Edle Federn – Der Literatur-Podcast mit Juli Zeh

Das Autorengespräch von und mit Juli Zeh: Jeden Monat interviewt die Schriftstellerin einen Gast aus der Welt der Literatur und unterhält sich mit ihm über Geschichten und Sprache, über das Schreiben und Erzählen. Immer am letzten Sonntag im Monat. Ein Podcast von The Pioneer. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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  1. 6 sept • Solo con suscripción

    Juli Zeh spricht mit Hannah Häffner über „Die Riesinnen“

    The Pioneer Literatur-Podcast Edle Federn. In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Schriftstellerin Hannah Häffner über ihren Roman Die Riesinnen. Eine Familiengeschichte über drei Frauen aus drei Generationen, über Herkunft und Aufbruch, Zugehörigkeit und die Frage, wie sehr der Ort, an dem wir aufwachsen, bestimmt, wer wir sind. Das Buch können Sie hier im Pioneer Book-Shop bestellen. Liese, Cora und Eva leben in einem kleinen Dorf im Schwarzwald. Sie sind Großmutter, Mutter und Tochter. Drei Außenseiterinnen und auf ganz unterschiedliche Weise starke Frauen. Während die eine bleiben muss, will die andere unbedingt fort – und doch zeigt sich über die Generationen hinweg, dass man die eigene Herkunft nicht einfach hinter sich lassen kann. Gemeinsam sprechen Juli Zeh und Hannah Häffner über das Dorf als Ort der Enge und der Geborgenheit, über die besondere Verbindung zwischen Mensch und Landschaft und darüber, warum Weggehen nicht immer Freiheit und Zurückkehren nicht zwangsläufig Scheitern bedeutet. Es geht auch um Emanzipation, um Mutterschaft, Liebe und die Kraft, die Menschen einander geben können, ohne sich gegenseitig festzuhalten.  Juli Zeh sagt über das Buch: „Bei den Riesinnen wurde mir gesagt: Du musst das lesen. Und jetzt sage ich es zu Ihnen: Sie müssen das lesen. Nicht nur, weil einem die drei Frauen aus den drei Generationen dermaßen ans Herz wachsen, dass man sie gar nicht mehr missen will, sondern vor allem auch, weil Die Riesinnen ein sprachliches Meisterwerk ist. Jeder einzelne von Hannahs Sätzen ist wie ein Zimmer voller Bilder. In jedem Satz will man stehen bleiben und sich in Ruhe umsehen und sich an den vielschichtigen Überraschungen erfreuen, die einen erwarten.“ Ein Gespräch über Heimat und Aufbruch, über Frauenleben und darüber, warum wir vielleicht gar nicht fortgehen müssen, um ein anderer Mensch werden zu können.

  2. 3 ago

    Juli Zeh spricht mit Karsten Dusse über „Filmriss auf Immenhof: Trippel. Trappel. Tot.”

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von Edle Federn spricht Juli Zeh mit Bestsellerautor Karsten Dusse über seinen neuen Roman „Filmriss auf dem Immenhof – Trippel. Trappel. Tot.“ Das Buch können Sie hier im Pioneer Book Shop bestellen. Was als Gespräch über einen Kultort deutscher Filmgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer ebenso unterhaltsamen wie tiefgründigen Unterhaltung über Sehnsucht, Kindheit, Literatur und die Frage, warum ausgerechnet der Immenhof bis heute eine so starke emotionale Anziehungskraft besitzt. Aus dem berühmten Sehnsuchtsort der Nachkriegsfilme wird bei Karsten Dusse ein Tatort: Seine Hauptfigur Sophia wacht nach einer rauschhaften Nacht mit einem Filmriss auf – und neben ihr liegt die abgetrennte Hand ihres Ex-Freundes. Ohne zu wissen, was geschehen ist, beginnt die Kriminalpsychologin gegen sich selbst zu ermitteln. Ausgehend von dieser ungewöhnlichen Krimi-Idee sprechen Juli Zeh und Karsten Dusse über den Zauber des echten Immenhofs, über das Schreiben aus eigener Erfahrung, glaubwürdige Figuren und die besondere Faszination von Sehnsuchtsorten. Dabei wird schnell klar, dass hinter dem Kriminalfall vor allem eine Geschichte über Selbstliebe, Resilienz und die Frage steckt, wie man lernt, den eigenen Weg zu gehen. Juli Zeh sagt über „Filmriss auf dem Immenhof – Trippel. Trappel. Tot.“: „Mich hat an diesem Roman besonders beeindruckt, dass hinter aller Spannung eine stille Entwicklung steckt: Eine Frau, die lernt, sich selbst anzunehmen. Vielleicht ist das die größte Sehnsucht, von der dieses Buch erzählt.“ Ein Gespräch über Literatur, Pferde, Kindheitserinnerungen, Kriminalpsychologie – und darüber, warum gute Kriminalromane oft von viel mehr erzählen als von einem Verbrechen. ID:{6LTosAnsUVZPTAxUhE5Vpm} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Juli Zeh spricht mit Karsten Dusse über „Filmriss auf Immenhof: Trippel. Trappel. Tot.”
  3. 2 ago • Solo con suscripción

    Juli Zeh spricht mit Karsten Dusse über „Filmriss auf Immenhof: Trippel. Trappel. Tot.”

    In dieser Folge von Edle Federn spricht Juli Zeh mit Bestsellerautor Karsten Dusse über seinen neuen Roman „Filmriss auf dem Immenhof – Trippel. Trappel. Tot.“ Was als Gespräch über einen Kultort deutscher Filmgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer ebenso unterhaltsamen wie tiefgründigen Unterhaltung über Sehnsucht, Kindheit, Literatur und die Frage, warum ausgerechnet der Immenhof bis heute eine so starke emotionale Anziehungskraft besitzt. Aus dem berühmten Sehnsuchtsort der Nachkriegsfilme wird bei Karsten Dusse ein Tatort: Seine Hauptfigur Sophia wacht nach einer rauschhaften Nacht mit einem Filmriss auf – und neben ihr liegt die abgetrennte Hand ihres Ex-Freundes. Ohne zu wissen, was geschehen ist, beginnt die Kriminalpsychologin gegen sich selbst zu ermitteln. Ausgehend von dieser ungewöhnlichen Krimi-Idee sprechen Juli Zeh und Karsten Dusse über den Zauber des echten Immenhofs, über das Schreiben aus eigener Erfahrung, glaubwürdige Figuren und die besondere Faszination von Sehnsuchtsorten. Dabei wird schnell klar, dass hinter dem Kriminalfall vor allem eine Geschichte über Selbstliebe, Resilienz und die Frage steckt, wie man lernt, den eigenen Weg zu gehen. Juli Zeh sagt über „Filmriss auf dem Immenhof – Trippel. Trappel. Tot.“: „Mich hat an diesem Roman besonders beeindruckt, dass hinter aller Spannung eine stille Entwicklung steckt: Eine Frau, die lernt, sich selbst anzunehmen. Vielleicht ist das die größte Sehnsucht, von der dieses Buch erzählt.“ Ein Gespräch über Literatur, Pferde, Kindheitserinnerungen, Kriminalpsychologie – und darüber, warum manche Orte uns näher zu uns selbst bringen als jede Reise.

  4. 6 jul

    Juli Zeh spricht mit Elisa Hoven über „Feine Risse“

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw Was macht einen Menschen zum Täter? Und kann das Recht Gerechtigkeit schaffen – oder nur den Versuch, sie wiederherzustellen? In dieser Folge von „Edle Federn” spricht Juli Zeh mit der Schriftstellerin, Strafrechtsprofessorin und Verfassungsrichterin Elisa Hoven über ihren neuen Roman „Feine Risse“. Das Buch können Sie hier im Pioneer Book Store bestellen. Wie schon in ihrem Erfolgsroman Dunkle Momente erzählt Hoven von realitätsnahen Kriminalfällen, doch sie interessiert sich nicht für einfache Urteile. Stattdessen richtet sie den Blick auf das, was Verbrechen vorausgeht: auf Lebensgeschichten, Zwänge und moralische Grauzonen. Gemeinsam sprechen Juli Zeh und Elisa Hoven darüber, warum Täter selten Monster sind, weshalb unser Bild von Recht oft von amerikanischen Gerichtsserien geprägt ist und wie Literatur helfen kann, das deutsche Strafrecht verständlicher zu machen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen große Fragen: Gibt es das Böse überhaupt? Und warum sehnen wir uns nach einer klaren Trennung zwischen Gut und Böse? Wie viel Wahrheit lässt sich in einem Gerichtsverfahren tatsächlich finden? Dabei wird deutlich, warum Hovens Bücher keine klassischen Krimis sind, sondern literarische Erkundungen von Schuld, Verantwortung und Menschlichkeit. Juli Zeh sagt über das Buch: „Die wichtigste Frage dieses Romans lautet vielleicht nicht, warum und wie werden Menschen straffällig und wie geht die Gesellschaft damit um. Sondern: Wie schreiben wir eigentlich die Geschichten unseres Lebens? Wenn wir von uns selbst erzählen, bauen wir oft eine Kette aus Großereignissen. Aber wenn man genau hinschaut, beginnen entscheidende Veränderungen eigentlich selten mit einem Knall. Sie beginnen mit kaum sichtbaren Rissen, mit Gedanken, die sich festsetzen, mit kleinen Verschiebungen, die lange unbemerkt bleiben, mit Zufällen, die eine ganze Kette von Ereignissen in Gang setzen, mit Erfahrungen, die erst Jahre später ihre Wirkung entfalten. Präzise spürt Elisa in feine Risse genau solchen Entwicklungen nach.“ Ein Gespräch über Recht und Gerechtigkeit, über Täter und Opfer – und darüber, warum Verstehen niemals dasselbe ist wie Verzeihen. ID:{pebsJMCLZ8tKYonj6vcmo} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Juli Zeh spricht mit Elisa Hoven über „Feine Risse“
  5. 5 jul • Solo con suscripción

    Juli Zeh spricht mit Elisa Hoven über „Feine Risse”

    Was macht einen Menschen zum Täter? Und kann das Recht Gerechtigkeit schaffen – oder nur den Versuch, sie wiederherzustellen? In dieser Folge von „Edle Federn” spricht Juli Zeh mit der Schriftstellerin, Strafrechtsprofessorin und Verfassungsrichterin Elisa Hoven über ihren neuen Roman „Feine Risse“. Wie schon in ihrem Erfolgsroman Dunkle Momente erzählt Hoven von realitätsnahen Kriminalfällen, doch sie interessiert sich nicht für einfache Urteile. Stattdessen richtet sie den Blick auf das, was Verbrechen vorausgeht: auf Lebensgeschichten, Zwänge und moralische Grauzonen. Gemeinsam sprechen Juli Zeh und Elisa Hoven darüber, warum Täter selten Monster sind, weshalb unser Bild von Recht oft von amerikanischen Gerichtsserien geprägt ist und wie Literatur helfen kann, das deutsche Strafrecht verständlicher zu machen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen große Fragen: Gibt es das Böse überhaupt? Und warum sehnen wir uns nach einer klaren Trennung zwischen Gut und Böse? Wie viel Wahrheit lässt sich in einem Gerichtsverfahren tatsächlich finden? Dabei wird deutlich, warum Hovens Bücher keine klassischen Krimis sind, sondern literarische Erkundungen von Schuld, Verantwortung und Menschlichkeit. Juli Zeh sagt über das Buch: „Die wichtigste Frage dieses Romans lautet vielleicht nicht, warum und wie werden Menschen straffällig und wie geht die Gesellschaft damit um. Sondern: Wie schreiben wir eigentlich die Geschichten unseres Lebens? Wenn wir von uns selbst erzählen, bauen wir oft eine Kette aus Großereignissen. Aber wenn man genau hinschaut, beginnen entscheidende Veränderungen eigentlich selten mit einem Knall. Sie beginnen mit kaum sichtbaren Rissen, mit Gedanken, die sich festsetzen, mit kleinen Verschiebungen, die lange unbemerkt bleiben, mit Zufällen, die eine ganze Kette von Ereignissen in Gang setzen, mit Erfahrungen, die erst Jahre später ihre Wirkung entfalten. Präzise spürt Elisa in feine Risse genau solchen Entwicklungen nach.“ Ein Gespräch über Recht und Gerechtigkeit, über Täter und Opfer – und darüber, warum Verstehen niemals dasselbe ist wie Verzeihen.

  6. 2 jul

    Juli Zeh spricht mit Fiona Sironic über „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft”

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft” von Fiona Sironic können Sie hier im Pioneer Book Store bestellen. In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Schriftstellerin Fiona Sironic über ihren viel beachteten Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Gemeinsam sprechen sie über das Schreiben zwischen Gegenwart und Morgen, über literarische Weltentwürfe und darüber, warum Geschichten oft der beste Ort sind, um gesellschaftliche Fragen zu verhandeln. Im Zentrum des Romans stehen drei junge Frauen in einer nahen Zukunft, die von Klimakrise, Artensterben und gesellschaftlicher Unsicherheit geprägt ist. Während die Erzählerin Era das Verschwinden von Vogelarten dokumentiert, versuchen die Schwestern Maja und Merle, sich gegen die digitale Vereinnahmung ihrer eigenen Kindheit zu wehren. Es geht um Erinnerung und Archive, um Identität und Selbstbestimmung – und um die Frage, wie junge Menschen ihren Platz in einer Welt finden, deren Versprechen brüchig geworden sind. Juli Zeh spricht mit Fiona Sironic über dystopische und zugleich hoffnungsvolle Gesellschaftsbilder, über Gemeinschaft in Zeiten der Krise, über Wut als politische Kraft und über weibliche Figuren, die nicht länger darauf warten, dass andere die Welt für sie verändern. Juli Zeh sagt über das Buch: „Es erzählt von Freundschaft und von erster Liebe, von Loyalität und Verlust, von Menschen, die versuchen, einander Halt zu geben, während die Welt um sie herum immer instabiler wird. Und genau darin liegt die besondere Kraft dieses Romans. Er verbindet die großen Krisen unserer Zeit mit konkreten Lebensgeschichten. Dadurch wird aus einer Dystopie etwas Gegenwärtiges, aus einer politischen Geschichte eine zutiefst menschliche. Mit den Mädchen aus Fiona Sironics Roman scheint Veränderung plötzlich denkbar – vielleicht sogar eine bessere Welt.“ Ein Gespräch über Erinnerung, Verlust und politischen Widerstand – und darüber, warum Hoffnung manchmal genau dort entsteht, wo alles auf dem Spiel steht. ID:{3xL9w872Db0uDOT9A2snYG} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Juli Zeh spricht mit Fiona Sironic über „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft”
  7. 2 jun

    Juli Zeh spricht mit Markus Orths über „Die Enthusiasten“

    "The Pioneer Briefing" kostenlos als Newsletter abonnieren: http://bit.ly/4fdaQOw In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit dem Schriftsteller Markus Orths über seinen neuen Roman Die Enthusiasten. Markus Orths Buch „Die Enthusiasten" finden Sie hier hier im Pioneer Book-Shop. Was passiert, wenn Begeisterung zum Lebensprinzip wird? Wann wird aus Hingabe Besessenheit? Und was verrät die Suche nach einem verschollenen zehnten Buch von Laurence Sterne über Verlust, Sehnsucht und die Macht der Literatur? Im Zentrum steht Vince, der seit dem Verschwinden seiner Mutter von Büchern, Rätseln und inneren Suchbewegungen geprägt ist. Gemeinsam sprechen Juli Zeh und Markus Orths über Enthusiasmus und Fanatismus, über Abschweifung als literarisches Prinzip – und über die Frage, warum gerade das Unökonomische, Spielerische und Zweckfreie heute so wichtig ist. Juli Zeh sagt über das Buch: „Die Enthusiasten ist ein Buch über Menschen, oder genauer: über eine bestimmte Art von Menschen, die, sobald sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt haben, nicht mehr davon lassen können. Es geht um Literatur, ganz sicher. Um Wahrheit, wahrscheinlich. Um Sinn, sinnhafterweise sowieso. Und um die Frage, ob Begeisterung Freiheit ist – oder schon Gefängnis.“ Ein Gespräch über Literatur und Lebenssinn, über Abschweifung und Obsession – und darüber, warum das Erzählen selbst manchmal der eigentliche Gegenentwurf zur Logik unserer Zeit ist. Redaktion: Stefan Rupp Produktion: Till Robert Schmidt ID:{2o8XOjd0i4HygRhCuxbhac} Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

    Juli Zeh spricht mit Markus Orths über „Die Enthusiasten“
  8. 1 jun • Solo con suscripción

    Juli Zeh spricht mit Fiona Sironic über „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft”

    In dieser Folge von Edle Federn, dem Literaturpodcast von The Pioneer, spricht Juli Zeh mit der Schriftstellerin Fiona Sironic über ihren viel beachteten Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Gemeinsam sprechen sie über das Schreiben zwischen Gegenwart und Morgen, über literarische Weltentwürfe und darüber, warum Geschichten oft der beste Ort sind, um gesellschaftliche Fragen zu verhandeln. Im Zentrum des Romans stehen drei junge Frauen in einer nahen Zukunft, die von Klimakrise, Artensterben und gesellschaftlicher Unsicherheit geprägt ist. Während die Erzählerin Era das Verschwinden von Vogelarten dokumentiert, versuchen die Schwestern Maja und Merle, sich gegen die digitale Vereinnahmung ihrer eigenen Kindheit zu wehren. Es geht um Erinnerung und Archive, um Identität und Selbstbestimmung – und um die Frage, wie junge Menschen ihren Platz in einer Welt finden, deren Versprechen brüchig geworden sind. Juli Zeh spricht mit Fiona Sironic über dystopische und zugleich hoffnungsvolle Gesellschaftsbilder, über Gemeinschaft in Zeiten der Krise, über Wut als politische Kraft und über weibliche Figuren, die nicht länger darauf warten, dass andere die Welt für sie verändern. Juli Zeh sagt über das Buch: „Es erzählt von Freundschaft und von erster Liebe, von Loyalität und Verlust, von Menschen, die versuchen, einander Halt zu geben, während die Welt um sie herum immer instabiler wird. Und genau darin liegt die besondere Kraft dieses Romans. Er verbindet die großen Krisen unserer Zeit mit konkreten Lebensgeschichten. Dadurch wird aus einer Dystopie etwas Gegenwärtiges, aus einer politischen Geschichte eine zutiefst menschliche. Mit den Mädchen aus Fiona Sironics Roman scheint Veränderung plötzlich denkbar – vielleicht sogar eine bessere Welt.“ Ein Gespräch über Erinnerung, Verlust und politischen Widerstand – und darüber, warum Hoffnung manchmal genau dort entsteht, wo alles auf dem Spiel steht.

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Das Autorengespräch von und mit Juli Zeh: Jeden Monat interviewt die Schriftstellerin einen Gast aus der Welt der Literatur und unterhält sich mit ihm über Geschichten und Sprache, über das Schreiben und Erzählen. Immer am letzten Sonntag im Monat. Ein Podcast von The Pioneer. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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