Stadtgespräch Chemnitz

Lars Fassmann

Chemnitzer Stadtentwicklung zum Mitdenken

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  1. Sein Erbe spüren wir noch heute — Carl Hahn, die abgelehnte Schule und die Stadt ohne Ziele

    vor 2 Tagen

    Sein Erbe spüren wir noch heute — Carl Hahn, die abgelehnte Schule und die Stadt ohne Ziele

    Chemnitz feiert den 100. Geburtstag seines Ehrenbürgers Carl Hahn: mit Rathaus-Ausstellung, Oldtimer-Parade, einem neuen Garten und großen Worten. Ein neues Dossier hat dieses Jubiläum an den Akten gemessen. Katja und Jonas sprechen über das Ergebnis: eine Ehrung, der nicht nur das Belastende fehlt, sondern auch das Beste. In dieser Folge:  Der Manager: Käfer in Amerika, die Erfindung der Marke Audi, China — und der Handschlag vom Advent 1989 in Karl-Marx-Stadt, aus dem Volkswagen Sachsen wurdeDer Vater: die NSDAP-Mitgliederkarte aus dem US-Nationalarchiv, das Eintrittsdatum 1. Mai 1933 — und warum es die Datierung der Familienerzählung widerlegtDie Auto Union im Krieg: Zwangsarbeit, KZ-Außenlager, das Untertageprojekt Leitmeritz — und die Studie, die ausgerechnet der Sohn drei Jahrzehnte vor Audi zum Standard machteDie Anekdote für die nächste Party: Warum der Mitgründer der Auto Union auch der Erfinder von o.b. ist — und warum seine Biografie überall bei Null beginntDie Villa Franck: vier Jahre Mieter der jüdischen Eigentümer, dann der „Verkauf" vom 16. Dezember 1938 an den Konzern — dokumentiert in Jürgen Nitsches Monografie „Venus – Goldfisch – Juvena" 2017: die entfernte Gedenkplatte für den Vater — und der Maßstab, den die Stadt damals selbst gesetzt hatDie Ausstellung 2026: sechs Tafeln, auf denen Zwangsarbeit nicht vorkommt, die Motorenkooperation aber auch nicht.Die abgelehnte Schule: Wie der damalige Kämmerer Sven Schulze 2018 das Schulprojekt mit Hahns Namen beerdigte, was die Akten über den zweiten, am Land gescheiterten Anlauf verraten — und warum derselbe Schulze 2023 als Oberbürgermeister sagte: „Sein Erbe spüren wir noch heute."Keine Sippenhaft, keine Verschwörungstheorie — eine Aktenrecherche über Erinnerung, Aufmerksamkeit und eine Stadt, die nur rechnen kann.  Das vollständige Dossier mit allen 98 Fußnoten: https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-09-sein-erbe-spueren-wir-noch-heute/

    39 Min.
  2. Zweiundsiebzig Züge — 90 Jahre leere Versprechungen zur Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig

    vor 3 Tagen

    Zweiundsiebzig Züge — 90 Jahre leere Versprechungen zur Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig

    Die aktuell geplante Sparvariante für die Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig sieht ungefähr die Zugzahl vor, die 1925 schon einmal erreicht war, allerdings ohne Kapazität für Güterverkehr und ohne echte Fernverkehrsperspektive. Für den Vollausbau mit durchgehender Zweigleisigkeit und Elektrifizierung müsste rund ein Drittel mehr investiert werden, doch der Bund hat hart gedeckelt und niemand fordert nach. Einer Metropolregion, die Industrieregion bleiben will, ist das nicht angemessen. Der Chemnitzer Oberbürgermeister zeigt sich trotzdem zufrieden; kritische Verbände wurden zur Vorstellung der Studie nicht mehr eingeladen. Der Podcast erzählt den 200-jährigen Kampf um diese Strecke und einen neuen Höhepunkt in einer 90-jährigen Reihe leerer Versprechungen. Katja und Jonas gehen durch das Dossier „Zweiundsiebzig Züge" von Lars Fassmann: das ehrliche Nein des Königreichs und die Viadukte, die trotzdem kamen. Das zweite Gleis, das 1946 gen Osten verschwand. Ein ICE namens „Richard Hartmann", abgestellt, obwohl er wieder fahren durfte. Der Elektrifizierungsbeschluss von 1933 — einstimmig, bis heute unerfüllt. „Jetzt kann nichts mehr schiefgehen" (2020) und was daraus wurde. Vier Bedingungen des Oberbürgermeisters im Januar, die im Juni „Träume und Wünsche" heißen. Und ein früherer Bahn-Politiker, der die Streichung seines Herzensprojekts heute „praktikabel" nennt — als Manager der Bahn. Langfassung unter https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-08-zweiundsiebzig-zuege/

    33 Min.
  3. Ein Auto ist auch nur ein Roboter

    vor 6 Tagen

    Ein Auto ist auch nur ein Roboter

    Warum die Autowerke verschwinden – und was Sachsen stattdessen bauen kann Steht die sächsische Autoindustrie vor dem unausweichlichen Fall? Und was kann die Region stattdessen bauen? In dieser Episode blicken wir tief in Lars Fassmanns brisantes Dossier „Ein Auto ist auch nur ein Roboter“. Wir diskutieren, warum der Stellenabbau in Werken wie Zwickau nicht aufzuhalten ist – getrieben durch die Verlagerung der Produktion an billigere Standorte und ein verändertes, urbanes Mobilitätsverhalten, bei dem Flotten und geteilte Fahrzeuge den privaten Autobesitz zunehmend ablösen. Doch statt diese Entwicklung mit Subventionen künstlich zu verlangsamen, sieht Fassmann darin eine enorme Chance: Die bestehenden Hallen und die hochqualifizierten Fachkräfte im Karosserie- und Maschinenbau sind das ideale Startkapital für das nächste große Ding – die Robotik und das autonome Fahren. Kritisch beleuchten wir das Versagen der aktuellen Förderpolitik in Südwestsachsen. Warum fließen zweistellige Millionenbeträge in konventionelle Wasserstoffnetze, während hochinnovative Chemnitzer Startups für autonomes Fahren mangels öffentlichem Kapital ausverkauft werden? Die Lösung liegt laut Fassmann in einem massiven Paradigmenwechsel: Der Staat muss aufhören, nur Fördermittel für Projektberichte zu verteilen, und stattdessen als mutiger erster Kunde auftreten. Wir werfen einen Blick auf sein gefordertes Milliardenprogramm, bei dem die öffentliche Hand echte Innovationen durch Beschaffung erzwingt – etwa indem Verkehrsbetriebe autonome Shuttles beauftragen oder Bauhöfe spezialisierte Roboter einkaufen. Hör jetzt rein und erfahre, wie aus der Krise der Autoindustrie ein weltweit führendes Robotik-Zentrum entstehen kann! Zum kompletten Dossier https://larsfassmann.de/2026/07/2026-07-05-ein-auto-ist-auch-nur-ein-roboter/

    22 Min.
  4. Chemnitzer Wärmeplan - Wer verliert und wer gewinnt

    15. Mai

    Chemnitzer Wärmeplan - Wer verliert und wer gewinnt

    Herzlich willkommen beim Stadtgespräch Chemnitz! In dieser Folge widmen wir uns einem Thema, das fast jede Chemnitzerin und jeden Chemnitzer spätestens mit der Nebenkostenabrechnung im Jahr 2025 schmerzhaft erreicht hat: die drastische Kostenerhöhung der Heizkosten. Grundlage unserer heutigen Diskussion ist das umfassende Dossier von Lars Fassmann zum "Chemnitzer Wärmeplan", über den der Stadtrat am 27. Mai 2026 abstimmen soll. Fassmann hat diese detaillierte Analyse geschrieben, um Stadträte und interessierte Bürger mit harten Fakten aufzuklären. Wir zeigen auf, warum der vorliegende Entwurf laut Kritikern eigentlich ein reiner "Wärmeerzeugungsplan" ist und warum das enorme Einsparpotenzial durch Gebäudedämmung darin systematisch kleingehalten wird. Der Preisschock: Wir beleuchten die Hintergründe der rund 80-prozentigen Preiserhöhung der eins energie und klären, wieso Mieter die volle Härte dieser unternehmerischen Entscheidung oft erst Monate später auf dem Papier sahen. Die Todesspirale der Fernwärme: Was passiert, wenn Hauseigentümer, die es sich leisten können, auf deutlich günstigere Wärmepumpen umsteigen? Die hohen Fixkosten und der immense Wärmeverlust im Netz von durchgängig rund 20 Prozent (bzw. einem Fünftel) müssen dann auf immer weniger Schultern verteilt werden. Besonders hart trifft diese Spirale Menschen, die zur Miete im Plattenbau wohnen. Clevere Alternativen: Wir besprechen dezentrale Auswege, wie etwa den punktuellen Einsatz von Infrarot-Heizplatten oder versteckten Heizfolien, die in Kombination mit dynamischen Stromtarifen bares Geld sparen können. Gewinner und Verlierer: Wir blicken darauf, wohin die Millionengewinne aus dem Chemnitzer Wärmegeschäft fließen und wie ein erheblicher Teil davon an westdeutsche Anteilseigner abfließt, anstatt die regionale Wertschöpfung zu stärken. Hört rein und erfahrt, was diese weitreichenden politischen und wirtschaftlichen Weichenstellungen für euren Geldbeutel und die Zukunft von Chemnitz bedeuten! Den vollständigen Text könnt ihr hier lesen

    22 Min.
  5. Operation am offenen Konzern - Klinikum Chemnitz

    12. Mai

    Operation am offenen Konzern - Klinikum Chemnitz

    In dieser Episode werfen wir einen tiefen, prüferischen Blick in die Akten des drittgrößten kommunalen Krankenhauses in Deutschland. Wir decken auf, dass das Klinikum bereits seit 2021 tief in den roten Zahlen steckt und vier Jahre in Folge operative Verluste in zweistelliger Millionenhöhe schrieb (unter anderem -20,9 Millionen Euro im Jahr 2021). Diese strukturelle Schieflage wurde jahrelang nur durch Corona-Hilfen und andere Sondereffekte verschleiert. In dieser Folge beantworten wir die brennendsten Fragen zur Krise: Das Versagen der Kontrollinstanzen: Warum wussten der Chemnitzer Stadtrat und die Bürgermeister durch eine interne Anfrage schon im August 2023 von der dramatischen Schieflage, ohne dass öffentlich gehandelt wurde? Das Schweigen der Lokalpresse: Warum hat die Freie Presse, die auflagenstärkste Zeitung der Region, die alarmierenden Bilanzdaten ignoriert und stattdessen jahrelang unkritische PR-Meldungen abgedruckt? Der "Aufstand der Töchter": Wie die Beschäftigten und die Gewerkschaft ver.di schon seit 2021 vor den Folgen der Tarifflucht, der Zwei-Klassen-Gesellschaft im Konzern und der prekären Personalsituation warnten – lange bevor das Management die Krise eingestand. Die fragwürdige "Praxiswelt"-Investition: Was steckt wirklich hinter der 22,3-Millionen-Euro-Investition in die ambulante „Praxiswelt“ im Simmel-Bau? Wir beleuchten, warum dieses Projekt keine echte Erweiterung, sondern ein riskantes Konzentrationsprojekt in einer fremden Immobilie ist, dessen Kosten nun die Bilanzen belasten. Das Chemnitzer Bau-Muster: Wir ordnen die Praxiswelt in ein wiederkehrendes, riskantes städtisches Vergabe-Muster ein: „Anmiet-statt-Bau“ bei vermögenden Privatinvestoren (wie schon beim Technischen Rathaus, der Hartmannfabrik und der Galeria Kaufhof). Ein spannender Polit-Krimi über kommunale Verantwortungslosigkeit, gefährliche Immobilien-Deals und die Zukunft der medizinischen Maximalversorgung für rund 600.000 Menschen in Südwestsachsen.

    25 Min.
  6. Eine Stadt, 220 Millionen Euro, kein Beteiligungsprozess

    11. Mai

    Eine Stadt, 220 Millionen Euro, kein Beteiligungsprozess

    Herzlich willkommen beim Stadtgespräch Chemnitz! In dieser Episode beleuchten wir eine der weitreichendsten Investitionsentscheidungen der Stadt: Chemnitz erhält aus dem Bundes-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ein Gesamtbudget von rund 220 Millionen Euro (inklusive Eigenanteilen).Doch anstatt diese historische Chance für echte Klimaneutralität zu nutzen – etwa durch Solaranlagen auf 300 städtischen Dächern, Entsiegelungen oder die energetische Sanierung von Schulen – plant die Verwaltung, rund 87 Prozent der Mittel in wenige Großprojekte zu lenken. Besonders brisant: Dieses gewaltige Paket, das doppelt so hoch ist wie der Etat der Kulturhauptstadt, wird in nur 75 Tagen Vorlaufzeit und gänzlich ohne öffentliche Bürgerbeteiligung durchgepeitscht.Basierend auf dem fundierten Dossier von Lars Fassmann analysieren wir in dieser Folge die wahren Gründe für diese Fehlsteuerung. Wir werfen einen Blick auf die strukturelle Überlastung der Chemnitzer Bauverwaltung, die durch extremen Personalmangel in der sogenannten "Substitutionsfalle" steckt. Weil das Personal für den nachhaltigen Werterhalt fehlt, explodieren die laufenden Bewirtschaftungs- und Reinigungskosten. Gibt es einen Ausweg, um das Millionenbudget zu retten? Wir diskutieren Fassmanns konkreten Lösungsvorschlag: Eine Tranchen-Lösung mit Strukturreform-Bindung. Dabei würden die Gelder nur schrittweise freigegeben – strikt gekoppelt an dringend notwendige Verwaltungsreformen, neue Personalpläne und eine Überarbeitung der kommunalen Wärmeplanung.Hört rein und erfahrt, warum Chemnitz genau jetzt eine Strukturreform braucht, um die Zukunft der Stadt nachhaltig zu gestalten! Der vollständige Artikel mit allen Fakten hier https://larsfassmann.de/2026/05/2026-05-10-eine-stadt-220-millionen-euro-kein-beteiligungsprozess/

    22 Min.
  7. Wo steht das Schauspielhaus in Zukunft?

    5. Mai

    Wo steht das Schauspielhaus in Zukunft?

    In dieser Episode von "Stadtgespräch Chemnitz" widmen wir uns der brisanten und richtungsweisenden Debatte um die Zukunft des Chemnitzer Schauspielhauses kurz vor der entscheidenden Stadtratssitzung im Mai 2026.Die Stadtverwaltung drängt auf einen Theaterneubau im Altchemnitzer "Spinnbau", in den zwischen 33 und 56 Millionen Euro aus Bundesmitteln fließen sollen. Doch das vorliegende Dossier von Lars Fassmann warnt eindringlich vor dieser "Einbahnstraße". Wir diskutieren, warum die kostengünstigere Alternative – eine niedrigschwellige Brandschutzertüchtigung des historischen Standorts an der Zieschestraße für etwa 4 bis 6,5 Millionen Euro – in der Diskussion vernachlässigt wird. Dabei ist das alte Haus nicht nur baulich erhaltenswert, sondern als wichtiger Versammlungsort der Friedlichen Revolution von 1989 im damaligen Karl-Marx-Stadt auch historisch enorm bedeutsam.Zudem werfen wir einen kritischen Blick auf das Industriegebiet Altchemnitz: Obwohl der Stadtrat bereits 2018 ein Strukturkonzept zur Wiederbelebung des Quartiers beschlossen hat, herrscht dort seit acht Jahren Stillstand. Wichtige Strukturmaßnahmen wie eine Fuß- und Radwegebrücke zum TU-Campus fehlen bis heute. Ist der geplante Theaterneubau also nur ein Komfortprojekt und das Resultat von städtischer "Verwaltungs-Bequemlichkeit", anstatt nachhaltiger Stadtentwicklung? Hör rein, wenn wir die Fakten, juristischen Fallstricke und echten Alternativen für Chemnitz analysieren!

    17 Min.

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