
Social Media – Chance oder Risiko? Interview mit Patrick Klingberg [15]
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Patrick Klingberg
(Digitaler Architekt)
- Linked in Patrick Klingberg
„Social Media macht abhängig – aber wie viel Kontrolle habt ihr wirklich?“ Viele Unternehmer:innen und Selbstständige setzen alles auf Social Media – doch was, wenn die Plattformen plötzlich ihre Spielregeln ändern? Oder euer Account gesperrt wird? In dieser provokanten und ehrlichen Podcastfolge spreche ich mit Patrick Klingberg, der nicht nur als Dozent und Berater alles über Social Media weiß, sondern auch warnt: „Macht euch nicht abhängig von Social Media!“
Warum Social Media kein Zuhause ist
Wer sein ganzes Marketing auf Instagram, LinkedIn oder TikTok aufbaut, baut auf fremdem Boden. Plattformen können über Nacht Regeln ändern, Accounts sperren – oder an Bedeutung verlieren. Ein zentraler Punkt: Unternehmen haben keine Kontrolle über die Plattformen. Inhalte können verschwinden, Communitys verpuffen. Deshalb: Social Media ja – aber nicht ausschließlich.
Der unterschätzte Aufwand von Social Media
Social Media ist längst kein Nebenbei-Kanal mehr. Patrick Klingberg rechnet vor: Wer eine Plattform ernsthaft bespielen will, braucht mindestens eine halbe bis ganze Stelle – nur für Content, Community und Monitoring. Die Realität sieht oft anders aus: Social Media wird nebenbei gemacht – ohne Plan, ohne Strategie. Kein Wunder, dass dann der Frust wächst. Besonders gefährlich: Viele Unternehmen vergessen, dass Zeit auch Geld ist.
Interaktion ist wichtiger ist als Reichweite
Ein viraler Post ist kein Beweis für Marketing-Erfolg. Likes zahlen keine Rechnungen. Patrick empfiehlt: Weniger posten, mehr interagieren. „40 % der Social Media Zeit sollten für Community Management eingeplant werden“, sagt er. Denn echte Beziehungen bringen langfristig mehr Sichtbarkeit – und bessere Kundenbindung.
Blog statt Shiny Post: Strategisch sichtbar werden
Patrick und ich sprechen darüber, dass etwas Eigenes fürs Marketing besser ist. Denn: Wer keine eigenen Kanäle hat – wie Website, Blog oder Newsletter – macht sich abhängig. Der bessere Weg: Die Inhalte gehören dir, sind auffindbar und langfristig sichtbar. Statt sich von TikTok-Trends oder Instagram-Reels treiben zu lassen, empfiehlt er nachhaltige Kommunikation: Fokus auf Suchmaschinenoptimierung, hilfreiche Inhalte und E-Mail-Marketing.
Wie Unternehmen unabhängig werden
- Eigene Kanäle wie Website und Newsletter aufbauen
- Social Media als Ergänzung – nicht als Grundlage
- Relevante Inhalte statt viraler Gags
- Community Management statt Content-Feuerwerk
- Ressourcen realistisch planen: Mindestens 1 Plattform = 1 Stelle
Social Media braucht Haltung – und einen Plan
Ein weiterer Aspekt: Werte und Authentizität. Wer polarisiert, braucht Rückhalt. Wer postet, sollte bereit sein für Dialog. Und wer sich zeigen will, braucht Support vom Team. Corporate Influencing ist kein „Nebenbei-Thema“ – sondern ein strategischer Prozess.
Du bist neu bei Besser als Marketing? Willkommen. Ich bin Heide Haruyo Merkel – ausgebildete Journalistin, Referentin und Prokuristin bei der bionic3 GmbH. Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung unterstütze ich Unternehmer:innen und Selbstständige, durch Strategische PR und Business Storytelling sichtbar zu werden – ganz ohne Social-Media-Stress.
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LinkedIn, TikTok & Co: Plattformwahl mit Köpfchen
Generell ist es hilfreich, sich nicht auf alle Kanäle zu stürzen. Eine Plattform richtig nutzen – das bringt mehr als zehn halbherzige Auftritte. Wichtig: Jede Plattform hat eigene Regeln, Zielgruppen und Chancen. Nur wer die Spielregeln kennt, kann sie klug nutzen.
Strategie schlägt Algorithmus
Social Media funktioniert – aber nur, wenn es durchdacht ist. Wer nachhaltig sichtbar werden will, braucht eigene Kanäle, klare Ziele und genug Ressourcen. Und: Man sollte wissen, wann es besser ist, loszulassen. Manchmal ist es klüger, einen toten Kanal zu schließen, als krampfhaft daran festzuhalten.
Das Interview im Wirtschaftsmagazin connect
Eine kompakte Version dieses Interviews erscheint außerdem in der connect, dem Wirtschaftsmagazin der IHK Pfalz Im April 2025. Ich werde das PDF im Blog hochladen- melde dich bei meinem Newsletter an und halte dich auf dem Laufenden.
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Alle Interview-Folgen zum Thema Corporate Influencing
- Corporate Influencing mit Jürgen Schmitt, Deutsche Bank [10]
- Corporate Influencer & Employer Branding [11]
- Corporate Influencer + Social Media Recht: Was Unternehmen beachten müssen [12]
- Corporate Influencer + Fachkräftemangel in der regionalen Wirtschaft [13]
- Corporate Influencer: Freiheit ist der Erfolgsschlüssel [14]
- Social Media: Typische Fehler [15]
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Informationen
- Sendung
- HäufigkeitMonatlich
- Veröffentlicht27. März 2025 um 07:26 UTC
- Länge1 Std. 9 Min.
- Folge15
- BewertungUnbedenklich