F.A.Z. Bücher-Podcast

Die F.A.Z.-Redakteure Maria Wiesner, Fridtjof Küchemann, Kai Spanke und Paul Ingendaay stellen im Bücher-Podcast der F.A.Z. ausgewählte Neuerscheinungen und Klassiker der Literatur vor. Sie sprechen mit Schriftstellern, Übersetzern und anderen Experten des Literaturbetriebs und beschäftigen sich mit den Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens. Jeden Sonntag erscheint eine neue Episode. Einmal im Monat wird ein Literaturrätsel gestellt und unter den Einsendern der richtigen Lösung ein Buch verlost. Viel Spaß beim Mitmachen! Die E-Mail-Adresse für Anmerkungen, Nachfragen, Lob und Kritik: buecher-podcast@faz.de. Der Bücher-Podcast auf Instagram: @fazbuecher. Alle Folgen können jederzeit hier angehört werden: https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-buecher-podcast

  1. 11 APR • F.A.Z. PODCASTS+ ONLY

    Wohin fliehen? Yevgeniy Breyger über„hallo niemand“

    2026 das Jahr des allumfänglichen Glücks? Wer es glaubt, sollte „hallo niemand“ von Yevgeniy Breyger lesen, und wer es nicht glaubt, dem sei dieser vierzehnteilige „Roadtrip in Versen“ ebenfalls ans Herz gelegt. Der 1989 in Charkiw geborene Dichter schickt einen Niemand mit brennenden Reifen von Wien nach Berlin, von dort weiter nach Hamburg, und unterwegs begegnet er allem, wovor sich zu fliehen lohnt: den Erinnerungen an den Krieg in der Ukraine wie der wachsenden Gleichgültigkeit ihm gegenüber hierzulande, Raststätten und der Rastlosigkeit, der Politik und den Politikern. Schließlich liefert er sich – „Auge um Auge“ – mit Alice Weidel einen Wahlkampf ums Bundeskanzleramt. Am 17. Februar war Yevgeniy Breyger mit „hallo niemand“ bei den Frankfurter Premieren in der Historischen Villa Metzler zu Gast. Es moderierte Andreas Platthaus. Das Programm der Frankfurter Premieren: https://www.frankfurter-premieren.de/veranstaltungen „Die Welt ist ein Bärchenwort“: Tobias Lehmkuhl rezensiert „hallo niemand“ von Yevgeniy Breyger: http://www.faz.net/110835272 Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat. Hier geht’s zum Angebot: faz.net/angebot-podcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

    1hr 2min
  2. 4 APR • F.A.Z. PODCASTS+ ONLY

    Endlose Faszination: Andreas Nohl über Edgar Allan Poe, den Magier des Grauens

    In rund zehnjähriger Arbeit hat der Übersetzer und Schriftsteller Andreas Nohl einen Edgar Allan Poe für das 21. Jahrhundert geschaffen. Ein Gespräch über Poe, den Erfinder der Detektivgeschichte und eine Schlüsselfigur der literarischen Moderne. Es ist geschafft. In zehnjähriger Arbeit hat der Übersetzer Andreas Nohl eine grandiose Neuübersetzung des Werks von Edgar Allan Poe geschaffen, die vor kurzen mit dem fünften Band abgeschlossen wurde. Und so merkwürdig es klingt: Poe ist immer aufs Neue zu lesen und auch wiederzuentdecken, denn unter dem Label des Grusel-Autors und literarischen Vertreters des Dunklen und Morbiden bleiben seine spezifischen literarischen Qualitäten oft verborgen. So bekannt er uns vorkommt, so unbekannt und überraschend kann er in seinen wiedergelesenen Texten sein, zumal, wenn sie in einem neuen, ebenso eleganten wie fransenfreien Sprachgewand daherkommen. Das Besondere: Die deutsche Ausgabe von dtv bildet den Aufbau der französischen Edition nach, die ab 1856 in der Übersetzung und Kommentierung von Charles Baudelaire in fünf Bänden in Paris erschien. Die geradezu missionarische Arbeit des französischen Dichters für den von ihm verehrten Poe ist eines der herausragenden Beispiele für Hingabe und Solidarität unter Schriftstellern. Erst Baudelaires rastloses Werben für den früh verstorbenen Amerikaner, den er nie pesönlich kennengelernt hat, legte die Saat für die enthusiastische Poe-Rezeption im Europa der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dreißig Jahre nach seinem Tod schrieb die britische Encyclopaedia Britannica: „Es gibt wenige englischsprachige Schriftsteller dieses Jahrhunderts, deren Ruhm dauerhafter sein dürfte. Die Empfindungen, die Poe anspricht, sind einfach, aber universal, und er spricht sie mit einer Macht an, die nie überboten wurde.“ Postum wurde der Schriftsteller, der im Leben stets arm geblieben war und sich vom Pech verfolgt gefühlt hatte, zu einem der populärsten amerikanischen Autoren aller Zeiten. Das hat sich bis heute nicht geändert. Edgar Allan Poe, „Groteske und ernste Geschichten“, herausgegeben von Charles Baudelaire, übersetzt und kommentiert von Andreas Nohl, ist bei dtv erschienen, hat 318 Seiten und kostet 34 Euro. Die gesamte Ausgabe bei dtv umfasst fünf Bände, die seit 2017 erschienen sind:https://www.dtv.de/buch/groteske-und-ernste-geschichten-28487 Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat. Hier geht’s zum Angebot: faz.net/angebot-podcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

    26 min
  3. 28 MAR • F.A.Z. PODCASTS+ ONLY

    Kampfplatz Schulbibliothek

    Damit sich alle mal die tollsten Bücher ausleihen dürfen und nicht immer ein einziges Kind es wieder und wieder verlängert, gilt in der Bibliothek der Shelbourne-Grundschule die Regel, dass ein Buch fünf Tage im Regal stehen muss, bevor es vom selben Kind ein drittes Mal ausgeliehen werden darf. Doch als die Frist endlich rum ist und Amy schnell noch vor dem Unterricht ihr Lieblingsbuch abholen will, ist es nicht da. Nicht etwa, weil ein anderes Kind es ausgehliehen hätte, sagt ihr Mrs Jones, die Bibliothekarin, betrübt: Das Buch wurde verbannt. Einige Eltern hatten sich zusammengeschlossen, und dafür gesorgt, dass Bücher, die sie für ungeeignet für eine Grundschule halten, aus den Regalen genommen wurden. Der Schulausschuss hatte zugestimmt. Mrs Jones konnte nichts machen. Das ist die Ausgangslage im Kinderbuch „Amy und die geheime Bibliothek“ von Alan Gratz, 2017 unter dem Titel „Ban this Book“ im amerikanischen Original veröffentlicht. Und dass Bücher, viele Kinder- und Jugendbücher, aus amerikanischen Schulbibliotheken genommen werden, soll die Ausgangslage für diese Sonderfolge im Bücher-Podcast sein. Welche Bücher sind betroffen? Auf welcher Grundlage? Wie kann man sich wehren? Wie wehren sich Amy und ihre Freunde? Wir stellen fünf Titel vor, die – in vier Fällen – ins Visier der Bücherverbanner geraten sind oder ihr Tun – wie in „Amy und die geheime Bibliothek“ – zum Thema haben. „Der Herr der Diebe“ von Cornelia Funke auf der Website des Dressler-Verlags: https://www.oetinger.de/buch/herr-der-diebe/9783751300674 J.M. Barries „Peter Pan“ auf der Website des Insel Verlags: https://www.suhrkamp.de/buch/j-m-barrie-peter-pan-t-9783458360834 „Poet X“ von Elizabeth Acevedo auf der Rotfuchs-Website: https://www.fischer-sauerlaender.de/buch/elizabeth-acevedo-poet-x-9783757100988 „Das Liebesleben der Tiere“ von Katharina von der Gathen mit Illustrationen von Anke Kuhl auf der Website von Klett Kinderbuch: https://www.klett-kinderbuch.de/buecher/details/das-liebesleben-der-tiere.html „Amy und die geheime Bibliothek“ von Alan Gratz auf der Website des Hanser-Verlags: https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/alan-gratz-amy-und-die-geheime-bibliothek-9783446262119-t-2836 Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat. Hier geht’s zum Angebot: faz.net/angebot-podcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

    41 min
  4. 7 MAR • F.A.Z. PODCASTS+ ONLY

    Wäre Britannien nur noch ein Archipel: Ein Gespräch über den Roman „Was wir wissen können“

    In seinem 18. Roman wendet sich Ian McEwan der Zukunft der Menschheit zu und blickt fast mit Nostalgie auf die Vielfalt und Kreativität der heutigen Welt zurück: Ein Gespräch mit Hubert Spiegel über „Was wir wissen können“. Ich will es gleich bekennen: Romane, die in der Zukunft spielen, müssen schon sehr gut sein, um meinen Initialverdacht auf Spinnerei und Blödsinn zu entkräften. Ich weiß, dass ich einigen großen Science-Fiction-Autoren damit Unrecht tue, aber mein Ding – und das Ding der allergrößten Autoren – ist nun einmal die Vergangenheit, das ureigene Terrain des Erzählens. Kommt aber ein Könner wie Ian McEwan daher, jubelt er einem die Zukunftsgeschichte so gekonnt unter, dass man schon mittendrin ist, bevor an gegenwehr zu denken ist. Und am Ende geht es natürlich auch bei den Zukunftsgedanken um die Vergangenheit. „Was wir wissen können“, heißt der jüngste Roman – Nr. 18 – des heute 77-jährigen Briten, und man sollte sich nicht davon beirren lassen, dass es darin angeblich um die Klimakrise, gar eine „Klimakatastrophe“ geht. Das tut es nämlich und tut es wieder nicht, abermals typisch Ian McEwan: Er geht seine Themen gern schräg von der Seite an und lässt selbst abgenudelte Begriffe in neuem Licht erscheinen. Was das schwergewichtige Sujet einer dystopischen Welt in hundert Jahren mit einem Dichter des vorigen Jahrhunderts zu tun hat, dessen berühmter Sonettenkranz spurlos verschwunden ist, das erfahren Sie gleich in meinem Gespräch mit Hubert Spiegel, dem früheren F.A.Z.-Literaturchef und heutigen Feuilletonkorrespondenten in Nordrhein-Westfalen. „Was wir wissen können“ von Ian McEwan, übersetzt von Bernhard Robben, ist im Diogenes Verlag erschienen, hat 470 Seiten und kostet 28 Euro. https://www.diogenes.ch/leser/titel/ian-mcewan/was-wir-wissen-koennen-9783257073577.html?srsltid=AfmBOorJVatJDGtla3NnNwQ_jpREJ1lgOQvq1vFD2yZVi0ABPysxfFqG

    40 min

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