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Boerse Express

Der Podcast des Börse Express rund um die Themen Geldanlage, Kapitalmarkt und Börse.

  1. 14. Okt.

    Die neue Chance für Anleger am Immobilienmarkt (Werner Holzhauser und das Bauherrenmodell)

    Die Immobilienbranche befindet sich in einem massiven Umbruch. Während die Zinswende und explodierende Baukosten viele Projektentwickler in den Ruin trieben, zeichnet sich am Horizont ein neuer Sieger ab: Der Anleger, der nicht mehr nur passiv „Besitzer“ einer einzelnen Wohnung ist, sondern strategisch in die Entstehung von Wohnraum investiert. Werner Holzhauser kennt die Finanzbranche aus unterschiedlichen Perspektiven. Nach mehr als zehn Jahren in der Versicherungswirtschaft, darunter als Vorstand mit Verantwortung für die Lebensversicherung bei Uniqa, gründete er 2013 sein eigenes Unternehmen. Valued Asset versteht sich seither als auf Sachwerte spezialisiertes Kompetenzzentrum, das Anleger berät und zugleich Produktpartner sowie Vermögensberater mit Schulungen und eigener Akademie unterstützt. Holzhausers bevorzugtes österreichisches Immobilieninvestment ist das Bauherrenmodell. Anders als bei einer klassischen Vorsorgewohnung, bei der Anleger eine einzelne Wohnung erwerben und sich selbst um Vermietung und Verwaltung kümmern können, wird beim Bauherrenmodell in ein gemeinschaftliches Immobilienprojekt investiert. Die Anleger profitieren anteilig von den Mieteinnahmen und den steuerlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Projekts. Ein wesentlicher Unterschied liegt in der steuerlichen Abschreibung. Bei den von Holzhauser beschriebenen geförderten Bauherrenmodellen können die Investitionskosten grundsätzlich über 15 Jahre abgeschrieben werden, während bei einer gewöhnlichen Vorsorgewohnung regelmäßig ein wesentlich längerer Abschreibungszeitraum gilt. Hinzu kommen projektabhängige Förderdarlehen, in Wien laut Holzhauser mit einem Fixzinssatz von einem Prozent über 20 Jahre. https://valuedasset.at/ https://www.boerse-express.com/

  2. 19. Aug.

    Wer die KI-Welle reitet, sollte nicht nur auf die Welle schauen (Thorsten Schrieber)

    Im Podcast „von Bullen und Bären“ hatten wir DADAT-Director Paul Reitinger zu Gast. Und Acatis-Vorstandssprecher Thorsten Schrieber. Während die Massen dem KI-Hype hinterherjagen, erklärt Schrieber, warum man bei den teuersten Tech-Werten vorsichtig sein muss und wie man mit einem „Buffett 2.0“-Ansatz die echten Gewinner von morgen identifiziert. Die Börse kennt derzeit kaum ein heißeres Thema als künstliche Intelligenz. Für Acatis-Geschäftsführer Thorsten Schrieber ist der KI-Boom allerdings kein Grund, jedem Technologie-Titel hinterherzulaufen. Im Gegenteil: Der Value-Investor sieht eine zunehmende Diskrepanz zwischen Börsenpreis und innerem Wert – und damit genau jene Chancen, die das Value Investing seit jeher sucht. Acatis nennt den Ansatz „Value 2.0“ beziehungsweise „Buffett 2.0“. Die klassischen Kriterien bleiben bestehen: solide Fundamentaldaten, belastbare Geschäftsmodelle, Wettbewerbsvorteile und eine aktionärsfreundliche Kapitalpolitik. Neu ist, dass immaterielle Werte wie Technologie, Daten, geistiges Eigentum und Netzwerkeffekte stärker in die Unternehmensbewertung einfließen. Schrieber unterscheidet zwischen den direkten KI-Profiteuren und den „Schaufelherstellern“, die vom Aufbau der Infrastruktur profitieren. Nvidia ist für ihn ein prominentes Beispiel, davor steht etwa ASML mit seinen Lithografiemaschinen. Entscheidend sei aber nicht, wie prominent ein KI-Titel ist, sondern ob Fundamentaldaten und Bewertung zusammenpassen. Gerade bei US-Aktien sieht Acatis derzeit ein Problem. Während die USA im MSCI World inzwischen mehr als 70 Prozent ausmachen, ist ihre Gewichtung im Acatis Value Event Fonds deutlich geringer. Der Grund sei keine Skepsis gegenüber der US-Wirtschaft, sondern die Bewertung. Besonders bei Technologie- und KI-Aktien sei der Börsenpreis dem inneren Wert teilweise weit vorausgelaufen. Statt dem Momentum hinterherzulaufen, setzt Acatis daher auf etablierte Unternehmen mit breiter Kundenbasis und robusten Geschäftsmodellen. Microsoft und Salesforce nennt Schrieber ebenso wie Alphabet und Amazon. Roche gehört ebenfalls zu den größten Positionen. Das Motto: Technologie ist willkommen – aber nicht um jeden Preis. Künstliche Intelligenz spielt bei Acatis zugleich eine wichtige Rolle im eigenen Investmentprozess. Die Technologie soll dabei nicht den Fondsmanager ersetzen, sondern ihm helfen. Im Acatis Value Event Fonds wird die Value-Philosophie um einen Event-Ansatz ergänzt. Der Fonds investiert derzeit rund zwei Drittel in Aktien und ist damit für einen ausgewogenen Mischfonds relativ offensiv positioniert. Das verbleibende Drittel entfällt vor allem auf Anleihen und Cash. Events können etwa Übernahmen oder Spin-offs sein. Auch bei Anleihen ergeben sich Chancen, beispielsweise wenn diese im Zuge einer Fusion zurückgekauft werden. Die Rentenseite soll zugleich Stabilität liefern. Rund die Hälfte des Anleiheanteils entfällt laut Schrieber auf besonders sichere Titel wie deutsche Bundesanleihen, ergänzt um opportunistischere Unternehmensanleihen. Bei den Laufzeiten bleibt Acatis eher kurz, um die Zinssensitivität zu begrenzen. Für Anleger mit höherer Risikotoleranz verweist Schrieber auf den Acatis Datini Value Flex Fonds. Dieser erzielte zuletzt eine durchschnittliche Rendite von mehr als 14 Prozent pro Jahr, allerdings bei höherer Volatilität. Auch bei neuen Themen wie Kryptowährungen war der Fonds frühzeitig investiert. Acatis will Value Investing nicht gegen den technologischen Wandel verteidigen, sondern für ihn fit machen. Die Technologie darf ins Portfolio. Der Hype muss es nicht. https://www.acatis.de/ https://www.boerse-express.com/

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