Ruhepol – Folge 71: Warum wir unachtsam sind Wenn Achtsamkeit uns guttut, warum fällt sie uns dann oft so schwer? In dieser Folge von Ruhepol geht es um die Frage, warum unser Geist so selten im gegenwärtigen Moment bleibt. Wir sind häufig mit Vergangenem beschäftigt, sorgen uns um die Zukunft oder verlieren uns in Ablenkungen, Erwartungen und inneren Bewertungen. Unachtsamkeit ist dabei nicht einfach eine schlechte Angewohnheit. Sie hat kulturelle, psychologische und evolutionäre Ursachen. Unser Gehirn ist darauf ausgerichtet, vorauszudenken, Risiken zu erkennen, Probleme zu lösen und Erfahrungen einzuordnen. Diese Fähigkeiten helfen uns im Leben – können uns aber zugleich davon abhalten, wirklich präsent zu sein. In dieser Episode geht es unter anderem um: • warum unser Geist so oft abschweift • weshalb Multitasking echte Präsenz erschwert • die evolutionären Wurzeln unserer Unachtsamkeit • die drei inneren Haltungen Ablehnung, Verlangen und Ignoranz • warum wir Negatives oft stärker wahrnehmen als Positives • wie Achtsamkeit uns hilft, weniger automatisch zu reagieren • warum Achtsamkeit kein perfekter Zustand ist, sondern ein Entwicklungsweg • welche inneren Einstellungen Achtsamkeit fördern • die Bedeutung von Nicht-Urteilen, Geduld, Neugier, Vertrauen, Annehmen und Loslassen • wie Achtsamkeit Empathie, soziale Kompetenz und Mitgefühl stärken kann Am Ende der Folge erwartet dich eine geführte Mitgefühlsmeditation. Sie lädt dich dazu ein, deine Perspektive zu erweitern, dir selbst mit mehr Freundlichkeit zu begegnen und die gemeinsame Menschlichkeit mit anderen bewusster wahrzunehmen. Vielleicht ist Achtsamkeit gar nicht etwas, das wir neu lernen müssen. Vielleicht ist sie etwas, an das wir uns erinnern dürfen. Denn unter all den Gedanken, Sorgen, Erwartungen und Ablenkungen gibt es einen stillen Ort in uns. Einen Ort, der immer da ist. Genau hier. In diesem Atemzug. In diesem Augenblick. Buchtipps zur Folge 1. Jon Kabat-Zinn – Gesund durch Meditation Ein Grundlagenwerk zur Achtsamkeit und zur Mindfulness-Based Stress Reduction. Besonders passend, wenn du Achtsamkeit nicht nur spirituell, sondern auch alltagsnah und psychologisch fundiert verstehen möchtest. 2. Jon Kabat-Zinn – Im Alltag Ruhe finden Ein sehr zugängliches Buch darüber, wie Achtsamkeit mitten im normalen Leben praktiziert werden kann – nicht erst im Rückzug, sondern gerade im Alltag. 3. Thich Nhat Hanh – Das Wunder der Achtsamkeit Ein poetisches und zugleich praktisches Buch über bewusstes Atmen, gegenwärtiges Leben und die stille Kraft kleiner achtsamer Momente. 4. Jack Kornfield – Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens Ein warmherziges Buch über Meditation, Mitgefühl, innere Freiheit und den Umgang mit schwierigen Gefühlen. 5. Pema Chödrön – Wenn alles zusammenbricht Ein kluges und tröstliches Buch darüber, wie wir mit Unsicherheit, Schmerz und innerer Unruhe achtsam umgehen können. 6. Kristin Neff – Selbstmitgefühl Sehr passend zur Mitgefühlsmeditation dieser Folge. Das Buch zeigt, warum Selbstmitgefühl kein Egoismus ist, sondern eine wichtige Grundlage für emotionale Stabilität und innere Freundlichkeit. 7. Rick Hanson – Das Gehirn eines Buddha Eine spannende Verbindung aus Neurowissenschaft, Achtsamkeit und innerer Entwicklung. Besonders interessant, wenn du verstehen möchtest, wie Gedanken, Gewohnheiten und Aufmerksamkeit unser Gehirn prägen. 8. Ronald D. Siegel – Der Achtsamkeits-Code Ein praxisnahes Buch über Achtsamkeit im Umgang mit Stress, Ängsten, Gefühlen und innerer Unruhe. Ruhepol hören Den Podcast Ruhepol findest du auf allen gängigen Podcast-Plattformen, unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Amazon Music, Audible und Podimo. Weitere Informationen zu meinen Büchern, Blogbeiträgen, Podcastfolgen, Reiseprojekten und aktuellen Angeboten findest du auf: www.keepinmind.online Danke, dass du heute bei Ruhepol dabei warst.