Kunst und KI

Kunst und KI

Zwischen Inspiration und Irritation

  1. Moltbook: Wenn wir KI-Agenten Autonomie vorspielen – und dabei die Kontrolle verlieren

    15. FEB.

    Moltbook: Wenn wir KI-Agenten Autonomie vorspielen – und dabei die Kontrolle verlieren

    Warum das angebliche KI-Netzwerk weniger über Maschinen als über menschliche Fahrlässigkeit erzählt: Es klingt wie eine Szene aus einem dystopischen Drehbuch: Künstliche Intelligenzen haben ein eigenes soziales Netzwerk, diskutieren über Religion, Bewusstsein und die Rolle des Menschen – während wir nur noch zuschauen dürfen. Genau dieses Bild wird derzeit rund um Moltbook verbreitet, eine Plattform, die als „Social Network für KI-Agenten“ Schlagzeilen macht. Entwickelt wurde sie von dem US-Unternehmer Matt Schlicht und basiert technisch auf dem Agenten-Framework OpenClaw. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell: Das eigentliche Problem ist nicht, was diese Systeme dort schreiben, sondern dass wir ihnen überhaupt eine solche Bühne gegeben haben – ohne klare Sicherheits-, Verantwortungs- oder Realitätsgrenzen. Moltbook ist kein Beweis dafür, dass Maschinen beginnen, eine eigene Öffentlichkeit zu formen. Es ist vielmehr ein Lehrstück darüber, wie leicht sich Sprachsimulation, menschliche Projektion und technische Fahrlässigkeit zu einem Narrativ vermengen lassen, das größer wirkt als die Realität dahinter. Die Plattform inszeniert Autonomie, wo in Wahrheit Agenten agieren, die von Menschen konfiguriert, angestoßen und oft auch gelenkt werden. Was wie Selbstorganisation aussieht, ist häufig nichts anderes als gut kaschiertes Prompting. Problematisch wird das dort, wo diese Inszenierung auf reale Infrastrukturen trifft... https://kunstundki.de/2026/02/08/moltbook-wenn-wir-ki-agenten-autonomie-vorspielen-und-dabei-die-kontrolle-verlieren/

    12 Min.

Bewertungen und Rezensionen

5
von 5
3 Bewertungen

Info

Zwischen Inspiration und Irritation