Paläotalk

Luan Thomas

Paläontologie ist mehr als Dinosaurierknochen ausbuddeln in der Wüste – es ist eine faszinierende Reise in die Vergangenheit zu uralten Ökosystemen oder gigantischen und seltsamen Kreaturen, die heute ausgestorben sind. „Paläotalk“ will diesen Wundern der Urzeit auf die Schliche kommen - und das mit zahlreichen Forscher:innen aus allen erdenklichen Bereichen. Moderiert vom Journalisten Luan Thomas ist jede Folge eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Fachlich fundiert, unterhaltsam erzählt und voller Aha-Momente. . . . . ©Bildcopyright: Joschua Knüppe ©Musikcopyright: Oskar Schillings

  1. 17. Juli

    40. überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen – Als der größte Ammonit aller Zeiten durch Münster schwamm

    Wie sah Nordrhein-Westfalen aus, als hier Meeresreptilien durch tropische Flachmeere glitten, gewaltige Schuppenbäume dichte Wälder bildeten und Dinosaurier das Land beherrschten? Die Paläontologische Landesausstellung „überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“ im LWL-Museum für Naturkunde in Münster nimmt ihre Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise durch rund 420 Millionen Jahre Erdgeschichte. Vom 10. Juli 2026 bis zum 5. September 2027 zeigen mehr als 1.800 Exponate – darunter Originalfossilien, aufwendige Rekonstruktionen und interaktive Medienstationen –, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt im Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens über Millionen von Jahren verändert hat. Zu den Höhepunkten zählen die Originalknochen des Meeresreptils „Westphaliasaurus simonsensii“, ein lebensgroßes Modell des größten bekannten Raubsauriers Mitteleuropas sowie das immersive Paläoaquarium, in dem urzeitliche Meeresbewohner digital zum Leben erwachen. Gemeinsam mit dem Paläontologen Achim Schwermann werfen wir in dieser Folge von Paläotalk einen Blick auf den größten Ammoniten, der jemals existierte, auf unscheinbare Säugetiere, die durch Münster huschten, und auf die ersten Landpflanzen, die das Land eroberten. Mehr Information zur Sonderausstellung „überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“ gibt es hier: https://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de/de/ausstellungen/sonderausstellungen/landesausstellung-muenster/ Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: LWL/Steinweg

    40. überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen – Als der größte Ammonit aller Zeiten durch Münster schwamm
  2. 10. Juli

    39. Europasaurus holgeri - Deutschlands eigener Mini-Sauropode

    Vor rund 150 Millionen Jahren war Deutschland ein tropisches Inselreich. Während weite Teile des heutigen Mitteleuropas von einem flachen Meer bedeckt waren, ragten nur wenige größere Inseln aus dem Wasser. Auf einer dieser Inseln, nahe des heutigen Goslar, lebte ein außergewöhnlicher Dinosaurier: Europasaurus. Als Vertreter der Macronaria gehörte er zu einer Gruppe, die sonst für ihre gigantischen Ausmaße bekannt ist. Mit einer Länge von nur etwa sechs Metern und einem Gewicht von rund einer Tonne wirkte er im Vergleich zu seinen Verwandten jedoch fast wie ein Zwerg. Die Ursache für seine geringe Größe liegt vermutlich in den besonderen Bedingungen seines Lebensraums. Auf einer begrenzten Landfläche waren Nahrung und Ressourcen knapp, sodass kleinere Tiere einen evolutionären Vorteil besaßen. In dieser Folge von Paläotalk sprechen der wissenschaftliche Leiter Fritz Stoepke und der Präparator Alessandro Stauf vom Dinosaurier-Park Münchehagen über die Entdeckung und Erforschung von Europasaurus und darüber, was dieser ungewöhnliche Sauropode über Evolution unter extremen Umweltbedingungen verrät. Alle Informationen zum Dinosaurier-Park Münchehagen: https://dinopark.de Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: Joschua Knüppe

    39. Europasaurus holgeri - Deutschlands eigener Mini-Sauropode
  3. 26. Juni

    37. Tapejaridae – Enorme Schädelkämme und irisierende Farben

    Untersuchungen fossiler Haut- und Haarstrukturen von Sinopterus dongi aus der frühen Kreidezeit zeigen, dass diese Tiere möglicherweise schillernde Farben besaßen – ähnlich wie heutige Kolibris. Verantwortlich dafür waren komplexe Nanostrukturen in pigmenthaltigen Zellorganellen, den sogenannten Melanosomen, die Licht auf besondere Weise reflektierten. Besonders bemerkenswert ist der Nachweis einer sogenannten photonic structure, einer regelmäßig angeordneten Schicht aus stabförmigen Melanosomen. Computermodelle legen nahe, dass dadurch je nach Blickwinkel irisierende Grün-, Blau- und Magentatöne entstanden. Die Studie liefert damit den ersten direkten Nachweis strukturell erzeugter Irisierung bei Flugsauriern. Gemeinsam mit dem Paläontologen Denis Theda sprechen wir über diese außergewöhnliche Entdeckung, die Farbgebung von Flugsauriern und die Frage, ob Pterosaurier möglicherweise eine Art feines „Federkleid“ besaßen. Erstes Paper über Sinopterus und seine Ernährungsweise: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2095927325006759 Hier das zweite Paper rund um das "Federkleid" und die Farben bei Sinopterus: https://www.biorxiv.org/content/10.64898/2026.05.06.723168v1 Bevor ich es vergesse, gibt es hier noch das Paper zu den leuchtenden Schädelkämmen bei Helmkasuaren: https://www.nature.com/articles/s41598-026-40230-1 Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: Petite Paleoartist | Sauriazoicillus

    37. Tapejaridae – Enorme Schädelkämme und irisierende Farben
  4. 19. Juni

    36. Muttaburrasaurus – Australiens bekanntester Dinosaurier war ein Picky Eater

    Muttaburrasaurus gehört zu den bekanntesten Dinosauriern Australiens – und dennoch gibt seine Anatomie bis heute Rätsel auf. Eine neue Studie hat den nahezu vollständig erhaltenen Schädel des Pflanzenfressers mithilfe moderner CT-Scans und neu entdeckter Fossilfragmente erneut untersucht. Im Mittelpunkt steht die markant aufgeblähte Schnauzenregion von Muttaburrasaurus. Während frühere Forschungen diese Struktur vor allem den Nasenbeinen zuschrieben, zeichnet die neue Analyse ein deutlich komplexeres Bild. Mehrere Knochen, darunter bislang unbekannte Elemente, die als „Prenasalia“ bezeichnet werden, bildeten ein System von Luftkammern innerhalb der Schnauze. Zusammen mit den ungewöhnlich großen Riechkolben des Gehirns deutet dies darauf hin, dass Muttaburrasaurus über einen ausgeprägten Geruchssinn verfügte. Darüber hinaus wirft seine ungewöhnliche Bezahnung neue Fragen auf: Im Gegensatz zu vielen seiner Verwandten besaß er im vorderen Schnabelbereich noch spitze Zähne. Dies könnte wichtige Hinweise auf die Ernährung und ökologische Rolle dieses australischen Dinosauriers liefern – Themen, die wir heute bei Paläotalk gemeinsam mit dem Paläontologen Nicolas Stagg näher besprechen wollen. Schädelanatomie, Paläoneurologie und Paläobiologie rund um Muttaburrasaurus langdoni: https://peerj.com/articles/20794/ Erster Nachweis eines hohlen Schädelkamms bei einem früh abzweigenden Entenschnabeldinosaurier: https://www.mdpi.com/2079-7737/15/8/615 Der frühe Ursprung der Iguanodontia: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/pala.70057?fbclid=IwY2xjawRVqLVleHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeuwKnXtxHU2QjvhPTZWE0HuzgY9FzWoxjQHGmojLodTnSNjWQRGqmKDJiOjU_aem_OBak-lWA4Qw3EIdXCVV-1A Und noch mehr Paläotalk gibt es auf Instagram: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/palaeotalk⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ . . ©Bildcopyright: Joschua Knüppe

    36. Muttaburrasaurus – Australiens bekanntester Dinosaurier war ein Picky Eater
4,8
von 5
21 Bewertungen

Info

Paläontologie ist mehr als Dinosaurierknochen ausbuddeln in der Wüste – es ist eine faszinierende Reise in die Vergangenheit zu uralten Ökosystemen oder gigantischen und seltsamen Kreaturen, die heute ausgestorben sind. „Paläotalk“ will diesen Wundern der Urzeit auf die Schliche kommen - und das mit zahlreichen Forscher:innen aus allen erdenklichen Bereichen. Moderiert vom Journalisten Luan Thomas ist jede Folge eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Fachlich fundiert, unterhaltsam erzählt und voller Aha-Momente. . . . . ©Bildcopyright: Joschua Knüppe ©Musikcopyright: Oskar Schillings

Das gefällt dir vielleicht auch