14 épisodes

Das Tagesgespräch beobachtet die Welt aus einem wirtschaftspolitischen, kulturpolitischen oder gesellschaftspolitischen Blickwinkel. Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages diskutiert und vertieft.

 

 

 

 

Tagesgespräc‪h‬ Schweizer Radio und Fernsehen

    • Actus du jour
    • 5.0 • 2 notes

Das Tagesgespräch beobachtet die Welt aus einem wirtschaftspolitischen, kulturpolitischen oder gesellschaftspolitischen Blickwinkel. Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages diskutiert und vertieft.

 

 

 

 

    Norbert Mappes-Niediek und der west-östliche Graben

    Norbert Mappes-Niediek und der west-östliche Graben

    Der Westen und der Osten Europas verstehen sich schlecht und immer schlechter, schreibt der Osteuropa-Experte und Journalist Norbert Mappes-Niediek in seinem neuen Buch. Seit der Aufklärung beanspruchte der Westen, die Sonne der Erkenntnis gehe im Westen auf. Woher kommt dieser Ost-West-Graben?

    Durch die Geschichte hindurch blickte der Westen auf den Osten herab. Mal war er der Burggraben, der die Festung Europa von den Weiten Asiens trennte, mal eine Art Vorzimmer Europas, aber selten ein gleichberechtigter, gleichwertiger Teil der Alten Welt, schreibt Mappes-Niediek in «Europas geteilter Himmel: Warum der Westen den Osten nicht versteht.».

    Umgekehrt fühle sich der Osten vom westlichen Vorbild verkannt und geringgeschätzt, ärgere sich über dessen Gleichgültigkeit oder Arroganz. Die Konflikte treten durch die Flüchtlingskrise oder die Corona-Pandemie wieder deutlich zu Tage. «Ihr im Osten seid homophob und xenophob, behandelt Homosexuelle und Migranten schlecht, seid nationalistisch, in Sachen Demokratie habt Ihr kaum Ahnung» – so tönt es oft mehr oder weniger deutlich aus dem Westen. Umgekehrt schallt es zurück aus Osten: «Ihr im Westen seid dekadent und ohne Werte: Familie, Christentum und Identität sagen Euch nichts mehr – wir sind das Bollwerk gegen den Islam, wir vertreten noch die christlichen Werte». Der Westen und der Osten Europas: ein Kontinent und doch zwei Welten. Im Tagesgespräch sagt Norbert Mappes-Niediek, dass der Westen nicht versuchen sollte, den Osten zu erziehen, sondern eher versuchen, ihn zu verstehen.

    • 26 min
    Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA

    Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA

    Er sorgt sich ums fragile Gleichgewicht der Erde. Er kann sich die Existenz Ausserirdischer vorstellen. Josef Aschbacher, seit dem 1. März Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation.

    Mond und Mars erleben einen Ansturm, die Technik der Missionen wird ausgefeilter und immer mehr Länder mischen mit. Die Liste weltweit vorangetriebener Raumfahrtpläne ist lang. Bei den Plänen zuvorderst mit dabei ist seit dem 1.März ein Österreicher. Mit Josef Aschbacher hat die ESA einen Forscher mit grosser Verbundenheit zur Erde an der Schlüsselstelle in der europäischen Raumfahrt. Statt den elterlichen Bauernhof im Tirol zu übernehmen, widmete Aschbacher sein Leben der Erdbeobachtung und initiierte so bedeutende Satellitenprogramme wie das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus mit. Im Tagesgespräch erzählt er, wie es ihn mit Sorge erfüllt, mit eigenen Augen zu sehen, wie das Eis an den Polen schmilzt und der Regenwald schrumpft. Wie der Meeresspiegel steigt und sich Dürren häufen. Er liefert Fakten zur Frage, ob die Veränderungen auf der Erde nicht auch durch eine intensivere Sonnenaktivität verursacht sein könnten. Und Josef Aschbacher verrät schon, was er ab sofort tun will, um die Politiker zum Handeln zu bewegen. Die teilweise unpopulären Entscheide kämen am Schluss den späteren Generationen zu gute. Nicht zuletzt: Josef Aschbacher, im Herzen noch den Kindheitstraum Astronaut, stösst die Tür zur Zukunft einen Spalt breit auf und lüftet ein Geheimnis: Er möchte gerne die bemannte Raumfahrt in ESA-Raketen initiieren, und die Astronautinnen und Astronauten nicht mehr nur mit den US-Amerikanern oder Russen mitfliegen lassen.

    • 25 min
    Anna Aaron, Jonatan Niedrig: «Ghost-Festival» - die Geister, die Corona rief

    Anna Aaron, Jonatan Niedrig: «Ghost-Festival» - die Geister, die Corona rief

    Am Wochenende findet das grösste Musikfestival aller Zeiten in der Schweiz statt: Das Ghost-Festival mit 300 Konzerten. Leider nur symbolisch. Was bezweckt diese Aktion? Wird die Schweizer Musikszene so gehört? Antworten geben Anna Aaron und Jonatan Niedrig im «Tagesgespräch».

    Vor fast genau einem Jahr verbot der Bundesrat Grossveranstaltungen ab 1000 Personen. Dieses Wochenende findet nun das grösste Musikfestival statt, das es je in der Schweiz gegeben hat: mit 300 Bands und Konzerten – von A wie Adrian Stern über H wie Heidi Happy bis Z wie Züri West; alle sind sie mit dabei. Der Haken: Tickets sind zu kaufen, gespielt wird jedoch kein Ton beim «Ghost-Festival». Es soll ein Zeichen setzen und zeigen: Die Kultur ist noch da – aber schier unsichtbar. Die Basler Musikerin Anna Aaron ist beim Festival auch dabei; was hat sie in diesem Jahr gemacht? Jonatan Niedrig verkauft die Tickets fürs Festival: Welche Forderungen stellt er an die Räte in der Frühlingssession und an den Bundesrat? Er ist Geschäftsführer des Verbandes der Musikclubs und Festivals Petzi und Mitglied der Taskforce Culture. Was halten sie von einem Grundeinkommen für Künstlerinnen und Künstler und wann soll die Kultur wieder loslegen? Antworten gibts im «Tagesgespräch» mit Karoline Arn.

    • 27 min
    Charles Liebherr über die EU im Corona-Krisenmodus

    Charles Liebherr über die EU im Corona-Krisenmodus

    Eine schleppende Impfkampagne, giftiger Streit mit Mitgliedsländern um Reisebeschränkungen: Die EU tut sich schwer mit der Bewältigung der Corona-Pandemie. Oder täuscht dieser Eindruck? Das «Tagesgespräch» mit EU-Korrespondent Charles Liebherr über die EU nach einem Jahr im Corona-Krisenmodus.

    Wie kann die Impf-Kampagne gegen das Corona-Virus in der EU beschleunigt werden? Unter anderem zu dieser Frage wollen sich die EU-Staats- und Regierungschefs heute Nachmittag an einem Sondergipfel beraten. Denn das Impfen in der EU geht langsamer voran als etwa in Grossbritannien, den USA oder Israel. Zu reden gibt aber auch ein Streit zwischen der EU-Kommission und sechs Mitgliedsländern, darunter Deutschland, Belgien und Ungarn, über Grenzkontrollen und Reisebeschränkungen. Viel Redestoff also für die 27 Staats- und Regierungschefs. Und erneut ein Gipfel ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Seit rund einem Jahr befindet sich die EU im Dauer-Krisenmodus. Ist die EU gewappnet für diese Krise? Und wie wird die Corona-Pandemie die EU verändern? Fragen, die wir nun mit unserem EU-Korrespondenten Charles Liebherr in Brüssel besprechen wollen. Er hat die EU im Corona-Krisenmodus im letzten Jahr aus nächster Nähe beobachtet. Charles Liebherr ist Gast von Barbara Peter.

    • 23 min
    Martin Hirzel: Corona-Spuren in der Schweizer Industrie

    Martin Hirzel: Corona-Spuren in der Schweizer Industrie

    Es sind deutliche Spuren, welche die Corona-Pandemie in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie hinterlässt. Weniger Aufträge, weniger Umsätze, weniger Exporte. Wie rasch wird sich die Industrie davon erholen? Gast im «Tagesgespräch» ist der neue Swissmem-Präsident Martin Hirzel.

    Weniger Umsätze und Exporte, leere Auftragsbücher: Auch die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie leidet unter den Folgen der Corona-Pandemie. Das zeigen die Zahlen des vergangenen Jahr, welche der Branchenverband Swissmem heute vorgestellt hat. Allerdings zeigen die Zahlen auch: Bei vielen Unternehmen kehrt die Zuversicht und die Hoffnung auf Erholung zurück. Sind die Hoffnungen berechtigt? Wie gut wird die Schweizer Industrie diese Krise überstehen? Denn bereits vor Corona schwächelte die Branche. Frankenstärke, Handelsstreit und Fachkräftemangel machten der exportorientierten Schweizer Industrie stark zu schaffen. Was bringt die Zukunft? Darüber wollen wir nun mit Martin Hirzel reden. Seit Anfang Jahr ist er Präsident des Verbandes der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie Swissmem. Er kennt die Branche aus erster Hand: Hirzel hat über 20 Jahre in der Schweizer Industrie gearbeitet, war zeitweise auch in Brasilien und China für Schweizer Unternehmen tätig. Zuletzt war Hirzel Chef beim Autozulieferer Autoneum. Martin Hirzel ist nun Gast von Barbara Peter.

    • 23 min
    Robert Schmid: Über Brutzelstimmen und Rösser im Mundartbeitrag

    Robert Schmid: Über Brutzelstimmen und Rösser im Mundartbeitrag

    Alle haben etwas zu sagen, die Frage ist nur wie. Robert Schmid ist Sprech- und Auftrittscoach bei Radio SRF und hat Generationen von Journalistinnen und Journalisten das richtige Sprechen beigebracht. Wie und warum das nötig ist, erzählt er vor seiner Pension im «Tagesgespräch».

    Das 19. Jahrhundert prägte das Buch, das 20. Jahrhundert stand im Bann der bewegten Bilder, der Filme und Videos. Und nun scheint das 21. Jahrhundert sich ganz im Zeichen des Hörens und Sprechens zu entwickeln. Computer und Maschinen reagieren immer öfter nicht mehr auf Knopfdruck, sondern auf unsere Befehle. Dies gibt auch neuen Hörformaten wie Podcasts Auftrieb, ebenso erfreut sich das Radio ungebrochen grosser Beliebtheit.

    Das freut Robert Schmid, er beschäftigt sich ein Arbeitsleben lang mit Hören und Sprechen und ist seit über 20 Jahren Sprech- und Auftrittscoach bei Radio SRF. Er bildet Journalistinnen und Journalisten aus, um radiotauglich sprechen zu können. Was heisst das – und wer besitzt eine sogenannte Radiostimme? Warum schleichen sich Fallfehler ein und woher taucht im Mundartbeitrag der Begriff Rösser auf? Robert Schmid verrät es im «Tagesgespräch» bei Karoline Arn, bevor er Ende Woche in Pension geht.

    • 27 min

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