Die zweite Lebenshälfte

Amara

Warum werden manche Menschen zufrieden alt? Die Forschung kennt Antworten. Wir erzählen sie als Geschichten. Jede Woche setzt sich unser Mitgründer Philipp Hartz mit Menschen in ihrer zweiten Lebenshälfte zusammen. Über das Älterwerden, über Demenz, über das, was sich verändert und was bleibt. Echte Gespräche, keine Ratgeber. Dazwischen die kurzen Folgen mit dem, was die Wissenschaft dazu sagt. Die Lancet-Kommission, nach der fast die Hälfte des Demenzrisikos beeinflussbar ist. Und die Frage, warum das Gehirn Gespräche braucht wie der Körper Bewegung. Am Ende jeder Folge stehen konkrete Schritte, für dich und für die Menschen, die dir wichtig sind. Die Forschung erklärt das Muster. Die Gespräche zeigen das Leben. Für alle, die gut älter werden wollen. Und für alle, die jemanden lieben, der älter wird. Die Wissenschaftsfolgen werden von einer synthetischen Stimme gelesen. Recherche und Auswahl stammen von unserem Team. Keine medizinische Beratung.

Folgen

  1. 15. Sept.

    Wenn ein Elternteil stirbt: Was Trauer mit einer Familie macht | Annette Hakes

    Wenn ein Elternteil stirbt, verlieren zwei Generationen denselben Menschen. Aber sie verlieren nicht dasselbe. Das erwachsene Kind verliert Mutter oder Vater. Der zurückgebliebene Elternteil verliert den Partner, den ganzen Alltag und die gemeinsame Zukunft. Und meistens versuchen beide, den anderen aufzufangen, und bleiben am Ende doch allein mit ihrer Trauer. In dieser Folge spreche ich mit Trauerbegleiterin Annette Hakes darüber, was in einer Familie passiert, wenn Mama oder Papa stirbt. Annette begleitet seit 15 Jahren trauernde Menschen, ehrenamtlich im Hospizverein und in eigener Praxis mit hypnosystemischer Trauerarbeit. Sie erzählt auch von sich selbst: von acht Tagen Abschiedsraum mit ihrer Mutter, von einem Satz, der sie zwei Jahre lang getragen hat ("zum Weinen ist jetzt nicht die Zeit"), und davon, warum ihre Mutter am Ende am gebrochenen Herzen gestorben ist. Es geht um die Fragen, die sich kaum jemand laut stellt: Wann beginnt Trauer eigentlich? Ist ein angekündigter Tod leichter als ein plötzlicher? Wo hört die Rolle als Tochter oder Sohn auf und wo fängt Überforderung an? Und warum ist "du musst jetzt loslassen" der schlechteste Rat, den du einem trauernden Menschen geben kannst? Wenn du gerade selbst einen Elternteil verloren hast oder jemanden begleitest, der das durchmacht: Diese Folge ist für dich. DREI GEDANKEN AUS DIESER FOLGE Trauer entsteht aus Liebe. Deshalb kann man sie nicht lösen wie ein Problem.Loslassen ist der falsche Auftrag. Such dem Menschen lieber einen Platz.Der beste Satz ist kein kluger Satz: "Mir fehlen die Worte. Es tut mir so leid für dich."ÜBER ANNETTE HAKES Annette Hakes ist Trauerbegleiterin und Sterbebegleiterin und arbeitet seit 15 Jahren mit trauernden Menschen, ehrenamtlich im Hospizverein und in eigener Begleitung, vor Ort und online. Ihr Schwerpunkt ist hypnosystemische Trauerarbeit. Instagram: instagram.com/dasleeresofa MEHR Alle Folgen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLC7Idvcj9m2o Spotify: https://open.spotify.com/show/033QZYWdBFAtF5CsRz9Fdu Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/tr/podcast/die-zweite-lebenshälfte/id6791948967 Instagram: https://www.instagram.com/philipp.hartz/ Folge 1 mit Annette, Demenz, was nun?: https://www.youtube.com/watch?v=Zvrh739cetg HINWEIS Dieses Gespräch ersetzt keine therapeutische oder medizinische Hilfe. Wenn du dich in einer akuten Krise befindest, wende dich bitte an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, rund um die Uhr, kostenlos und anonym. #Trauer #Trauerbewältigung #Trauerbegleitung #Abschiednehmen #ZweiteLebenshälfte

  2. 7. Sept.

    Meister der Tarnung: Demenz erkennen, bevor es alle merken | Annette Hakes

    „Demenz beendet das Gespräch nicht. Sie verändert die Regeln." Ein Satz, der erklärt, warum die alten Fragen plötzlich verletzen. Wenn du den Schlüssel verlegst, war es ein schlechter Tag. Wenn deine Mutter einen Namen vergisst, denkst du sofort das Schlimmste. Wir messen unsere Eltern strenger als uns selbst — und fangen dann an abzufragen, statt zu reden. Annette Hakes begleitet Menschen am Ende ihres Lebens — Sterbebegleiterin, Demenzbegleitung, Trauerbegleitung, und die Stimme hinter „Das leere Sofa". Sie war jahrelang eins zu eins in der Häuslichkeit unterwegs, in der Tagespflege und in einem geschlossenen Demenzbereich. Im Gespräch mit Philipp Hartz geht es um die Veränderungen, die man ernst nehmen sollte, und um die, bei denen wir zu streng urteilen. Um Menschen mit beginnender Demenz als Meister der Tarnung. Und um das Gefühlsgedächtnis: Was gesagt wurde, geht verloren. Wie es sich angefühlt hat, bleibt. Außerdem: warum „Wie heißt denn deine Schwester nochmal?" eine Inquisitionsfrage ist — und was du stattdessen tun kannst, nämlich selbst ein paar Brocken hinlegen. Die 83-Jährige, die nach einem gut gemeinten „lass das doch mal abklären" überzeugt war, ihre Kinder wollten ihr Haus. Und der Mann, der kein Wort mehr sprach, bis beim Tanztee ein Rock'n'Roll lief. Annettes Rat: frag nicht ab, geh zusammen raus. Philipp Hartz ist Gründer von Amara, einem digitalen Begleiter für die zweite Lebenshälfte.

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Warum werden manche Menschen zufrieden alt? Die Forschung kennt Antworten. Wir erzählen sie als Geschichten. Jede Woche setzt sich unser Mitgründer Philipp Hartz mit Menschen in ihrer zweiten Lebenshälfte zusammen. Über das Älterwerden, über Demenz, über das, was sich verändert und was bleibt. Echte Gespräche, keine Ratgeber. Dazwischen die kurzen Folgen mit dem, was die Wissenschaft dazu sagt. Die Lancet-Kommission, nach der fast die Hälfte des Demenzrisikos beeinflussbar ist. Und die Frage, warum das Gehirn Gespräche braucht wie der Körper Bewegung. Am Ende jeder Folge stehen konkrete Schritte, für dich und für die Menschen, die dir wichtig sind. Die Forschung erklärt das Muster. Die Gespräche zeigen das Leben. Für alle, die gut älter werden wollen. Und für alle, die jemanden lieben, der älter wird. Die Wissenschaftsfolgen werden von einer synthetischen Stimme gelesen. Recherche und Auswahl stammen von unserem Team. Keine medizinische Beratung.