THE WILD HOUSE

Der „Sheriff“ ist zurück – zurück im Weißen Haus. So sehen es seine Anhängerinnen und Anhänger. Donald Trump 2.0 sitzt im Oval Office - und mit ihm eine ideologische Zeitenwende. Mit noch mehr America First. In Rekordzeit hat er die Weltordnung erschüttert: Die Regierung geht demonstrativ auf Distanz zu WTO und NATO, kürzt die internationale Entwicklungshilfe drastisch und verlässt das Pariser Klimaabkommen. Gleichzeitig inszeniert sich Trump bewusst als Cowboy-Präsident - als Macher, der Probleme im Duell löst, schnell entscheidet und sein Recht durchsetzt. Weniger Regulierung, mehr Konfrontation. Also: Wilder Westen statt westlicher Werte? Wie viel Strategie steckt hinter diesem radikalen Kurs - und wie viel Inszenierung? Wie kalkulierbar ist der 47. Präsident wirklich? Wer beeinflusst ihn hinter den Kulissen? Und warum wird in den USA plötzlich alles politisch - von Football über Pizza bis hin zu Katzen? Was verraten diese kulturellen Konflikte über das neue Amerika? In THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel mit ihren Gästen tief in die amerikanische Machtzentrale. Sie analysiert die tektonischen Verschiebungen der Innen- und Außenpolitik, ordnet Erfolge, Fehleinschätzungen, Narrative und Mythen ein – und erklärt, warum die Welt unter Präsident Trump nicht mehr dieselbe ist. Und was dieser Kurs für Europa – und ganz besonders für Deutschland – bedeutet. Angela van Brakel ist Journalistin, Fernsehmoderatorin und Korrespondentin. Immer wieder berichtet sie direkt aus Washington D.C. Mit Wild-West-Mythen beschäftigt sie sich seit ihrer Schulzeit in Texas – damals im Geschichtsunterricht. Heute diskutiert sie darüber wieder on air und ab jetzt auch jede Woche hier in THE WILD HOUSE - Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

  1. Ein Gott zu viel: "Es ist politischer Selbstmord, sich mit dem Papst anzulegen" (mit Julius van de Laar)

    2 DAYS AGO

    Ein Gott zu viel: "Es ist politischer Selbstmord, sich mit dem Papst anzulegen" (mit Julius van de Laar)

    Donald Trump gegen den Papst. Ein Konflikt, der politisch brandgefährlich ist. Der US-Präsident attackiert die moralische Autorität der katholischen Kirche – und legt sich damit indirekt mit bis zu 70 Millionen Katholiken in den USA an. Eine der wichtigsten Wählergruppen im Land. Auslöser: ein KI-Bild, das Trump als eine Art Heilsfigur zeigt. Dazu scharfe Angriffe auf den Papst. Für viele ist klar: Das geht zu weit. Auch im eigenen Lager. In dieser Folge von THE WILD HOUSE analysiert Angela van Brakel gemeinsam mit dem politischen Strategen Julius van de Laar, was hinter all dem steckt und warum das alles andere als zufällig ist. Denn Religion ist in den USA Macht. Sie entscheidet Wahlen. Gleichzeitig glaube ein Teil der Amerikaner selbst nicht, dass Trump wirklich religiös ist. Genau darin liegt der Widerspruch und der Kern der Strategie. Trump verschiebt das Spielfeld. Weg von Inflation, steigenden Benzinpreisen und einem festgefahrenen Iran-Konflikt. Hin zu einem Kulturkampf, den er kontrollieren kann. Doch diesmal kommt der Widerstand auch von innen. Konservative Christen sprechen von Gotteslästerung. Influencer aus dem MAGA-Umfeld gehen auf Distanz. Einige ziehen radikale Vergleiche. Gleichzeitig halten weiterhin rund 40 Prozent der Amerikaner zu ihm. Und mittendrin: Vizepräsident JD Vance. Katholik, Machtpolitiker, möglicher Kandidat für 2028. Gefangen zwischen Loyalität zu Trump und seinem eigenen Glauben. Was passiert hier gerade wirklich? Kippt ein Teil von Trumps Basis – oder ist das nur die nächste Eskalationsstufe seiner Strategie? THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    25 min
  2. „Ich vertraue Dir nicht mehr“ - wie Trump eine Familie in Texas auseinanderreißt

    14 APR

    „Ich vertraue Dir nicht mehr“ - wie Trump eine Familie in Texas auseinanderreißt

    Texas. Ein Bundesstaat, der lange als verlässliche Republikaner-Hochburg galt. Doch hinter dieser politischen Stabilität wächst etwas anderes: Spaltung – bis tief in die Familien hinein. In dieser Folge von THE WILD HOUSE geht Podcast-Host Angela van Brakel genau dorthin, wo diese Spaltung konkret wird: in den Alltag der Menschen. In Gespräche am Esstisch. In zerbrochene Beziehungen. In Familien, die nicht mehr miteinander sprechen. Im Zentrum steht die Geschichte einer 39-jährigen Sozialarbeiterin aus Texas. Sie möchte anonym bleiben – aus Angst vor Konsequenzen im Job und in ihrem Umfeld. Sie ist alleinerziehende Mutter, hat mehrere Jobs, um finanziell über die Runden zu kommen. Und sie hat den Kontakt zu einem großen Teil ihrer Familie verloren. Ihre Eltern und ihr älterer Bruder unterstützen Donald Trump – zum dritten Mal in Folge. „Triple Trumper“, wie sie selbst sagt. Doch erst seit Beginn seiner zweiten Amtszeit ist die Situation eskaliert. Gespräche enden im Streit. Vertrauen geht verloren. Kontakt bricht ab. Besonders erschütternd sind die Momente, in denen politische Überzeugungen und moralische Grenzen aufeinanderprallen. Als sie mit ihrem Vater darüber spricht, dass im Iran-Krieg offenbar auch Schulen bombardiert wurden, sagt er: Wenn man tausende Ziele angreift, passieren eben Fehler – und Zivilisten sterben. Für sie ist dieses Gespräch ein Wendepunkt: „Ein Fehler ist es, die Milch draußen stehen zu lassen. Aber nicht, wenn Kinder sterben.“ Seitdem ist etwas zerbrochen. Gleichzeitig zeigt sich, wie tief diese Spaltung inzwischen reicht. In Dating-Profilen werden politische Haltungen zu klaren Ausschlusskriterien. „Kein MAGA“ steht dort oft ausdrücklich. Beziehungen scheitern, bevor sie überhaupt beginnen. Und doch gibt es auch vorsichtige Signale der Annäherung. Ihr Bruder, mit dem sie lange keinen Kontakt hatte, meldet sich wieder. Er zweifelt, stellt seine Haltung infrage. Ein Treffen steht im Raum. Hoffnung – aber auch Misstrauen. Diese Folge ist kein Schlagabtausch, sondern ein Versuch zu verstehen. Was passiert mit einem Land, wenn politische Überzeugungen wichtiger werden als familiäre Bindungen? Und wie viel Vertrauen lässt sich überhaupt zurückgewinnen, wenn es einmal verloren ist? THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    19 min
  3. „Es ist, als wäre Björn Höcke unser Kanzler.“ - US-Think-Tank über Donald Trump (mit Dr. Hans-Jakob Schindler)

    7 APR

    „Es ist, als wäre Björn Höcke unser Kanzler.“ - US-Think-Tank über Donald Trump (mit Dr. Hans-Jakob Schindler)

    Der Vergleich ist drastisch: Den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump mit dem rechtsextremen AfD-Politiker Björn Höcke zu vergleichen, markiert eine neue Dimension der politischen Bewertung in Washington. In dieser Folge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van Brakel exklusiv mit zwei Think Tanks - dem Center for American Progress für die Demokratische Partei und der Heritage Foundation für die republikanische Partei. Der konservative Think Tank gehört zu den einflussreichsten Akteuren der US -Regierung. Kritiker nennen ihn die „Trump-Flüsterer“. Im Interview wird deutlich, wie diese Strategen den Iran-Krieg bewerten, welche Ziele sie verfolgen und welchen Kurs sie dem Präsidenten empfehlen. Gemeinsam mit dem Nahost-Experten Dr. Hans-Jakob Schindler ordnet Angela van Brakel die aktuelle Entwicklungen im Nahen Osten ein. Im Zentrum steht ein Begriff, den Donald Trump selbst geprägt hat: „Power Plant Day“ und „Bridge Day“. Hinter diesen Bezeichnungen verbirgt sich eine Drohung. Donald Trump hat eine weitere Deadline gesetzt – und sie erneut verschoben. Gleichzeitig verschärft er den Ton deutlich. Sollte Teheran die Straße von Hormus nicht wieder für den internationalen Schiffsverkehr öffnen, droht der Präsident offen mit massiven Konsequenzen. Gemeint sind gezielte Angriffe auf kritische Infrastruktur: Kraftwerke, Brücken, Versorgungslinien. Was bedeutet diese Strategie? Wie ernst ist die Drohung? Und wie groß ist das Risiko einer weiteren Eskalation? Eine Folge über Macht, Einfluss und die Frage, wer in Washington gerade wirklich den Kurs vorgibt. THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

    42 min
  4. Trumps Milliarden: Präsidentschaft als Geschäftsmodell (mit Bastian Hartig)

    31 MAR

    Trumps Milliarden: Präsidentschaft als Geschäftsmodell (mit Bastian Hartig)

    Als Präsident bekommt er offiziell 400.000 Dollar im Jahr. Doch Donald Trump verdient mehr, deutlich mehr. Und nicht nur er, sondern auch seine Familie. Laut Forbes hat er seit Beginn seiner zweiten Amtszeit rund zwei Milliarden Dollar hinzugewonnen. Sein Vermögen: etwa 6,6 Milliarden. Trump habe „eine Formel“ gefunden, wie sich politische Macht in wirtschaftlichen Gewinn übersetzen lässt. In dieser Folge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van Brakel mit dem New York-Korrespondenten und Podcaster Bastian Hartig. Gemeinsam analysieren sie, wie eng wirtschaftliche Interessen und politische Entscheidungen miteinander verwoben sind und warum dieses Modell in dieser Konsequenz neu ist. Im Zentrum stehen umstrittene Krypto-Geschäfte, internationale Deals und politische Entscheidungen, die Fragen aufwerfen. Es geht um Investoren mit eigenen Interessen, um Begnadigungen und um die Mechanik eines Systems, das nicht zwingend auf klassischen Unternehmensgewinn angewiesen ist, sondern auf Einfluss, Zugang und Marke. Auch das familiäre Umfeld spielt eine zentrale Rolle. Söhne, Schwiegersohn, Ehefrau – sie alle sind Teil eines Netzwerks aus Beteiligungen, Positionen und Einnahmequellen. Ein Geflecht, in dem politische Nähe zum wirtschaftlichen Vorteil wird. Ist das politische Realität in den USA oder ein historischer Ausnahmefall? Wo endet legitimes Handeln und wo beginnt Interessenkonflikt? Und was bedeutet dieses System für die politische Kultur in den USA und ihre Beziehungen zu Europa? THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast. ⸻ Über den Gast: Bastian Hartig ist Multimedia-Journalist und internationaler Korrespondent in New York City. Er berichtet auf Deutsch und Englisch aus den USA und arbeitete unter anderem für ZDF, ARD-Hörfunk, Welt, RTL, DW, ServusTV, SRF und die dpa. Gemeinsam mit Christian Fahrenbach hostet er den Podcast „Bei Burger und Bier – Der US-Politikpodcast aus New York City“.

    25 min
  5. Eric Trump: So sieht er seinen Vater Donald (mit Laurin Meyer)

    24 MAR

    Eric Trump: So sieht er seinen Vater Donald (mit Laurin Meyer)

    Diese Spezialfolge kommt aus New York City, der Stadt, die Donald Trump geprägt hat und die er selbst bis heute als „special place“ bezeichnet. Aufgezeichnet in McGee’s in Manhattan, der Bar, die als Vorlage für die Kultserie „How I Met Your Mother“ diente. Doch hier entsteht keine Sitcom-Geschichte, sondern eine andere: „How I Met the Trumps“. In dieser Folge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van Brakel mit dem New-York-Korrespondenten Laurin Meyer. Er liefert exklusive Einblicke in die Welt der Trump-Family. Meyer, der unter anderem für das Handelsblatt berichtet, hat Eric Trump persönlich getroffen, zu einem vertraulichen Gespräch in dessen Büro. Er beschreibt, wie überraschend wenig luxuriös dieses Umfeld ist, wie der Sohn des Präsidenten auftritt und vor allem, wie er seinen Vater sieht. Wie unterschiedlich sind Vater und Sohn? Worauf sollte man bei den Aussagen von Donald Trump achten? Und was verraten diese Begegnungen über das politische Denken einer Familie, die die USA prägt? Neben diesen persönlichen Eindrücken analysieren Angela van Brakel und Laurin Meyer auch die aktuelle politische Lage. Steigende Benzinpreise werden für viele Amerikaner zum spürbaren Problem und könnten für Donald Trump zu einem politischen Risiko werden. Gleichzeitig sendet der Präsident widersprüchliche Signale im Iran-Krieg. Während öffentlich von einem möglichen Herunterfahren des Konflikts die Rede ist, werden parallel neue militärische Optionen vorbereitet. Welche Strategie verfolgt Trump? Und wie bewertet Laurin Meyer die aktuellen Entscheidungen im Weißen Haus? THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast. ⸻ Über den Gast Laurin Meyer ist New York Korrespondent für das Handelsblatt. Zuvor war er Wirtschafts- und Finanzreporter für die Welt-Gruppe, schrieb unter anderem für den Tagesspiegel und war Co-Host mehrerer Börsen-Podcasts.

    29 min
  6. Mega-Baustelle am White House: Trumps 400-Millionen-Dollar-Projekt (mit Bastian Brauns)

    17 MAR

    Mega-Baustelle am White House: Trumps 400-Millionen-Dollar-Projekt (mit Bastian Brauns)

    In dieser Spezialfolge zeigen wir nicht nur, was sich im Machtzentrum, sondern auch rund um das Weiße Haus verändert. Eine riesige Baustelle und ein zusätzlicher Sicherheitszaun prägen derzeit das Bild. Zusätzlich zum bereits bekannten Zaun – vier Meter hoch und oben so spitz, dass er kaum zu überwinden ist. Sobald jemand den White-House-fense berührt, wird Alarm ausgelöst. Diese Technologie hat allerdings ihren Preis: Allein der Zaun hat rund 64 Millionen Dollar gekostet. Das Gebäude selbst gehört zu den am besten geschützten der Welt. Das gesamte Areal ist eine Hochsicherheitszone. Überall sind Polizei und Secret Service im Einsatz, auf den Dächern stehen Scharfschützen. Diese speziell ausgebildeten Sniper gehören zu den besten weltweit. Jeden Monat müssen sie eine harte Prüfung bestehen: Aus 900 Metern Entfernung ein Ziel exakt treffen. Wer daneben schießt, ist raus. Auch die riesigen Fensterscheiben sind besonders: Sie bestehen aus sieben Zentimeter dickem Panzerglas. Sie können nicht zersplittern – selbst bei heftigem Beschuss oder Raketenangriffen. Die Südseite, auch „South Portico“ genannt, ist die berühmtere Seite des Gebäudes und oft auf Fotos zu sehen - übrigens auch auf meinem Podcast-Cover. Dahinter steht das Washington Monument: dieser große Obelisk, der an den ersten Präsidenten George Washington erinnert. Er ist übrigens der einzige Präsident, der nie im Weißen Haus gelebt hat – weil er ein Jahr vor der Fertigstellung des Gebäudes starb. Davor liegt eine riesige Grünfläche, der sogenannte South Lawn. Er wird häufig für militärische Ehrenzeremonien und den Empfang ausländischer Staats- und Regierungschefs genutzt – mit viel Protokoll und großem Zeremoniell. Außerdem befindet sich hier der Hubschrauberlandeplatz für Marine One. Während der Präsident mit dem Auto auf der anderen Seite des Gebäudes vorfährt, landet er hier per Hubschrauber. Auch das berühmte White House Easter Egg Roll, das Ostereierrollen, findet hier statt. Zum Gelände gehören außerdem ein Swimmingpool, ein Tennisplatz, eine Kegelbahn und ein Basketballfeld. Neu seit Donald Trump: angeblich auch ein Solarium. Im Keller gibt es sogar eine eigene Zahnarztpraxis – schließlich kann auch ein Präsident einmal Zahnschmerzen bekommen. Nicht weit entfernt befindet sich außerdem der Sicherheitsbunker für den Ernstfall. Das sogenannte Presidential Emergency Operations Center wurde unter anderem am 11. September 2001 von der amerikanischen Führungsriege genutzt. Nicht zu verwechseln mit dem Situation Room – dem Lagezentrum für militärische Operationen. In dieser Folge von THE WILD HOUSE meldet sich Host Angela van Brakel direkt von der 1600 Pennsylvania Avenue. Gemeinsam mit dem langjährigen US-Korrespondenten Bastian Brauns geht sie einmal rund um das Weiße Haus. Sie verraten unter anderem, seit wann das Gebäude eigentlich „The White House“ heißt, warum die Farbe des Anstrichs aus Deutschland kommt, wie das Tunnelsystem unter dem Gebäude aussieht und wohin es führt. Und auch, welcher Präsident Kühe und sogar Krokodile als Haustiere hielt. Im Zentrum stehen jedoch größere Fragen: Wie weit darf ein Präsident ein historisches Gebäude verändern? Welche Rolle spielen Symbolik und Architektur für politische Macht? Und was sagt es über eine Präsidentschaft aus, wenn selbst das berühmteste Haus der Welt zum Ausdruck eines persönlichen Stils wird? Bastian Brauns ist USA-Korrespondent von t-online und berichtet seit 2021 aus Washington, D.C. über das Weiße Haus, den Kongress und den Supreme Court. Zuvor leitete er beim Magazin Cicero von 2017 bis 2021 das Wirtschaftsressort „Kapital“. Außerdem arbeitete er als Wirtschaftsredakteur bei ZEIT Online. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der Henri-Nannen-Schule

    43 min
  7. Spannungen im Weißen Haus: Vance auf Distanz zu Trumps Iran-Krieg (mit Stefanie Bolzen)

    10 MAR

    Spannungen im Weißen Haus: Vance auf Distanz zu Trumps Iran-Krieg (mit Stefanie Bolzen)

    Im Weißen Haus wird in diesen Tagen genau beobachtet, wer sichtbar an der Seite des Präsidenten steht. Als Donald Trump in Mar-a-Lago den Befehl zu Angriffen auf iranische Ziele gibt, entstehen Bilder aus dem Situation Room, die weltweit Aufmerksamkeit erregen. Zu sehen sind unter anderem Außenminister Marco Rubio und Stabschefin Susie Wiles. Einer fehlt: Vizepräsident JD Vance. In dieser Folge von THE WILD HOUSE analysiert Podcast-Host Angela van Brakel gemeinsam mit der renommierten US-Korrespondentin der WELT, Stefanie Bolzen, was derzeit in Washington passiert. Denn ausgerechnet Trumps wichtigster politischer Verbündeter scheint auf Distanz zu gehen. In Interviews betont JD Vance immer wieder, dass „der Präsident“ diese Entscheidung getroffen habe. Formulierungen wie „wir“ oder „unsere Operation“ vermeidet er auffällig konsequent. In Washington registriert man solche Nuancen sehr genau. Dahinter könnte politisches Kalkül stecken. Vance gilt als eine der zentralen Figuren der MAGA-Bewegung und als möglicher Präsidentschaftskandidat der Republikaner für das Jahr 2028. Gleichzeitig wächst innerhalb der Partei die Skepsis gegenüber dem Krieg. Viele Anhänger hatten Trump gerade deshalb gewählt, weil er versprach, Amerika aus neuen militärischen Konflikten herauszuhalten. Jetzt führen die USA Krieg gegen das Mullah-Regime im Iran. Vance hingegen kann später immer sagen: Das war nicht mein Krieg. Und genau dieser strategische Schachzug des Vizepräsidenten verändert das Machtgefüge in Washington schon jetzt. THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast. - Stefanie Bolzen ist Washington-Korrespondentin der WELT und berichtet aus dem politischen Machtzentrum der USA über amerikanische Innenpolitik, transatlantische Beziehungen und geopolitische Entwicklungen. Zuvor war sie zehn Jahre lang WELT-Korrespondentin in London und berichtete dort intensiv über den Brexit sowie mehrere britische Regierungswechsel. Davor arbeitete sie als EU- und NATO-Korrespondentin in Brüssel und als Redakteurin im Ressort Außenpolitik. Bolzen studierte Neuere Geschichte in Köln und Sevilla und absolvierte ihre journalistische Ausbildung an der Axel Springer Journalistenschule.

    21 min

Trailer

About

Der „Sheriff“ ist zurück – zurück im Weißen Haus. So sehen es seine Anhängerinnen und Anhänger. Donald Trump 2.0 sitzt im Oval Office - und mit ihm eine ideologische Zeitenwende. Mit noch mehr America First. In Rekordzeit hat er die Weltordnung erschüttert: Die Regierung geht demonstrativ auf Distanz zu WTO und NATO, kürzt die internationale Entwicklungshilfe drastisch und verlässt das Pariser Klimaabkommen. Gleichzeitig inszeniert sich Trump bewusst als Cowboy-Präsident - als Macher, der Probleme im Duell löst, schnell entscheidet und sein Recht durchsetzt. Weniger Regulierung, mehr Konfrontation. Also: Wilder Westen statt westlicher Werte? Wie viel Strategie steckt hinter diesem radikalen Kurs - und wie viel Inszenierung? Wie kalkulierbar ist der 47. Präsident wirklich? Wer beeinflusst ihn hinter den Kulissen? Und warum wird in den USA plötzlich alles politisch - von Football über Pizza bis hin zu Katzen? Was verraten diese kulturellen Konflikte über das neue Amerika? In THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel mit ihren Gästen tief in die amerikanische Machtzentrale. Sie analysiert die tektonischen Verschiebungen der Innen- und Außenpolitik, ordnet Erfolge, Fehleinschätzungen, Narrative und Mythen ein – und erklärt, warum die Welt unter Präsident Trump nicht mehr dieselbe ist. Und was dieser Kurs für Europa – und ganz besonders für Deutschland – bedeutet. Angela van Brakel ist Journalistin, Fernsehmoderatorin und Korrespondentin. Immer wieder berichtet sie direkt aus Washington D.C. Mit Wild-West-Mythen beschäftigt sie sich seit ihrer Schulzeit in Texas – damals im Geschichtsunterricht. Heute diskutiert sie darüber wieder on air und ab jetzt auch jede Woche hier in THE WILD HOUSE - Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.

More From ALL EARS ON YOU

You Might Also Like