Auslöser Audio - Der Podcast vom Filmverband Sachsen

  1. 31.12.2024

    Christian Friedel

    Christian Friedel ist weit mehr als nur Schauspieler. Klar, man schätzt ihn in seiner Rolle als Dorflehrer in Michael Hanekes Film »Das weiße Band«, in der Titelrolle des Biopics über den NS-Widerstandskämpfer »Elser« oder zuletzt an der Seite von Sandra Hüller in Jonathan Glazers aufsehenerregendem Auschwitz-Film »The Zone of Interest« als Lagerkommandant Rudolf Höß. Und auch auf der Theaterbühne ist der geborene Magdeburger beileibe kein Unbekannter, spielte neben unzähligen Rollen unter anderem den Hamlet zunächst am Staatsschauspiel Dresden und heute noch immer am Düsseldorfer Schauspielhaus. Zudem ist er ist auch Regisseur, inszenierte »Macbeth« in einer aufsehenerregenden Fassung ebenfalls in Dresden, zu der die Musik seiner Band Woods of Birnam einen wesentlichen Beitrag leistet. Christian Friedel ist also auch Musiker. Spätestens jetzt sollte ins Auge springen: Christian Friedel ist ein vielseitiger Künstler, der die Grenzen seiner Ausdrucksformen kontinuierlich auslotet. Die Kombination von Theater, Film und Musik ist für ihn kein Zufall, sondern Ausdruck eines kreativen Prozesses, in dem die verschiedenen Kunstformen ineinandergreifen und sich gegenseitig inspirieren. Dabei hat sich Dresden seit über einem Jahrzehnt zu Friedels Wahlheimat entwickelt. Hier engagiert er sich nicht nur kulturell, sondern auch sozial: Er ist Schirmherr eines neuen Hospizes und hat zusammen mit seiner Band ein Festival und eine eigene Company ins Leben gerufen. Beim Interview im Büro des Filmverbands Sachsen gibt Christian Friedel Einblicke in seine Arbeit in den verschiedenen Disziplinen, die Bedeutung seiner Wahlheimat Dresden und die Herausforderungen und Möglichkeiten der deutschen Filmbranche. Die Aufmerksamkeit für den zweifachen Oscargewinnerfilm »Zone of Interest« ist dabei in gewisser Weise ein Wendepunkt für das sympathische Multitalent, öffnete sie doch Türen zu Projekten wie der äußerst empfehlenswerten HBO-Serie »White Lotus«, in dessen dritter Staffel Christian Friedel eine entscheidende Rolle übernimmt. Dabei bleibt er seinen Wurzeln treu und erklärt, warum ihm die Arbeit von Dresden aus so viel bedeutet. Das Interview geht aber auch auf die Frage ein, wie Theater und Film sich gegenseitig beeinflussen und warum es für Friedel so wichtig ist, bei all seinen Projekten den Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und Zugänglichkeit zu schaffen. Moderation: Philipp Demankowski Bild: Carsten Beier Erschienen ist die aktuelle Ausgabe auch bei Spotify und bei Apple Podcasts. The post Christian Friedel appeared first on Filmland Sachsen.

  2. 30.10.2023

    Filmsommer 2023 | Impulsvortrag Tanja Georgieva-Waldhauer

    Am 31. August 2023 lud der Filmverband Sachsen einmal mehr alle Filmschaffenden und -interessierte aus dem Freistaat zum 16. Filmsommer Sachsen in den Mediencampus Villa Ida in Leipzig ein. Als größte Netzwerkveranstaltung für Filmkultur und Filmschaffen in Sachsen, bietet der Fachtag jedes Jahr allen Filmschaffenden, Vertreter:innen der Kultur- und Medienpolitik, Förderinstitutionen, Festivals, Kinos, Produktionsfirmen und Filmdienstleistungen eine Plattform, um über kurz-, mittel- und langfristige Veränderungen in Sachsen und Mitteldeutschland ins Gespräch zu kommen. In unserem Auslöser Audio-Podcast präsentieren wir die Fachpanels des Filmsommers und einen Vortrag in den Episoden 03 bis 07. Die Thüringer Filmproduzentin Tanja Georgieva-Waldhauer brachte mit einem Impulsvortrag die Brisanz der aktuellen Situation für regionale Filmschaffende durch persönliche, beunruhigende Erfahrungen auf den Punkt. Denn wenn eine Berufsoptimistin sagt, dass die Filmproduktionslandschaft an der »Schwelle einer potenziell toxischen Abwärtsspirale« steht, von Weltfirmen erzählt, welche in Zahlungsverzug sind, und der Produzentenverband davon ausgeht, dass die Hälfte aller Produktionsfirmen die nächsten zwei Jahre nicht überleben wird – dann wird klar, dass sich mehr als dringend etwas ändern muss. Mit dem Appell zur Zusammenarbeit zurückzufinden und die ohne Zweifel vorhandenen regionalen Stärken auszuspielen, beendete die Rednerin unter Applaus ihren Vortrag. The post Filmsommer 2023 | Impulsvortrag Tanja Georgieva-Waldhauer appeared first on Filmland Sachsen.

  3. 30.10.2023

    Filmsommer 2023 | Fishbowl  »Das Filmland Sachsen« 

    Am 31. August 2023 lud der Filmverband Sachsen einmal mehr alle Filmschaffenden und -interessierte aus dem Freistaat zum 16. Filmsommer Sachsen in den Mediencampus Villa Ida in Leipzig ein. Als größte Netzwerkveranstaltung für Filmkultur und Filmschaffen in Sachsen, bietet der Fachtag jedes Jahr allen Filmschaffenden, Vertreter:innen der Kultur- und Medienpolitik, Förderinstitutionen, Festivals, Kinos, Produktionsfirmen und Filmdienstleistungen eine Plattform, um über kurz-, mittel- und langfristige Veränderungen in Sachsen und Mitteldeutschland ins Gespräch zu kommen. In unserem Auslöser Audio-Podcast präsentieren wir die Fachpanels des Filmsommers und einen Vortrag in den Episoden 03 bis 07. Unzählige Beispiele, erschreckende Zahlen, offensichtliche Kritik und reichlich Gesprächsstoff hatten Dr. Claudia Maicher, Dr. Christiane Schenderlein, Dr. Markus Görsch, Klaus Brinkbäumer und Joachim Günther für die Fishbowl mit dem Titel »Das Filmland Sachsen« auf dem Tisch liegen. Moderatorin Vera Linß fragte unter anderem, was Politik, Auftraggeber und Förderer denn nun tun können, um die Filmschaffenden der Region zu unterstützen? Die unterschiedlichen Perspektiven auf das Filmland schienen zwar insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der vergangenen Jahre überwiegend von Optimismus geprägt, doch gleichzeitig waren sich alle einig, dass es noch unfassbar viel zu tun gibt. Im Podcast werden diese Vorhaben artikuliert. The post Filmsommer 2023 | Fishbowl  »Das Filmland Sachsen«  appeared first on Filmland Sachsen.

  4. 30.10.2023

    Filmsommer 2023 | Vorgespräch Fishbowl »Mit Grüßen aus der Praxis«

    Am 31. August 2023 lud der Filmverband Sachsen einmal mehr alle Filmschaffenden und -interessierte aus dem Freistaat zum 16. Filmsommer Sachsen in den Mediencampus Villa Ida in Leipzig ein. Als größte Netzwerkveranstaltung für Filmkultur und Filmschaffen in Sachsen, bietet der Fachtag jedes Jahr allen Filmschaffenden, Vertreter:innen der Kultur- und Medienpolitik, Förderinstitutionen, Festivals, Kinos, Produktionsfirmen und Filmdienstleistungen eine Plattform, um über kurz-, mittel- und langfristige Veränderungen in Sachsen und Mitteldeutschland ins Gespräch zu kommen. In unserem Auslöser Audio-Podcast präsentieren wir die Fachpanels des Filmsommers und einen Vortrag in den Episoden 03 bis 07. Einen Einblick in viele verschiedene Gewerke und deren aktuelle Situation bot der Praxisaustausch unter der Fragestellung: Wie sieht es denn gerade für aktuelle Filmprojekte aus? Dabei kamen höchst unterschiedliche Realitäten zum Vorschein. Auch wenn Filmproduzent Holm Taddiken von neuen Herausforderungen durch die steigenden Kosten konfrontiert ist, so arbeitet es sich seiner Meinung nach »vorzüglich«. Drehbuchautorin und Regisseurin Alice von Gwinner erlebt mit dem Projekt Mitmalfilm gerade eine Welle des Aufschwungs – unter Applaus erzählte sie von ausverkauften Lagern und aufgegangenen Plänen. Tonmeister André Klar hingegen »treffen gerade alle Krisen«. Seine Mindestgagen sind öffentlich-rechtlichen Auftraggebenden zu teuer – unter anderem, weil es in Sachsen zu einfach ist, Tonmenschen eine Produktion für 170 Euro machen zu lassen. Leon Brandt verglich die Situation nach seinem ersten Fernsehprojekt als Kameramann mit einem »freien Fall« und erzählte von den Schwierigkeiten, sich in dieser Flaute über Wasser zu halten. Auch Drehbuchautor:in Lion H. Lau hat die Flaute erreicht: »Ich bin großflächig arbeitslos«. Da Lion in den derzeitigen großen Produktions-firmen der Region keine Zukunft für Geschichten aus queerer Perspektive sieht, arbeitet Lion kaum im Raum Mitteldeutschland. The post Filmsommer 2023 | Vorgespräch Fishbowl »Mit Grüßen aus der Praxis« appeared first on Filmland Sachsen.

  5. 19.10.2023

    Filmsommer 2023 | Fachpanel »Sachsens Fachkräfte«

    Am 31. August 2023 lud der Filmverband Sachsen einmal mehr alle Filmschaffenden und -interessierte aus dem Freistaat zum 16. Filmsommer Sachsen in den Mediencampus Villa Ida in Leipzig ein. Als größte Netzwerkveranstaltung für Filmkultur und Filmschaffen in Sachsen, bietet der Fachtag jedes Jahr allen Filmschaffenden, Vertreter:innen der Kultur- und Medienpolitik, Förderinstitutionen, Festivals, Kinos, Produktionsfirmen und Filmdienstleistungen eine Plattform, um über kurz-, mittel- und langfristige Veränderungen in Sachsen und Mitteldeutschland ins Gespräch zu kommen. In unserem Auslöser Audio-Podcast präsentieren wir die Fachpanels des Filmsommers und einen Vortrag in den Episoden 03 bis 07. Das zweite Panel stand unter dem Motto »Sachsens Fachkräfte«. Die Bühne wurde von vier jungen Absolvent:innen von sächsischen Fachkräfteprogrammen geentert, die von ihren Erfahrungen mit diesen Programmen berichteten. Moderatorin Claudia Euen sprach mit Mirko Muhshoff (Absolvent TP2 Talentpool), Volkmar Koch (Absolvent Sächsische Filmakademie Görlitz), Sophie Riedel (Absolventin SommerFilmAkademie Lausitz) und Roxana Hennig (Absolventin Gründerinitiative MEDIAstart). Im Zuge der Öffnung des Panels kam es zu einem offenen und spannenden Austausch zwischen einigen bereits lang mitmischenden und den ambitionierten jungen Filmemacher:innen. The post Filmsommer 2023 | Fachpanel »Sachsens Fachkräfte« appeared first on Filmland Sachsen.

  6. 07.09.2023

    Grit Lemke

    Im letzten Auslöser fragten wir, wer die Geschichten unserer Region erzählt. Dafür gibt es wohl kaum eine bessere Gesprächspartnerin als Grit Lemke. Die in Spremberg geborene und in Hoyerswerda aufgewachsene Autorin und Filmemacherin hat die Geschichten ihrer Heimat auf vielfältige Art und Weise erzählt. Nach dem Kulturwissenschafts-Studium an der Universität Leipzig ging sie an der Berliner Humboldt-Uni als Stipendiatin in die ethnologische Feldforschung. Ab da fuhr sie bezüglich ihres Outputs zweigleisig, wobei aus den Ergebnissen 1994 der Kurzfilm „Künftig zünftig“ und 2002 das Buch „Wir waren hier, wir waren dort. Zur Kulturgeschichte des modernen Gesellenwanderns“ entstand. Nachdem sie lange Jahre in verschiedenen Funktionen beim DOK Leipzig aktiv war, wurde ihre Arbeit einem größeren Publikum durch den Dokumentarfilm „Gundermann Revier“ bekannt, der 2020 für den Grimme-Preis nominiert wurde. 2021 und damit 30 Jahre nach den rassistischen Ausschreitungen in Hoyerswerda folgte der dokumentarische Roman „Kinder von Hoy. Kinder von Hoy: Freiheit, Glück und Terror“ über Fluch und Segen ihrer Heimatstadt. Ein Buch, das gerade durch die persönlichen Geschichten und das dokumentierte Engagement unter schwierigen Umständen viele Leser:innen bewegt hat. Nicht nur in unserer Region. Im Podcast erklärt sie uns, welche Geschichten sie wann interessieren und warum ihre künstlerischen Projekte immer einen persönlichen Bezug haben müssen. The post Grit Lemke appeared first on Filmland Sachsen.