Ronen Steinke

Der Jurist und Journalist Ronen Steinke diskutiert mit Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft die großen Fragen unserer Zeit. Was bedeuten die aktuellen Debatten und Konflikte für die Demokratie, den Rechtsstaat und unsere Grundrechte? Und was ist gerecht? Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge. Die erste Folge ist kostenlos, alle weiteren können Sie mit SZ Plus in der weißen SZ-App, auf www.sz.de/gerecht und auf Spotify und Apple hören.

  1. 27 Aug

    Die Krise linker Politik. Mit Hubert Wetzel

    Wo der soziale Abstieg droht, da wählen die Menschen nicht solidarischer, sondern egoistischer – und vor allem suchen sie nach Anführern, die ihnen etwas Verlorengegangenes zurückgeben: ein Gefühl von Stolz. So sehr die Progressiven, „Woken“ dann auch richtig liegen mit ihrer Analyse gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten, mit ihrem Kampf gegen die Benachteiligung von Frauen beispielsweise oder mit ihrem Einsatz für mehr Chancen für Menschen mit Migrationsgeschichte – bei Absteigern kommt stattdessen oft die Botschaft an: Wir nehmen euch noch mehr Besitzstände weg – und verteilen sie an die bisher Zukurzgekommenen. Wie könnte ein Ausweg aus dieser kommunikativen Sackgasse aussehen? In dieser Folge von „Ist das gerecht?“ ist SZ-Redakteur Hubert Wetzel bei Ronen Steinke zu Gast. Hubert Wetzel war in der ersten Amtszeit von Donald Trump als Korrespondent für die SZ in Washington. Er hat Reportagen über US-Staaten geschrieben, die stark vom Industrieabstieg betroffen sind. Heute ist er in Brüssel und berichtet von dort über die europäische Politik – und beobachtet sowohl die italienische rechtspopulistische Regierungschefin Giorgia Meloni als auch die Entwicklungen in Frankreich. Die beiden diskutieren darüber, was es für Alltagssituationen sind, die Menschen zu den Rechtspopulisten hintreiben und was Rechtspopulisten einer Gesellschaft anbieten, womit nicht auch die Sozialdemokraten aufwarten könnten. Und was dagegen helfen könnte. Host: Ronen Steinke Redaktion: Annabell Burkhardt Produktion: Carolin Lenk _Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik._

    Die Krise linker Politik. Mit Hubert Wetzel
  2. 2 Jul • SZ Plus Only

    „Das soll kein Mensch sehen“

    Im Frühjahr 2024 sind die Tierrechtsaktivisten Anna Schubert und Hendrik Hassel in einen Schlachthof in Niedersachsen eingedrungen. Sie haben dort Kameras installiert und heimlich gefilmt, wie Schweine mit CO2 betäubt werden. Die Videos zeigen wie Schweine quieken, sie drücken sich mit aller Kraft gegen Gitterstäbe - bis sie betäubt in einen Schacht fallen. Das ist eine legale und gängige, wenn auch umstrittene Schlachtmethode. Auch im Tierschutzbericht der Bundesregierung wurde sie vor Jahren kritisch beleuchtet. Die Aktivisten hatten die Aufnahmen online gestellt. Daraufhin reichte der Geschäftsführer des Schlachthofs Klage ein. Er argumentiert, dass die Aufnahmen den Ruf seines Hofes beschädigt hätten. Für die Verbreitung der Aufnahmen wurden sie vom Oberlandesgericht Oldenburg verurteilt. Zweifel, dass die Videos echt sind, hatte das Gericht nicht. Die öffentliche Diskussion über Massentierhaltung und Schlachtmethoden sei zulässig und wichtig. Da die Methode des Schlachthofs nicht gegen geltende Rechte verstoße, müsse dies grundsätzlich hingenommen werden - so die Argumentation. Die Tierschützer sollen einen noch nicht bezifferten Schadensersatz bezahlen. Parallel läuft ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs. In dieser Folge von „Ist das gerecht“ spricht Ronen Steinke mit Anna Schubert, die hauptberuflich für die Organisation „Animal Rights Watch“ tätig ist. Sie erzählt, wie die Aktivisten bei solchen Aktionen vorgehen und wie sie auf das Gerichtsverfahren blickt. Und sie erklärt, wieso es aus ihrer Sicht keine „milde“ Methode gibt, um Tiere zu töten. Es geht auch um die Fragen: Haben wir ein Recht darauf, die Augen davor zu verschließen, wie Tiere in diesem Land geschlachtet werden? Ist es nicht begrüßenswert, wenn Tierschützer öffentliche Transparenz herstellen und Videos verbreiten, die der Schlachthof selbst nicht veröffentlichen würde? Jeden zweiten Freitag erscheint eine Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören [auf SZ.de](https://www.sueddeutsche.de/thema/Ist_das_gerecht%3F) oder auf Spotify. Moderation, Redaktion: Ronen Steinke Redaktionelle Betreuung: Annabell Burkhardt, Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Bildrechte Cover: Ludwig Nikulski _Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik._

    „Das soll kein Mensch sehen“
  3. 18 Jun • SZ Plus Only

    „Wir sollten mehr aushalten als Max Mustermann“

    Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang hat sich dafür ausgesprochen, den Paragrafen zur Politikerbeleidigung abzuschaffen. Die „Ferne von Politik und Bürgern“ sei ein wachsendes Problem. Politiker wie sie selbst, so Lang, sollten nicht alles aushalten müssen, insbesondere keine Gewalt. „Aber wir sollten mehr aushalten als Max Mustermann, und vor allem sollten wir nicht mehr geschützt sein, als es normale Bürgerinnen und Bürger sind“. Die Entscheidung des Bundestags im Jahr 2021, die Beleidigung von „Personen des politischen Lebens“ nach dem Paragrafen 188 des Strafgesetzbuchs schärfer zu ahnden als die Beleidigung gewöhnlicher Personen, sei rückblickend „ein Fehler gewesen“, sagt die ehemalige Grünen-Vorsitzende im Podcast „Ist das gerecht?“ der Süddeutschen Zeitung. Ricarda Lang ist damit die erste bedeutende Stimme aus der linken Hälfte des Parteienspektrums, die sich dieser politischen Forderung anschließt. Bislang war die Forderung hauptsächlich vonseiten der Union, der FDP und der AfD erhoben worden. Jeden zweiten Freitag erscheint eine Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören https://www.sueddeutsche.de/thema/Ist_das_gerecht%3F oder auf Spotify. Moderation, Redaktion: Ronen Steinke Redaktionelle Betreuung: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Bildrechte Cover: Friedrich Bungert _Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik._

    „Wir sollten mehr aushalten als Max Mustermann“
  4. 4 Jun • SZ Plus Only

    „Problematische Vorstellung von Sexualität“

    Wann immer Fälle von sexueller Belästigung oder sexualisierter Gewalt öffentlich werden, wird in der öffentlichen Debatte der Wunsch nach strengeren Verboten laut. Es gibt genug Beispiele, die zeigen, dass die Politik diesem Ruf häufig nachkommt: Vergewaltigung und sexuelle Belästigung wurden vor einigen Jahren als Tatbestand verschärft. Es gibt neue Regeln dafür, wann man anderen Menschen Nacktfotos von sich selbst schicken darf oder dafür, was passiert, wenn man Nacktfotos zugeschickt bekommt und sie abspeichert. Dieser gesetzliche Trend hat einen Grund: Das Recht hängt dem gesellschaftlichen Bewusstsein häufig hinterher. Wie groß die Verletzungen sind, die sexuelle Belästigung verursachen kann, kommt in der juristischen Welt erst nach und nach an. In dieser Folge von „Ist das gerecht“ spricht Ronen Steinke, SZ-Redakteur und Jurist, deshalb mit Leonie Steinl, die als Jura-Professorin gerade frisch von der Universität Münster nach Leipzig gewechselt ist. Im Podcast erklärt sie, wo das deutsche Sexualstrafrecht angemessen auf sexualisierte Gewalt reagiert – und wo es noch Lücken gibt. Und sie spricht darüber, warum sie eine Verschärfung des Gesetzes nicht immer für hilfreich hält. Jeden zweiten Freitag erscheint eine Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify. Moderation, Redaktion: Ronen Steinke Redaktionelle Betreuung: Ann-Marlen Hoolt Produktion: Julia Ongyerth Bildrechte Cover: Kalle Kröger Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.

    „Problematische Vorstellung von Sexualität“

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Der Jurist und Journalist Ronen Steinke diskutiert mit Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft die großen Fragen unserer Zeit. Was bedeuten die aktuellen Debatten und Konflikte für die Demokratie, den Rechtsstaat und unsere Grundrechte? Und was ist gerecht? Jeden zweiten Freitag erscheint eine neue Folge. Die erste Folge ist kostenlos, alle weiteren können Sie mit SZ Plus in der weißen SZ-App, auf www.sz.de/gerecht und auf Spotify und Apple hören.

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