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Bei uns findest du keine Diätvorschläge und keine Ernährungstipps, dafür aber Gedanken, mit denen du dein Leben auf Trab bringen kannst.

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    • Religion und Spiritualität
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Bei uns findest du keine Diätvorschläge und keine Ernährungstipps, dafür aber Gedanken, mit denen du dein Leben auf Trab bringen kannst.

    Leben geben

    Leben geben

    Wann hast du das letzte Mal einem anderen etwas aus Liebe gegeben? Dabei hast du sicher erfahren: Das stiftet Gemeinschaft und ist etwas Wertvolles für beide. Das Beispiel Jesu wirft dabei immer wieder die Frage auf: Was möchtest du für Gott und für andere geben?
















    Etwas geben















    Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir in der Schule über das Thema Organspende gesprochen haben. Ein Mann, um die fünfzig, kam zu Besuch und berichtete, wie ihm ein Spender mit einer seiner Nieren das Leben gerettet hatte. Mich hat dieser Besuch sehr bewegt. Sofort als ich achtzehn war, habe auch ich einen Organspendeausweis ausgefüllt. Der Gedanke, etwas für jemand anderen geben zu können, was ihr oder ihm das Leben rettet, hat mich fasziniert. Aber der Gedanke ging für mich noch weiter. Ich überlegte, was es wohl bedeutet, nicht nur etwas, sondern alles zu geben, für andere. Dieser Gedanke der ließ mich nicht mehr los.
















    Hingegeben















    Im Johannesevangelium spricht Jesus davon, dass Er der Gute Hirt ist, der Sein Leben hingibt für seine Schafe. Und tatsächlich! Jesus gibt Sein Leben hin für die Menschen. Das ist für mich die faszinierendste Botschaft des christlichen Glaubens. Gott selbst gibt sich ganz hin, er opfert sich, weil er die Menschen so unendlich liebt. Es ist so unglaublich, dass wir es als Christinnen und Christen manchmal fast vergessen: Gott hat nicht irgendetwas für uns getan, Er hat nicht irgendetwas von sich hergegeben, sondern alles, sich selbst und zwar ganz, im Opfer seines Lebens. Er hat sein Leben gegeben.
















    Mehr geben















    Als ich als Jugendlicher mit dieser überwältigenden Botschaft konfrontiert wurde, wurde mir bewusst, worum es im Leben wirklich geht, nämlich darum, mehr zu geben. Nicht nur ab und zu etwas abzugeben, sondern mich am Beispiel Jesu zu orientieren. Und ich spürte, dass ich diesem Jesus, der Sein Leben für mich hingegeben hat, nachfolgen wollte. Ich wollte nicht nur etwas geben, sondern alles. Als Priester, glaube ich, ist das meine wahre Berufung: Mein Leben geben, für andere.
















    Alles geben















    Am kommenden Sonntag beten wir darum, dass junge Menschen den Mut haben, darüber nachzudenken, ob auch für sie solch ein Leben in der besonderen Nachfolge Jesu in Frage kommt. Ich denke, dass es sich wirklich lohnt, dafür zu beten! Aber wir alle sind berufen, unser Leben zu geben, egal wohin Gott uns auch immer gestellt hat. Wir folgen Jesus, dem Guten Hirten, der für uns alles gegeben hat und der auch dich einlädt alles zu geben. Vielleicht kannst du mit einem Organspendeausweis beginnen. Aber hab keine Angst, mehr zu geben, wenn Jesus dich ruft und habe den Mut auf Seine Stimme zu hören. Denn denke daran: Er hat Sein Leben für dich hingegeben, Er liebt dich und Er braucht dich! Er will Dir Leben geben, damit du Leben geben kannst!Pater André Kulla OMI

    • 3 Min.
    Bitte berühren!

    Bitte berühren!

    Wer kann das Glauben: Jesus ist auferstanden! Selbst die Jünger nicht. Sie brauchen am Anfang mehr als Worte.
















    Von Abstand halten und Berührungsverbot können wir ja ein Lied singen, aber nicht heute! Denn heute geht es auf Tuchfühlung mit ausdrücklicher Einladung. Aber es geht nicht ums Kuscheln, sondern um knallharte Beweisführung. Der auferstandene Jesus lädt seine Jünger ein, ihn anzufassen.Eben jenen rutschte wohl beim Anblick ihres totgeglaubten Freundes das Herz in die Hose und sie dachten einen Geist zu sehen. Gut das Jesus soviel Geduld hat und sagt: Fasst mich doch an, und begreift…Berührung, touch auf Englisch. Wie oft berühren wir unseren Touch-Screen und begreifen dabei leider gar nichts? Hand aufs Herz, wer wischt nicht selten gedankenverloren auf irgendwelchen elektronischen Geräten umher und hat den eigentlichen Grund längst vergessen. Ich nehme mein Smartphone in die Hand, um eine wichtige Nachricht zu tippen und es endet damit, dass ich mir hoppelnde Hasen und klavierspielende Hunde anschaue… Was wollte ich noch gleich?
















    Fest der Sinne















    Genau, davon berichten, dass Jesus seinen Jüngern ein echtes Festival der Sinne anbietet. Erstmal HÖREN sie von der Auferstehung Jesus, das führt dann zu langen und breiten Diskussionen, ob und wie das überhaupt sein kann. Dann SEHEN sie ihn in ihrer Mitte und denken zu Halluzinieren. Da bietet Jesus ihnen auch noch an: „FASST AN und begreift, ein Geist hat kein Fleisch und keine Knochen.“ Und schließlich schnabuliert Jesus auch noch einen Fisch vor ihren Augen. Ja, es fehlt nur noch, dass jemand einen Geruchstest anordnet, um die Verwesung auszuschließen.Irgendwie sind diese Berichte immer sehr tröstlich, denn wir Verstand gesteuerten Menschen tun uns eben schwer mit all dem, was gegen die Logik geht. Wie soll ein Toter auferstehen? Zum Glück gibt es solche Texte in der Bibel: Denn wenn da stehen würde, alle hatten damit gerechnet Jesus wiederzusehen, dann wäre doch irgendetwas faul an der Sache.
















    BlackBox Ostern















    Und es macht Mut zu lesen, dass Jesus eben nicht so einfach „zu begreifen“ ist. Selbst für seine Jünger nicht und selbst dann nicht, wenn man ihn anfassen darf. Erst als Jesus ihnen die Augen für die Schrift öffnete verstehen sie.Zum Glück geben sie die Datenbank mit Wissen immer weiter. Die BlackBox mit dem Ostergeheimnis ist tief in der Kirche verankert. Ich habe davon gehört, ich habe  viele Darstellungen hiervon gesehen und kann den Leib Christi in der Eucharistie sogar schmecken. Tuchfühlung ist angesagt, nicht nur ich will Jesus anfassen, sondern auch er möchte mich berühren.
















    Haut, Herz, Hand















    Sehr wahrscheinlich überspringt die Berührung Jesu das Sinnesorgan der Haut und platziert sich direkt in unserem Herzen, breitet sich von dort wohlig und friedlich in unserem ganzen Körper und in unserem ganzen Sein aus.Aber aufgepasst, die Berührung Jesu, kann genauso gut wildes Herzklopfen und spannungsvolle Erwartung mit sich bringen. Mit Jesus wird es nicht nur kuschelig, sondern es geht auch um knallharte Beweisführung: Wenn Jesus auferstanden ist, dann lebt er! Auch noch heute, mitten unter uns! Dafür öffnet er uns die Augen und macht uns zu seinen Zeugen.

    • 4 Min.
    Vom Sehen und Glauben

    Vom Sehen und Glauben

    „Also wenn ich das nicht mit meinen eigenen Augen gesehen habe, glaub ich das nicht.“ Diesen Satz hat wohl jeder schon einmal gesagt, nachdem er eine besondere Geschichte gehört hat. Im Glauben an Gott wird diese Herausforderung deutlich: Wir folgen ihm, ohne Gott je gesehen zu haben. Oder…. Haben wir das vielleicht schon längst?
















    Stell dir vor, deine Freunde erzählen dir voller Begeisterung von einer unglaublichen Begegnung, die realistisch betrachtet nicht passiert sein kann. Glaubst du ihnen? Oder zweifelst du an ihrer Aussage; vielleicht auch an ihrem Verstand? So erging es wohl Thomas, als er erfuhr, dass Jesus – nachdem er gestorben war – allen anderen Jüngern erschienen ist. Nur Thomas hat es verpasst. Blöd!
















    “Das muss ich gesehen haben!”















    Kann er sich nun auf die Aussage der anderen verlassen und wie sie an die Auferstehung Jesu glauben? Thomas fiel das sichtlich schwer. Er haderte sehr damit und reagierte eher abweisend: „Solange ich ihn nicht selbst gesehen habe und seine Wunden berührt habe, glaube ich euch nicht.“ Thomas musste diese befremdliche Situation im wahrsten Sinne des Wortes selbst „begreifen“. Er brauchte Gewissheit und Sicherheit, dass es wirklich Jesus war, der sich den Jüngern gezeigt hatte. Und dann kam es doch tatsächlich zu der Situation, dass Jesus erneut den Jüngern erscheint und diesmal ist Thomas dabei. Jesus stellte sich direkt vor Thomas und forderte ihn auf, seine Wunden zu berühren, damit Thomas „begreifen“ kann. Jesus forderte Thomas auf: „Sei nicht mehr ungläubig, sondern gläubig!“ Und dann sagte er noch: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du, selig die nicht sehen und doch glauben!“Yes! Genauso ist es: Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben. Keiner von uns hat Jesus real gesehen und doch glauben so viele Menschen an ihn. Wie kommt das?
















    Woran glaubst du?















    Nun könnte man wissenschaftlich herangehen und untersuchen, warum der Mensch etwas braucht, an das er glaubt oder eben überzeugt nicht daran glaubt – wobei er ja dann auch an etwas glaubt… Aber darum geht es mir heute nicht.. Ich möchte dich vielmehr fragen, an was glaubst du? Glaubst du an die Aussagen der Medien, der Politik, der Wissenschaft? Glaubst du an unsere Gesellschaft und daran, dass wenn wir nur zusammenhalten, alles gut wird? Oder glaubst du an dich selbst und an deine eigene Stärke? Glaubst du den Aussagen der Menschen in deinem Umfeld oder glaubst du nur an das, was du selbst erlebt hast? Wie sieht es mit der Kirche aus? Glaubst du an Gott, an die Auferstehung Jesu? So viele Fragen, so viele unterschiedliche Bereiche. Ja, was soll ich denn nun glauben?
















    Gott ist da - selbst im Zweifel















    Ich gebe zu, in Bezug auf Politik, Gesellschaft und Wissenschaft bin ich mir persönlich zeitweise sehr unsicher. Auch beim Glauben an Gott habe ich immer wieder Momente des Zweifelns.. Doch auch wenn wir zweifeln, können wir gewiss sein, dass Jesus immer wieder spürbar zu uns kommt. ER weiß, wie wir uns fühlen. ER hat selbst als Mensch gelebt und Enttäuschungen und Verletzungen erlebt. ER ist der Lebendige. Und durch Thomas haben wir die Zusage, dass Gott, sich uns zeigt, gerade auch dann, wenn wir zweifeln.Jah

    • 5 Min.
    Die Sehnsucht nach Osterfreude

    Die Sehnsucht nach Osterfreude

    Manchmal ist es dunkel um uns. Nicht, weil die Uhr Mitternacht zeigt, sondern weil sich das Leben gerade dunkel ist. Weil wir traurig sind, vermissen oder Sehnsucht haben. Doch als Christen können wir sicher sein: Es wird wieder hell. Und die Karwoche erinnert uns jedes Jahr daran.
















    Laut Wikipedia ist Sehnsucht ein inniges Verlangen nach Personen,Sachen, Zuständen oder Zeitspannen. Man verbindet mit ihr das Gefühl,den Gegenstand der Sehnsucht nicht erreichen zu können.Am Ende der Fastenzeit sehnen wir uns nach Ostern. Und in diesem Jahr vielleicht ganz besonders, weil die Fastenzeit durch Corona gefühlt schon mit dem Lockdown im Dezember begonnen hat.Wenn in der Osternacht die Orgel erwacht, wird endlich wieder Hallelujah! gesungen. Vergessen sind die langen Wochen davor, in denen wir uns vorbereitet haben – genau auf diesen Moment. Auf das leere Grab und alle Hoffnung und Freude, die damit verbunden ist.Aber die Definition aus dem Onlinelexikon spricht ja von Unerreichbarkeit.Die Jünger und Maria fühlten nach den Geschehnissen von Gründonnerstag und Karfreitag wahrscheinlich genau diese. Jesus war tot. Unerreichbar. Und sie standen vor den Trümmern ihrer Existenzen. Ohne Hoffnung. Wie groß muss in diesem Moment die Sehnsucht nach Jesus gewesen sein? Verbunden mit Trauer und Angst vor der Zukunft.In dieser Woche liegt vor uns eben jener Karfreitag mit seinerbesonderen Liturgie. Mit Stille und Traurigkeit. Durch die Schrifttexte versetzen wir uns hinein, in die Menschen, die vor fast 2000 Jahren dort in Jerusalem all das erlebten. Mit einem kleinen Unterschied: Wir empfinden keine Sehnsucht. Wir empfinden etwas, das Wikipediaals Emotion beschreibt, die durch die Erwartung eines künftigen, positivenEreignisses definiert wird. Wir empfinden Vorfreude! Wir wissen, dass Ostern kommt. Wir haben keine Ungewissheit. Wir brauchen nicht Angst haben wie die Jünger. Wir brauchen auch nicht traurig sein. Denn das Grab wird leer sein. Jesus wird auferstehen!Und aus der Vorfreude wird die Osterfreude. Maria erkannte Jesus, als er sie vor dem leeren Grab beim Namen nannte. Und voller Freude brachte sie den Jüngern die Neuigkeit.An diesem Punkt gleichen sich die Emotionen wieder: Damals wie heute steht am Ende der Leidensgeschichte die Osterfreude. Die Freude darüber, dass Jesus auferstanden ist. Dass er lebt.Und genau das ist das Entscheidende: Die schmerzliche Sehnsucht Marias und der Jünger nach Jesu Tod können für uns heute Zeichen der Hoffnung sein. Denn sie zeigen: Wer liebt, wer vermisst und sich nach etwas sehnt, das scheinbar unerreichbar ist, der darf am Ende seiner Leidensgeschichte auf die Osterfreude hoffen. Darauf, dass es nach der Dunkelheit wieder hell wird. Darauf, dass er lebt.  Autor und Sprecher: Marc Zecchin

    • 3 Min.
    Alle Jahre wieder… beginnt an Palmsonntag die Karwoche

    Alle Jahre wieder… beginnt an Palmsonntag die Karwoche

    Jesus stirbt am Kreuz, besiegt den Tod und steht wieder auf – sehr emotionslos könnte man die Oster-Ereignisse so zusammenfassen. Sie begegnen uns jedes Jahr aufs Neue. Wie schaffen wir es, diese intensiven Tage jedes Mal wieder intensiv zu erleben? Ein Impuls gegen den Gewöhnungseffekt.
















    Kommenden Sonntag feiern wir das Fest Palmsonntag und starten damit in die Heilige Woche – auch Karwoche genannt. Nach dem jubelreichen Einzug Jesu in Jerusalem erinnern wir uns am Abend des Gründonnerstags an das letzte Abendmahl. Der Karfreitag steht für das Leiden und Sterben Jesu und hinterlässt Sprachlosigkeit, die am Karsamstag als Tag der Grabesruhe besonderen Ausdruck findet. Die Karwoche findet ihren feierlichen Abschluss in der Feier der Osternacht.Eine Woche, die einer Achterbahn der Gefühle gleicht – und trotzdem durchlaufen wir alle Jahre wieder diese Woche mit all ihren Höhe- und Tiefpunkten.
















    Der Gewöhnungseffekt















    Haben wir uns dabei aber nicht schon längst irgendwie an die schrecklichen Erzählungen der Passionsgeschichte gewöhnt? Im Vergleich zu den Jüngern Jesu damals wissen wir schließlich, dass es ein Happy End gibt. Eigentlich eine recht komfortable Ausgangsposition, oder? Für die Jünger Jesu ist damals sicherlich erst einmal eine Welt zusammengebrochen und es galt, viele Zweifel zu überwinden und lange Tage des Bangens durchzustehen, bevor schließlich die frohe Botschaft wie ein Lauffeuer die Runde machte, dass all das, was Jesus angekündigt hatte, wahr werden würde.Wie können wir diese intensiven Tage der Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu heute trotzdem (noch) bewusst wahrnehmen? Was braucht es dazu? Wie können wir aus unserer heutigen bequemen Situation heraus etwas derart Tiefgreifendes nachempfinden, ja vielleicht sogar ein bisschen verstehen?
















    Im Schmerz spürt man das Leben















    Liest man Interviews von Personen, die durch eine Krankheit oder einen Unfall dem Tod nur knapp entkommen sind, hört man darin oft den Satz: „Seit diesem Ereignis lebe ich jeden Tag viel intensiver.“ Ist es also vielleicht so, dass absolute Freude nur gefühlt werden kann, wenn ich auch schon einmal tiefe Trauer gespürt habe? Es stimmt, dass es beides braucht. Wir können das Licht nur durch die Dunkelheit wertschätzen. Und macht nicht zuletzt das Endliche unser Leben erst lebenswert? Der Schauspieler Lars Eidinger hat das einmal treffend ausgedrückt: „Im Schmerz spürt man das Leben.“Was wäre denn Ostern ohne Karfreitag? Übertragen auf die Karwoche könnte man sagen: Wir können die Karwoche eigentlich nur als Einheit aus Leiden und Sterben Jesu einerseits und seiner Auferstehung andererseits sehen. Wir brauchen diesen Gegensatz, um zumindest ansatzweise begreifen zu können, was an Ostern eigentlich passiert, was uns Gott an diesem Tag sagen möchte. Erst wenn wir diese Heilige Woche gleichzeitig in ihren Höhen und ihren Tiefen begehen, können wir die wahre Osterfreude spüren und feiern. Nur zusammen macht alles Sinn.
















    Jedes Jahr ist eine neue Chance















    Aus dieser Perspektive ist es eine große Chance, dass wir alle Jahre wieder die Passionsgeschichte so intensiv feiern und dabei auch die unangenehmen Punkte nicht aussparen. Dass w

    • 4 Min.
    Die Sache Jesu braucht nicht nur Begeisterte

    Die Sache Jesu braucht nicht nur Begeisterte

    Warst du schonmal richtig von etwas begeistert? Ein schönes Gefühl, das etwas bewirkt. Wie lange kann es dich tragen? Und was kommt danach?
















    Am Anfang eines jeden Projekts ist es natürlich und gut, wenn wir für die Idee dahinter brennen. Begeisterung ermöglicht viele Neuanfänge, interessante Initiativen, Ideen und Projekte. Ohne begeisterte Menschen würden wir noch ganz schön zurückliegen. Wir hätten noch heute die Sklaverei ohne begeisterte Menschen, die gegen das soziale Unrecht gekämpft haben. Wir hätten heute kein Internet ohne die Menschen, die überzeugt waren, dass Entfernung unser Leben nicht bestimmen muss. Aber: Reicht Begeisterung aus? Nein!
















    Stehst du zu Gott?















    Wenn Jahre vergangen sind, wird das Leben uns fragen: „Stehst du dahinter? Auch ohne die Begeisterung?“ Auch Jesus wurde in diese Situation gestellt, in der er gefragt wurde: „Stehst du zu deinem Vater, egal was passiert?“ Angesichts des kommenden Leidens musste er ohne jegliche Begeisterung die größte Entscheidung seines Lebens treffen.Es ist die Ausdauer, die hier zählt. Mit den Dingen Gottes ist es oft so: Die Begriffe, die für uns eine klare Bedeutung haben, sind bei Gott irgendwie anders gefüllt. Wir wissen ja schon, dass seine Wege nicht unsere Wege sind und seine Vorstellungen nicht unseren entsprechen. So ist das auch mit dem sehr unpopulären Wörtchen „Ausdauer“. Ausdauer ruft in manch einem von uns Übelkeit hervor. Sie erscheint uns als etwas total Starres. Ohne Leben und ohne Lebensfreude. Ist das wirklich so?
















    Dazu stehen, in Bewegung zu bleiben















    Das Wort Ausdauer besteht aus einer Präposition und einem Substantiv: Aus und Dauer. Die Präposition „aus“ ist die Antwort auf die Frage: Woher? Bestimmt also eine Richtung. „Dauer“ bezeichnet einen laufenden Zeitraum. Beide Worte sind daher eine Beschreibung von Bewegung. Es ist gar nichts Starres oder Totes. Ganz im Gegenteil! Wenn etwas dauert, läuft das. Und wenn jemand Ausdauer hat, heißt das, dass er läuft. Aus Freude läuft, aus Überzeugung, vielleicht auch aus Angst. Auf jeden Fall läuft er aus einem Grund oder wir können auch sagen, in eine Richtung. Ausdauer zu haben heißt also: dauerhaft in Bewegung zu sein auf Grund von etwas. So viel die Sprachanalyse.
















    Im Stehen getragen sein















    Aber was heißt das für mich und für uns? Vielleicht kann die Frage ein Ansporn sein, um sich klar zu machen, was mich im Leben trotz aller Widerstände laufen lässt. Für Jesus war das klar! Seine Ausdauer kam von oben. Sein Laufen wurde durch die Stimme des Vaters getragen.Es gibt Stimmen, die auch inmitten des Leidens tragfähig sind. Dann gibt es auch Stimmen, die uns aufhalten wollen..  Welchen folgst du? Verankerst du auch dein Leben in der grundlegenden Liebe des Vaters? Text: P. Petr DombekSprecherin: Christina Wilkes

    • 3 Min.

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