DER SALON

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Die Neuen Zwanziger

Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt

Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest. Mails an mail@neuezwanziger.de erreichen Wolfgang und Stefan.

  1. Lang lebe das Storytelling, SpaceX, Reemtsmas Kritik an der Faschismus-Soziologie, Höckes Ideenhaushalt, Banalität der Blöden

    19 jun • Sólo para Der Salon

    Lang lebe das Storytelling, SpaceX, Reemtsmas Kritik an der Faschismus-Soziologie, Höckes Ideenhaushalt, Banalität der Blöden

    Live-Salon aus Frankfurt bei 36 Grad. Wolfgang und Stefan über das Ende und die Wiederkehr des Storytellings im Zeitalter der KI, den SpaceX-Börsengang als reine Erzählung und die Frage, ob der Faschismusbegriff überhaupt noch etwas erklärt. Alle Live-Salons und regulären Salons gibt es über Steady, Apple oder Patreon — die Links stehen auf neuezwanziger.de. Nächster Live-Salon: 22. August in Bornheim (Frankfurt). (00:00:00) Vor dem Salon In der Garderobe kündigt Wolfgang die Themen an: SpaceX gegen das Ende des Storytellings, Reemtsmas Faschismus-Vortrag, Höcke bei Köppel und Studio 9. Ausblick auf den nächsten Salon: Eva von Redeker, „Drang nach Härte", und Anna-Verena Nosthoff, „Kybernetik und Kritik". (00:05:55) Livesalon Begrüßung im klimatisierten Saal, Hitze-Awareness, drei Themenblöcke. (00:08:22) Lang lebe das Storytelling Das Kino lebt („Obsession", „Backrooms"), aber die KI verwischt alles: Casting-Director Dante unterscheidet Schauspieler und KI nicht mehr, NYT-Bildforensiker Hany Farid gibt auf. Kostenkontrast aus „Intelligent Machines": rund 1 Mio. $ pro Filmminute gegen ein KI-Studio mit bis zu 3.000-fachem Kostenvorteil; „Dreams of Violence", der erste reine KI-Film (Tribeca, über den Iran). Dann Geschmack als knappes Gut: Linda Büscher, Sarah Rojewski zu Million-Dollar-Storyteller-Stellen. Stefan über seine Keynote in Erfurt und PowerPoint-Spott. (00:30:46) SpaceX Der größte Börsengang der Geschichte als reines Storytelling. Ed Elson („Prof G Markets") und Gil Luria: Musk verkauft das „Geschäft von morgen". Wolfgang und Stefan zerlegen den Trick: künstliche Verknappung, erzwungene Aufnahme in den NASDAQ-100 und damit automatische ETF- und 401k-Nachfrage. Mit Jimmy Kimmel, Scott Galloway (Citizens United, Gary Stevenson, Schweden) und Frank Stauss („Die Elefantenrunde"). Im Hintergrund der Disput Primatkapital gegen Primatpolitik. (00:47:33) Reemtsmas Kritik an der Faschismus-Soziologie Jan Philipp Reemtsma in Konstanz, im Publikum Nachtwey, Amlinger und Redeker: Aus der Diagnose „Faschismus" folge keine Strategie. Hitler kam durch eine „Handbewegung" an die Macht (Kleist), die „Geheimnislosigkeit" des NS (Feuchtwanger), der Faschist als „Bully", „zäsarische Macht" (Hayek). Stefan hält mit Stefan Kühl und Luhmann dagegen. Nachtweys Einwand (Stauffenberg, Adam Tooze) und der FAZ-Antworttext: Konservative bleiben Demokraten. (01:36:31) Höckes Ideenhaushalt Björn Höcke bei Roger Köppel („Weltwoche"): Deutschland existenziell bedroht, „ich bin nicht Westen", alter gegen neuen Liberalismus, die Postmoderne als Feindbild. Stefans Erklärung: Höckes Programm sei das Leiden („Westworld"). Dazu die Thüringer Mentalität (Thüringen-Monitor), Köppels Nostalgie, Arne Semsrott zum Fall Vogt und ein Gruß an Rainald Grebe. (01:57:06) Banalität der Blöden Friedrich Merz vor dem Verband der Familienunternehmer, „ohne jede Larmoyanz". Dann Studio 9 (Deutschlandfunk Kultur, Nicole Dittmar und Matthias Greffrath) als Programmbeschwerde: Sparen als alternativlos, „bitte keine Zahlen", die Einnahmenseite bleibt ausgeblendet. Schließlich Wolfram Weimers Spiegel-Interview (die AfD falle „wie ein Soufflé" zusammen) — und das „Reich des Glaubens" als Schlusspointe.

    2 h y 12 min
  2. Gegenmacht, Öffentliche Kunstfreiheit, Marmor, Quecksilber, Nebel, Führung und Gefolgschaft, Was nicht gesagt werden kann, After Automation, Musik

    4 jun • Sólo para Der Salon

    Gegenmacht, Öffentliche Kunstfreiheit, Marmor, Quecksilber, Nebel, Führung und Gefolgschaft, Was nicht gesagt werden kann, After Automation, Musik

    Wir lesen und hören Arne Semsrott: Gegenmacht — Die Zivilgesellschaft schlägt zurück (Droemer) Arne Semsrott ruft zum Aktivismus auf: In »Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück« zeigt er Auswege aus dem Fatalismus in Zeiten des Rechtsrucks auf. https://www.droemer-knaur.de/buch/arne-semsrott-gegenmacht-die-zivilgesellschaft-schlaegt-zurueck-9783426570722 Christoph Möllers / Nils Weinberg: Öffentliche Kunstfreiheit (Suhrkamp) Wenn Kunst staatlich gefördert wird, gilt dann die Kunstfreiheit trotzdem? Christoph Möllers und Nils Weinberg geben in »Öffentliche Kunstfreiheit« differenzierte, juristisch feingliedrige Antworten. https://www.suhrkamp.de/buch/oeffentliche-kunstfreiheit-t-9783518300909 Judith Schalansky: Marmor, Quecksilber, Nebel (Suhrkamp) Judith Schalansky schreitet mit ihren schillernden literarischen Essays »Marmor, Quecksilber, Nebel« ins Konkrete und durchs Ungefähre. https://www.suhrkamp.de/buch/judith-schalansky-marmor-quecksilber-nebel-t-9783518432013 Stefan Kühl: Führung und Gefolgschaft (Suhrkamp) Wie viel Nationalsozialismus steckt in modernen Führungslehren? Kühl verfolgt die Linie vom Harzburger Modell bis zu Purpose und OKR. https://www.suhrkamp.de/buch/stefan-kuehl-fuehrung-und-gefolgschaft-t-9783518300695 David Szalay: Was nicht gesagt werden kann (Ullstein) Ein Mann, der schweigt oder oft nur mit »Okay« antwortet, schafft den Aufstieg in die Londoner Upper Class. David Szalay legt mit »Was nicht gesagt werden kann« einen außergewöhnlichen Roman vor. https://www.ullstein.de/werke/was-nicht-gesagt-werden-kann/hardcover/9783546101509 The Every Team: After Automation (Every) Fast alles automatisiert, die KI beantwortet die Chef-Mails: ein Praxisbericht, der dem Papst-Diktum von der Datenverarbeitung beispringt. https://every.to/p/after-automation Franziska Brantner: Für einen neuen Liberalismus (Blätter, Juni 2026) Franziska Brantner, die Bundesvorsitzende der Grünen, plädiert für einen grünen Liberalismus. https://www.blaetter.de/ausgabe/2026/juni/fuer-einen-neuen-liberalismus Sebastian Jonas Huber: Der Begriff der narrativen Hegemonie Wie gewinnen Erzählungen Deutungsmacht? Eine Bachelorarbeit untersucht es anhand der Charlie Kirk Show. https://diskursebi.de/ Marilyn Crispell & Anders Jormin: Memento (ECM) Die Pianistin Marilyn Crispell und der Bassist Anders Jormin führen auf ihrem gemeinsamen Album »Memento« heitere, fragile und dunkle Dialoge. https://ecmrecords.com/product/memento-marilyn-crispell-anders-jormin/

    4 h y 57 min

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Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest. Mails an mail@neuezwanziger.de erreichen Wolfgang und Stefan.

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