Zen

Rei Ho Christoph Hatlapa Roshi

Der Podcast von Choka Sangha

  1. 5 రోజుల క్రితం

    Z00256 Sesshin als Feld der liebenden Güte und inneren Metamorphose. (Herbstmond-Sesshin 08.11.2025)

    In diesem Teisho lädt Christoph Rei Ho Hatlapa uns dazu ein, die Teilnahme an einem Sesshin als einen Akt der Selbstliebe zu verstehen. Frühes Aufstehen, langes Sitzen und Schweigen wirken auf den ersten Blick zwar abschreckend. Doch genau in dieser Strenge liegt die Fürsorge, die es uns ermöglicht, uns nicht länger selbst aus dem Weg zu gehen, sondern zu erforschen, wer oder was wir jenseits unserer Geschichten wirklich sind. Dabei geht es nicht um Selbstbespiegelung, sondern um die Bereitschaft, sich im Zusammenhang der fünf Skandhas zu betrachten und zu erkennen, wie sehr das vermeintlich fixe Ich ein Prozess ist, der vom gesamten Kontext des Lebens bedingt ist. Shin’ichi Hisamatsu, der philosophische Lehrer von Ōi Saidan Roshi, vergleicht das wahre Selbst mit einer Raupe, die sich verpuppt und schließlich als Schmetterling ihre Schale durchbricht. Dabei vereinigt sich die Raupe nicht mit dem Schmetterling, indem sie sich selbst aufgibt, sondern die Puppe verneint sich selbst, erlangt Freiheit von sich selbst und wird so zum Schmetterling. Ein Sesshin ist vergleichbar mit dem Kokon, in dem wir uns der Krise, der Enge und dem Nicht-Wissen nicht mehr entziehen können. Wenn wir das alte Ich nicht aus Selbsthass verneinen, sondern aus Durchschauen, kann etwas Weites, Leichtes, Unverfügbares auftauchen: unsere Buddha-Natur.​ Ein Mensch, der auf diese Weise weich geworden ist, erlebt sich nicht länger als getrennt von der Welt und den Wesen um sich herum. Es entsteht ein Raum, in dem wir uns selbst freundlicher betrachten können. Unser Herz öffnet sich für die vier Qualitäten der Liebe – liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut. Diese bleiben keine abstrakten Ideale, sondern scheinen im ganz Konkreten auf: in der Partnerschaft, bei der Erziehung von Kindern, in der Sangha, in unserem Umgang mit Konflikten und mit der verletzten Erde. Die Art und Weise, wie wir unsere eigene innere Landschaft kultivieren, prägt unmittelbar unseren Blick auf das gesamte Mit-Leben.​ Dieses Teisho wurde im Kô Getsu An (https://zen-bonn.de) gehalten. Um für junge Erwachsene den Aufenthalt im ToGenJi zu ermöglichen, bitten wir um eine Spende: Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/spenden/ Herzlichen Dank

    37 నిమి
  2. 7 మార్చి

    Z00253 Mayoku gräbt Unkraut aus. (Herbst-Sesshin 23.10.2025)

    In diesem Teisho über das Erwachen im Alltäglichen bezieht sich Christoph Rei Ho Hatlapa auf Koan 175 des Kattōshū. Darin möchte der Gelehrte Jushū Ryōsui von Meister Majoko belehrt werden. Doch statt mit ihm zu sprechen, beginnt Majoko wortlos, im Garten Unkraut zu jäten. Am nächsten Tag weist Majoko ihn erneut ab und fragt ihn schließlich durch die geschlossene Tür: »Wer ist da?« In diesem Moment erfährt Ryōsui eine tiefe Verwirklichung – er erkennt sein wahres Wesen. Wie Dogen es beschreibt, war er nach eingehender Selbsterforschung in der Lage, sich selbst zu vergessen. Er durchschaute sämtliche Identifikationen als Trugbilder und nahm das Selbstähnliche in allen Wesen wahr. Das ist ein großer Augenblick. Im Japanischen spricht man in diesem Zusammenhang von Kenshō. Was Ryōsui dorthin geführt hat, war kein Gespräch, sondern unmittelbares Erleben. Mayoku hat es ihm vorgemacht, wie man dem Buddha begegnet. Nämlich indem er Unkraut jätete. Im aktiven Samadhi strahlte er das Wesentliche aus. Und das tun wir auch, wenn wir voll konzentriert bei der Sache sind. Wenn wir die alltäglichen Dinge wirklich erleben, reicht das vollkommen aus, um die grundlegende Güte dessen, wer wir sind, anzunehmen. Dazu gehören auch die schattigen Seiten, die wir an uns haben und durchdringen können. Doch wenn wir nicht der Buddha sind, dann ist niemand der Buddha. Um für junge Erwachsene den Aufenthalt im ToGenJi zu ermöglichen, bitten wir um eine Spende: Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/spenden/ Herzlichen Dank

  3. 7 ఫిబ్ర

    Z00251 Tatsächlich gibt es kein einziges Wesen, das zu erretten wäre. (Sesshin 05.09.2025)

    Diese Aussage des Diamant-Sūtras scheint dem Bodhisattva-Gelöbnis, alle Lebewesen zu erretten, zu widersprechen. In Abschnitt 25 heißt es jedoch: »Würde der Tathāgata meinen, dass es ein solches Wesen gäbe, so wäre er der Vorstellung von einem Selbst, einer Person, einem Lebewesen oder einer Lebensspanne verhaftet.« Doch wie lässt es sich leben, ohne in die Getrenntheit verstrickt zu sein? Schließlich sind wir von Lebewesen mit einer Identität umgeben und nehmen sie auch so wahr. In der Blumenpredigt hält der Buddha schweigend eine Blume hoch. Damit weist er darauf hin, dass sie aus Nicht-Blumenelementen besteht und man sie aus diesem Grund als Blume bezeichnen kann. Tatsächlich hält der Buddha drei Blumen hoch: die Blume, die Nicht-Blume und die allumfassende Blume. Allerdings ist es nicht leicht, diese dreifache Dimension jedes Begriffs in der Praxis jederzeit präsent zu haben. Einerseits gibt es den Geisteszustand, in dem wir uns mit den anderen Wesen verbunden fühlen und mit der Buddha-Natur in Kontakt sind. Dem gegenüber steht ein Geisteszustand, in dem wir gestresst vom Leben in der Getrenntheit den Kontakt zur Buddha-Natur gänzlich verloren haben. In solchen Momenten erscheint uns der Buddha als vollkommenes Wesen unerreichbar. Die Prajñāpāramitā besagen jedoch, dass die fünf Bereiche des Anhaftens auch ein Konstitutiv des Buddha-Wesens sind. Der Buddha setzt sich aus Nicht-Buddha-Elementen zusammen. Das Reine besteht aus dem Unreinen. So setzen sich auch unsere Beziehungen aus Ärger und Nichtverstehen zusammen. All das ist Teil der Welt, die von organischer Liebe zusammengehalten wird. Wenn wir diese organische Liebe verinnerlichen, können wir zunehmend in dem Zusammenhang bleiben, in dem wir uns tatsächlich befinden. Das Diamant-Sūtra möchte uns in eine Welt hinübergeleiten, die nichts und niemanden ausschließt. Um für junge Erwachsene den Aufenthalt im ToGenJi zu ermöglichen, bitten wir um eine Spende: Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/spenden/ Herzlichen Dank

    37 నిమి
  4. 10 జన

    Z00249 Dem duftenden Gras folgen… (Sommer-Sesshin 18.07.2025)

    In diesem Teisho beschäftigt sich Christoph Rei Ho Hatlapa damit, wie wir die Zeichenlosigkeit im Alltag verwirklichen können. Er zeigt uns Wege, wie wir in der uns umgebenden Realität unterwegs sein können, ohne ständig etwas einzuordnen, und dabei trotzdem mit unserem jeweiligen Gegenüber in Verbindung bleiben. Bei dieser Herausforderung kann uns die Natur eine hervorragende Lehrmeisterin sein. Sie lädt uns ein, uns mit offenem Blick und ohne Einordnung in ihr zu bewegen. In Koan 36 des Hekiganroku unternimmt Chôsa einen solchen Spaziergang: Zunächst folgt er den duftenden Gräsern und kehrt auf der Spur der fallenden Blüten zurück. Um sich auf diese Weise mit offenem Blick und ohne Einordnung in die Natur hineinzubegeben, bedarf es eines tiefen Vertrauens in die Zeichenlosigkeit. Dieses Vertrauen können wir mit unserem Herzen aufbauen können, indem wir uns berühren und tragen lassen vom Meer der Mitwelt und so in einen mitfühlenden Kontakt zur Natur treten. Dabei sind wir nicht mit einem Ziel oder der Absicht etwas zu verändern unterwegs. Chôsa ging absichtslos im intuitiven Kontakt mit der Landschaft und sagte später: »Das gesamte Universum ist dein Auge. Das gesamte Universum ist dein ganzer Körper. Das gesamte Universum ist ein eigenes Leuchten.« Um für junge Erwachsene den Aufenthalt im ToGenJi zu ermöglichen, bitten wir um eine Spende: Sie finden die Kontodaten/Paypal auf unserer Website https://choka-sangha.de/spenden/ Herzlichen Dank

    49 నిమి

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