Hörspiel

Das ist SRF Hörspiel: Ob als aktuelles Dialekt-Hörspiel, als rasant inszenierter Radio-Krimi oder als intimes Hörstück, es erwarten Sie überraschende Hörgeschichten

  1. HACE 18 H

    «Das Rendezvous» von Fritz Zaugg

    Absurd-amüsantes Konversationshörspiel. In vier Szenen werden Küsse und Bisse im Multipack ausgetauscht: Ganz gewöhnliche Begegnungen zwischen Männern und Frauen kippen ins Groteske und erzählen von verqueren, merkwürdigen Träumen und Erfahrungen in Sachen Liebe. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 13.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Da begegnen sich zum Beispiel ein Mann und eine Frau auf einer Parkbank und vereinbaren zwecks ganzheitlicher Erregung ein seltsames Rendezvous. Im zweiten Stück spricht ein Mann an der Tramhaltestelle eine Frau an, macht ihr ein verblüffendes Kompliment und äussert einen Wunsch, der die Frau in die schiere Verzweiflung treibt. In Stück drei übt sich ein Paar im Geschichtenerzählen und versucht krampfhaft, sich einen lustigen Abend zu machen. Und im letzten Stück begegnet ein Softie, der sein Leben radikal verändern möchte, einer netten jungen Frau, die sich ebenfalls Radikales vorgenommen hat. ____________________ Mit: «Das Rendezvous»: Sara Capretti (Frau), Hanspeter Müller-Drossaart (Mann) / «Schöne Schultern»: Nikola Weisse (ältere Frau), André Jung (Mann), Michaela Steiger (jüngere Frau) / «Small Talk»: Doris Wolters (Frau), Ingo Ospelt (Mann) / «Zufällige Begegnung»: Barbara Falter (Frau), Moritz Dürr (Mann) ____________________ Musik: Hanspeter Dommann – Tontechnik: Norbert Elser, Monica Kilchenmann – Regie: Fritz Zaugg ____________________ Produktion: SRF 1993 ____________________ Dauer: 51’

    52 min
  2. HACE 6 DÍAS

    Premiere: «Der Gehülfe» von Robert Walser

    Erste Hörspiel-Adaption des Romans über die prekäre Existenz eines Angestellten. Schauplatz ist die herrschaftliche Villa Abendstern am Zürichsee. Der Eintritt der Hilfskraft Joseph Marti in das Reich des Erfinders Tobler und seiner Frau scheint eine groteske Untergangsmechanik in Gang zu setzen. Wer das Hörspiel am Radio hören will:  Samstag, 07.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur In «Der Gehülfe» verarbeitete Robert Walser sein eigenes Erleben als Büroangestellter bei dem Wädenswiler Ingenieur Carl Dubler im zweiten Halbjahr 1903. Dessen Erfindungen einer Reklameuhr, eines Schiessapparates oder eines Krankenstuhls übernahm der junge Dichter für seinen zweiten Roman, den er 1907 in Berlin zu Papier brachte. Im Getöse der Grossstadt imaginierte Walser die beschauliche Zürcher Seegemeinde Bärenswil, von wo aus der in Tobler unbenannte Start-up-Unternehmer (wie man heute sagen würde) die Welt mit seinen innovativen Produkten zu erobern versucht. Der Erfolg will sich jedoch nicht einstellen, und die Finanzen werden knapp. Der umtriebige Genussmensch Tobler, dem drohenden Ruin zum Trotz, lässt sein Anwesen immer weiter aus- und umbauen und rauschende Feste feiern. In seiner akustischen Umsetzung konzentriert sich der Schweizer Klangkünstler Stefan Weber auf den kammerspielartigen Kern des Romans. Joseph Marti, ausgeliefert den Launen und Verzweiflungen des Herrn Tobler und gleichzeitig angezogen vom sublimen Begehren der Frau Tobler, versucht sich zwar mit dem Selbstbewusstsein des jungen Aussenseiters abzugrenzen, verliert sich jedoch mehr und mehr in luftig verwegenen Träumereien. Der Untergang des Hauses Tobler bleibt auch den Bürgerinnen und Bürgern von Bärenswil nicht verborgen, die ihn heimlifeiss vergnügt aus nüchterner Distanz beobachten: «Da oben liegt es, still und winterlich vereinzelt, als fröre es ein wenig. Von den Nachbarkaminen steigen zarte, bläuliche Rauchsäulen auf, sich in der grauen Luft verbreitend. Die Landschaft scheint Augen zu haben, und dieselben zu schliessen, ganz ruhig, um nachzudenken.» ____________________ Mit: Mario Fuchs (Joseph Marti), Urs Jucker (Carl Tobler), Sylvie Rohrer (Frau Tobler), Carina Braunschmidt und Gottfried Breitfuss (Die Bärenswiler) ____________________ Dramaturgie: Reto Ott (SRF), Philip Scheiner (ORF) – Hörspielfassung, Aufnahmen, Klangdesign und Regie: Stefan Weber ____________________ Produktion: SRF/ORF 2026 ____________________ Dauer: ca. 55’

    55 min
  3. 6 FEB

    «Als wenn es noch einen Weg gäbe» von Stefan Weber

    «Robert Walsers Spaziergänge im Dunkel des Seins» – so nennt der Regisseur Stefan Weber im Untertitel sein Feature über den solitären Schweizer Dichter. Webers langjährige Beschäftigung mit den Absonderlichkeiten der Walserschen Existenz bereitet den Weg zu seinem neuen SRF-Hörspiel «Der Gehülfe». Wer die Sendung am Radio hören will:  Freitag, 06.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Robert Walser, geboren 1878 in Biel, gestorben 1956 auf einem Schneefeld im Appenzell, ging zeitlebens den Nebenweg, fernab der schnellen Welt, eingebunden ins stille Ich. Man sieht es, meinte er, den «Wegen im Abendlicht an, dass es Heimwege sind». Das Zuhause ist für ihn dort, wo er nicht ist: in seiner Sehnsucht. Die Wohnadressen wechselt er wie Unterhosen. Er unternimmt Gewaltmärsche. Von der Liebe kann er nur träumen, von seinen vereinzelt in Zeitungen publizierten «Prosastückli» gerade so leben. Drei Romane nur veröffentlicht er. Vom literarischen Hochadel verehrt – Kafka, Musil, Tucholsky, Canetti und vielen mehr –, bleibt Robert Walser im Volk, eben dort wo er atmen könnte, ungelesen. Also verstummt er. Die letzten fast dreissig Jahre seines Lebens verbringt er in den Heil- und Pflegeanstalten von Bern und Herisau. Bei seinem Tod ist er schon so vergessen, dass er später wieder neu entdeckt werden muss. ____________________ Mit: Christoph Künzler, Dieter Stoll und Kathrin Thurm ____________________ Zusammenstellung, Aufnahmen, Klangdesign und Regie: Stefan Weber ____________________ Produktion: ORF 2020 ____________________ Dauer: 38’

    39 min
  4. 31 ENE

    «Fünf beste Tage» von Erwin Koch

    Eine Liebesgeschichte vom Ende her neu erzählt. Ein Paar muss Abschied nehmen – für immer. Denn die todkranke Frau entscheidet sich für einen Exit. Acht Jahre waren die beiden zusammen, nun fragen sie sich: Kennen wir uns wirklich? Fünf Tage bleiben, um noch einmal vorne anzufangen – im Erzählen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 31.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Der Luzerner Schriftsteller und Journalist Erwin Koch ist ein Meister in der Darstellung des menschlichen Zusammen- und Für-Sich-Seins. In seinen Reportagen und Erzählungen zeichnet er Lebensbilder, in denen das ganze Spektrum dessen aufscheint, was einem ein Leben lang widerfahren kann: Glanz und Elend, Glück und Unglück, Sinn und Leere einer Existenz, die unbestimmt bleibt. Koch schildert es in seinen Porträts geduldig und genau, in freundlicher Nähe und mit respektvollem Abstand. Vor allem aber: sprachlich und stilistisch vollkommen auf die Essenz reduziert. Erwin Koch hat sich schon immer für mögliche und unmögliche Liebesgeschichten interessiert. «Fünf beste Tage» ist ein fiktiver Text, der zusammengesetzt ist aus solchen Geschichten – wahren Geschichten, die er im Lauf von Recherchen erfahren hat. Sie verdichten sich in der Hörspiel-Inszenierung des Schweizer Klangkünstlers Stefan Weber zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Frage, was ein Leben ausmacht, vom Ende her betrachtet. Und wie das Erzählen dabei helfen kann, Abschied zu nehmen. Vielleicht sogar ein Erzählen wie im Kino, ohne Rücksicht auf endgültige Wahrheiten, nach dem Motto: «Du lügst hinreissend!» Das SRF-Hörspiel erhielt 2024 beim Prix Europa und beim Grand Prix Nova eine Auszeichnung. ____________________ Mit: Katja Reinke und Vincent Leittersdorf ____________________ Dramaturgie: Reto Ott – Textfassung, Aufnahmen, Sounddesign und Regie: Stefan Weber ____________________ Produktion: SRF 2024 ____________________ Dauer: 54’

    55 min
  5. 30 ENE

    «Warte uf Bodo» von Fritz Sauter

    Ein Solo für WAM in mehreren Rollen und Mundarten. Im letzten Herbst konnte Walter Andreas Müller seinen 80. Geburtstag feiern – auf der Bühne, wie es sich für den beliebten Schauspieler und Parodisten gehört. Zum Siebzigsten vor zehn Jahren beschenkte ihn SRF mit diesem Hörspiel der schrägen Art. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 30.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Am meisten passiert dann, wenn nichts passiert. Diese Erkenntnis ist dem irischen Schriftsteller Samuel Beckett zu verdanken. Er hat vor über siebzig Jahren die Theaterkunst revolutioniert, indem er zwei Bühnenfiguren in den Wartestand versetzte. Die beiden Landstreicher Wladimir und Estragon warten auf einen gewissen «Godot», und das, wie sich schliesslich herausstellt, völlig umsonst. Gleichzeitig werden durch das absurde Spiel und die aberwitzigen Dialoge das Nichtstun und die Langeweile zum bühnenwirksamen Ereignis. Der Schaffhauser Autor Fritz Sauter hat die Vorlage von Beckett aufgenommen und für das SRF-Hörspiel seine eigene, rein akustische Variante des szenisch unterhaltsamen Zeitvertreibs entwickelt. Dabei warten zwei selbst erklärte Kunstfiguren auf eine dritte (möglicherweise reale) Figur, von der nur der Name bekannt ist: Bodo. Sie hocken und hadern, träumen und phantasieren, provozieren und resignieren. Bis Bodo schliesslich tatsächlich seinen lang erwarteten grossen Auftritt hat … Fritz Sauter ist ein Virtuose des höheren Blödsinns. Mit skurrilem und lapidarem Humor bringt er Glanz und Elend der menschlichen Existenz zur Strecke. Und liefert so Walter Andreas Müller die passende Vorlage für ein schauspielerisches Kabinettstück. Dafür wurde WAM bei den Zonser Hörspieltagen 2017 als bester Darsteller ausgezeichnet. ____________________ Mit: Walter Andreas Müller in allen Rollen ____________________ Komposition und Sounddesign: Martin Bezzola – Tontechnik: Ueli Karlen, Roland Fatzer, Martin Bezzola – Dramaturgie und Regie: Reto Ott ____________________ Produktion: SRF 2015 ____________________ Dauer: 47’

    47 min
  6. 24 ENE

    «Das Leben ist viel zu kurz, um offene Weine zu trinken»

    Abgründiges Gesellschaftsporträt alter weisser Männer, von Guy Krneta. Louis, Drogist aus Hindelbank, Witwer und SVP-Gemeinderat, trifft in einem Restaurant in Bern auf Geri, KMU-Berater und abgewählter Nationalrat aus Zug. Sie trinken und schwadronieren sich lustvoll um Kopf und Kragen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 24.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Geri hilft Louis aus der Patsche, weil dessen Portemonnaie geklaut worden ist. Zu zweit warten sie auf Louis’ Zug nach Hause, vertreiben sich die Zeit gemeinsam beim Bier und kommen einander im Gespräch über Gott und die Welt näher. Louis verpasst den letzten Zug und strandet mit seinem Trinkkumpan gegen Morgen in einem Nachtlokal. Der Barkeeper, ein ehemaliger Bärenwärter vom Bärengraben, weckt in den beiden eine verborgene Liebe zu den Bären. Das Hörspiel in Mundart ist die Radiofassung des gleichnamigen Theaterstücks. Es thematisiert auf eine augenzwinkernd sympathische Art die Bundesstadt Bern als Begegnungsort von Politikern unterschiedlicher Strömungen. Die wahrhaftigen Dialoge der beiden über ihre Karrieren lassen immer wieder ganz persönliche Abgründe zweier ungleicher Männer aufblitzen und entlarven sie als typische Vertreter einer speziellen Kaste und ihres Geschlechts. ____________________ Mit: Ueli Jäggi (Louis), Martin Hug (Geri), Marco Morelli (Barkeeper) ____________________ Musik: Jürg Kienberger – Tontechnik: Norbert Elser, Roland Fatzer, Jack Jakob – Regie: Geri Dillier ____________________ Produktion: SRF 2007 ____________________ Dauer: 48’

    48 min
  7. 23 ENE

    «Bach ist Trumpf» von Heinz Stalder

    Doku-Fiktion. Hauptfigur und chnebliger Stierengrind in Stalders Hörspiel ist Bauer Gunz. Sein Hof wird von einem Bach vor seinem Haus bedroht. Mit einer nicht zu bremsenden Energie und ohne Bewilligung der Behörden verbaut er den Bach im gebirgigen Gelände, versucht ihn mit allen Mitteln zu zähmen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 23.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Bauer Gunz wirft sein ganzes Leben in den Kampf gegen den Bach und gerät dabei immer tiefer in die Mühlen von Justiz und Behörden. Weder Gerichte noch Gefängnis noch die Psychiatrie können ihn von seinem Tun abhalten. Sein Leben kennt nur ein einziges Ziel: den Kampf gegen den Bach. Heinz Stalder hat einen realen Fall aufgegriffen, über den in den Medien ausführlich berichtet wurde, und daraus mit einer stilisierten Sprache eine Geschichte gemacht, die sich an der Realität orientiert, aber dennoch reine Fiktion ist. ____________________ Mit: Ueli Jäggi (Gunz), Ernst C. Sigrist (Feuz), Walter Sigi Arnold (Banz), Hansrudolf Twerenbold (Joss), Marlise Fischer (Frau Gunz), Albert Freuler (Wasservogt/Gefängniswärter), Herbert Leiser (kantonaler Baudirektor), Andrej Togni (Gemeinderat), Klaus-Henner Russius (Gefängnispsychiater), Päivi Stalder (Journalistin) ____________________ Musik: Roland von Flüe – Tontechnik: Norbert Elser – Bearbeitung und Regie: Fritz Zaugg ____________________ Produktion: SRF 2005 ____________________ Dauer: 45’

    46 min

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