wissensART

Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum

wissensART der Podcast, der Wissenschaft und Kunst vereint

  1. Dekadenz, Auflösung, Minimalismus und die Wolken von Venedig

    3 DAYS AGO

    Dekadenz, Auflösung, Minimalismus und die Wolken von Venedig

    Abenteuer und Leidenschaft sieht die Künstlerin Andrea Bischof, wenn sie in den Himmel von Venedig schaut. Abgebildet findet sie diesen auch in den Bildern von Tintoretto, Tizian, Tiepolo und Veronese. Doch ganz anders als der Künstler Peter Baldinger „Verunklärt“ Andrea Bischof die Werke der Venezianer nicht, sondern schafft ein acht Meter langes, fast 2,70 m hohes Ölgemälde, das die einzigartigen Wolken Venedigs von Veronese auch aus der Nähe erkennen lassen. Ein Farbenrausch betört die Sinne. Zieht den Betrachter in das Bild hinein, regt die Fantasie an. Bei Peter Baldingers Werken muss man oft zweimal hinschauen. Er verzerrt den Ursprung seiner Bilder bis zur Unkenntlichkeit. „Verunklärung“ ist ein Markenzeichen von Peter Baldinger, ein permanenter Grenzgang zwischen realem Abbild und Abstraktion, der zum kritischen Hinterfragen animiert. Was läge in Venedig näher, als eine Serie zu Viscontis Tod in Venedig zu machen. Im Palazzo Pisani Revedin zeigt Peter Baldinger seine neue Serie „Visconti Suite“. Macht erneut einen Grenzgang zwischen realer Abbildung und Abstraktion und regt zum kritischen Hinterfragen an. Jakob Gasteiger, der dritte Künstler der Gemeinschaftsausstellung im Palazzo Pisani Revedin vom 6. – 30. Mai 2026 zeigt Arbeiten aus seinem Atelier im Weinviertel. Er ist einer der bedeutendsten Vertreter der „Analytischen Malerei“ und greift auf große Auswahl seiner Schaffenszeit zurück. Seine singuläre Bildsprache eröffnet sich im Auge des Betrachters exklusiv, immer wieder anders, immer wieder neu.. Peter Baldinger, Andrea Bischof und Jakob Gasteiger könnten in ihrer Ausdruckskraft unterschiedlicher nicht sein. Doch sie eint ein Zitat von Frank Stella, wonach jeder nur sieht, was er sieht. „What you see is what you see”. Nachzuschauen sind die Werke von Peter Baldinger und Jakob Gasteiger in den Kunstbüchern und Katalogen, die bei Artbook erschienen sind. Im Palazzo Pisani Revedin, am Campo Manin in San Marco 4013/A sind die Werke von 6. – 30. Mai 2026 zu sehen. https://artbook.at/ https://wissensart.at/ https://baldinger.cc/ https://www.jakobgasteiger.com/ https://atelier.andrea-bischof.com/

    17 min
  2. 27 APR

    Ruth Mateus-Berr: Die Pflanzenmalerin

    Ruth Mateus-Berr, die zeitgenössische österreichische Künstlerin, Wissenschaftlerin und Universitätsprofessorin an der Universität für angewandte Kunst, hat viele Talente und ebenso viele Interessen. Ihre Konzeptkunst ist viel beachtet, wird an vielen Orten gezeigt. Ein Beispiel dafür ist ihr vom FWF gefördertes Projekt „D.A.S. Dementia. Arts. Society“. Für ihre Ausstellung im Kulturforum Rom hat sie sich der „Blumenmalerei“ zugewandt. Das klingt lieblich. Bei genauer Betrachtung zeigt sich jedoch der gesellschaftspolitische Konnex. Er weist auf die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit hin. Unter dem Titel: „Die Pflanze. Das Gedächtnis und wir.“ wurden im Kulturforum Rom 30 Blumenbilder gezeigt, die an historische Florilegien, an die prachtvollen Pflanzenbücher der Renaissance, anknüpfen. Ruth Mateus-Berr widmet sich in diesem Projekt der Frage, „wie Pflanzen, Erinnerung und menschliches Zusammenleben miteinander verbunden sind – was wir aus diesen Beziehungen für einen friedlicheren Umgang mit uns selbst, mit anderen und mit der Umwelt lernen können“. Damit fügt sich die Ausstellung harmonisch „in die grundlegenden Anliegen des Österreichischen Kulturforums Rom ein: ein Schutz und die Wertschätzung der Natur, den Versuch einer offenen, zugewandten Wahrnehmung des Anderen sowie Mitgefühl im Bewusstsein unserer eigenen Verletzlichkeit. Hinzu kommt der Wunsch nach Frieden – ein so oft beschworener und doch schwer zu erreichender Zustand“. Zitat Teresa Indjein, Direktor des Kulturforums Rom. Zur Ausstellung gibt es auch einen Katalog in italienischer und deutscher Sprache. Darin ist auch ein Text von Ruth Mateus-Berr über die Ökofeministische und posthumanistische Verortung zu lesen. Abgebildet ist auch ein Erinnerungsbild an den römischen Modedesigner Valentino Garavani mit der „Witwenblume“. Darüber hinaus erzählt die Konzeptkünstlerin über ihre Leidenschaft zur Malerei und über ihren Anspruch „l'Art pour le sens“. Also nicht Kunst der Kunst, sondern des Sinns wegen. Den verwirklicht sie auch beim Projekt Calliope. Joint he dots des Außenministeriums. Die Verkaufsausstellung findet in der 2. – 3. Septemberwoche in der Galerie Mana, Stuckgasse 4, 1070 Wien statt. Außerdem stellt Ruth Mateus-Berr bei der ECC Venice Biennal im Palazzo Mora aus. 9.5.2026 von 10 – 18 Uhr. ©Thomas Berr In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at Auskunft: wissensart@wissensart.at https://www.dieangewandte.at/

    30 min
  3. Marie Gamillschegg: Die preisgekrönte Autorin

    13 APR

    Marie Gamillschegg: Die preisgekrönte Autorin

    Die Reise ins Austrian Cultural Forum New York beginnt bäuchlings auf dem Bett liegend und einer Spritze in den Popo. Was dann geschieht, ist eine Reise in ein unbekanntes Land mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Irgendwann werden sie zu Papier gebracht, fließen die Gedanken in einen neuen Roman ein. Früh hat Marie In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Gamillschegg zu schreiben begonnen, war bereits in der Volksschule Mitglied der Jugend-Literaturwerkstatt-Graz, studierte nach der Matura Transkulturelle Kommunikation mit den Sprachen Französisch und Russisch an der Karl-Franzens-Universität Graz und ging anschließend nach Berlin, um an der Freien Universität ein Masterstudium für Osteuropastudien zu absolvieren. Gleichzeitig arbeitete sie als Journalistin beim Standard, bei der Süddeutschen Zeitung und der Zeit. Genauer gesagt für die Jugendausgabe Zeit Campus. Schnell stellte sich der Erfolg ihres literarischen Schreibens ein. Sie nahm 2016 am 20. Klagenfurter Literaturkurs im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises teil und veröffentlichte ihre Literarische Arbeiten in den Zeitschriften manuskripte, Lichtungen und Edit. Mehrere Arbeiten wurden mit renommierten Buchpreisen ausgezeichnet. So zum Beispiel ihr Debütroman „Alles was glänzt“ mit dem Depütpreis des Österreichischen Buchpreises 2018 und für den aspekte-Literaturpreis nominiert. „Alles was glänzt“ sollte als Theaterproduktion aufgeführt werden und ihr Roman „Aufruhr der Meerestiere“ schaffte es 2022 auf den zweiten Platz der ORF-Bestenliste und wurde im August für den Deutschen Buchpreis nominiert. Inspiriert wurde Marie Gamillschegg für ihre Bücher auf ihren Reisen und Lesungen in den österreichischen Kulturforen. Nun wendet sie sich Mythen zu. Darum geht es in ihrem neuen Buch. Ein bisschen was verrät sie davon im „Kunst im Gespräch“. ©Marie Gamillschegg In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at http://www.luchterhand.de/

    28 min
  4. 7 APR

    Karin Bergmann: Die begehrte Theaterfachfrau

    Karin Bergmann leitet seit 2022 das Schauspiel bei den Salzkammergut Festwochen. Gut vernetzt in der Theaterwelt bringt sie Jahr für Jahr große Schauspieler und Schauspielerinnen an den Traunsee, macht ein Programm, das den Vergleich mit anderen Festspielen nicht zu scheuen braucht. Über 20 Jahre hat sie am Burgtheater in verschiedenen Funktionen gearbeitet, zuletzt als Direktorin. 5 Jahre lang hat sie das in Schieflage gekommene Haus wieder aufgerichtet. Das wusste auch Markus Hinterhäuser, der langjährige Intendant der Salzburger Festspiele. Für das Sommerprogramm 2026 tauschte er sich mit seiner „lieben Freundin“ Karin aus, wollte sie für die Salzburger Festspiele als Leiterin des Schauspiels gewinnen. Die Geschichte nahm kein gutes Ende, wir wissen es. Markus Hinterhäuser scheiterte, räumte bereits sein Büro. Sein Programm steht. Wie wird es umgesetzt? Wer spricht mit den Künstlerinnen und Künstlern, wer entscheidend anstehende Problemstellungen? Karin Bergmann hat während der Tumulte um die Salzburger Festspiele nie ein Wort über die Ereignisse verloren. Jedenfalls nicht öffentlich. Aber vielleicht wird sie jetzt gefragt, im Sommer das Theaterprogramm zu übernehmen, um erneut ein Haus aus der Bredouille zu ziehen. Dass sie es kann, hat sie bereits andernorts bewiesen. Vielleicht würde ihr Markus Hinterhäuser aus der Ferne sogar wohlwollend zusehen, wir wissen es nicht. Was wir wissen, ist, was Karin Bergmann im Sommer bei den Salzkammergut Festwochen vorhat. So viel vorweg: Schauspielerinnen und Schauspieler, die bei den Salzburger Festspielen auftreten, sind auch am Traunsee zu sehen. Der ehemalige Intendant Sven-Eric Bechtolf wird Rudolf Herrenstein in Elisabeth II. Keine Komödie in Thomas Bernhards gleichnamigen Stück geben. Man darf sich auf das Thomas Bernhard.Fest, das Bachmann.Fest und auf die Stars der Zukunft freuen. © SF/Marco Riebler / Markus Hinterhäuser © Rudi Gigler/ Karin Bergmann Weiterführende Links: https://salzburgerfestspiele.at https://www.festwochen-gmunden.at https://wissensart.at/ Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify.

    10 min
  5. Georg Baselitz Jetzt

    2 APR

    Georg Baselitz Jetzt

    „Licht aus, aus, aus“ heißt ein Werk von Georg Baselitz gleich neben dem Eingang des zweiten Stockwerkes im Museum der Moderne am Mönchsberg in Salzburg. Dort ist dem Gegenwartskünstler anlässlich seines 88. Geburtstages eine Ausstellung gewidmet. Gezeigt werden Werke aus den Jahren 2015 bis heute. Mit Öl und Gold hat der Wahlsalzburger 2019 das Werk mit dem Titel „Licht aus, aus, aus“ geschaffen. Seine beiden Figuren sind auf den Kopf gestellt. Das macht Georg Baselitz seit den 1960er Jahren. Damals stellte er mit mehreren „Manifesten“ die Kunstwelt der Nachkriegszeit auf den Kopf. Es sind beeindruckende Doppelporträts oder Pendant-Bilder, die in zwei Sälen im Museum der Moderne gezeigt werden. Sie reflektieren Themen wie Alter, Schwäche und Vergänglichkeit – und nicht zuletzt die eigene Biografie des Künstlers und die seiner Frau Elke. Mit ihr ist er seit 1965 verheiratet. Sie ist meist an seiner Seite, dokumentiert den Fortgang seiner Arbeit mit der Pocketkamera und fungiert als erste Kritikerin ihres Mannes. „Ich kann nicht Sex“ heißt ein Riesenformat, das gleich links neben der Eingangstüre der Ausstellung im Museum der Moderne am Mönchsberg hängt. Es zeigt einen Adler mit dem Kopf nach unten. Mit dem Direktor des Museums der Moderne Harald Krejci kuratierte Tina Teufel die Ausstellung. Sie meint zu diesem Gemälde, dass es jede Assoziation mit dem Wappentier verweigere und verweist auf das filigran-durchsichtige Gefieder. Am Ende der Ausstellung zeigt ein Bild zwei Figuren, Skelette. Sie halten einander an der Hand. „Displaced Persons“ heißt das Doppelporträt in denen Baselitz seine Frau Elke und sich darstellt. Es ist 2020 in fast „röntgenartiger Qualität“ entstanden ist, wie Harald Krejci bemerkt. Schade, dass der große Künstler beim Presserundgang an einem Virus erkrankt war und zu diesem Werk nicht befragt werden konnte. 2025 wohnte er im Rollstuhl der Premiere der Strawinsky Oper „Die Geschichte vom Soldaten“ bei. Er hatte dafür die Marionetten entworfen. Auf wissensART ist dazu ein Podcast zu hören. Der Titel: „Georg Baselitz: Große Kunst an feinen Fäden“. ©Martin Müller Weiterführende Links: https://salzburgerfestspiele.at https://ropac.net https://wissensart.at www.museumdermoderne.at Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify.

    8 min
  6. Fastentücher von Arnulf Rainer, Erwin Wurm und Peter Baldinger

    30 MAR

    Fastentücher von Arnulf Rainer, Erwin Wurm und Peter Baldinger

    Überlegungen zu künstlerischen Fastentüchern von Erwin Wurm, Peter Baldinger und den Kreuzen von Arnulf Rainer im Wiener Stephansdom. 77 Kreuze des Künstlers Arnulf Rainer sind während der Fastenzeit im Wiener Stephansdom zu sehen. Es sind sieben Kreuze auf Holz sowie 70 Kreuz-Kaltnadelradierungen, die der Künstler von 1956 bis 2014 geschaffen hat. Die Werke im Stephansdom stammen aus der Sammlung Werner Trenker. Arnulf Rainer hatte kurz vor seinem Tod die Hängung seiner Kreuze im Wiener Stephansdom verboten. Sie hätten keinen religiösen Zusammenhang meinte der international bekannte Künstler. „Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen soll das Kreuz als Symbol an die Kernbotschaften des Christentums – Liebe, Mitgefühl, Vergebung und den unerschütterlichen Glauben an das Gute – erinnern, hieß es in einer Presseaussendung. Das Kreuz sei dabei auch als Symbol der bleibenden Werte des Christentums zu verstehen, das seit Jahrhunderten Orientierung, Trost und Hoffnung spendet. In der 77, so heißt es weiter, spiegle sich die Zahl ‚Sieben‘ als Symbol für Vollendung, Glaube und geistige Ordnung wider, die sich als zentrales Motiv leitend durch die Präsentation im Stephansdom ziehen soll.“ Arnulf Rainer, der als Vorläufer und Wegbegleiter des Wiener Aktionismus zählte, starb im Dezember 2025. Es konnte mit ihm kein Interview über die Hängung seiner Kreuze geführt werden. Seine Werke werden weiter gezeigt, hängen in Sammlungen. Auskunft dazu gerne via E-Mail wissensart@wissensart.at Im Podcast erinnere ich auch an das Fastentuch von Peter Baldinger und an jenes von Erwin Wurm. Erinnern sie sich an die Steine, die im Jahr 2019 im Wiener Stephansdom von der Decke fielen, das Mittelschiff der Kirche ausfüllten? Es war das Ergebnis der zweiten Einladung, die der Künstler Peter Baldinger von Dompfarrer Toni Faber und Dombaumeister Wolfgang Zehetner erhielt, das Fastentuch zu gestalten. Darüber hinaus sollte er die Liturgie vom Aschermittwoch bis zu Pfingsten künstlerisch begleiten. 1.332 Papierobjekte schwebten während dieser Zeit in sieben Meter Höhe über den Köpfen der Besucher. Violett während der Fastenzeit, rot zu Ostern und weiß zu Pfingsten. In diesen drei Lichtstimmungen verwies die Installation „Sky of Stones“ auf die vielen Steinsymbole in der Heiligen Schrift und auf den Steinigungstod des Märtyrers Stephanus. Zeitgenössische Kunst paarte sich mit dem gotischen Bauwerk, ergänzte den Blick aus heutiger Sicht auf den sakralen Ort. Über die Herausforderung das gotische Langhaus des Doms zu gestalten, erzählt Peter Baldinger in diesem Podcast. Kunst und Glaube, diese Beziehung steht während der Fastenzeit in vielen österreichischen Kirchen im Mittelpunkt. Oder sagen wir: zur Diskussion. Regt an oder regt auf, wie seinerzeit die überdimensionierte Wärmeflasche von Erwin Wurm. An liebende und wärmende Zuwendung soll dieses 4 m große, orange Kunstwerk auf der Südseite des Doms erinnern. Drinnen verhüllte ein 80 m² großer violetter Strickpulli den Hochaltar. Erwin Wurm sah in diesem Werk eine Verbindung mit der Schutzmantelmadonna und meinte, dass uns auch ein Pullover umhülle und wärmt. Im Podcast spricht er vom Zweifel des Künstlers. Musikalisch wird der Podcast von Angaangag begleitet, dem Eskimo, der auf seine Art und Weise gegen die Klimaerwärmung kämpft, die von der Eisschmelze begleitet wird. Er hat Anhänger und Gegner. Aber er kämpft für seine Überzeugung, der eine Spiritualität zugrunde liegt. Das erinnert an den Mann von Nazareth und an den Mythos von Ostern.: Arnulf Rainer, Kreuz, Kaltnadelradierung, 30 x 40 cm, re.un. sign. Nr. 4/35 Weiterführende Links: https://wissensart.at

    14 min
  7. Internationaler Frauentag: Frauen, Frieden, Sicherheit

    29 MAR

    Internationaler Frauentag: Frauen, Frieden, Sicherheit

    „Wir müssen Frauenrechte immer und überall verteidigen: international, in Europa und auch in Österreich“, sagt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Schon vor dem 8. März machte die „Auslandskultur“ im Außenministerium bei einer Netzwerkveranstaltung zum Internationalen Frauentag deutlich: „Frauenrechte gelten zu jeder Zeit und an jedem Ort! Die Gleichstellung der Geschlechter weltweit ist und bleibt ein Kernthema der österreichischen Außenpolitik“. Fünf Frauen aus unterschiedlichen Kulturen diskutierten anlässlich des internationalen Frauentages im Außenministerium das Thema Frauen, Frieden, Sicherheit. Es waren dies: Miriam Mukalazi, promovierte Politikwissenschafterin am Institut für International Dialoge and Cooperation Sie ist promovierte Politikwissenschaftlerin im Bereich Sicherheitspolitik und forschte u.a. am European University Institute in Florenz, der Georgetown University in Washington D.C. und am Institute for Peace and Security Studies in Addis Abeba. Zuvor arbeitete sie bei UN Women Deutschland sowie als Consultant für die Weltbank, die Europäische Kommission und für politische Stiftungen. Natalie Halla, Regisseurin und Filmemacherin Maryam Mohammadi, Fotografin und Kuratorin Viola Raheb, Theologin, Friedensaktivistin und Programmdirektorin von Pro Oriente Tatja Skhirtladze Regisseurin und Lehrende der Universität für Angewandte Kunst Moderation: Eser Akbaba Die Sängerin Vazista wurde am Klavier von Julius Meisse begleitet. Der Podcast bietet Ausschnitte aus der Veranstaltung zum „Internationalen Frauentag“. Seit 1975 wird dieser am 8. März begangen. Seine Wurzeln reichen weit zurück: Bereits 1910 beschlossen Frauen aus 17 Ländern auf einer internationalen sozialistischen Frauenkonferenz die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentags – damals noch am 19. März. Nur ein Jahr später fanden in mehreren europäischen Ländern sowie den USA erstmals Kundgebungen zu diesem Anlass statt. Zu dieser Zeit stand die Einführung des allgemeinen Frauenwahlrechts, aber auch der Kampf für Arbeitnehmerinnenrechte im Fokus. Heute geht es um Freiheit und Sicherheit, Gewaltfreiheit und Gleichberechtigung. Für alle Frauen. Überall auf der Welt. © Elisabeth J. Nöstlinger In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. Weiterführende Links: www.austriakulturinternational.at https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at Auskunft: wissensart@wissensart.at

    26 min
  8. Elias Hirschl: Feuerwerker der Sprache

    28 MAR

    Elias Hirschl: Feuerwerker der Sprache

    Mit Begeisterung wirbelt der Autor, Poetry-Slammer und Musiker Elias Hirschl Fakten und Visionen durcheinander. Sein Schreibstil beschränkt sich auf keine Technik. Für sein Feuerwerk an Geschichten verwendet er alle sich bietenden Möglichkeiten der Postmoderne und führt damit seine Leser mitunter in die Irre. Seine Satire „Salonfähig“ wurde jedoch von der Realität überholt und die „Slim-Fit-Politiker“ haben den Ingeborg Bachmann Publikumspreisträger berühmt gemacht. In seinem neuesten Buch „Schleifen“ hat sich Elias Hirsch mit der Sprachphilosophie des Wiener Kreises beschäftigt. Darin dreht sich alles um die Macht der Sprache. Grausam und großartig zugleich. Elias Hirschl ist ein Meister darin, die Trends und Stimmungen einer ganzen Epoche einzufangen und dabei eine neue Sprache zu kreieren. Provokativ, verirrend und produktiv mixt er Fiktion und Realität durcheinander. Nicht so im Buch „schreibART AUSTRIA“ der Auslandskultur. Hier erzählt der „Liebling der Linksintellektuellen“ begeistert seine Erfahrungen mit österreichischen Kulturforen auf seinen Lesereisen. Wahrheitsgemäß. Für unser „Kunst im Gespräch“ kommt er in Hose und Pullover. Manchmal tritt er im Kleid oder Rock auf. Er findet es praktisch. Mehr nicht. Oder ist es doch ein Statement des Autors, Bandleaders und früheren Meisters des Poetry-Slams der seit Jahren auf den Bühnen steht? ©Petra Weixelbraun In der Podcast-Serie, „Kunst im Gespräch“, kommen im zweiwöchigen Rhythmus all jene Künstlerinnen und Künstler zu Wort, die durch ihre Zusammenarbeit mit österreichischen Kulturforen und Botschaften inspiriert wurden. Wenn Ihnen Gehörtes gefallen hat, abonnieren Sie bitte diesen Podcast. Besonders freuen wir uns über eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts und Spotify. https://www.bmeia.gv.at https://wissensart.at https://www.hanser-literaturverlage.de/verlage/zsolnay-c-71

    22 min

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