Musik-Interviews

radioeins (rbb)

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  1. vor 4 Tagen

    Koschka

    Eine Symbiose aus modernem Indie-Pop und klassischer Tradition – so wird mitunter der musikalische Output des Solo-Projektes der polnisch-deutschen Künstlerin Edita Karkoschka bezeichnet, und welchen sie uns heute im radioeins-Studio präsentiert! Die in Berlin und der Bretagne lebende Sängerin, Komponistin und Produzentin war bis Ende 2019 Frontfrau der Band NAUSICA, bevor sie sich ab 2020 vollständig ihrer Solokarriere widmete. Ihr im März 2024 erschienenes Debütalbum "KOSCHKA" verbindet eigene englischsprachige Kompositionen mit Neu-Interpretationen deutscher Lieder aus der Romantik, etwa von Franz Schubert oder Clara Schumann. Diese Mischung schafft eine Atmosphäre, die Koschka Genre-Titel wie "Neo-Romantik" oder "Pop Noir" einbringen und Vergleiche zu Roadmovies und den Werken von Jim Jarmusch aufrufen. Während ihr Debüt größtenteils in ihrem Berliner Homestudio entstanden ist, wurde es von renommierten, Grammy-prämierten Technikern in New York von Emily Lazar und Chris Allgood (u.a. David Bowie) gemastert. Ursprünglich als Performance Duo KOSCHKA & HEIMPROFI mit der bildenden Künstlerin Krista Burger 2012 gestartet, hat sich Edita Karkoschka nach dem gemeinsamen Touren als Live-Cinema Act durch ganz Europa von ihrem neuen Moniker nicht mehr trennen können. Seit 2018 hat sie regelmäßig neue Musik veröffentlicht – zuletzt im Mai ihre Single "Should I Have Told You", um die es unter anderem heute bei ihrem radioeins-Besuch geht.

    Koschka
  2. 4. Juni

    Paula Paula

    Drei Jahre nach ihrem Debüt präsentiert Marlène Colle mit "Heilige Scheiße" ein Werk, das private Bestandsaufnahme mit politischem Anspruch verknüpft. Zwischen Darkpop und Indie markiert das Album markiert eine thematische Weiterentwicklung von der “Feier der Kaputtheit” hin zu expliziten gesellschaftlichen Analysen. Ihr Debütalbum "Schade kaputt" thematisiert das menschliche Scheitern und den Umgang mit Unvollkommenheit. Und auch auf ihrem neuen Album erforscht sie diese Bilder weiter – taucht aber tiefer ein in das Systemische dahinter. So setzt sich Colle mit Vermögensverteilung ("Kein A*******h") und zeitgenössischen Schönheitsidealen (“4&fck40") auseinander oder referenziert aktuelle feministische Literatur ("Bald") und entwirft das Szenario einer bevorstehenden gesellschaftlichen Revolution. Zudem findet sich in den neuen Liedern von PAULA PAULA auch immer wieder die Erkenntnis, dass dem Menschsein der konstante Verlust innewohnt. Entstanden ist "Heilige Scheiße" gemeinsam mit Kristina Koropecki (Cello, Backing Vocals und Produktion), Daniel Freitag (Synths, Produktion), Moritz Bossmann (E-Gitarre), Joda Foerster (Drums, Percussion) und Gisbert zu Knyphausen (Bass) im Studio. Die insgesamt zehn Lieder bewegen sich zwischen Chanson-haften Melodien und düsterem Art-Pop – und nach dem freudigen Debüt vor zwei Jahren, folgt mit "Heilige Scheiße" nun der würdige Nachfolger von Marlène Colle, mit dem sie dann im Herbst auf Tour geht.

    Paula Paula

Bewertungen und Rezensionen

3,3
von 5
29 Bewertungen

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