NZZ Geopolitik

Globale Krisen, neue Allianzen, eskalierende Handelskonflikte: «NZZ Geopolitik» bringt Ordnung in eine unruhige Welt. Marlen Oehler und David Vogel analysieren die weltpolitischen und wirtschaftlichen Fragen unserer Zeit. Mit ihren Gästen setzen die Hosts das geopolitische Puzzle zusammen, um das grosse Ganze zu verstehen. Immer mittwochs.

  1. hace 16 h

    9/11: Die eigentliche Tragödie begann danach – mit dem «War on Terror»

    Vor genau 25 Jahren erschütterten die Anschläge vom 11. September die USA und lösten den globalen «War on Terror» aus. Doch anstatt Stabilität zu bringen, entpuppte sich die militärische Reaktion der Amerikaner als strategischer Fehler. Ihr Vorgehen gegen al-Kaida in Afghanistan wurde allseits unterstützt. Doch mit dem anschliessenden Einmarsch in den Irak wendete sich das Blatt. Die amerikanische Führung glaubte nach dem ersten Erfolg in Afghanistan, auch andere Länder und Systeme nach ihren Vorstellungen formen zu können - und scheiterte. Für den Terrorismusexperten Peter Neumann war dies «wahrscheinlich der ultimative Moment der amerikanischen Hybris». Die Konsequenzen dieser geopolitischen Überdehnung spürt die Welt bis heute. Der Terrorismus lebt unter anderem im sogenannten «Islamischen Staat» weiter. Gleichzeitig verzettelte sich Washington in endlosen Konflikten und verlor entscheidende Jahre, in denen Asien und insbesondere China ungestört zur neuen Weltmacht aufsteigen konnten. Auch im Inneren kratzte der Krieg gegen den Terror massiv am demokratischen Selbstverständnis der Nation. Umstrittene Einrichtungen wie das Gefangenenlager in Guantanamo, Überwachungsgesetze und Folterskandale beschädigten den Ruf des Landes stark. Neumann erklärt, warum er 25 Jahre später eine klar negative Bilanz zieht. Gast: Peter Neumann, Politikwissenschaftler und Terrorismusexperte am Kings College in London. Host: Marlen Oehler Redaktion: Sarah Ziegler, David Vogel Das Autorenprofil von Peter Neumann findet ihr [hier,](https://www.rowohlt.de/autor/peter-r-neumann-34920?srsltid=AfmBOopOeUgcsemsmmN3p1D-QyPyXk7hLgrvLfAAnD8qffsdwyHJxBBi) und den Hinweis zu seinen Büchern. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) Du hast schon ein NZZ-Abo und willst NZZ Pro zusätzlich bekommen. Das Angebot dafür findest du [hier](https://abo.nzz.ch/23055512-2/). Du hast noch kein NZZ-Abo und willst Premium-Abonnent werden? Dann [hier ](https://abo.nzz.ch/23055513-2/)entlang. Fragen? Feedback? Das NZZ Geopolitik-Team erreichst du unter geopolitik@nzz.ch.

    9/11: Die eigentliche Tragödie begann danach – mit dem «War on Terror»
  2. 26 ago

    Iran und Ukraine: Verschmelzen die beiden Konflikte zu einem Gigakrieg?

    Die Kriege in der Ukraine und im Iran sind längst nicht mehr voneinander zu trennen. Ein ukrainischer Drohnenangriff auf ein iranisches Frachtschiff im Kaspischen Meer zeigt, wie weit sich der Konflikt ausdehnt. Militär- und Sicherheitsexperte Sascha Bruchmann erklärt, warum die Ukraine inzwischen iranische Lieferketten ins Visier nimmt, welche Rolle russische Drohnen, Satelliten und chinesische Technologie spielen und weshalb Russland und Iran immer enger zusammenarbeiten. Droht uns nun ein globaler Grosskonflikt, der nicht mehr aufzuhalten ist? «Je länger und mehr Akteure, Technologien und Ressourcen betroffen sind, desto globaler wird dieser Krieg», sagt Bruchmann im Podcast. Noch handle es sich eher um parallele Systemkonflikte wie im Kalten Krieg – doch die Gefahr unvorhersehbarer, nicht-linearer Kettenreaktionen wächst mit jedem Tag, an dem die beiden Kriege weiter miteinander verschmelzen. Gast: Sascha Bruchmann, Militär- und Sicherheitsexperte vom International Institute for Strategic Studies (IISS) Host: Marlen Oehler Redaktion: David Vogel Ein Text der NZZ zur These, dass der Ukraine- und der Irankrieg zunehmend verschmelzen, findest du hier. Du hast schon ein NZZ-Abo und willst NZZ Pro zusätzlich bekommen. Das Angebot dafür findest du hier. Du hast noch kein NZZ-Abo und willst Premium-Abonnent werden? Dann hier entlang. Fragen? Feedback? Das NZZ Geopolitik-Team erreichst du unter geopolitik@nzz.ch.

    Iran und Ukraine: Verschmelzen die beiden Konflikte zu einem Gigakrieg?
  3. 22 jul

    Macht vor Recht: Ist es vorbei mit der globalen Kooperation? (Wh.)

    Internationale Organisationen wie die UNO, die NATO oder die WTO wurden nach 1945 geschaffen, um Frieden, Stabilität und die globale Zusammenarbeit zu sichern. Doch heute stehen sie massiv unter Druck. Immer mehr Staaten verhalten sich unkooperativ, blockieren Entscheidungen, brechen Regeln oder ziehen sich ganz aus internationalen Abkommen zurück. Allen voran die USA. In dieser Episode von «NZZ Geopolitik» erklärt die Politikwissenschaftlerin Stefanie Walter, warum Staaten kooperieren, was dabei Kooperationsgewinne sind; sie zeigt aber auch auf, weshalb gerade mächtige Länder auf nationale Alleingänge setzen und warum wir uns in einer Ära zunehmender Nicht-Kooperation befinden. Anhand konkreter Beispiele – von den USA unter Donald Trump über den Brexit bis hin zu Russland, China und der Türkei – wird deutlich, was unkooperatives Verhalten für die Welt bedeutet. Vor allem stellt es die Staatengemeinschaft und internationale Organisationen vor ein strategisches Dilemma: Soll man Staaten entgegenkommen oder sie sanktionieren? Welche Signalwirkungen haben harte oder weiche Reaktionen? Und was bedeutet es langfristig, wenn Macht immer häufiger über Recht gestellt wird? Gast: Stefanie Walter, Politikwissenschaftlerin Universität Zürich Host: Marlen Oehler Redaktion: David Vogel [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) Fragen? Feedback? Das NZZ Geopolitik-Team erreichst du unter geopolitik@nzz.ch.

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