Mordfall Röchling

Saarbrücker Zeitung

Es ist eine Begegnung mitten im Krieg. 1944 treffen vier Menschen in einem Stahlwerk aufeinander. Kurze Zeit später sind alle vier tot. Das ist der Mordfall Röchling – ein Podcast der Saarbrücker Zeitung. Der Mordfall steht im Mittelpunkt der sechsteiligen Miniserie. Täter und Opfer kennen sich nicht, doch ihre Geschichte ist eng miteinander verknüpft. Es geht um Kriegswirtschaft, Lagersystem und die Nazis. Nach dem Krieg wurde all das verdrängt und eine Legende über die Tat verbreitet. Diese konnte sich bis zuletzt halten und hat die wahren Hintergründe des Mordfalls verschleiert. Deshalb haben wir den Fall in sechs Teilen noch einmal aufgerollt. Alle Folgen sind jetzt verfügbar, wo es Podcasts gibt.

Folgen

  1. 05.11.2023

    Folge 6 - Die Bouser Höhe

    Ein Stadtteil, benannt nach einem NS-Kriegsverbrecher. Die Hermann-Röchling-Höhe in Völklingen war ein Alleinstellungsmerkmal. Doch die Umbenennung scheiterte, obwohl die Röchlings schon lange weg waren.​ In diesem Podcast habt ihr alles über eine Begegnung mitten im Krieg gehört. Am 17. Dezember 1944 wurden Carl Theodor Röchling und Heinrich Koch in der Völklinger Hütte erschossen. Die Schützen, Nikolaj Bonka und Wassilij Djatschenko, wurden gefasst, verurteilt und hingerichtet. Nach dem Krieg verbreitete der Unternehmerclan eine Legende über den Tod von Carl Theodor. Angeblich erschoss ein Killerkommando der Gestapo den einzigen Sohn von Hermann Röchling. Die Legende wurde Teil eines größeren Mythos um die Röchlings.​ In der sechsten Ausgabe von Mordfall Röchling geht es um die Folgen des Röchlingkults von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Nach dem Tod von Hermann Röchling und der Wiedervereinigung des Saarlandes mit der Bundesrepublik kehren die Röchlings 1956 nach Völklingen zurück. Dort werden sie von der Bevölkerung begeistert empfangen. Im Jahr 1978 verkauft die Familie das Werk wieder und zieht sich danach ganz aus dem Geschäft mit Kohle, Stahl und Waffen zurück. Sie verlassen Völklingen, doch in der Stadt wird der Kommerzienrat Hermann Röchling weiterhin verehrt. Und das, obwohl er ein verurteilter Kriegsverbrecher ist. Im Zuge der Erinnungskultur werden Zwangsarbeit und Lagersystem in Völklingen aufgearbeitet. Der ehemalige Hüttenarbeiter Hubert Kesternich engagiert sich daraufhin in einer Bürgerinitiative. Sie wollen die Hermann-Röchling-Höhe umbenennen. Warum das scheitert, hört ihr in der letzten Folge dieses Podcasts.

    42 Min.
  2. 24.09.2023

    Folge 1 - Der Tatort in der Hütte

    Am 17. Dezember 1944 treffen vier Menschen in einem Stahlwerk aufeinander. Kurze Zeit später sind alle vier tot. Das ist der Mordfall Röchling - ein Podcast der Saarbrücker Zeitung. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Völklinger Hütte stillgelegt und die Front nur wenige Kilometer entfernt. Carl Theodor Röchling und Heinrich Koch machen einen Rundgang durch das Werk. Sie treffen auf zwei junge Männer, die dort nicht sein dürften. Röchling und Koch werden erschossen. Die beiden Fremden tauchen unter, doch sterben kurze Zeit später im Kugelhagel. Doch es ist mehr als nur eine Zufallsbegegnung, denn die Geschichte der vier Menschen ist eng miteinander verknüpft. Dieser Podcast erzählt in sechs Folgen, wie die Geschichte von Täter und Opfer zusammenhängt. Der Mordfall Röchling spielt aber nicht nur in der Vergangenheit, denn der Fall hat Auswirkungen bis in die Gegenwart. Bis zuletzt wird eine Legende über den Tod von Carl Theodor Röchling verbreitet. Sie ist Teil eines Kults, dem viele Menschen im Saarland anhängen. Wie das aufgelöst wird, darum geht es später. In dieser Folge dreht sich erst einmal alles um die Tat selbst. Um über die Schüsse auf Carl Theodor Röchling und Heinrich Koch zu sprechen, treffen sich SZ-Redakteur Jakob Hartung und Historikerin Inge Plettenberg für einen Rundgang am Tatort. Der liegt auf dem Gelände von Saarstahl in Völklingen, einer kleinen Stadt im Saarland. Inge Plettenberg hat den Fall fast 70 Jahre nach der Tat aufgelöst. Dazu ist sie nach Russland gereist, um mit der letzten Zeugin des Mordfalls zu sprechen. Diese Frau heißt Matrjona Kalita und hat ihr Leben lang geschwiegen. Erst im Jahr 2010 legt sie Zeugnis ab und berichtet Inge Plettenberg erstmals, was damals wirklich passiert ist.

    40 Min.

Bewertungen und Rezensionen

4,3
von 5
10 Bewertungen

Info

Es ist eine Begegnung mitten im Krieg. 1944 treffen vier Menschen in einem Stahlwerk aufeinander. Kurze Zeit später sind alle vier tot. Das ist der Mordfall Röchling – ein Podcast der Saarbrücker Zeitung. Der Mordfall steht im Mittelpunkt der sechsteiligen Miniserie. Täter und Opfer kennen sich nicht, doch ihre Geschichte ist eng miteinander verknüpft. Es geht um Kriegswirtschaft, Lagersystem und die Nazis. Nach dem Krieg wurde all das verdrängt und eine Legende über die Tat verbreitet. Diese konnte sich bis zuletzt halten und hat die wahren Hintergründe des Mordfalls verschleiert. Deshalb haben wir den Fall in sechs Teilen noch einmal aufgerollt. Alle Folgen sind jetzt verfügbar, wo es Podcasts gibt.

Das gefällt dir vielleicht auch