die reine Lehre

erdebene | Jochen Schumacher

Menschen, Technik, Emotionen

Episodes

  1. 14/08/2016

    Onkel Karl

    Nur 25 Lebensjahre, davon sechs im Krieg. Zuvor zwei Jahre Arbeitsdienst und Wehrpflicht. Am Ende ein grausamer Tod. Nichts Ungewöhnliches, wenn man das Pech hatte, 1920 in Europa zur Welt zu kommen… Karl Friedrich Haring war Jochen Sauvants Großonkel. Er hat seinen Weg nachgezeichnet – sich in die geerbten Briefe und Fotos vertieft, Zeitzeugen befragt, in langen Nächten die Literatur und das Internet durchforstet. Schon ein oberflächlicher Blick auf dieses Leben, ein kurzes Überfliegen der Briefe machten klar: Karl war kein oppositioneller Geist oder gar Widerstandskämpfer, ebenso wenig hat er den nationalsozialistischen Herren als Vorreiter oder Scherge gedient. Die Stationen seines kurzen Weges liegen offen zutage: Kindheit, Schule, auch Hitlerjugend, Reichsarbeitsdienst, Wehrmacht, Medizinstudium, Festung Breslau, Gefangenschaft, Tod. Wie gesagt, nichts Ungewöhnliches, Karl war ein Kind seiner Zeit. Und gerade deshalb ist sein Leben für uns heute so interessant und wichtig. „Wie hätte ich damals…?“ Wer hat sich diese Frage noch nicht gestellt, angesichts der Schuld, anlässlich der Gedenktage, unter dem Eindruck der Bilder? Jochen Sauvants biographischer Roman „Onkel Karl“ liefert keine Antwort auf diese Frage. Aber er zieht uns hinein in den Strudel einer Zeit, deren Folgen noch heute allgegenwärtig sind. Und er lässt uns ahnen, wie unsere Großeltern so wurden, wie sie waren… Im Gespräch mit dem Musiker, Autor und Berufssoldaten Jochen Sauvant tauche ich ein in das damalige Zeitgeschehen, die Lebensrealität, die umfangreichen Recherchen und das Entstehen eines ungewöhnlichen Romans.

    1h 39m
  2. 26/01/2015

    CFWS - Cubic Fire Water Stopper

    Lagerfeuer, achtlos weggeworfene Zigarette oder selten Blitzschlag: Für Waldbrände gibt es viele Ursachen. Insbesondere in den trockenen Regionen der Erde gibt es große, verheerende Waldbrände, die sich rasant schnell auf Gras, Gebüsch, Unterholz und Bäume ausbreiten. Die einen legen „kontrollierte" Feuer und schlagen breite Schneisen in den Wald, um unkontrollierbaren Feuerwalzen vorzubeugen. Die anderen setzen auf Hightech-Brandbekämpfung, menschliche Firefighter und Piloten, die tollkühn in die turbulenten Zonen über den Brandherd fliegen, um das Löschmittel, meist Wasser, abzuwerfen. Wo Waldbrände zum bedrohlichen Problem werden, wird auch die Brandbekämpfung aus der Luft zum Problem. Wenn überhaupt Wasser verfügbar ist, reichen die Wasserflächen selten aus, um den schweren nachgetankten Maschinen ausreichend Raum zum Beschleunigen und Abheben zu bieten. Die Distanzen zum Brand werden groß. Die Brandbekämpfung wird enorm erschwert. Zudem ist die Anzahl geeigneter Löschflugzeuge auf diesem Planeten mehr als überschaubar. „Wo ein Problem ist, findet sich auch eine Lösung“ dachte sich Schlossermeister und Erfinder Herbert Schmidt aus Oberhausen. Sein Cubic Water Fire Stopper, kurz CWFS löst gleich mehrere Probleme der Waldbrandbekämpfung aus der Luft. Die Anzahl verfügbaren Löschgeräts wird vervielfacht, weil nun jeder Hubschrauber und jedes Transportflugzeug mit Heckklappe dank CWFS zur Waldbrandbekämpfung geeignet ist. Straßen, Pisten und Landeplätze können zur Aufnahme von Löschwasser genutzt werden. Das Löschwasser stammt aus der örtlichen Wasserversorgung oder wird notfalls mit terrestrischer Logistik angeliefert. Die deutlich gestiegene Löschhöhe reduziert die Gefahren für Pilot und Maschine. Herbert Schmidt erläutert Jochen Schumacher, wie man mit Wasser gefüllte IBC (Intermediate Bulk Container) aus dem Flugobjekt wirft, zur Detonation bringt und Waldbrände wirksam bekämpft.

    1h 56m

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