Krempel de Luxe

Claudia Knobloch

Krempel de Luxe ist ein Podcast über das Ausmisten und das Weitergeben von Dingen. Die Geschichten hinter den Sachen und wie man ihnen ein zweites Leben gibt.

  1. 5. Juni

    Loslassen, um anzukommen: Umzug in eine Seniorenresidenz

    In dieser Folge von Krempel de Luxe geht es noch ma lum einen der größten Umbrüche im Leben: den Umzug im Alter – raus aus dem eigenen Haus und hinein in eine Seniorenresidenz. Zu Gast ist Yvonne Kirchhoff vom Augustinum Kleinmachnow. Sie begleitet seit über 12 Jahren Menschen auf genau diesem Weg und gibt ehrliche Einblicke in den oft langen Entscheidungsprozess, das Loslassen von Dingen und die Frage: Was braucht man eigentlich wirklich, um sich zuhause zufühlen? Wir sprechen darüber, wie man sich gut auf einen solchen Umzug vorbereitet, warum der richtige Zeitpunkt entscheidend ist und weshalb weniger Besitz oft mehr Lebensqualität bedeutet. Darum geht’s in dieser Folge: Wie der Umzug in eine Seniorenresidenz gut gelingtWarum eine selbstbestimmte Entscheidung den Übergang erleichtertWas wirklich mit umzieht – und was nicht mehr gebraucht wirdWie man Erinnerungen ohne Dinge bewahren kannWelche Rolle Gemeinschaft im neuen Lebensabschnitt spielt  Eine wichtige Erkenntnis: Der Prozess des Loslassens beginnt nicht erst mit dem Umzug– aber er wird dort oft leichter. Viele Menschen merken erst im neuen Umfeld, was sie wirklich brauchen – und was nicht mehr.   Drei Dinge, auf die man laut Frau Kirchoff verzichtenkannt: Große BüchersammlungenUmfangreiches PorzellanserviceHaushaltsgeräte wie Staubsauger & Co.  Über den Gast: Yvonne Kirchhoff ist Interessentenberaterin im Augustinum Kleinmachnow bei Berlin und begleitet Senior*innen von der ersten Orientierung bis zum Einzug. Zuvor war sie Hoteldirektorin. Über Krempel de Luxe: Claudia Knobloch ist Ordnungscoach in Berlin, Podcasterinund Expertin für Ordnung im Alter. Hier die Links der Folge: Augustinum: https://augustinum.de/ Krempel de Luxe: https://www.krempeldeluxe.de/

    26 Min.
  2. 15. Mai

    Antiquitäten unter dem Hammer - Einblicke in ein Auktionshaus

    Was ist eigentlich noch wertvoll an dem, was wir erben oder zu Hause stehen haben? In dieser Folge spreche ich mit Eva Franke, Kunsthistorikerin und Inhaberin des Auktionshaus Franke in Nürnberg darüber, was sich im Jahr 2026 gut verkaufen lässt, was nicht mehr gefragt ist, und wie man den Wert deiner Schätze erkennst. Wir sprechen über: Was macht eine Antiquität eigentlich aus?Welche Antiquitäten und Designerstücke sind heute noch gesucht – und welche leider nicht mehr?Wie haben Online-Auktionen den Antiquitäten-Markt verändert?Wie man geerbte Antiquitäten richtig bewertet – und welchen Fehler Erben häufig machenWas man mit Antiquitäten machen kann, die nicht für eine Auktion geeignet sind. Wie man mit einem Auktionshaus am besten in Kontakt tritt.Drei Kategorien, die sich immer gut verkaufenBrillantschmuck & Jugendstilschmuck (mit Diamanten, Smaragden, Rubinen, Saphiren)Moderne Designmöbel (z. B. von Eames, Le Corbusier, Mies van der Rohe, zeitlose Entwürfe)Schöne Gemälde von interessanten Künstlern (18.–frühes 20. Jh., auch Tiermotive!) Eva Franke ist Kunsthistorikerin (studierte Kunst und Geschichte) und hat sich 2009 mit ihrem eigenen Auktionshaus selbstständig gemacht. Clau und Eva kennen sich sogar seit den frühen 1990er-Jahren – beide haben damals zusammen in einem anderen Auktionshaus gearbeitet. Hier die Links der Folge: Auktionshaus Franke: www.auktionshaus-franke.de Ordnungscoach Claudia Knobloch www.krempeldeluxe.de Oxfam Sachspenden: www.oxfam.de/spenden/sachspenden Wohin damit - Übersicht an Spendenorganisationen: www.wohindamit.org

    28 Min.
  3. 17. Apr.

    Villa Sand – Vom zugerümpelten Haus zur einzigartigen Ferienimmobilie

    In dieser Folge bespricht Claudia, die Gastgeberin von „Krempel de Luxe“, mit Manuel Schneider, wie aus einem vollgestopften Haus in Bad Emstal (Nordhessen) die einzigartige Ferienunterkunft „Villa Sand 1935“ entstanden ist. Manuel und sein Bruder Martin haben das Objekt kernsaniert, das Haus komplett entrümpelt und das Innere mit Upcycling und alten Fundstücken eingerichtet – statt mit Standard‑IKEA‑Möbeln. Themen der Folge Wie man ein altes Haus mit Inhalt kauft und entscheidet, was man behält, upcycelt oder entsorgt.Nachhaltige Verwertung: Wie man aus Holzschalung, Sandstein, alten Möbeln und Dokumenten individuelle Gestaltungselemente schafft.Praxis‑Tipps für andere, die ein volles Haus sanieren oder ein Upcycling‑Projekt planen.Tipps von Manuel für andere Holzmaterialien eignen sich besonders gut zum Upcycling – einfach zu bearbeiten, nicht zu wertvoll und am Ende noch gut als Brennholz.Behalten Sie alte Werkbänke oder Möbelstücke (z.B. Nähmaschinen), da sie oft in modernen Kontexten einsetzbar sind.Vermeiden Sie stark wurmstichige Holzteile. Wenn Sie nicht sicher sind: Das Möbelstück bei 90 °C in die Sauna stecken.Versuchen Sie, Dinge zu verschenken, bevor Sie sie entsorgen – es gibt immer jemanden, der sich freut.Links & Weiterführendes Instagram:Villa Sand: @villasand_1935Krempel de Luxe: @krempel_de_luxeWebsiten: Ferienimmobilie Villa Sand: www.villasand.deOrdnungscoach Claudia Knobloch: www.krempeldeluxe.de

    22 Min.
  4. 6. März

    Kleiderspenden mit Wert und Wirkung

    Beim Ausmisten von Kleiderschränken fallen Berge vonBekleidung an. Viele gemeinnützige Organisationen sammeln und verteilen Kleiderspenden an Bedürftige oder finanzieren mit dem Verkauf von gebrauchterKleidung ihre Programmarbeit. Eine dieser Organisationen ist die Berliner Stadtmission. In dieser Folge habe ich mit Annett Kaplow diskutiert, wie man Bekleidung so spendet, dass die gemeinnützigen Organisationen davon profitieren. Annett Kaplow ist die Co-Leiterin des TEXTILHAFENS von Komm & Sieh, dem Inklusionsunternehmen der Berliner Stadtmission. Der Textilhafen sammelt und sortiert Bekleidung, gibt sie an Bedürftige weiter oder verkauft sie in eigenen Second-Hand-Läden. 460 TonnenBekleidung hat der Textilhafen 2024 in Berlin bewegt. Für mich waren die wichtigsten Einsichten: Kleiderspenden sind im Prinzip wie Geldspenden: sie unterstützendie Arbeit der gemeinnützigen Organisationen. Daher müssen sie entweder 100%auf die Zielgruppe der Organisation passen oder sie müssen so hochwertig/modisch/Marke sein, dass sie in Second-Hand-Läden verkauft werden können. Ausgeleierte, vergilbte, löchrige, muffige und verwaschene Kleidung gehört nicht in dieKleiderspende. Als Daumenregel gilt: Kleiderspenden sollte in so guter Verfassung sein, dass man sie auch an Freunde und Freundinnen weitergeben würde. Daher eignen sich alte Bekleidung aus Kunstfasern und Kunstleder oder Schuheaus Kunststoff oft nicht für die Spenden: die Weichmacher sind nach spätestens 10 Jahren entwichen, die Stücken zerfallen. Kleiderspenden sollten saisonal passend sein: Im Winter keine kurzen Hosen, im Sommer keine Daunenjacken spenden. Die Lagerkapazitäten der Kleiderkammern sind beschränkt, lieber die aussortierten Sachen bei sich zuhause lagern, bis sie zur Saison passen. Kleiderspenden für Obdachlose sollten in etwa so sein wie Kleidung für einen Camping-Ausflug: feste Schuhe, eine wasserdichte Jacke, eine gute Hose, ein wärmender Pulli. Alles einfach waschbar und schnell trocknend. Der Bedarf an Männerbekleidung ist viel höher als der für Frauen. Wenn man etwas spenden will, sollte man mit den Organisationen telefonisch Kontakt aufnehmen, um zu klären, welche Spenden sie gerade brauchen. Viele Organisationen haben Bedarfslisten auf ihren Webseiten. Man sollte nicht enttäuscht sein, wenn Sachspenden nicht angenommen werden. Seriöse Altkleider-Container erkennt man daran, dass die aufstellende Organisation mit Kontaktdaten klar zu erkennen ist. Oft sind diese Container auf dem Gelände von Gemeinden, Museen oder Liegenschaften der Organisationen aufgestellt. Auch das Siegel von FairWertung oder dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.  weisen auf seriöse Abnehmer hin. Aktuell gibt es eine „Altkleiderkrise“. Kleidung, die die gemeinnützigen Organisationen nicht direkt an Bedürftige abgeben oder in ihrenSecond-Hand-Läden verkaufen können, werden nicht mehr von Großhändlern abgekauft. Der Export in osteuropäische oder afrikanische Länder ist quasi zum Erliegen gekommen. Daher verwenden die Organisation Geldspenden, um diese Textilien zu entsorgen. Geld, dass in der Programmarbeit viel besser verwendetwerden könnte. Die Politik arbeitet daran, die Hersteller von Kleidung auch für deren Recycling oder Entsorgung verantwortlich zu machen. In der EU sollein Gesetz zur Herstellerverantwortung verabschiedet werden.  Hier die Links dieser Folge: Textilhafen: https://www.berliner-stadtmission.de/sachspenden Materialpool:https://www.berliner-stadtmission.de/textilhafen/materialpool Komm und Sieh gGmbH: https://www.berliner-stadtmission.de/komm-sieh HanseaticHelp: https://hanseatic-help.org/ Fairwertung: https://fairwertung.de/ bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. https://www.bvse.de/qualitaetssiegel/transparenz-und-qualitaetskontrolle.html Wohin damit: https://www.wohindamit.org/

    31 Min.
  5. 20. Feb.

    KUNST-STOFFE – Material retten statt wegwerfen

    Wohin mit übrig gebliebenem Baumaterial? Wer brauchteigentlich alte Stoffe, Holzreste oder Lochbleche? Und warum sind Nägel vielleicht besser in Kunstwerken aufgehoben als im Werkzeugkasten? In dieser Folge von Krempel de Luxe spreche ich mitDr. Corinna Vosse von KUNST-STOFFE e.V. über Materialkreisläufe, Ressourcenverschwendung – und darüber, wie aus „Abfall“ wieder Wertstoffe werden. Seit 2006 betreibt KUNST-STOFFE ein Umverteilungszentrum für wiederverwendbare Materialien. In ihren Materialmärkten finden Holz, Stoffe, Metall, Kurzwaren und vieles mehr ein zweites Leben. Dazu kommen Upcycling-Workshops, Werkstätten und ein Repair-Café – ein echtes Paradies fürSelbermacherinnen, Künstlerinnen und alle, die nachhaltiger leben wollen. Die interessantestens Einsichten dieser Folge: Materialströme neu denkenIn unserer Wirtschaft ist Material oft billig, Arbeit dagegen teuer. Deshalb wird viel zu schnell entsorgt. KUNST-STOFFE übernimmt die aufwendige, aber sehr sinnvolle Arbeit, Materialien und Menschen zusammenzubringen – besonderswichtig in Großstädten, wo privater Lagerraum knapp ist. Warum so viel übrig bleibtBei Bauprojekten und in Unternehmen wird großzügig eingekauft – Material ist schließlich günstiger als zusätzliche Arbeitszeit. Für echte Veränderungen braucht es politische Rahmenbedingungen wie eine CO₂-Bepreisung.Bei privaten Projekten empfiehlt Corinna: gut planen, erst die eigenen Bestände checken – und ruhig anfangen, auch wenn noch nicht alles da ist. Fehlendes Material? Erst im Freundeskreis oder über Netzwerke wie nebenan.de nachfragen. Was es aktuell bei KUNST-STOFFE zu kaufen gibtTolle Lochbleche, lange Samtvorhänge, viel Holz und jede Menge Stoffe – ein Besuch lohnt sich (Stand: Februar 2025). Was gespendet werden kann – und was nicht Gut erhaltene, zeitgemäße Materialien mit einer gewissen Mindestgröße sind willkommen, besonders Holz und Stoffe. Nägel dagegen werden kaum noch gebraucht – heute wird fast alles geschraubt. Corinnas kreative Alternative für die Verwendung von Nägeln: Kunst a la Günther Uecker daraus machen! Reparieren statt neu kaufenIm Repair-Café gibt es Hilfe zur Selbsthilfe für Elektronik, Textilien und Papier. Werkzeug, Know-how und Austausch inklusive. Neben funktionierenden Geräten nehmen viele Besucher*innen vor allem eines mit: neues Selbstvertrauen.Außerdem zeigt eine „Zero Waste Musterwohnung“, wie nachhaltiges Wohnen konkret aussehen kann – von aufgearbeiteten Möbeloberflächen bis zu praktischenAlltagstipps. Hier die erwähnten Links aus der Folge: Kunst-Stoffe https://kunst-stoffe-berlin.de/ Verband der Initiativen der Materialkreisläufe: https://material-initiativen.org/ Nebenan.de https://nebenan.de/

    32 Min.

Info

Krempel de Luxe ist ein Podcast über das Ausmisten und das Weitergeben von Dingen. Die Geschichten hinter den Sachen und wie man ihnen ein zweites Leben gibt.