorn anzufangen? Und wer trägt Verantwortung dafür, dass das Leben weitergeht? Die Sintflut und die Arche Noah, erzählt als das, was sie im Kern ist: die Geschichte vom schwimmenden Archiv allen Lebens und von einem Versprechen am Himmel. Dazu die wahre Entdeckungsgeschichte einer Tontafel, die 1872 alles veränderte: George Smith findet im Britischen Museum die babylonische Fluterzählung, tausend Jahre älter als die Bibel. Und am Ende die Frage, ob wir heute nicht selbst wieder Archen bauen, im Eis von Spitzbergen. Themen: Genesis 6 bis 9 · Arche Noah und die Statik von Holzschiffen · George Smith und die babylonische Fluttafel · Gilgamesch-Epos · zwei verwobene Textstränge · Doggerland und der Storegga-Tsunami · Schwarzmeer-Hypothese · Physik des Regenbogens · Saatgut-Tresor auf Spitzbergen Quellen und Belege: Genesis 6 bis 9 (Flut, Arche, Maße 300 x 50 x 30 Ellen, also rund 135 bis 155 Meter, Rabe und Taube, Noahbund mit „allem Fleisch", Regenbogen): freie Nacherzählung. Die Widersprüche im Text (ein Paar oder sieben Paare, 40 oder 150 Tage) gehen nach heutigem Forschungsstand auf zwei ineinander verwobene ältere Erzählstränge zurück. George Smith entzifferte im November 1872 im Britischen Museum die babylonische Fluttafel (Gilgamesch-Epos, Tafel XI); Vortrag am 3. Dezember 1872 in Anwesenheit von Premierminister Gladstone. Gilgamesch-Epos, Utnapischtim: rund tausend Jahre älter als die biblische Fassung; Boot, Tiere, ausgesandte Vögel. Doggerland, die versunkene Landschaft in der Nordsee; Storegga-Rutsch vor etwa 8.150 Jahren mit Tsunami-Auflaufhöhen bis rund 20 Metern; seine Rolle beim Untergang Doggerlands ist umstritten. Schwarzmeer-Flut-Hypothese (Ryan und Pitman): ausdrücklich umstritten, in der Folge als Hypothese gekennzeichnet. Genetische Flaschenhälse: kein Beleg für eine wörtliche Noah-Geschichte, das wird in der Folge klar gesagt. Artenzahl: rund 2 Millionen beschrieben; die größten je gebauten Holzschiffe blieben unter etwa 100 Metern und hatten Dichtigkeitsprobleme. Regenbogen: Brechung und Innenreflexion in Regentropfen, Austrittswinkel rund 42 Grad (Descartes, Newton). Svalbard Global Seed Vault, Spitzbergen: eröffnet Februar 2008, im Juni 2026 über 1,4 Millionen Saatgutproben (Crop Trust / NordGen). Biblische Geschichten werden frei nacherzählt, nicht aus geschützten Übersetzungen zitiert. Wo etwas umstritten oder unbekannt ist, sagen wir es in der Folge ausdrücklich. Von Mensch zu Mensch - Eine Schöpfungsidee ist ein Erzähl-Podcast über die großen Fragen der Menschheit: Sintflut und Arche Noah, Bibel und Wissenschaft, Flutmythen aus aller Welt, Gilgamesch und Genesis, Archäologie und Geologie, Schöpfung und Verantwortung. Für alle, die sich für die Schöpfungsgeschichte, das Alte Testament, Naturwissenschaft, Geschichte, Philosophie und Spiritualität interessieren und wissen wollen, was die ältesten Texte der Menschheit uns heute noch erzählen. Ruhig erzählt, sorgfältig recherchiert, ohne erhobenen Zeigefinger. Zum Zuhören, Mitdenken und Staunen. Erdacht von Menschen. Recherche und Vertonung mit Unterstützung von KI.

  5. 12. Juli

    003: Zwei Brüder

    „Bin ich der Hüter meines Bruders?" Was bringt einen Menschen dazu, die Hand gegen den anderen zu erheben, und was hält uns davon ab? Die Geschichte von Kain und Abel, in Ruhe erzählt, und daneben das, was die Verhaltensforschung über Neid, Kränkung und die Doppelnatur des Menschen weiß. Mit einem überraschenden Schluss: Der Mörder bekommt Schutz. Themen: Genesis 4 · Neid und Vergleich · Kränkung als Gewaltauslöser · In-Group und Out-Group · neolithische Revolution · Empathie und Versöhnung bei Primaten · das Kainsmal als Schutzzeichen Quellen und Belege: Genesis 4 (Opfer, Warnung „die Sünde lauert vor der Tür, du aber kannst über sie herrschen", Mord, „Bin ich der Hüter meines Bruders?", Kainsmal): freie Nacherzählung. Das Kainsmal ist im Text ausdrücklich ein Schutzzeichen, kein Fluch. Der Mensch als zugleich außerordentlich kooperative und sehr gewalttätige Art, Status und Kränkung als starke Gewaltauslöser, In-Group- und Out-Group-Denken: breiter verhaltenswissenschaftlicher Konsens. Neolithische Revolution (Sesshaftwerdung, Ackerbau, Vorratshaltung, Besitz) vor etwa 10.000 bis 12.000 Jahren, früheste Spuren organisierter Gewalt in frühen Siedlungen. Empathie, Fairness, Trost und Versöhnung bei Primaten: Arbeiten von Frans de Waal. Warum der eine im entscheidenden Moment die Bremse zieht und der andere nicht, ist wissenschaftlich nicht abschließend erklärt, in der Folge ausdrücklich als offene Frage benannt. Kultureller Bezug: Romulus und Remus (römische Gründungssage), neutral als Parallele genannt. Biblische Geschichten werden frei nacherzählt, nicht aus geschützten Übersetzungen zitiert. Wo etwas umstritten oder unbekannt ist, sagen wir es in der Folge ausdrücklich. Von Mensch zu Mensch - Eine Schöpfungsidee ist ein Erzähl-Podcast über die großen Fragen der Menschheit: Schöpfung und Urknall, Bibel und Wissenschaft, Glaube und Vernunft, Gewalt und Versöhnung, Kain und Abel und die Frage, warum wir einander wehtun und warum meistens nicht. Für alle, die sich für die Schöpfungsgeschichte, Verhaltensforschung, Psychologie, Archäologie, Geschichte, Philosophie und Spiritualität interessieren. Ruhig erzählt, sorgfältig recherchiert, ohne erhobenen Zeigefinger. Zum Zuhören, Mitdenken und Staunen. Erdacht von Menschen. Recherche und Vertonung mit Unterstützung von KI.

  6. 12. Juli

    002: Der Garten

    Was kostet es, und was schenkt es, wissend zu werden? Ein Garten, ein Baum, eine Frucht, und der Moment, in dem einem Lebewesen die Augen aufgehen. Wir erzählen die Szene in Ruhe, mit ihrer ganzen Psychologie, und legen daneben, was die Forschung über das Erwachen des Selbstbewusstseins weiß. Und wir stoßen auf eine Frage, an der die Wissenschaft bis heute beißt. Themen: Genesis 2 und 3 · Spiegeltest · Theory of Mind · Höhlenkunst und erste Gräber · das schwere Problem des Bewusstseins · Sündenfall oder Geburt? Quellen und Belege: Genesis 2 und 3 (Garten Eden, zwei Bäume, Schlange, „die Augen wurden geöffnet", Vertreibung): freie Nacherzählung. Spiegeltest: entwickelt von Gordon G. Gallup Jr. (1970). Bestanden unter anderem von Menschenaffen, Delfinen, Elefanten und Elstern; menschliche Kinder ab etwa 18 Monaten. Theory of Mind (Verständnis falscher Überzeugungen ab etwa vier Jahren): entwicklungspsychologischer Konsens. Frühe Symbolik: gravierte Ockerstücke aus der Blombos-Höhle (Größenordnung 70.000 bis 100.000 Jahre), Höhlenmalereien der Chauvet-Höhle (Größenordnung 36.000 Jahre), frühe Bestattungen mit Beigaben. Datierungen gerundet, Forschung im Fluss. „Das schwere Problem des Bewusstseins": geprägt von David Chalmers (1995), bis heute ungelöst. Kultureller Bezug: Prometheus bringt den Menschen das Feuer und damit Mühe und Unheil (antike griechische Überlieferung), als Parallele zum Motiv „Wissen hat einen Preis". Biblische Geschichten werden frei nacherzählt, nicht aus geschützten Übersetzungen zitiert. Wo etwas umstritten oder unbekannt ist, sagen wir es in der Folge ausdrücklich. Von Mensch zu Mensch - Eine Schöpfungsidee ist ein Erzähl-Podcast über die großen Fragen der Menschheit: Schöpfung und Urknall, Bibel und Wissenschaft, Glaube und Vernunft, Bewusstsein und Psychologie, Adam und Eva und die Frage, was den Menschen zum Menschen macht. Für alle, die sich für die Schöpfungsgeschichte, Hirnforschung, Archäologie, Geschichte, Philosophie und Spiritualität interessieren. Ruhig erzählt, sorgfältig recherchiert, ohne erhobenen Zeigefinger. Zum Zuhören, Mitdenken und Staunen. Erdacht von Menschen. Recherche und Vertonung mit Unterstützung von KI.

  7. 12. Juli

    001: Am Anfang

    Woher kommt das alles, und woher kommt in uns dieser Drang, es unbedingt wissen zu wollen? Wir legen den Urknall neben den ersten Satz der Genesis. Wir hören, wer diesen Text tatsächlich geschrieben hat, nämlich ein besiegtes, verschlepptes Volk im babylonischen Exil, das mitten in der Niederlage keinen Klagetext verfasste, sondern eine Feier des Anfangs. Wir erfahren, woraus der „Staub" wirklich besteht, aus dem der Mensch geformt sein soll. Und wir hören, wie zwei Physiker das Echo des Anfangs fanden, während sie einen Fehler in ihrer Antenne suchten. Themen: Urknall · Genesis 1 und 2 · Babylonisches Exil · Enuma Elisch · Sternennukleosynthese · Kosmische Hintergrundstrahlung · Georges Lemaître · der Mythos vom ewigen Krieg zwischen Glaube und Wissenschaft Quellen und Belege:Genesis 1 und 2 (Schöpfung in sieben Tagen; Mensch aus Staub): freie Nacherzählung.Niederschrift der Priesterschrift im babylonischen Exil (Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar II., 587/586 v. Chr.): historisch-kritischer Forschungskonsens, die Detaildatierung wird diskutiert.Enuma Elisch, babylonischer Schöpfungsmythos.Entstehung der Elemente in Sternen und Supernovae: Margaret und Geoffrey Burbidge, William Fowler und Fred Hoyle (1957). Fowler erhielt 1983 den Nobelpreis für Physik.Kosmische Hintergrundstrahlung: entdeckt 1965 von Arno Penzias und Robert Wilson (Holmdel-Antenne, Taubenanekdote historisch belegt), Nobelpreis 1978. Vermessen unter anderem durch den Satelliten Planck.Georges Lemaître: 1931 Hypothese des „Uratoms", katholischer Priester und Astrophysiker. Einsteins Urteil „abscheulich" und seine spätere Zustimmung sind überliefert, hier sinngemäß wiedergegeben.Galileo-Prozess 1633, öffentliches Eingeständnis des Irrtums durch die katholische Kirche 1992 (Johannes Paul II.).Gregor Mendel, Augustinermönch, Begründer der Vererbungslehre.Grenze der Physik nahe dem Anfang (Planck-Ära, Unvereinbarkeit von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantenphysik): physikalischer Konsens.„Fortdauernde Schöpfung" (creatio continua): theologischer Begriff, geht auf Augustinus zurück. Biblische Geschichten werden frei nacherzählt, nicht aus geschützten Übersetzungen zitiert. Wo etwas umstritten oder unbekannt ist, sagen wir es in der Folge ausdrücklich. Von Mensch zu Mensch - Eine Schöpfungsidee ist ein Erzähl-Podcast über die großen Fragen der Menschheit: Schöpfung und Urknall, Bibel und Wissenschaft, Glaube und Vernunft, Genesis und Kosmologie, Religion und Forschung, Altes Testament und moderne Physik. Für alle, die sich für die Schöpfungsgeschichte, Astronomie, Archäologie, Geschichte, Philosophie und Spiritualität interessieren und wissen wollen, was die ältesten Texte der Menschheit uns heute noch erzählen. Ruhig erzählt, sorgfältig recherchiert, ohne erhobenen Zeigefinger. Zum Zuhören, Mitdenken und Staunen. Erdacht von Menschen. Recherche und Vertonung mit Unterstützung von KI.

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Die ältesten Geschichten der Menschheit, neu erzählt und neben das gelegt, was wir heute wissen. Von Mensch zu Mensch nimmt die großen Erzählungen der Bibel, vorrangig, aber nicht nur, und stellt sie neben Kosmologie, Archäologie, Hirnforschung und Geschichte. Nicht um zu belehren und nicht um zu entscheiden, wer recht hat, sondern um zu staunen, wie nah sich beide oft kommen, und um zu fragen, was das über uns Menschen erzählt. Regelmäßig neue Folgen. Alte Geschichten. Neues Wissen. Erdacht von Menschen. Recherche und Vertonung mit Unterstützung von KI.