Philosofun

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"Philosophy, but make it sexy!" Liegt mein Glück in mir? Woher weiß ich, dass ich nicht in einer Matrix leben? Warum darf ich (ethisch) nicht alles, was (rechtlich) erlaubt ist? PHILOSOFUN macht Philosophie für jeden greifbar, nahbar & unterhaltsam. Host und Philosophin Dorothea lädt sich für jede Episode Expert:innen aus unterschiedlichsten Bereichen ein und diskutiert mit ihnen alles zwischen Philosophie und Popkultur.

Folgen

  1. 07.10.2025

    Sind unsere Kinder okay, Prof. Dr. Sandra Niebuhr-Siebert? Pädagogik in Zeiten der Demokratie-, KI, und Klimakrise

    Unsere Jugend soll ja angeblich alles retten: das Klima, die Demokratie – und am besten gleich noch die Menschheit vor der KI. Aber wer erzieht eigentlich diejenigen, die ständig retten sollen? Und was heißt Erziehung, Bildung und Pädagogik überhaupt, wenn TikTok, ChatGPT, Rechtsruck und Klimakrise längst mit am Küchentisch sitzen? In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Sandra Niebuhr-Siebert über Verantwortung, Bildung und die Frage, wie Pädagogik Jugendlichen heute Orientierung geben kann – ohne sie zu überfordern. Wir reden darüber, was es heißt, in einer Welt erwachsen zu werden, die sich schneller verändert, als man sie verstehen kann. Und warum gute Pädagogik nicht darin besteht, Antworten zu liefern, sondern Räume zu öffnen – für Nachdenken, Zweifel und Mut zur Verantwortung. Sandra Niebuhr-Siebert ist promovierte Sprachheilpädagogin, Autorin und hat eine Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildung und Erziehung im Kindesalter an der Humanistischen Hochschule Berlin inne, wo sie auch Prorektorin Forschung ist. Lehrerfahrung sammelte sie an den Universitäten Hannover, HU zu Berlin und Paderborn, praktische Berufserfahrung durch ihre zweijährige Tätigkeit als Sprachheilpädagogin in einer therapeutischen Praxis. Sie war Professorin für Sprachwissenschaft an der Clara Hoffbauer Fachhochschule und leitete den dortigen Studiengang Sprachpädagogik und Erzählende Künste in Sozialer Arbeit. Schwerpunkte ihrer Forschung und Lehre sind der Erwerb des Deutschen als Erst- und Zweitsprache sowie die Diagnostik und Intervention bei unauffälligem als auch gestörtem Verlauf dieser Lernprozesse.

    47 Min.
  2. 02.09.2025

    Gedanken-Code: Sind Gedanken durch KI bald nicht mehr frei – und manipulierbar, Janosch Delcker?

    Kann KI bald unsere Gedanken lesen – und vielleicht sogar beeinflussen?  Wird das, was wir bisher als unser innerstes, privates Selbst verstanden haben, zum nächsten Rohstoff für Tech-Konzerne und Staaten? Und was bedeutet das für Freiheit, Demokratie und unser Verständnis vom Menschsein? Darüber spreche ich mit Janosch Delcker, Chief Technology Correspondent der Deutschen Welle, früher Politik-Redakteur bei Politico und mehrfach ausgezeichneter Journalist. Er ist einer der ersten Reporter weltweit, der sich systematisch mit KI und Neurotechnologien beschäftigt. Mit seinem neuen Buch Der Gedanken-Code (C.H. Beck, 2024) hat er eine der wichtigsten Reportagen zur Zukunft unserer geistigen Selbstbestimmung geschrieben. Wir diskutieren, wie Big Data, Gehirn-Decoder, Wearables und Brain-Computer-Interfaces zusammenwachsen. Wir sprechen über TikTok als „Gedankenleser light“, über Neuralinks Experimente im Labor, über militärische Forschung an Brain-to-Brain-Kommunikation – und über die Frage, ob unsere innersten Gedanken überhaupt noch privat bleiben können. Dabei geht es auch um die Chancen: In klinischen Studien wurden Patientinnen und Patienten mit therapieresistenter Depression durch implantierte Chips erfolgreich behandelt, deren Hirnaktivität in Echtzeit überwacht und gezielt stimuliert wird (Nature Medicine, 2021). Andere Studien zeigen, wie tiefe Hirnstimulation nicht nur bei Parkinson, sondern auch bei schweren Angststörungen und Zwangserkrankungen helfen kann. Hier zeigt sich, dass Neurotechnologie an der Grenze zwischen Heilung und Manipulation steht. Gibt es in Zukunft also überhaupt noch eine „innere Freiheit“ – oder nur noch Datenpunkte? Kann KI jemals wirklich denken – oder bleibt Denken untrennbar an menschliches Bewusstsein gebunden? Welche neuen Menschenrechte brauchen wir, um geistige Autonomie zu sichern? Janosch Delcker wird zudem bald auf der re:publica Hamburg sprechen – ein guter Anlass, schon hier mit ihm über die großen Fragen von KI, Freiheit und Gehirn zu diskutieren!

    53 Min.
  3. 05.08.2025

    Bits, Bias & Bildung – Prof. Dr. Alexander Schmölz, wie geht KI und Ethik zusammen?

    99 Prozent der Deutschen haben Internetzugang. Ist ja auch logisch, weil ohne Internet geht heutzutage eigentlich gar nichts mehr, wenn man in irgendeiner Form am sozialen, kulturellen, politschen oder kapitalistischem System teilhaben will.  KI hingegen ist zwar noch relativ neu – zumindest im Vergleich mit dem Internet, aber bereits 66 % der Deutschen nutzen KI privat, beruflich oder im Studium bereits in irgendeiner Form. Viele nutzen KI – doch ein großer Teil von ihnen ohne solides Verständnis oder klare Regeln. Nur etwa ein Drittel fühlt sich überhaupt kompetent genug, KI richtig einzuschätzen.  In dem Zusammenhang spricht man von einer digitalen Kluft. Das heißt: Wer redet mit, wenn es um KI geht – und wer bleibt draußen vor der digitalen Tür?  In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Alexander Schmölz über die ethischen Bruchlinien und gesellschaftlichen Chancen der KI in der Bildung und der Gesellschaft. Es geht darum, dass bestimmte Personengruppen zum Beispiel ihre Kompetenz in KI selbst stark überschätzen und warum das zum Problem werden kann.  Wir sprechen aber auch über Inklusion: Zum Beispiel darüber, wie  Computerspiele als Bildungswerkzeuge genutzt werden können, um Menschen mit Behinderungen nicht nur mitzudenken, sondern mitgestalten zu lassen.  Es geht um Kompetenzen, die mehr sind als technisches Know-how – es geht um Urteilskraft, Teilhabe und das Recht, digitale Zukunft mitzugestalten. Und es zeigt sich, dass Deutschland ein wenig hinterher hinkt und von seinem deutschsprachigen Nachbarn Österreich einiges lernen kann, wenn es um die ganzheitliche Vermittlung von digitalen Kompetenzmodellen geht.  Unser heutiger Gast, Alexander Schmölz ist Professor für Digitalen Humanismus an der FH des BFI Wien – und einer der klügsten Köpfe, wenn es darum geht, wie wir Technologie so gestalten, dass sie nicht entmündigt, sondern befähigt.“ Alexander Schmölz arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Bildung, Ethik und Digitalisierung. Er forscht zu digitalen Kompetenzen, zu Inklusion, zu politischer Bildung – und zu der Frage, wie wir digitale Räume gerecht und menschenwürdig gestalten können. Dabei bringt er Theorie und Praxis zusammen: Er hat das österreichische Kompetenzmodell „DigComp 2.3 AT“ mitentwickelt, er leitet Bildungsprojekte für Menschen mit Behinderung, und er denkt die digitale Transformation konsequent aus einer humanistischen Perspektive. Er spricht nicht über Technik um der Technik willen – sondern über digitale Mündigkeit, Teilhabe, Urteilskraft. Kurz: über das, was zählt, wenn der Mensch nicht vom Fortschritt überrollt, sondern ihn selbst gestalten will. Die in der Folge angesprochenen Events: Wir freuen uns, Sie am 11. Dezember 2025 zum Gründungskonvent der Humanistischen Akademie Österreich einladen zu dürfen: https://humanistische-akademie.at/   Digital Humanism – Interdisciplinary Science and Research Conference, Vienna, November 20-21, 2025: https://caiml.org/dighum/dighum-res/

    47 Min.
  4. 26.05.2025

    Polyamorie – Was heißt Lieben ohne Exklusivität, Prof. Dr. Toni Loh?

    Was, wenn Liebe nicht mehr in Zweierpaketen kommt – sondern in Kollektiven? Drei, vier, vielleicht fünf . Und keine Besitzansprüche. In dieser Folge von Philosofun sprechen wir über Polyamorie – nicht als Lifestyletrend, sondern als ethische Praxis. Was heißt es, mehrere Menschen gleichzeitig zu lieben – aufrichtig, transparent und verantwortungsvoll? Und was verrät diese Praxis über unsere normativen Vorstellungen von Intimität, Besitz und Freiheit? Polyamorie hat es längst in die Popkultur geschafft: In You Me Her versuchen ein Vorstadtehepaar und eine Studentin, eine gleichwertige Beziehung zu dritt zu leben – mit durchwachsenen Ergebnissen. In Vicky Cristina Barcelona stolpern zwei US-Amerikanerinnen in Spanien in eine Dreierkonstellation mit einem Künstler und seiner Exfrau – ein polyamor angehauchtes Beziehungsexperiment voller Projektionen, Eifersucht und klischeehafter Erotik. Und in Her verliebt sich ein Mann in ein Betriebssystem, das mit hunderten anderen Menschen parallel verbunden ist – nicht aus Untreue, sondern weil seine KI-Geliebte radikal nicht-exklusiv liebt. Aber sind diese Darstellungen wirklich hilfreiche Bilder für polyamore Lebensformen – oder doch nur monogame Fantasien mit technischem oder exotischem Twist? Reproduzieren sie stereotype Geschlechterrollen – oder öffnen sie Räume für neue Formen der Beziehungsethik? Darüber spreche ich mit Toni Loh, Philosoph:in, Inhaber:in der Professur für Angewandte Ethik mit Forschungsgebieten in der Technikphilosophie, kritischem Posthumanismus – und Polyamorie.

    53 Min.
  5. 26.05.2025

    Was hat Ästhetik mit Politik, Wahrheit und Manipulation zu tun, Dr. Martin Mettin?

    Was ist eigentlich schön – und wer entscheidet das? Warum wirkt ein Meme mehr als eine Nachricht? Wieso kann Design lügen? Und was hat das alles mit KI zu tun? In dieser Folge geht’s um Ästhetik – aber nicht nur im Sinne von Clean Girl Aesthetic oder Mob Wife aesthetic, sondern im Sinne von: Wie beeinflusst die Art, wie etwas aussieht, unsere Urteile, unser Denken, unsere politischen Entscheidungen? Und ist, was wir ästhetisch finden von unserer Kultur abhängig oder gibt es etwas im Menschen angelegtes was wir ästhetisch finden? Dr. Martin Mettin, Philosoph ist zu Gast und wir sprechen über die Macht der Bilder, über Design und Ideologie, über die Rolle von Kunst in der Demokratie – und darüber, wie KIbeginnt, unsere ästhetische Wahrnehmung zu beeinflussen . Kurz: Es geht um Wahrheit, Wirkung, Wahrnehmung – und die Frage, ob wir nicht längst manipuliert werden, ohne es zu merken. Eine Folge für alle, die glauben, dass „schön“ nicht politisch sein kann. Dr. Martin Mettin ist Philosoph und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Humanistische Lebenskunde sowie Dozent im Studiengang Angewandte Ethik an der Humanistischen Hochschule Berlin. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Bildungs- und Sozialphilosophie, Ethik sowie ästhetische Theorie und Praxis. Mit seiner aktuellen Forschung begibt er sich auf die Suche nach Menschenbildern in der Gegenwartskunst.

    46 Min.

Bewertungen und Rezensionen

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"Philosophy, but make it sexy!" Liegt mein Glück in mir? Woher weiß ich, dass ich nicht in einer Matrix leben? Warum darf ich (ethisch) nicht alles, was (rechtlich) erlaubt ist? PHILOSOFUN macht Philosophie für jeden greifbar, nahbar & unterhaltsam. Host und Philosophin Dorothea lädt sich für jede Episode Expert:innen aus unterschiedlichsten Bereichen ein und diskutiert mit ihnen alles zwischen Philosophie und Popkultur.

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