Ratgeber

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.

  1. 1 G FA

    Joggen kann man gerade im Frühling gut lernen

    Jede und jeder kann joggen lernen, davon ist Savo Hertig überzeugt. Er ist diplomierter Sportlehrer und Personal Trainer. Das Wichtigste: Langsam, wirklich langsam einsteigen. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Es sieht immer sehr leicht und einfach aus, wenn man Läuferinnen und Läufer unterwegs sieht. Aber auch sie mussten zuerst joggen lernen, sagt Hertig. Deshalb: Langsam einsteigen. Was heisst langsam beginnen? Langsam anfangen heisst, 20 Sekunden am Stück joggen und das - wie gesagt - sehr langsam. Und dann geht man wieder. Und dann wieder 20 Sekunden joggen, anschliessend wieder gehen. Immer im Wechsel kurze Sequenzen, die man joggt und dann wieder gehen. Plötzlich läuft man 30 oder gar 40 Sekunden. Ganz nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein. Die richtigen Kleider und Schuhe Nicht zu unterschätzen sind gute Kleidung und Joggingschuhe. «Alte schwere Baumwollshirts oder Hosen machen beim Laufen keine Freude», sagt Hertig. Besser, man investiert in eine Laufhose und ein Laufshirt aus gutem Material. Und auch bei den Laufschuhen nicht sparen. «Viele machen am Anfang den Fehler, dass sie in normalen Turnschuhen rennen gehen. Kein Wunder kommt da keine Freude auf.» Auch da lohnt sich eine kleine Investition. Die Laufschuhe kann man gut noch im Alltag brauchen, zum Spazieren oder Walken. Wirklich langsam steigern Gerade für Einsteiger wichtig: Mit der Joggingrunde sollte man dann aufhören, wenn's richtig gut läuft. «So hat man ein gutes Gefühl und geht eher wieder joggen», weiss Hertig aus Erfahrung als Personal Trainer.

    5 min
  2. 2 APR

    Nisthilfen für Fledermäuse, Reptilien und Amphibien

    Fledermäuse, Eidechsen und Amphibien leben häufig in der Nähe von Menschen. Welche Strukturen ihnen wirklich helfen, was beim Renovieren wichtig ist und wie sich naturnahe Gärten positiv auf gefährdete Arten auswirken. Fledermäuse gehören zu den am stärksten geschützten Wildtieren in der Schweiz – und leben oft direkt in unseren Häusern. Da moderne Gebäude viele Spalten verschliessen, fehlen ihnen zunehmend Quartiere. Nisthilfen wie Spaltenkästen oder spezielle Fledermausquartiere können deshalb sinnvoll sein. Wer jedoch bereits Fledermäuse im Dachstock hat, trägt eine besondere Verantwortung: Brutplätze dürfen weder gestört noch entfernt werden. Bei Umbauten sollten Fachleute, etwa von der Stiftung Fledermausschutz, beigezogen werden, da Fledermäuse empfindlich auf Temperatur oder Luftströmungsänderungen reagieren. Für viele Menschen wirken Fledermäuse unheimlich, doch die Angst ist unbegründet: Sie sind scheu, harmlos und wertvolle Insektenjäger. In anderen Kulturen gelten sie sogar als Glücksbringer. Wer ihnen begegnet, sollte sie einfach in Ruhe lassen. Auch Reptilien wie Eidechsen oder Blindschleichen profitieren von Strukturen im Garten. Eine sogenannte «Reptilienburg» aus Steinen, Totholz und sandigen Bereichen bietet Sonnenplätze, Verstecke und Eiablageorte. Wichtig ist ein abwechslungsreich gestalteter Garten ohne gefährliche Schächte oder Fallen. Für die Überwinterung sollten Steinhaufen teils im Boden verankert sein, damit sie frostsicher bleiben. Amphibien wie Gras- oder Laubfrösche benötigen zur Fortpflanzung ein stehendes Gewässer. Doch selbst ohne Teich kann man ihnen helfen: Feuchte Rückzugsräume, Ast- und Steinhaufen oder strukturreiche Gärten dienen als Schutz und Überwinterungsplatz. Die Tiere legen oft weite Wege zwischen Gewässer und Lebensraum zurück – ein naturnaher Garten kann dabei ein lebenswichtiger Trittstein sein.

    5 min
  3. 1 APR

    Nisthilfen für Wildbienen & Schmetterlinge: Das nützt Insekten

    Insektenhotels liegen im Trend, doch oft helfen sie kaum. Welche Nisthilfen für Wildbienen sinnvoll sind, warum der Gartenboden wichtiger ist als Holzröhren und weshalb Schmetterlingshäuschen kaum Nutzen bringen. Wildbienen und Schmetterlinge gelten als Symbol für Biodiversität – doch viele der im Handel angebotenen Insektenhotels bringen wenig oder schaden sogar. Entscheidend ist die Qualität der Häuschen: Für Wildbienen sollten Nisthilfen aus trockenem Hartholz bestehen, mit sauber gebohrten, mindestens zehn Zentimeter tiefen Gängen. Auch Röhrchen aus Bambus oder Schilf müssen glatt und gut befestigt sein, damit Flügel nicht verletzt werden. Noch wichtiger als künstliche Nisthilfen ist jedoch der Garten: Rund drei Viertel aller Wildbienenarten nisten im Boden. Sie brauchen offene, sandige Stellen, abwechslungsreiche Strukturen und idealerweise auch kleine Böschungen oder Freiflächen. Ebenso entscheidend ist das Nahrungsangebot: Viele Arten fliegen nur rund 50 Meter weit, weshalb einheimische, über das Jahr blühende Pflanzen unverzichtbar sind – von frühem Salbei und Taubnesseln über Glockenblumen und Thymian bis zu spätem Efeu. Für Schmetterlinge gilt Ähnliches: Ihre Raupen sind auf bestimmte Futterpflanzen und Strukturen angewiesen. Alte Pflanzenstängel, markhaltige Triebe, Ast oder Totholzhaufen dienen als Überwinterungsplatz oder als Ort für Eier und Kokons. Schmetterlingshäuser hingegen erfüllen kaum einen Zweck und gelten eher als dekorative Produkte. Wer den Garten naturnah gestaltet, auf einheimische Pflanzen setzt und abgestorbene Stängel über Winter stehen lässt, schafft für Wildbienen und Schmetterlinge deutlich mehr Nutzen als durch jedes gekaufte Häuschen.

    5 min
  4. 31 MAR

    Nisthilfen für Vögel: So schaffen Sie sichere Brutplätze

    Viele Vogelarten finden in modernen Gebäuden kaum noch Brutplätze. Wie Privatpersonen Seglern und Schwalben sinnvoll helfen können, welche Regeln bei Renovationen gelten und worauf man beim Aufhängen und Reinigen von Nistkästen achten muss. Vogelhäuschen und Nistkästen können einen wichtigen Beitrag leisten, um häufigen Arten wie Meisen einen Brutplatz zu bieten – und zugleich ein schönes Naturerlebnis schaffen. Besonders wertvoll sind Nisthilfen aber für Gebäudebrüter wie Mauersegler und Mehlschwalben. Da moderne Häuser kaum noch Nischen und Spalten aufweisen, finden diese Arten immer seltener geeignete Plätze. Mauersegler etwa brüten jahrelang im selben Nest und kehren zuverlässig zurück. Wer renoviert oder ein Gebäude umbaut, muss solche Brutstätten zwingend schützen. Es ist empfohlen, frühzeitig die Gemeinde oder lokale BirdLifeSektionen zu kontaktieren, da sie Brutplätze oft kennen und Beratung bieten. Auch Mehlschwalben können mit künstlichen AussenNisthilfen unterstützt werden – inklusive Kotbrett, das Verschmutzungen verhindert. Da Schwalben geschützt sind, dürfen ihre Nester nicht entfernt werden. Zudem vertilgen sie grosse Mengen Insekten und bieten eindrucksvolle Naturbeobachtungen direkt am Haus. Manchmal bleibt ein Nistkasten zunächst leer. Geduld hilft – oder ein einfacher Trick: Gerade Mauersegler lassen sich mit abgespielten Rufen auf neue Nistplätze aufmerksam machen. Wenn sich stattdessen Spatzen einnisten, sollte man sie gewähren lassen; auch sie finden zunehmend weniger Raum in Gebäuden. Nistkästen können ganzjährig aufgehängt werden, doch der Frühling ist ideal für eine direkte Besiedlung. Eine jährliche Reinigung entfernt Parasiten und erhöht die Erfolgschancen. Entfernen sollte man Tiere nie – stattdessen bei Bedarf zusätzliche passende Nisthilfen anbieten.

    6 min

Descrizione

Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.

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