Fernsehpodcast

Stefan Schulz

Triggerwarnung, hier wird Fernsehen geschaut. Einschalten, hinschauen; nicht fragen, wieso? Mit diesem Podcast halten Aliens Kontakt zur Realität, wie man sie in den Medien für alte Leute zeigt. Ja, wir haben alle keine Fernseher mehr. Aber keine Altersgruppe wächst so schnell wie die der Fernsehzuschauer. Also bleiben auch wir noch eine Weile dran.

  1. 2 days ago

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    UnterstützenDieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 Angegriffen, aber nicht im KriegMerz macht Russland für den Anschlagsversuch am Leipziger Flughafen verantwortlich. Stefan: „Oma Erna beruhigen, aber Putin drohen". Mick erklärt, warum abstrakte Bedrohungen der Politik schwerer fallen als ein greifbarer Feind. 00:13:59 Innovation ohne MaßstabStefans Exkurs zu Hitlers Innovationen und Schirachs Diagnose vom fehlenden Maßstab; Mick sieht im System nach 1945 den bewussten Gegenentwurf. 00:23:21 Der Bürgermeister von GartzLuca Piwodda, 26, gründete mit 19 eine eigene Partei und lässt Jugendliche ihre BMX-Strecke selbst freilegen. Mamdani-Vergleich, Budget- gegen Aufgabenverteilung. 00:34:40 Klingbeil und der FrustKlingbeil sieht Frust nach 20 verschlafenen Jahren; Stefan fragt, wer regiert hat. Exkurs Gamescom. 00:38:29 Halle: Migration als ReizthemaEine Anwohnerin will weg, im Pflegeheim hat jeder dritte Mitarbeiter eine Migrationsgeschichte, Iyad aus Syrien fürchtet die AfD. 00:46:00 Siegmund in Zeitz: Wende 2.0Siegmund als Popstar, ein Anhänger will die Wende wiederholen. Stefans These: Ostdeutsche trauten sich aus eigener Kraft nichts zu. Mick über Spaltungsidentität und den Happening-Charakter der AfD. 01:12:01 Schulze, Söder, TangerhütteSchulze setzt auf Verbände und Söder, 30 Leute auf verdorrtem Rasen. Willingmann wirbt für Zuwanderung, Banaszak wird bedroht. 01:24:44 Umfragen und die Linken-FrageAfD 42, CDU 22; 59 Prozent lehnen eine von der Linken gestützte CDU-Regierung ab. Frei weicht aus, Siegmund will die Alleinregierung. 01:36:37 Merz macht sich rarDrei Fischbrötchen ohne Rede, Absage in Quedlinburg, Warnung vor AfD und Linken. Mick hält Merz für politisch erledigt. 01:45:59 Dank an UnterstützerBetreff „Fernseh-Podcast" mit Vor- und Nachname angeben. 01:50:52 Herbst der Reformen: das erste DateFrei und Miersch in Münster, Schwanenfrau Petra, Struck'sches Gesetz und Libelle. Fahrplan bis Jahresende für Rente, Pflege, Arbeitsmarkt, Steuern. 02:04:38 Neuhardenberg: Bilder zur BotschaftWadephul joggt, Klingbeil radelt, Merz will „kein Streit". Stefans Reisekönigtum, elf Tage Homeoffice in Brüssel, Sommerinterview, warum Korte fehlt. 02:21:47 Pflegekassen schlagen AlarmAusgaben steigen dreimal so schnell wie Einnahmen; Linnemann im Karrierevernichtungsamt. 02:24:30 Regierungsherbst oder RegierungsdämmerungHayali listet Baustellen, Merz ruft Klingbeil aus dem Urlaub an, 80 Prozent halten den Staat für überfordert. Stefan: Nicht die AfD, alle anderen haben sich entzaubert. 02:46:40 CIA-Chef in MoskauRatcliffe unangekündigt in Moskau, NATO-Jets über 20 Mal aufgestiegen, Kaliningrad. Dobrindt: politisch statt militärisch bezwingen. 03:03:42 Nachruf Kühne und VerabschiedungKühne stirbt mit 89, 40 Milliarden Vermögen. Nächste Woche nur 75 Clips.

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  2. 25 Aug

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    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Neuer Podcast: Kontextfenster.org KI-Gespräche mit Florentine 00:00:00 Kinderstadt Mini-L.A. Ein Clip über Kinderspielstädte als Ferienaktion: In Mini-L.A. arbeiten Kinder, wählen einen Bürgermeister und geben Geld aus, ein Kandidat wirbt mit Steuersenkungen. Stefan hält fest, diese Welt sei für die Kinder keine gespielte, sondern die echte, und plädiert für Ferienlager ohne Fake-Geld und Fake-Bürgermeister. Mick hält dagegen, Kinder lernten so früh, wie der Kapitalismus funktioniert. 00:06:18 Bundeswehr: mehr Bewerbungen Ein Nachrichtenbeitrag meldet für Ende Juli 186.705 Soldatinnen und Soldaten, den höchsten Stand seit 13 Jahren, und 26 Prozent mehr Bewerbungen. Stefan und Mick fragen, was die Zahlen nicht zeigen: ob kurzer Pflichtdienst oder längere Verpflichtung, und wie viele aussortiert werden. Die Hinweise auf fehlende Baracken und Ausbilder ordnet Stefan als Möglichkeit ein, Bewerber wieder loszuwerden. 00:09:25 Berufliche Erwartungen junger Menschen Eine Online-Befragung im Auftrag des WDR unter rund 2000 jungen Menschen fragt nach Berufsplänen und Arbeitgebererwartungen; porträtiert wird ein 23-jähriger Auszubildender zur Pflegefachkraft mit knapp 1000 Euro netto im ersten Lehrjahr. Laut Studie werden Vergütung, Betriebsklima und Arbeitsplatzsicherheit häufiger genannt als Work-Life-Balance — Mick beschreibt den öffentlichen Dienst als letzte Sicherheitsoption, die zugleich abgebaut werde. Im Studiointerview beschreibt die Bildungsforscherin Nina Kolleck eine seit 2020 wachsende Bedeutung von Geld und Sicherheit; Mick kritisiert, es bleibe unklar, welche Gruppen gemeint seien, Stefan hält die Deutung für nicht belegt. Aus dem Befund sinkenden Vertrauens in Politik bei gleichzeitiger Zuversicht im Nahbereich entwickeln beide die These, die Verunsicherung der Älteren werde auf die Jungen übertragen und in Forderungen nach Bundeswehr, Ehrenamt und Dienstpflicht umgemünzt. 00:53:38 Junge Menschen im Börsenbericht Mick stellt dem Interview die Börsenberichterstattung gegenüber. Aus der Frankfurter Börse wird berichtet, zehn Prozent der 20- bis 24-Jährigen seien ohne Job oder Ausbildungsplatz; als Ursachen nennt der Beitrag Pflege von Angehörigen, gesundheitliche Einschränkungen und das Warten auf einen Platz. Stefan fordert eine Eins-zu-eins-Betreuung beim Übergang von der Schule in den Beruf. 01:01:58 Das BSW im Überlebenskampf Clips berichten, dass Sahra Wagenknecht den Thüringer Landesverband zum Koalitionsausstieg auffordert und den Rücktritt von Ministerpräsident Mario Voigt wegen dessen aberkanntem Doktortitel verlangt, während 13 von 15 Abgeordneten der Landtagsfraktion in der Koalition bleiben wollen und ein Sonderparteitag beschlossen wird. Weitere Ausschnitte zeigen Wagenknechts Einladung an Björn Höcke zu einem TV-Duell und einen Experten, der den Streit auf den Konflikt mit der Co-Landesvorsitzenden Katja Wolf zurückführt. Stefan und Mick wenden sich gegen die Rede von der Entzauberung der AfD: Die Verzauberung werde durch Journalismus und Talkformate erst hergestellt, und die größere Gefahr liege in der Stimmung, die eine AfD-Regierung erzeugt, nicht im Regierungshandeln. 01:47:59 CDU-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt Ein CDU-Wahlkämpfer sagt, der Gegenwind aus Berlin sei enorm gewesen, als sechs Wochen vor der Wahl plakatiert wurde und die Personalie Spahn aufkam; Fraktionschef Guido Heuer nennt es seinen schwierigsten von drei Wahlkämpfen, während Generalsekretärin Franziska Hoppermann in Berlin betont, es gehe um eine reine Landesentscheidung. Mick führt das Abschneiden auf die Bundesebene zurück — auf Zustimmungswerte von 13 Prozent für Friedrich Merz und den schnellen Personalwechsel im Kabinett. Stefan sieht einen Vorteil der AfD darin, dass ihr keine enttäuschende Regierung in die Quere kommt. 01:57:37 Dank an Unterstützer und Produzenten Stefan verliest Spenden, Produzentenschaften und Grüße samt der beigefügten Kommentare. Zwischendurch geht es um Hitze und Wälder, um Stagnationswasser im Frankfurter Main und um die Frage, ab welchem Betrag man Produzent wird. 02:00:06 Dürre: Erntebilanz und politische Antworten Ein Clip nennt acht Zentimeter als Mindestgröße für Pommes-Kartoffeln, die ein großer Teil der Ernte nicht erreiche; die vorläufige Erntebilanz des Deutschen Bauernverbands weist sieben Prozent weniger Getreide als im Vorjahr aus, mit guten Erträgen im Norden und erheblichen Ausfällen im Süden und Westen. Ein Kartoffelanbauer berichtet von einem befürchteten Ertragsminus von 30 Prozent und Bodentemperaturen bis 60 Grad; Stefan und Mick sprechen über Vertragsbindungen und Existenzrisiken einzelner Betriebe. Im politischen Teil geht es um den Hitze-Aktionsplan mehrerer SPD-Ministerien und den Vorstoß, die Klimaanpassung ins Grundgesetz aufzunehmen; Stefan und Mick wenden sich gegen eine Berichterstattung, die das Thema aus Parteiperspektive erzählt. 02:33:37 Gasspeicher vor dem Winter Ein Beitrag meldet, die Gasspeicher seien nur zu 50,1 Prozent gefüllt gegenüber 67,1 Prozent im Vorjahr, während die gesetzliche Vorgabe für Anfang November mindestens 80 Prozent verlangt; im Gasspeicher Inzenham-West im bayerischen Voralpengebiet sind es etwas mehr als 12 Prozent statt der üblichen 60 bis 70, zurückgeführt auf den Preis, der sich seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar mehr als verdoppelt habe. Aus dem Wirtschaftsministerium heißt es, ein staatlicher Eingriff müsse sorgfältig abgewogen werden; Mick sieht darin die Entscheidung, den günstigen Einkaufszeitpunkt verstreichen zu lassen. Beide nennen die Lage eine Wette aufs Wetter. 02:51:28 Lieferkettengesetz und sein Vollzug Ein Beitrag schildert, Wirtschaftsverbände seien gegen das Lieferkettengesetz sturmgelaufen, die EU habe die Vorgaben abgeschwächt und der Bundeskanzler habe das deutsche Gesetz schon vor Umsetzung der neuen EU-Richtlinie entschärfen wollen; noch gelte das alte Gesetz, der Wirtschaftsministerin werde vorgeworfen, es durch die Hintertür auszuhöhlen. Stefan nennt das Gesetz eines der wichtigsten überhaupt und schlägt vor, Dokumentationspflichten durch nachträgliche Kontrolle und Haftung vor Gericht zu ersetzen. Nach Recherchen von ZDF Frontal dienen im zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle von 101 Stellen nur 38 der Gesetzeskontrolle; eine gebilligte Weisung beschränkt Bußgelder auf schwere Vorwürfe. 03:02:17 Dublin-Regeln und drei Rücküberstellungen Ein Clip referiert die Dublin-Verordnung, nach der ein Asylantrag zuerst dort zu stellen ist, wo europäischer Boden betreten wurde; Deutschland plant die Rücküberstellung von drei Asylsuchenden nach Italien, die italienische Regierung verweigert die Aufnahme. Mick geht die Alternativen durch: Verteilungsschlüssel, Ausgleichszahlungen, Lager an den Außengrenzen. Beide setzen den Aufwand ins Verhältnis zum Gegenstand — Verhandlungen auf Ministerebene und wochenlange Bürokratie mit dem Ergebnis null; Stefan nennt das Phantompolitik und verweist darauf, dass die Meldung als letzte Kurzmeldung der Sendung lief. 03:12:27 Entwicklungshilfe unter Spardruck Die Anmoderation stellt fest, Entwicklungshilfe habe zuerst das Ziel, vor Ort zu helfen und Flucht unnötig zu machen; Mick hält das für gelogen, weil Mittel des Entwicklungsministeriums zunehmend in Migrationsbekämpfung umgeleitet würden. Ein Clip nennt Deutschland trotz Kürzungen den weltweit größten Geldgeber und berichtet aus dem Sudan, wo das Welternährungsprogramm der UN die Rationen halbieren muss; ein Helfer beziffert die Kosten auf 50 Cent bis einen Euro pro Person und Tag. Die Mittel für humanitäre Hilfe wurden laut Clip im vergangenen Jahr auf rund eine Milliarde Euro halbiert; Mick stellt dem 400 Milliarden für Rüstung gegenüber und beschreibt Entwicklungszusammenarbeit als wirtschaftliches Instrument, illustriert am Fahrradweg in Peru, an den Abbaurechte geknüpft sind. 03:25:23 Ben-Gvir, EU-Sanktionen und Siedlungsbau Der letzte Block geht von einem Tagesthemen-Beitrag über den israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir aus, der sich in einem Podcast für gezielte Tötungen im Gazastreifen ausgesprochen hatte; im Clip heißt es, er sei mehrfach wegen Terrorunterstützung und Hetze verurteilt und vertrete nicht die offizielle Regierungslinie. Stefan stellt dessen Forderung nach 40 Toten pro Tag den 70.000 Toten gegenüber, die die israelische Regierung im Februar 2026 seit Oktober 2023 eingeräumt habe; Mick kritisiert, dass die Berichterstattung auf eine Einzelfigur zuspitze, obwohl auch Netanjahus Herausforderer für Siedlungsausweitung stehe. Der Kanzler lässt von menschenverachtenden Appellen sprechen, Charlotte Knobloch verurteilt die Sätze als die eines einzelnen Extremisten. Ein ZDF-Korrespondent hält beim Außenministertreffen am 1. und 2. September persönliche Sanktionen gegen Ben-Gvir und Finanzminister Smotrich für möglich, während man wegen der Wahlen in Israel im Oktober den Einfluss auf Netanjahu nicht verbauen wolle. Zum Abschluss geht es um die europäische Forderung, ein Siedlungsprojekt von rund 3.400 Wohneinheiten zwischen Ost-Jerusalem und Ma'ale Adumim zurückzunehmen, sowie um US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof. 03:44:13 Folgenlänge, Clipzahl und Verabschiedung Stefan stellt fest, dass die Folge wieder sehr lang geworden ist, und sagt, Alexander habe seine 150 Clips von Mick bekommen; Mick entgegnet, er habe am Vortag 83 kuratierte Clips geschickt. Stefan beschreibt, dass neben den Hauptthemen noch als Bonus markierte Blöcke in der Liste standen — CDU-Wahlkampf, BSW, junge Menschen —, die er nach vorne gezogen habe. Er kündigt an, nächste Woche eine Konzentration zu versuchen, und wi

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  3. 18 Aug

    Sehgewohnheit Ostdeutschland

    Wir schauen die Nachrichtenwochen Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Shownotes Aus menschlicher Faulheit vom fleißigen Claude schreiben lassen, damit Sortiermaschinen was zu lesen haben: 00:00:00 Waldbrand-Intro mit Technikpanne Stefan eröffnet mit einem Zusammenschnitt zu den Bränden im Hürtgenwald und im Hohen Venn. Während des Intros fällt die Musik aus, ein handverlesener Clip, der als Pointe vorgesehen war, wird nicht gezeigt. Darüber sprechen die beiden zum Auftakt, ebenso über Friedrich Merz, der im Urlaub ist. 00:04:07 Unruhe an der SPD-Spitze Sechs Beiträge zur Lage der SPD. Eine der beiden Abgeordneten, die eine Neuwahl der Parteispitze angestoßen haben, begründet den Vorstoß damit, die Beschlüsse auf Regierungsebene entsprächen nicht dem, was die SPD selbst vorantreiben würde. Lars Klingbeil sagt, er kenne die SPD nicht anders, als dass über die Parteispitze diskutiert werde, er habe aber den Auftrag der Mitglieder, auf Grundlage des Koalitionsvertrags zu regieren. Kurt Beck sagt, er könne nicht erkennen, was mit anderen Vorsitzenden besser sein sollte. Mick führt aus, Klingbeil habe viele Ämter auf sich vereint, nutze diese Position aber nicht. Stefan verweist auf Umfragewerte um elf Prozent und die wackelnde Fünf-Prozent-Marke in Sachsen-Anhalt. 00:16:27 Dürre-Monitor und Ernteausfälle Zehn Clips zur Trockenheit, die besonders Baden-Württemberg und Bayern trifft; die Ernteeinbußen liegen bei bis zu 20 Prozent. Ein Landwirt bei Fürth sagt, Hitzeperioden dauerten früher zehn bis dreizehn Tage, inzwischen sechs bis sieben Wochen. Nach einer Berechnung des Deutschen Raiffeisenverbands liegen die Verluste bei Getreide und Raps bei 600 Millionen Euro. Bauernpräsident Joachim Rukwied sagt, die Lebensmittelpreise seien um rund 30 Prozent gestiegen, die Erzeugerpreise dagegen rückläufig. Stefan ordnet das als Inflations-, nicht als Knappheitsproblem ein. Weitere Clips zeigen Anpassungsmethoden wie Mulchsaat und Baumstreifen sowie einen Winzer bei Stuttgart, der 100.000 Liter aus dem eigenen Brunnen in seine Lagen gefahren hat. 00:39:38 Rekordhitze und Hitzeschutz Nach Daten des EU-Klimadiensts Copernicus waren Juni und Juli in Westeuropa so heiß wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Das Robert-Koch-Institut schätzt 12.500 hitzebedingte Sterbefälle seit Anfang April, die Hälfte der Verstorbenen war 85 oder älter. Neun Clips behandeln den Hitzeschutz: eine Klimaanpassungsmanagerin fordert Verschattung, Begrünung und Trinkwasser, laut Gutachten kostet Entsiegelung 60 bis 160 Euro pro Quadratmeter und ein Sonnensegel bis zu 50.000 Euro. Auf der Sommerpressekonferenz sagt der Kanzler, er werde die Lage weiter beobachten; auf Bundesebene ist seither nichts passiert. Eine AfD-Politikerin spricht von Panikmache, der Umweltminister wirbt für Bundesgeld für schattige Plätze, wofür das Grundgesetz geändert werden müsste. 01:14:05 Niedrigwasser am Rhein Der Binnenschifffahrtsverband warnt, an der Messstelle Kaub könne die Durchfahrt unmöglich werden, der Rhein wäre zweigeteilt. Mehrere Bundesländer setzen das Sonntagsfahrverbot für Lkw aus; Bund und Länder wollen kurzfristig Kapazitäten auf Straße und Schiene schaffen und langfristig Wasserstraßen ausbauen. Am Mittelrhein rutscht der Pegel erstmals unter zehn Zentimeter, ein Fährmann beziffert die Folgen auf 20 Prozent weniger Umsatz. Der Schaden des Niedrigwassers von 2018 wurde auf 2,4 Milliarden Euro geschätzt. In den Rheinauen bei Karlsruhe nimmt der ausgetrocknete Auenboden kein Wasser mehr auf, er wirkt wie eine Dichtsohle. 01:27:47 Douglasien und brennender Hürtgenwald Zwei Clips stellen die Douglasie als Ersatz für kranke Fichten vor; eine Försterin spricht von einem Wettrennen zwischen Klimawandel und Baumartenwachstum. Vier Clips behandeln den Waldbrand in der Nordeifel: die Evakuierung von 2000 Menschen im Ortsteil Gey, den Appell der NRW-Landwirtschaftsministerin, aus den Wäldern herauszubleiben, weil fast alle Waldbrände menschengemacht seien, und die Angabe, es habe seit fast zehn Wochen nicht geregnet. 01:37:15 Gerichtsvollzieherin wegen 200 Euro Ein Bericht begleitet eine Gerichtsvollzieherin, die zum dritten Mal an einer Wohnungstür klingelt; es geht um 200 Euro Schulden. In einem zweiten Clip sagt sie, bei einer gerichtlich angeordneten Wohnungsräumung sei sie schon mit einem Messer bedroht worden. Mick fragt, warum die Tagesthemen Gerichtsvollzieher normalisierten; Stefan schlägt vor, Vollstreckungen auf große Summen zu konzentrieren. 01:44:29 Jugend, Repräsentation und BAföG Nur noch ein Zehntel der Menschen in Deutschland ist zwischen 15 und 24 Jahre alt, 8,3 Millionen und damit ein historisch niedriges Niveau; fast ein Drittel gibt an, psychologische Unterstützung zu brauchen. Jugendliche sagen, sie würden als unwissend abgestempelt und müssten ohne Wahlrecht ihre Zukunft in die Hände Älterer legen. Ein Beitrag nennt eine Studie, nach der sich 43 Prozent zutrauen, politische Fragen einzuschätzen, und 42 Prozent, sich aktiv zu beteiligen. Stefan kritisiert, dass die Formulierung das Vorurteil vorwegnimmt, und überträgt sie testweise auf ältere Menschen. Ein letzter Clip berichtet, die BAföG-Erhöhung komme ein Semester später als geplant: die Wohnkostenpauschale steigt zum Sommersemester 2027 von 380 auf 440 Euro. 01:59:19 Air Force One als Köder Fünf Clips zum Abflug des US-Präsidenten vom NATO-Gipfel. Der Secret Service riet kurzfristig, die alte Maschine statt der neuen aus Katar einzusetzen; Donald Trump verließ die Maschine wenige Minuten nach dem Besteigen in einem Catering-Lkw und wurde inkognito ausgeflogen, Grund sei offenbar eine glaubwürdige Drohung Irans gewesen. Stab und Pressedelegation blieben an Bord der Boeing 747, die als Ablenkung abhob, ohne zu wissen, dass der Präsident nicht mehr an Bord war. Trump verneint vor Reportern Sicherheitsbedenken. Ein juristisches Nachspiel folgt: Reporter der New York Times erhielten Vorladungen, im Weißen Haus wurden bei der Lecksuche Telefone durchleuchtet. 02:17:27 Farage-Nachwahl in Clacton Nigel Farage hat sich erneut einen Sitz im britischen Unterhaus gesichert: Der Parteichef von Reform UK gewann eine Nachwahl in Clacton, nachdem er nach einer Spendenaffäre zurückgetreten und direkt wieder angetreten war, um die Wähler über die Vorwürfe entscheiden zu lassen. Stefan und Mick bemängeln, dass der Gegenkandidat Count Binface unerwähnt bleibt. Es folgt der Dank an die Unterstützer und die Ankündigung eines eigenen Feeds. 02:23:51 700 Milliarden für Altgerät Eine Anmoderation fragt mit Hape Kerkelings "Wo bleibt die Mark?", wo die Milliarden des größten Rüstungsprogramms der Bundeswehr bleiben: 700 Milliarden Euro stehen zur Verfügung, größtenteils geliehen und verzinst. Ein Bundeswehrvertreter weist den Vorwurf zurück, man beschaffe Altgerät: Drohnen und autonome Systeme seien wichtig, aber nur im Verbund mit Großwaffensystemen wie Leopard 2, F-35, U-Booten und Fregatten. Stefan ordnet das Programm als Wachstumsstrategie ein, die über Verteidigung statt über Klimaschutz vermarktet wird. Mick beschreibt die Diskrepanz zwischen einer sich täglich verändernden hybriden Kriegsführung und einer Politik, die Sicherheit an Panzern und Fregatten festmacht. 02:36:49 Schularick und die Rüstungsökonomie Moritz Schularick, Präsident des IfW Kiel, sagt, rund 90 Prozent des Geldes gingen an Altsysteme und nur etwa zwei Prozent der Verteidigungsausgaben in Forschung und Entwicklung; laut militärischer Gesamtkonzeption werde bis Ende des Jahrzehnts nur Bekanntes bestellt — für ihn ein teurer und möglicherweise gefährlicher Irrweg. Die Politik hält dagegen, man habe die Bundeswehr jahrzehntelang vernachlässigt, weshalb Bündnisverteidigung nur mit Großwaffensystemen möglich sei; aus der Ukraine heißt es, gerade die Patriot-Raketen machten den strategischen Unterschied. Schularick wirbt für autonome Systeme und Robotik. Stefan hält dagegen, ein Krieg ohne menschliche Opfer sei absurd, weil Angriffe stets auf Weichziele gingen. 02:53:34 Sachsen-Anhalt und die Fünf-Prozent-Hürde Die SPD denkt über eine Absenkung der Fünf-Prozent-Hürde nach, weil sie um den Wiedereinzug in den Landtag bangen muss; vom Abschneiden der kleinen Parteien hängt ab, wie wahrscheinlich eine absolute Mandatsmehrheit der AfD wird. Die SPD sitzt seit 20 Jahren in wechselnden Koalitionen auf der Regierungsbank und liegt nur noch einstellig. Stefan beschreibt zwei Szenarien, eine allein regierende AfD oder eine Koalition aller übrigen Parteien gegen sie, und ordnet beides als Zäsur ein. 03:10:54 Mecklenburg-Vorpommern und Schwesigs Richtungswahl Ein Clip stellt den AfD-Kandidaten Leif-Erik Holm als Heimatretter vor. Holm will Ministerpräsident werden, hat 43 Prozent für eine Alleinregierung errechnet und liegt in Umfragen bei 36 Prozent nach knapp 17 Prozent bei der letzten Landtagswahl. Stefan formuliert ein Gleichnis, wonach AfD-Wählen dem Beauftragen einer Tat entspricht, die man selbst nicht ausführt. In zwei Clips lässt sich Manuela Schwesig bei einem Caravan-Händler Wohnmobile zeigen und nennt die Wahl eine Richtungswahl; sie liegt mit 29 Prozent hinter der AfD nach knapp 40 Prozent bei der letzten Wahl. 03:40:13 Sonnenfinsternis und Verabschiedung Harald Lesch unterscheidet den Zeitgott Chronos, dessen Zeit mit der Uhr verläuft, vom Gott des Moments, Kairos, der vorn einen Schopf trägt und hinten kahl ist, und nennt den Abend der Sonnenfinsternis einen Qualitätsmoment. Stefan hat die Finsternis nur beiläufig verfolgt, weil sie nicht total war, und verweist auf eine totale Finsternis im kommenden Jahr in Sevilla; Mick hat sie ganz verpasst. Zum Schluss sprechen beide über die Länge der Folge und die Clips

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  4. 11 Aug

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    Wir besprechen die Nachrichtenwochen Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 Zurück aus dem Urlaub: Merz, Drohnen, Maschinenbau Die Folge beginnt mit einer kommentarlosen Clip-Collage, die die Themen der Sendung vorwegnimmt: Ferienorte deutscher Regierungschefs, Bilder aus Utah, die nachwirkende Kabinettsumbildung, Umfragewerte von Union und AfD, das Freibad vor der Berliner Volksbühne. Mick erwartet die Nachwirkungen der Kabinettsumbildung erst im beginnenden Landtagswahlkampf; Stefan hält den Ausgang des 6. September für längst entschieden und spottet über die Vorsichtsrhetorik der Politikwissenschaft. Zu den Drohnen über dem Leipziger Flughafen kritisiert Mick das Ritual „niemand darf spekulieren, deshalb spekulieren wir mal" und wertet die fehlende Drohnenabwehr als Politikversagen. Stefan argumentiert, dass die Frage nach der Urheberschaft am Ernst der Lage vorbeigeht: Eine bewaffnete Drohne definiert den Ort, über dem sie steht, als Kampfzone. Als „gute Nachricht" spielt Mick einen Bericht über den deutschen Maschinenbau ein, dessen Aufschwung mit volleren Auftragsbüchern, breiteren Lieferketten und vergleichsweise niedrigen US-Zöllen erklärt wird. 00:13:34 Die Donau trocknet aus: Ungarn, Kroatien, Rumänien Der erste Klimablock beginnt in Ungarn, wo ein havariertes Flusskreuzfahrtschiff bei Gönyű zum Bild für den historisch niedrigen Donaupegel wird und dem Kernkraftwerk Paks das Kühlwasser auszugehen droht — laut Clip rund 40 Prozent der ungarischen Stromerzeugung. Aus Kroatien kommen Bilder freigelegter Wracks in der Drau, aus Rumänien die Meldung, dass das Militär einen Felsen im Flussbett gesprengt hat, um mehr Wasser zum Kernkraftwerk Cernavodă zu leiten. Mick leitet daraus Verteilungskonflikte um Wasser innerhalb der EU ab; Stefan zitiert die Zahl, dass ein Binnenschiff durch 250 Lastwagen ersetzt werden müsste. Die Reederei Navrom beziffert ihren Verlust für sechs Wochen auf rund 1,6 Millionen Euro, Dacia und Ford stoppen ihre Produktion in Rumänien; Mick verweist auf eine Modellrechnung, nach der anhaltende Sommer dieser Art bis 2030 fünf bis sieben Prozent des BIP kosten würden. Ungarn schaltet Güterzüge zwischen 17 und 22 Uhr ab, lässt das Budapester Parlamentsgebäude unbeleuchtet und ruft zum Stromsparen auf. Beide diskutieren, warum aus dieser Lage keine politische Bewegung entsteht — Stefan verweist auf den Kanzlersatz „die Welt geht nicht unter", Mick auf das Ende der Klimadebatte mit der Ampel. 00:37:21 Rhein bei 1,54 Meter: Binnenschifffahrt, Industrie, Medienkritik Ein Bericht aus dem Duisburger Hafen nennt den Rheinpegel von 1,54 Meter; weil Schiffe kaum noch beladen werden können, braucht dieselbe Fracht die vier- bis fünffache Schiffszahl. Ein Tanker fährt gar nicht erst, weil der Spritverbrauch die transportierte Menge übersteigen würde. Im Tagesthemen-Interview erklärt ein Ökonom des Instituts der deutschen Wirtschaft, dass der Rhein 80 Prozent der deutschen Binnenschifffahrt trägt, dass allein der Kraftstofftransport rund 3.000 Tanklaster pro Tag erfordern würde und dass Produktionen wie bei BASF heruntergefahren werden. Stefan macht daran seine zentrale Medienkritik fest: Die Einstiegsfrage „Wie ernst ist die Lage?" sei ein Kniefall vor Skeptikern, den sich eine Nachrichtenredaktion angesichts bundesweiter Dürre nicht mehr leisten könne. Mick verknüpft das mit der seit zwanzig Jahren diskutierten Investitionslücke und einem Text von Ijoma Mangold über das umgekehrte Verhältnis von Deutschland und seinen Urlaubsländern; als Konsequenz fordert er Redundanzen, Stefan eine Solarpflicht für jeden Neubau. Zum Abschluss die Frage nach den Flusskreuzfahrten, deren Einordnung als gesamtwirtschaftlich nachrangig Stefan als Verachtung des Publikums liest — und Mick am Beispiel der Rheindörfer durchrechnet, die vom Ausflugsverkehr leben. 01:00:53 Kein Wasser fürs Feld: Landwirtschaft, Waldbrände, Hitzetote In Südbaden ist der Salat der Familie Dinger bei Emmendingen vertrocknet, die Bewässerung aus nahen Bächen ist behördlich untersagt; in Schweigern dürfen Vater und Sohn Schmelzle ihre Zwiebeln nicht mehr aus dem Bach gießen. Stefan und Mick arbeiten sich daran ab, dass die Beiträge das Entnahmeverbot als behördliche Willkür rahmen, obwohl die Flüsse schlicht leer sind, und dass eine Off-Stimme ein trockengefallenes Bett noch „fast ausgetrocknet" nennt. Mick erklärt die Anschlussfähigkeit dieser Deutung für Wählerschaften, in denen der Klimawandel bestritten wird, und fragt, warum dieselben Bauern, die wegen des Agrardiesels mit Traktoren nach Berlin und Brüssel fuhren, jetzt schweigen. Es folgen Meldungen zu Waldbränden westlich von Athen, um Spokane im US-Bundesstaat Washington und in der niederländischen Provinz Limburg sowie eine Reportage aus dem griechischen Megara, wo ein Ehepaar fast 900 Tiere verloren hat. Die deutsche Vorsorge illustriert ein Beitrag über die ehrenamtliche Luftrettungsstaffel Bayern und die Verdopplung der Tage mit hoher Waldbrandgefahr seit den 1960er-Jahren. Verkehrsminister Steffen Bilger stellt nach einem Krisentreffen ein Notfallkonzept vor; Claudia Kemfert kommt als einzige mit dem Einwand zu Wort, die Bundesregierung reagiere nur. Den Abschluss bilden die RKI-Schätzung von 1.900 hitzebedingten Sterbefällen, der italienische Hitzealarm, die Ausbreitung der Tigermücke und ein Wetterbericht, der 18 Tage über 35 Grad an einer Station am Oberrhein als beispiellos einordnet. 01:33:57 Dank an die Unterstützer Stefan dankt den während der Sommerpause hinzugekommenen Unterstützerinnen und Unterstützern namentlich und liest ihre Begleitworte vor. Aus einer Zuschrift — „Ihr gehört zu den wenigen Menschen in meiner Welt, die so denken wie ich" — entwickelt er eine These über die Schweigespirale in Deutschland und den Irrtum, die eigene Position sei eine Minderheitenposition. 01:37:35 Wehrdienst: Dänemark, Deutschland, Südkoreas Senior Army Ein Bericht blickt „etwas neidisch" nach Dänemark, wo Frauen gemustert werden, der Wehrdienst von vier auf elf Monate verlängert wird und sich so viele freiwillig melden, dass das Losverfahren nie nötig war. Stefan und Mick zerlegen die Reportage: das Wort „Neid", die Rolle des Königshauses, die Aufrüstung wegen Grönland, die verschwiegenen Blutreserven im hohen Norden und die Größenordnung einer Armee von rund 20.000 Personen. Zur deutschen Lage nennt ein Korrespondentenbericht rund 10.000 fest eingeplante Freiwillige gegenüber dem Ziel von 20.000, den Aufwuchs auf 270.000 Soldatinnen und Soldaten bis Mitte der 2030er-Jahre sowie 50 seit dem Aussetzen der Wehrpflicht abgebaute Kasernen. Stefan argumentiert, die Wehrpflicht werde nicht wegen der Masse verlangt, sondern als Qualitätsfrage, lasse sich so aber nicht kommunizieren. Als Gegenmodell dient eine Reportage über Südkoreas „Senior Army", in der Rentner freiwillig Lasertraining absolvieren; Stefan liest das Projekt als Gesundheitspolitik zur Verlängerung der Healthspan und ordnet es in Südkoreas demografische Lage ein. Mick sieht darin ein Mittel gegen Vereinzelung, Stefan zieht aus den gemischten dänischen Stuben eine bevölkerungspolitische Pointe. 02:08:17 Studierende unter Druck und das Zivildienst-Comeback Ein Bericht räumt mit dem Bild der genussvoll studierenden Erbengeneration auf: Annabella finanziert ihr Studium in München mit Zehn-Stunden-Schichten am Tegernsee, weil sie kein BAföG beantragt; Maximilian studiert in Aachen auf Lehramt neben zwei Nebenjobs und einem unbezahlten Pflichtpraktikum. Eine Studie beziffert die Jobquote auf jeden zweiten Studierenden gegenüber jedem dritten vor zehn Jahren, eine Trendstudie den Anteil derer, die psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen, auf 32 Prozent. Stefan empfiehlt, KI als Werkzeug zur Durchsetzung von Sozialleistungsansprüchen zu nutzen; Mick rechnet die Bilanz nach dem Studium aus Rückzahlung, Kredit und Privatschulden vor. Der zweite Teil gilt dem vorbereiteten Zivildienst-Comeback, das Mick als hypothetisches Thema auf einer Hypothese kritisiert. Die Caritas-Präsidentin widerspricht im Studiogespräch der Annahme, ein Ersatzdienst würde Personalprobleme im Sozialbereich lösen, verweist auf die Gesetzeslage und die zu erwartenden kleinen Zahlen und benennt die Diskrepanz zwischen rund 2.600 Euro Sold und rund 250 Euro Taschengeld im Freiwilligendienst. Stefan und Mick nehmen die Fragehaltung der Moderation auseinander — insbesondere die Frage, ob die Caritas sich an der Finanzierung beteiligen könnte. 02:37:51 Bonusthema: Das Volksbad vor der Volksbühne Weil im Theater gebaut wird, hat der neue Intendant der Berliner Volksbühne ein 25 Meter langes Schwimmbecken davorgesetzt, Eintritt frei, Baden auch nackt. Stefan liest die Aktion als Inszenierung mit „Mut zur Devianz" und hebt hervor, dass das Denkmalschutzamt eigens die zulässige Höhe des Beckens festgelegt hat, während Berlins Infrastruktur verfällt. Mick lobt, dass hier nicht auf die Bürokratie verwiesen, sondern gebaut wurde, und dass aus einer Brachfläche ein Begegnungsort wird. Stefan verbindet das mit Occupy Wall Street und der Aufforderung „Bring Tent" — die Berliner Entsprechung sei, die Badehose mitzubringen und Teil des Geschehens zu werden. Zum Schluss die Ansage, dass der Podcast zu Spotify zurückgekehrt ist und deshalb künftig Werbung enthalten wird, sowie der Aufruf an zahlende Unterstützer, sich per E-Mail mit dem Namen aus dem Kontoauszug zu melden, um werbefrei zu bleiben.

    Wasser ist nass!?
  5. 15 Jul

    Leben und Tod

    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 Fernsehpodcast 188 Der lange Auftaktblock gehört dem NATO-Gipfel in Ankara: Empfang mit Pomp bei Erdoğan, eine Show der Rüstungsdeals über 40 Milliarden Dollar, dazu Trumps Vorwurf, die Europäer hätten ihn im Iran-Krieg im Stich gelassen. Mick beschreibt den Wandel der NATO vom Wertebündnis zum „Buyer's Club", in dem sich Staaten gegenseitig hochmoderne Waffen verkaufen; Stefan sieht im Doppeltrend aus Militarisierung und Finanzialisierung eine von der Realwirtschaft entkoppelte Ersatz-Wachstumsstrategie nach dem Green Deal. In eingespielten Tagesthemen-Ausschnitten befragt Jörg Schönenborn Außenminister Johann Wadephul zu Verhandlungen im Iran-Krieg, neuen Schulden und der Ukraine-Hilfe — Stefan hält dagegen, dass sich die Sicherheit der Straße von Hormuz nicht an Politikeraussagen misst, sondern daran, ob man sein Schiff noch versichert bekommt. Ein Tagesthemen-Kommentar erklärt das Beistandsversprechen des Artikels 5 für tot; Mick hält die NATO nicht für tot, sondern für transformiert in ein transaktionales Bündnis, und liest das Pistorius-Interview vom Folgetag als Punkt-für-Punkt-Erwiderung darauf. Merz verkündet im Bundestag den Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern — laut Diana Zimmermann im ZDF ein Geschäft, das unter Biden und Scholz noch als Gratis-Stationierung vereinbart war. Zum Abschluss des Blocks kauft Kanada für 7,5 Milliarden Euro U-Boote der Klasse 212 CD bei TKMS: 1.500 neue Arbeitsplätze in Wismar, während die Industrie andernorts monatlich Tausende Stellen abbaut. 01:40:10 Unterstützerdank Stefan und Mick danken den Produzentinnen und Produzenten der Folge — von Patrick über Konstantin („Nachrichten darf man nicht unbeaufsichtigt gucken") bis zur Grundlastspende von Vincent Jan. Klaas empfiehlt das ARD-Format „Die Analyse des Sommerinterviews". 01:42:20 Gesundheitsreform Der zweite Block behandelt das Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken gegen die 19-Milliarden-Lücke der gesetzlichen Krankenversicherung, das im Eiltempo durch Bundestag und Bundesrat geht. Stefan erzählt eigene Erfahrungen aus Reha, Notaufnahme und einer Orthopäden-Odyssee und hält das System für fehlspezifiziert: Es rechnet rein fiskalisch statt volkswirtschaftlich und spart ausgerechnet an Prävention und Pflege — womit aus Vorsorgefällen teure Akutfälle werden. Mick kritisiert eine Berichterstattung, die statt über Finanzierungsalternativen fast nur über das Verfahren spricht: den Eilantrag von Grünen und Linken vor dem Bundesverfassungsgericht, für den Janosch Dahmen seine Minuten in den Nachrichten bekommt. Ein Tagesthemen-Kommentar nennt das Paket einen teuer erkauften ersten Schritt vor der eigentlichen Strukturreform; im anschließenden Interview wird Albrecht von Lucke gefragt, wie die Koalition das Vertrauen der Menschen zurückgewinnt. Stefan hält Vertrauen für die falsche Kategorie im Verhältnis von Bürger und Staat — es gehe um Erwartung und Abrechnung per Wahl; Mick vermutet hinter der Vertrauensfrage den unausgesprochenen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Journalismus, die politische Mitte zu bewahren. 02:43:21 Nachwuchs Zum Schluss zwei Tagesthemen-Beiträge: Der erste porträtiert Schülerinnen und Schüler der Frida-Levy-Gesamtschule in Essen, deren Bildungswege an Herkunft, abgesagten Ausbildungsplätzen und dem Einsatz einzelner Lehrkräfte hängen. Mick stört, dass der Bericht die Aussagen der Jugendlichen nicht aufgreift und ohne Einordnung endet; Stefan verweist darauf, dass genau diese Jugendlichen später die Renten zahlen sollen — und die BAföG-Erhöhung trotzdem verschoben wird, mit einer Wohnkostenpauschale von 440 Euro. Der zweite Beitrag besucht vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt das Harzklinikum in Quedlinburg, wo jeder dritte Arzt einen Migrationshintergrund hat, während die AfD ihr Programm „Deutschdenken" vorstellt. Stefan zieht mit Verweis auf Götz Aly Lehren aus der NS-Zeit und rät, die Wahl nicht zu unterschätzen. Danach verabschieden sich Stefan und Mick in eine kurze Sommerpause — die nächste Folge fällt aus.

    Leben und Tod
  6. 7 Jul

    Hitzeberichte

    Wir schauen die Abendnachrichten Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Shownotes Stefan und Mick widmen sich fast zwei Stunden der Rekord-Hitzewelle und ihrer Fernsehberichterstattung, danach dem AfD-Parteitag in Erfurt, dem Wachstumspaket des Koalitionsausschusses und dem WM-Aus gegen Paraguay. 00:00:00 Begrüßung: Eine Woche Hitze als einziges Thema Stefan begrüßt Mick; heute gibt es fast nur ein Thema: die Hitzewelle mit 40 Grad. Beide stellen fest, dass das Thema so schnell verschwindet, wie es kam — obwohl man „gerade einfach nicht leben kann". 00:01:52 Sprühnebel in Köln, Wasserwerfer in Berlin, volle Notaufnahmen Clips zeigen Kölner Sprühnebel und Wasserwerfer am Brandenburger Tor — für Mick eine PR-Aktion. Die Essener Notaufnahme meldet bis zu 20 Prozent mehr Patienten — ohne das Wochenende wäre es laut Stefan zur Kliniküberlastung gekommen. 00:08:18 Unvorbereitete Städte und die Parkplatzfrage Ein Clip nennt versiegelte Böden und fehlende Grünflächen als Ursachen. Mick hält die Lösungen für bekannt, aber politisch unerwünscht: Die Berliner CDU streicht die Fahrradweg-Verordnung und feiert Parkplätze — für Stefan der Inbegriff des Falschen. 00:11:27 „Daran müssen wir uns gewöhnen": Hitzealltag im Fernsehen Eine ARD-Moderation nennt den Rekordtag ein Zeichen des Klimawandels, „an das wir uns wohl gewöhnen müssen" — Mick widerspricht: An 40 Grad in der Wohnung gewöhnt sich niemand. Stefan berichtet von zwei Notarzteinsätzen in der Klasse seines Sohnes, während das Fernsehen fröhliche Kinder im Sprühwasser zeigt. 00:16:00 Elbtunnel, Keller und Binnen-Klimaflüchtlinge Hamburger fliehen in den kühlen Elbtunnel; Stefan schläft mit seinem Sohn im Keller, Mick konnte seine 50 Grad heiße Dachwohnung nicht mehr betreten. Beide entwickeln den Begriff des Binnen-Klimaflüchtlings: Es gibt keinen Ort zum Ausweichen. 00:19:25 Rekorde in Saarbrücken, Tropennächte und Taupunkt Saarbrücken meldet mit 41,3 Grad die höchste je im Juni gemessene Temperatur; Tropennächte hält Stefan für gefährlicher als die Tageshitze. Wie einst den R-Wert müsse man jetzt Taupunkt und Luftfeuchtigkeit lernen. 00:24:28 Flucht an die Küste, CSD und überhitzte Altenheime Clips zeigen Urlauber im Seebad Binz und den CSD in München. Im Sana Klinikum Offenbach schildern Ärzte ältere Patienten, die zu wenig trinken; in Dormagen mussten Senioren wegen überhitzter Räume versorgt werden — für Mick Folge eines renditegetrimmten Systems. 00:28:18 Geplatzte Autobahnen und Halbmarathon bei 40 Grad Die Hitze sprengt die Asphaltdecke der A2, in Thüringen sprüht der Winterdienst Wasser statt Salz. Stefan fragt polemisch, wen man dafür ins Gefängnis stecken müsse, wenn schon Autobahnblockaden eine Straftat sind. Der Halbmarathon in Breitnau findet statt, Hamburg sagt ab. 00:33:20 Private Hitzeschutzpläne für den Alltag Aus einem Clip über das ausverkaufte Besucherbergwerk im Erzgebirge entwirft Stefan einen privaten Hitzeschutzplan: morgens Freibad, mittags Höhlenführung. Zwei Wochen mit 40 Grad wären laut Mick „hart am Zivilisationszusammenbruch". 00:37:31 Bunker, Tunnel und Klimaanlagen aus China Stefan lobt das finnische Bunker-Modell und fordert Tunnelsysteme unter deutschen Städten, Klimaanlagen aus China und eine Billion Euro Extra-Verschuldung. Mick kritisiert, dass nicht einmal die Grünen eine Kampagne vorbereitet hatten — die Politik antworte nur mit Zwei-Tage-Statements. 00:42:35 Wetterbericht und gefühlte Temperatur Für Berlin bis zur Lausitz werden 42 bis 43 Grad angekündigt. Stefan fordert Wetterberichte mit gefühlter Temperatur und Sonnentemperatur — die Schattenwerte gelten nur, „falls sie gerade unter einem Baum stehen". 00:46:39 Drei Rekordtage, Waldbrände und der Meteorologen-Befund Der deutsche Hitzerekord fällt an drei Tagen in Folge, zuletzt mit 41,7 Grad im Landkreis Oder-Spree. Im Landkreis Bad Kreuznach wird das Dorf Traisen evakuiert, weil im brennenden Wald Weltkriegsmunition explodiert. ZDF-Meteorologe Özden Terli nennt die Lage „historisch". 00:51:59 Klimavermittlung, Merz' Klimaanlage und Medienkritik Der These, die Erderwärmung sei „schwierig zu vermitteln", widerspricht Stefan: Nach elf Tagen Hitzewarnung braucht niemand ein Vermittlungsseminar. Nur für Friedrich Merz' Büro im Kanzleramt sei eine Klimaanlage eingebaut worden; Mick ergänzt die EU-Kommission, wo es nur bei Ursula von der Leyen kühl bleibt („Klimafeudalismus"). Der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe das Klima nie als Sicherheitsthema angenommen; Mick fordert Panik. 01:03:35 Hitzeschutz-Defizite und das Grünen-Sofortprogramm Nur etwa jede dritte Klinik hat Klimaanlagen; Katharina Dröge fordert ein Sofortprogramm für Kliniken, Pflegeheime und Schulen. Stefan geht das nicht weit genug. Mick verweist auf die Finanzierungsfrage — 600 Milliarden für Rüstung, Schuldenbremse. 01:09:02 Regierung verweist auf Länder und Kommunen Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärt, „eine Chefsache wird das Wetter nicht ändern"; Hitzeschutz sei Sache der Länder und Kommunen — die laut Stefan 30 Milliarden Euro Defizit haben. 01:15:09 Exkurs: „Wer bestellt, bezahlt" — kommunale Finanzen Merz kündigt an, ab 1. September keine Gesetze mehr zu machen, die Kommunen ohne Kostenausgleich belasten. Stefan erklärt das Grundproblem: Der Bund bestellt Sozialpolitik ohne Budget. Mick wendet ein, die Konsequenz sei nur, dass der Bund gar nichts mehr bestellt. 01:18:14 Umweltminister Schneider im Tagesthemen-Interview Im Interview mit Ingo Zamperoni verweist Carsten Schneider bei Klimaanlagen für Krankenhäuser auf die Zuständigkeit der Einrichtungen. Stefan kritisiert, dass Minister nur Probleme beschreiben statt Lösungen zu liefern; Mick beklagt, dass Minister nicht mehr für ihr Ressort kämpfen. Ein ARD-Kommentar rechnet vor: Hitzetage kosten die Wirtschaft rund 430 Millionen Euro täglich — Mick fragt, warum nur der Kommentar so konkret ist. 01:31:21 Unterstützerdank: Fabio präsentiert Präsentator der Folge ist Fabio, der kommentarlos 119,99 Euro geschickt hat. Raphael wird Produzent; weitere Danksagungen an René, Dominik und Anna, Christiane, Matthias, Wolfgang und andere. 01:32:57 AfD-Parteitag in Erfurt und die Gegendemonstrationen Ein Tagesschau-Clip rahmt den Bundesparteitag als potenziellen Ausnahmezustand: 50.000 erwartete Demonstranten, 2.500 davon als gewaltbereit eingeschätzt. Stefan kritisiert die Dramatisierung — tatsächlich wurde es ein weitgehend friedliches Happening. Mick verteidigt Demonstrationen als gemeinschaftlichen Ausdruck von Missfallen. 01:37:40 Weidel und Chrupalla in den Interviews danach Im ZDF fragt Dunja Hayali Alice Weidel nach innerparteilicher Bestrafung von Selbstkritik (Tino Chrupalla verlor nach Kritik an der Vetternwirtschaftsaffäre fast zehn Prozent) und nach dem Treffen mit Martin Sellner — Weidel weicht aus und attackiert Öffentlich-Rechtliche und Verfassungsschutz. Mick argumentiert, Berichterstattung über innerparteiliches Gerangel mache die AfD eher attraktiv; das eigentliche Thema sei der Deal der Parteiflügel um Höcke und Kubitschek, Konflikte bis zu den Landtagswahlen ruhen zu lassen. Fazit beider: Dieser Journalismus ist der AfD nicht gewachsen. 01:58:37 Koalitionsausschuss: Das Wachstumspaket Im heute journal ist von „Schicksalstagen" der Koalition die Rede: Vor der Sommerpause sollen Wachstumspaket und Reformen stehen. Merz erwartet einen „großen Sprung nach vorn" — für Stefan eine zeitlose Aussage, die auch aus 1956 stammen könnte. Dirk Wiese kündigt die Einkommensteuerreform zum 1. Januar 2027 an. 02:05:06 Einkommensteuerreform und Reichensteuer Das Paket: zehn Milliarden Euro Entlastung, bis zu 600 Euro jährlich pro Familie, gegenfinanziert durch eine Reichensteuer bis 47 Prozent ab 280.000 Euro. Stefan argumentiert mit dem Gini-Koeffizienten — 0,3 beim Einkommen, 0,8 beim Vermögen: Die Steuer geht am Problem vorbei, weil Renditen nicht als Einkommen gelten. 02:09:00 Krankschreibung, Befristungen, Entbürokratisierung Die Koalition schafft die telefonische Krankschreibung ab; Stefan hält das für sinnfreies Agenda-Setting, Mick ordnet es als Kulturkampf-Thema im „faule Deutsche"-Diskurs ein. Zu den flexibilisierten Befristungen verweist Stefan darauf, dass die Bundesministerien selbst stark befristen. Söder lobt im Clip: Der Kanzler wolle „Deutschland wieder flott kriegen". 02:14:55 Klingbeil im heute journal: Einkommen versus Vermögen Klingbeil verteidigt die „Superreichensteuer" als Fairness-Signal; Stefan rechnet vor, dass nach den ab 2028 steigenden Rentenbeiträgen von den 600 Euro eher ein Minus bleibt. Sein Frankfurt-Quiz: 80.000 Millionäre und 13 Milliardäre in der Stadt, aber keine 3.000 Einkommensmillionäre in ganz Hessen — die Steuer trifft fast niemanden. 02:28:20 WM-Aus gegen Paraguay Deutschland scheidet aus — zum dritten Mal in Folge früh, erstmals durch ein verlorenes Elfmeterschießen. Mick nennt das Spiel eine „Vollkatastrophe"; die Endzeitstimmung in Fußball-Podcasts sei schlimmer als 2018. Eingespielt werden Merz' Tweets („Wir sind stolz auf euch") und Fan-Stimmen; dazu Nagelsmanns Spielerauswahl und die 90er-Jahre-Trikots. 02:40:09 Sportphilosoph Gebauer deutet das Ausscheiden In den Tagesthemen deutet Gunter Gebauer die Niederlage als „Schwarzsehen", das sich mit der Auflösung von Gewissheiten verbinde. Stefan hält die Verknüpfung für grotesk: Spitzenfußball ist eine von der Realität entkoppelte Welt. Mick verteidigt Gebauer teilweise; Stefan spottet über dessen Satz, es gebe bis zur nächsten WM „nur kleinere Meisterschaften" — dabei steht eine Europameisterschaft an. 02:46:39 „Klopp ist top" und Verabschiedung Ein Tages

    Hitzeberichte
  7. 25 Jun

    Vertrag von Versailles II

    Wir schauen die Abendnachrichten Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 Fernsehpodcast 186 „Deutschland schmilzt, aber wir bleiben cool" – unter dieser Hitze-Losung steigen wir ein. Eine Clip-Collage stimmt schon das große Thema an: Trump hat die Rahmenvereinbarung mit dem Iran nachts eigenhändig mit schwarzem Filzstift im Schloss Versailles unterzeichnet, statt tags darauf in der Schweiz im Beisein von J. D. Vance. Ein Kommentar deutet den „Iran-Deal" als das Gegenteil dessen, was Trump verlangt hatte – als „Kapitulation", allerdings die der USA. Davor der Smalltalk: zwei Wochen Pause wegen Italien, Micks Bericht von zwölf glühend heißen Tagen in Rom (Schweizergarde, Petersdom-Kuppel, Deutscher Friedhof) und Stefans Empfehlung, dort unbedingt eine Führung zu buchen. 00:11:41 Parteitag der Linken Der Bundesparteitag in Potsdam wird breit beachtet – mit ungünstigen Vorzeichen. Der Eröffnungsclip (Dunja Hayali, ZDF) verweist auf BR-Recherchen, wonach Teile der Linksjugend Diktatoren verherrlichen und antisemitische Parolen verbreiten. Stefan spottet über die Erwartung, nach 2002 Geborene müssten „nochmal versichern", mit Honecker gebrochen zu haben; Mick merkt an, dass der Bericht drei Tage vor dem Parteitag kaum zufällig erscheine. Beide beschreiben den Richtungskampf zwischen jüngerer Basis und alteingesessener Kaderstruktur und Stefans Demografie-Argument: Das Wählerpotenzial verschiebe sich, auch wenn die Partei bei elf Prozent stagniere. Am Streit um den Genozid-Begriff entzündet sich die Grundsatzfrage: Mut zu klarer Sprache oder „voreilender Gehorsam"? Es geht um das Dilemma vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – Profilierung gegen die CDU versus „Einheitspartei" zur Rettung der Demokratie. Bei der Personalie erreicht Luigi Pantisano ohne Gegenkandidat nur gut 53 Prozent; beide zerlegen seinen Auftritt als zu unkonkret und seine Aussage, die CDU mache „faschistische" Politik, als historisch falsches und politisches Eigentor. Zum Schluss kontern mehrere Tagesthemen-Clips mit dem Vorwurf, die Linke mache „Politik aus dem Hörsaal statt fürs Werkstor" – Stefan und Mick drehen den Spieß um: Nach Wirtschaftskompetenz werde die CDU nie gefragt. 01:24:56 Unterstützerdank Dank an Präsentatorinnen, Produzentinnen und Unterstützer – mit Selbstkritik, weil Stefan Heike (150 Euro, „mein Seelenbalsam in einfacher Geschwindigkeit") nicht zuerst genannt hat. Es danken wir außerdem Philipp und Christian (Wien), Franz, Tim, Eike, Isa, Ingeborg, Torben, Konrad, Sebastian (Pfalz), Stefan aus Dresden, René, Andreas, Wiebke, Annalisa, Johann und Lydia. Running Gag: der notorische Frauenmangel auf der Liste. 01:28:43 Iran Das mit Abstand längste Kapitel: Mick hat allein zum Iran rund 200 Clips auf etwa 70 heruntergebrochen, weil sich nichts trennen lässt – Trumps Geburtstag, G7-Gipfel, Ukraine und die Straße von Hormuz sind ein einziger „politischer Brei". Leitthese: Was Wadephul, Macron und Merz darstellen, klafft weit auseinander von der „Grundenttäuschung" über den Deal in den Sendern. „Deal" nennt es nur Trump, alle anderen sprechen von einer Absichtserklärung. Stefan entfaltet (über einen Salon-Clip von Reemtsma und Nachtwey) den Begriff des Bullying: situativ, eine Gelegenheit, die ergriffen wird – genau so agiere Trump, während alle nur auf seine Reaktion warten. Es gebe gar keine ergebnisorientierten „Verhandlungen": Iran sitze am längeren Hebel, weil Trump nur drohen könne, in vier Wochen gehe „uns das Öl aus". Im Zentrum steht die Anpassung Europas an Trumps Linie. Außenminister Wadephul beschreibt bei Hayali einen „ersten guten Schritt"; Stefan bittet, die Clips „in dreifacher Geschwindigkeit" abzuspielen. Den Höhepunkt bildet Friedrich Merz im Gespräch mit Markus Preiß: Statt zu gratulieren, lobt er die Schwächung des „Terrorismus in der Region" (Houthis, Hisbollah, Hamas) als „großen Erfolg" und stellt die Öffnung der Straße von Hormuz in Aussicht – zweimal sei Merz mit Trump-Kritik „auf die Nase geflogen", nun bleibe er einfach bei dessen Position. Parallel entwickeln beide die These eines transaktionalen „Tit for Tat": Europa sichert die Meerenge mit Minenräumbooten, dafür rückt Trump bei der Ukraine wieder näher heran. Stefan berichtet aus dem Deutschlandfunk von ukrainischen Erfolgen und folgert, ohne die USA laufe es erstaunlich gut; Mick hält dagegen, dem Kriegsziel komme man nicht näher. Beim Israel-Block geht es um Netanyahu, der keines seiner Kriegsziele erreicht habe und vor den Herbstwahlen Erfolge brauche – Knackpunkt Libanon und Hisbollah. Regierungsnahe israelische Medien erklärten nun ausgerechnet die US-Verhandler und J. D. Vance zu „Antisemiten". Dann der Moment der Unterzeichnung in Versailles und ein Heute-Journal-Beitrag mit den „14 Punkten" (Kriegsende an allen Fronten, Öffnung der Straße von Hormuz, Sanktionsaufhebung, Atomverzicht) – für beide eine bloße „Wunschliste". Micks kontraintuitiver Take: Vielleicht löse die Aussicht auf Investitionen und Milliardenflüsse im iranischen Regime mehr Disruption aus als 60 Jahre Sanktionen – ein „Nixon-goes-to-China-Moment". Die letzten Schalten nach Luzern und Tel Aviv zeigen jedoch das Scheitern in Echtzeit: mögliche iranische Suspendierung, Gerüchte über eine erneute Sperrung der Meerenge, israelische Angriffe im Südlibanon und Netanyahus Weigerung zurückzuweichen. 03:05:35 Finale Ein Ausblick auf das Thema der nächsten Woche im „Neuen Zwanziger": die Rente. Stefan hält schon mal eine Suada bereit – über Superjachten, die er aus dem Flugzeug über Sardinien und Korsika fotografiert habe, über das „Schweden-Modell" der Aktienrente und über SpaceX, das binnen fünf Tagen so viel Buchwert verloren habe, „wie wir in 20 Monaten an Rente auszahlen". Seine Pointe: Wenn das Geld an der Börse „für uns arbeiten" soll – wer erarbeitet dann die Rendite? Mick: „Die Roboter, die auf dem Mars Rohstoffe abbauen." Dazu der entlarvte Mythos der „Rente mit 63" und das Theater um Bärbel Bas und das unantastbare „Gesamtpaket" der Kommission. Dann Verabschiedung in den heißen Sommer.

    Vertrag von Versailles II
  8. 19 May

    Kanzler Spahn

    Stefan und Mick besprechen die Nachrichtenwochen Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 KI und alte Männer Zum Auftakt laufen mehrere Clips: Roland Emmerich kündigt einen komplett KI-produzierten Film für 30 bis 40 Millionen statt 300 Millionen an und bezeichnet Skepsis gegenüber KI als „feindliche Haltung", ein älterer Handwerker erklärt, Frauen sollten keine 40-Kilo-Mörtelsäcke schleppen, weil sie „noch ein Kind gebären" sollten, woraufhin im Clip eine Malermeisterin aus Göttingen widerspricht. Stefan und Mick stellen fest, dass sie noch nie so viele absurde Männerauftritte im Fernsehen gesehen hätten, und Mick zweifelt, ob Emmerichs Kostenversprechen einzuhalten sei, da in Hollywood ein hoher Filmpreis längst Marketingargument an sich sei. Stefan fügt hinzu, er würde mit dieser Wette nicht zu Polymarket gehen, weil am Ende ohnehin „alle Roland Emmerich" seien. 00:03:42 Soziologie und Quatsch Stefan erzählt, er habe jahrelang vermieden, Leuten von seinem Studium zu erzählen, und Soziologie meist als „fast wie Zoologie, nur ohne Tiere" abgetan, was er inzwischen für zutreffend halte, wenn er die Abendnachrichten schaut. Er kündigt an, deshalb mitten in einen Clip einzusteigen, in dem es um den Koalitionsstreit gehe. 00:05:56 Der Sozialsystem-Streit Die Tagesthemen greifen eine Aussage von Arbeitsministerin Bärbel Bas auf, die in der Regierungsbefragung gesagt hatte: „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein." Im Beitrag wird diese Aussage als faktisch falsch eingeordnet, und als Belege für die Empörung „im Land" werden Stimmen von Focus Online, Bild und Julian Reichelt (Nius) eingespielt, der von „Mist, einer Lüge" und Zynismus spricht. Stefan argumentiert, gemeint sei offensichtlich, dass niemand wegen der Sozialsysteme einwandere, und nennt es Humbug, Reichelt, Bild und Focus als Stimme „des Landes" zu inszenieren, statt sie zu ignorieren. Mick spricht von einer „kollektiven Psychose", in der man glaube, zu wenig miteinander zu reden, und kritisiert, dass die Tagesthemen einen aus dem Kontext gerissenen Satz aufgreifen, weil sie auf Twitter den vermeintlichen blinden Fleck sähen, und so Nius erstmals als rechenschaftsfähiges Medium behandelten. Stefan ergänzt, mit dieser Logik müsse sich auch die SPD-Spitze zunehmend an Nius andienen, ähnlich wie die CDU sich der AfD annähere, während die ARD damit selbst überflüssig werde. 00:15:20 Fakten gegen Empörung Stefan stellt der Empörungsdebatte Zahlen entgegen: Die Rentenkasse profitiere von Migranten, da jeder im Schnitt rund 7000 Euro pro Jahr in die Sozialsysteme einzahle, und die migrantische Bevölkerung sei im Schnitt 9,4 Jahre jünger als die deutsche, bei Menschen mit Migrationshintergrund sogar elf Jahre. Er verweist auf den anstehenden Renteneintritt des geburtenstarken Jahrgangs 1964 mit 1,1 Millionen Menschen im Jahr 2029 und darauf, dass mehr als die Hälfte aller Neuanstellungen in Deutschland auf Ausländer entfalle. Mick ergänzt, der einzige Bevölkerungsnettozuwachs in ganz Europa stamme noch aus dieser Form von Einwanderung, und vergleicht die Debatte mit der früheren Diskussion über „Totalverweigerer" beim Bürgergeld: Man rede über eine Gruppe von wenigen Tausend, während eine demografische Schieflage Millionen betreffe. In einem weiteren eingespielten Clip verteidigt Bas ihre Aussage mit dem Hinweis auf den Fachkräftemangel und darauf, dass die Unternehmen jeden bräuchten, der im Land sei und arbeiten könne; Stefan und Mick zitieren zudem eine Reportage von Sarah Tacke über übergewichtige, depressive Bürgergeldempfänger als Beispiel für die parallel laufende Stigmatisierungsdebatte. 00:21:49 Bilanz der GroKo Stefan und Mick ziehen Bilanz nach einem Jahr Friedrich Merz und kommentieren einen Heute-Journal-Bericht zur SPD-Pressekonferenz in der Reichstagskuppel. Stefan zerlegt Matthias Miersch wegen dessen Auftritt und Formulierungen wie „wir wollen einen Ausblick tun", Mick beschreibt die Verlegenheitsauftritte der SPD-Spitze. Beide bemängeln, dass die SPD trotz Umfragetief um 12 Prozent keine eigenen inhaltlichen Akzente setzt, etwa Vermögensteuer oder Verteidigung des Acht-Stunden-Tags, und stattdessen den Konflikt mit dem Koalitionspartner scheut. Im Clip wird die GroKo als von „Zoff und Zank" geprägt beschrieben, was Stefan zurückweist: Streit sei der Sinn von Politik, sonst hätte man gleich Merz, Dobrindt und Spahn wählen können. Mick verweist auf Bärbel Bas als Beispiel für eine Politikerin, die mit klarer Ansage mediale Wirkung erzielt habe. 00:29:15 Vier Erfolge, viel Spott Anhand eines ARD-Berichts zum einjährigen Bestehen des Koalitionsvertrags „Verantwortung für Deutschland" gehen Stefan und Mick die vier Erfolgsmeldungen durch, die ein CSU-Landesgruppenchef im Clip aufzählt: Migrationswende geliefert, Bürgergeld abgeschafft, neuer Wehrdienst eingeführt, Heizungsgesetz vom Kopf auf die Füße gestellt. Stefan rechnet die Bürgergeld-Einsparung auf 80 Cent pro Bürger und Jahr herunter, bezeichnet den Wehrdienst als bloße Personalrekrutierung statt Wehrpflicht und verweist beim Heizungsgesetz auf die geopolitische Abhängigkeit von Trump, dem iranischen Regime und chinesischen Erneuerbare-Anbietern. Eingespielt wird auch Katherina Reiche, die das von ihr so genannte Gebäudemodernisierungsgesetz als Investitions- und Planungssicherheit sowie Technologieoffenheit präsentiert und damit Habecks 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien rückgängig macht, sowie Friedrich Merz mit dem Bild, Deutschland sei kein Schnellboot, sondern ein großes, schweres Schiff. Mick ordnet ein, die Erwartungen an Merz seien von Beginn an im Keller gewesen, der Name „Koalition aus Verantwortung" signalisiere bereits Management statt Gestaltung, und der hin- und herschwimmende Migrationskurs (Merz' Forderung, 80 Prozent der Syrerinnen und Syrer zurückzuführen, gefolgt von der Verkündung, das Migrationsproblem sei gelöst) zeige die Widersprüche. Beide diagnostizieren, dass die Regierung sich von Bild und Nius Erwartungen aufdrängen lasse, an denen sie zwangsläufig scheitere, und ziehen einen Vergleich zum Brexit-Versprechen von 350 Millionen Pfund pro Woche für den NHS. Mick schlussfolgert, eine andere Diskursverschiebung etwa zur Vermögensteuer wäre möglich, wenn die Tagesthemen sie analog zur Bürgergeld-Debatte über Wochen bespielten. 00:45:49 Spahn und die Macht Stefan rahmt Jens Spahn als Hauptfigur einer ARD-Doku zum ersten Jahr Merz und liest dessen Rückblick auf den gescheiterten ersten Kanzlerwahlgang („mein erster Impuls war schade") als bewusst kalkulierte Positionierung gegen Merz. Mick ordnet die Berichterstattung darüber ein und beobachtet eine Parallelität, in der Journalisten wie Robin Alexander einerseits gegen die Regierung schössen, andererseits dem Merz-Projekt aus Mangel an Alternativen Erfolg wünschten. Beide diagnostizieren ein strukturelles Ende des „Kanzlerwahlautomaten": Weder Scholz noch Merz erzeugten noch Adenauer-, Kohl- oder Merkel-artigen personellen Auftrieb, SPD und CDU stünden auf der „Restrampe". Stefan benennt die staatspolitische Verantwortungs-Erzählung, Merz jede Chance einzuräumen, weil danach nur die AfD komme, als genau jenen Modus der Alternativlosigkeit, der die 27-Prozent-AfD weiter wachsen lasse. 00:51:45 Vermögen, SPD und Krisen Stefan spielt einen Heute-Journal-Clip, in dem Lars Klingbeil neben der Einkommenssteuerreform eine höhere Vermögensteuer ins Gespräch bringt und Spitzenverdiener zu mehr Solidarität aufruft; Stefan kontert mit dem Hinweis auf Frankfurter Bekannte, die täglich 100.000 Euro Rendite einstrichen, und kritisiert, dass die SPD die eigentliche Vermögensfrage gar nicht mehr aufwerfe, sondern nur höhere Arbeitseinkommen meine. Mick hält die Vermögensteuer in dieser Koalition für chancenlos und schlägt – wie schon in vorherigen Folgen angesprochen – eine zweite, von der Klingbeil-Spitze gelöste SPD aus Basis und Gewerkschaften vor, die sich als Antiposition für die Zeit nach der Koalition aufstelle. Stefan ergänzt aus eigener Quelle, in Bundestagsfraktion, Ländern und Kommunen „leiden alle unter Lars", teils mehr als unter Merz. Im Tagesthemen-Clip wird Spahn am Jahrestag des Koalitionsvertrags mit 86 Prozent zum Fraktionschef wiedergewählt; Stefan deutet Tag und Ergebnis als bewusste Inszenierung gegen Merz, an dem nun „kein Weg mehr vorbei" führe, während Mick Merz als Gefangenen seiner eigenen Fraktion mit 11 Prozent Beliebtheit beschreibt, dessen Reformherbst und Frühlingsreformen ausgeblieben seien. Die Krisenlage – ausbleibende US-Wende nach den Midterms, fortlaufender Iran-Krieg, Ukraine-Krieg, Xis möglicher Taiwan-Kalkül nach Trumps Besuch – verschärfe diesen Befund; Stefan fürchtet eher drei weitere Iran-Kriege als deren Ende. Ein weiterer Clip zeigt Spahn und SPD-Fraktionschef Miersch, die im Zeitungsinterview ihre Beziehung und gemeinsame Erfolge bei Wehrdienst, europäischer Asylpolitik und Bürgergeldreform betonen; Stefan vergleicht dies mit „Chuck-Schumer-Vibe" und verweist darauf, dass die gemeinsame europäische Asylpolitik unter einem SPD-Kanzler in der Ampel angelegt worden sei. Mick fasst zusammen, dass beide Parteien – CDU bei 24, SPD bei 12 Prozent – politisch im Kern leer seien und im gleichen Modus wie vor 20 Jahren glaubten, ihre Erfolge nur besser vermitteln zu müssen. 01:04:23 CDU und Realität Stefan und Mick ordnen einen Clip aus einer ARD-Doku ein, in dem Alexander Dobrindt die Schuldenbremse als „tiefe Verwundung" der Unionsfraktion beschreibt. Stefan kontrastiert das mit dem Umstand, dass die Koalition mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen gestartet ist. 01:05:29 Sondervermögen vor Ort Ein Reportage-Cl

    Kanzler Spahn

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Triggerwarnung, hier wird Fernsehen geschaut. Einschalten, hinschauen; nicht fragen, wieso? Mit diesem Podcast halten Aliens Kontakt zur Realität, wie man sie in den Medien für alte Leute zeigt. Ja, wir haben alle keine Fernseher mehr. Aber keine Altersgruppe wächst so schnell wie die der Fernsehzuschauer. Also bleiben auch wir noch eine Weile dran.