Valuable AI, Teil 1 von 4 – Wie Unternehmen KI zur Wirkung bringen.Montagmorgen, 8:40 Uhr. Ein Kollege schreibt dir eine Mail – genauer: seine KI schreibt sie. Vier Absätze, fehlerfrei, etwas viele Gedankenstriche. Du öffnest sie, denkst „warum?“ und lässt sie von deiner KI zusammenfassen. Zwei Lizenzen, zwei Prompts, viele Token, null Wirkung. Und das Controlling fragt: Wofür zahlen wir das eigentlich? Kosten ja, Wirkung nein – das hören Manuel und Babak gerade in fast jedem Unternehmen. Die Token-Kosten liegen 25 Prozent über dem Vormonat, das lässt sich messen. Die Wirkung nicht. In dieser Folge erklären die beiden, warum das kein Zufall ist, sondern eine ganz natürliche Entwicklung – und wo die nächste Stufe liegt. Auftakt der vierteiligen Miniserie „Valuable AI“. Das Modell dahinter: drei Wellen der KI-Adaption in Unternehmen.Welle 1 – Alle bekommen KI. Copilot oder ChatGPT Enterprise, hunderte oder tausende Lizenzen, und dann dümpelt die aktive Nutzung im kleinen einstelligen Prozentbereich. Einzelne werden besser und schneller, aber das hat keine Verzahnung mit dem Unternehmenserfolg. Welle 2 – Die Bastelwelle. Jeder baut sich Assistenten und kleine Automationen, gibt der KI Zugriff auf Postfach und Kalender. Oft sinnvoll, oft aber genau da, wo man den Unterschied selbst machen sollte: „In der Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitenden möchte ich doch ich sein.“ Welle 3 – Die Wertschöpfungswelle. KI übernimmt einen Prozess oder Teilprozess, mit einer Return-on-Investment-Überlegung vor dem ersten Prompt. Das ist weniger Prompting und mehr echtes Engineering – und erst hier entsteht Wirkung, die in einer Gewinn- und Verlustrechnung sichtbar wird. Das erwartet dich: – Der Kernsatz der Folge: Wirkung für die Organisation entsteht nicht auf der Personenebene, sondern auf der Prozess- und Wertschöpfungsebene. – Warum das Hauptproblem nicht das Prompting ist, sondern die Validierung – von Vibe Coding bis zur Hausarbeit mit toten Links und Emojis im Quellenverzeichnis. – Der Erwartungsfehler: Man ist mit Welle-3-Erwartungen in eine Welle-1-Technologie gestartet. Warum das beim Internet genauso war – Visitenkarten-Websites, Formulare, und der Durchbruch erst mit E-Commerce – und warum Content-Management-Lizenzen für alle dieselbe Geschichte erzählen. – Die beste KI ist die, die man nicht sieht: ein Sales Agent, der Stromverträge abschließt, und der Uber-Effekt für Unternehmensprozesse. – Warum nicht die KI der Bottleneck ist, sondern Daten und digitale Prozesse. – Decision Intelligence: Was gestern Wochen dauerte, dauert heute Tage – und morgen Sekunden. – Die ehrliche Selbstkritik: „Wir sind mit der Welle mitgeritten“ – und warum es jetzt, mitten in der Ernüchterung, Investitionswillen braucht, aber nicht jedes Vorhaben ein Megaprojekt sein muss. – Der versöhnliche Blick zurück: Ohne die AI-Literacy aus Welle 1 und 2 gäbe es keine Welle 3. Wie es weitergeht: In den nächsten drei Folgen geht es um den Praxisfall, in dem KI ein Stoppschild bekommt, um den Weg in die Wertschöpfungswelle – und um einen Fall, in dem Wirksamkeit wirklich zum Tragen kommt. In welcher Welle steckt euer Unternehmen? Schreibt es uns – wir greifen eure Antworten in der Serie auf. Deine Hosts: Manuel Kreutz: https://www.linkedin.com/in/kreutzmanuel/ Dr. Babak Zeini: https://www.linkedin.com/in/bzeini/ Innovate or Cry – der Podcast rund um Innovation, KI und Tech-Trends. Direkt aus der Praxis einer Innovationsberatung. Abonniere die Show und bleib innovativ! Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.