Quotenmeter

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Über aktuelle Themen aus Fernsehen, Kino und Radio informiert und unterhält Quotenmeter.FM. Egal ob es um eine neue Serie, eine abgesetzte Show, einen erfolgreichen Trend oder einen spannenden Film geht - das Quotenmeter-Team diskutiert in lockerer Atmosphäre immer am Wochenende über die wichtigsten Themen aus der TV-Branche. Mit TV-Tipps, spannenden Rubriken, Gästen und vielem mehr.

  1. 2D AGO

    Ausgabe 856: Bahn, Budget, KI-Panne: Zwei PR-Baustellen mit Signalwirkung (20.02.2026)

    Anfang Oktober 2025 veröffentlichte die Deutsche Bahn die Mockumentary-Miniserie «Boah, Bahn! Wir sitzen alle im selben Zug.», in der Anke Engelke gemeinsam mit weiteren Darstellerinnen und Darstellern den Alltag auf deutschen Gleisen satirisch aufarbeitete. Die Produktion der bildundtonfabrik-Tochter WTF GmbH ging viral, die begleitende Marketingkampagne wurde als Erfolg gewertet. Allerdings geriet die Imagekampagne wenig später in einen anderen Kontext: Nach der Streichung von Familienreservierungen wurde sie in der politischen Debatte instrumentalisiert. Im Februar 2026 folgte ein weiterer Einschnitt, als ein Zugbegleiter bei einer Fahrscheinkontrolle tödlich angegriffen wurde. In der öffentlichen Diskussion tauchte in diesem Zusammenhang auch die Frage auf, ob eine sieben Millionen Euro teure Imageproduktion angesichts struktureller Probleme das richtige Signal gewesen sei. Die Deutsche Bahn sagte eine ursprünglich geplante zweite Staffel schließlich ab. Zusätzlich kursierten Berichte, wonach das Projekt zunächst bei RTL entwickelt worden sei, ehe es beim ZDF-Umfeld landete – was intern für Irritationen gesorgt haben soll. Auch das ZDF selbst geriet unter Druck: Das «heute journal» sendete einen Beitrag, in den ein künstlich erzeugtes Video eingebunden war. Nach Kritik wurde das Material aus der Mediathek entfernt, zunächst jedoch ohne transparente Einordnung des Fehlers. Erst am darauffolgenden Dienstagabend entschuldigte sich die Redaktion öffentlich beim Publikum. Mario Thunert und Fabian Riedner diskutieren in ihrem Podcast die Hintergründe, mögliche redaktionelle Versäumnisse und die Frage, welche Konsequenzen solche Vorfälle für Glaubwürdigkeit und Qualitätskontrolle haben können.

    41 min
  2. FEB 4

    «Thunerts Thema»: Düstere Zeiten für Late-Night – Warum kuschen US-Konzerne vor Trump?

    «Thunerts Thema»: Düstere Zeiten für Late-Night – Warum kuschen US-Konzerne vor Trump? Zugeschaltet zu diesem Thema ist Philipp Alvares aus San Francisco – er ist Silicon Valley-Korrespondent beim Handelsblatt. In einer weiteren Folge von «Thunerts Thema» wagt Quotenmeter nochmal einen Blick nach Amerika. Dort stehen viele Medienunternehmen unter dem Beschuss der Donald-Trump-Administration. Besonders hart traf es die Late-Night-Branche, die sich regelmäßig kritisch mit dem Vorgehen des umstrittenen US-Präsidenten auseinandersetzt und damit seinen Zorn auf sich zieht. Hosts wie Jimmy Kimmel und Stephen Colbert gerierten in diesem Zusammenhang zu wahren Feindbildern des Regierungsführers. Geführt hat dieser Konflikt sogar zur kurzzeitigen Aussetzung der ABC-Show sowie zur gänzlichen Einstellung von Colberts CBS-Sendung im Mai 2026. Medienbeobachter, Wirtschaftsjournalisten wie Politik-Experten sehen gerade im letztgenannten Fall ein Entgegenkommen an Trump, um die Übernahme des CBS-Mutterkonzerns Paramount durch Skydance zu sichern. Auch Podcast-Gast Philipp Alvares de Souza Soares vom "Handelsblatt" hat in seinem Kommentar-Artikel „Causa Jimmy Kimmel – In Amerikas Konzernen entscheiden Feiglinge“ herausgestellt, dass viele Medien- und Tech-Manager vor Trump einknicken, ja ihm gar mit vorauseilendem Gehorsam begegnen. Laut dem Silicon Valley-Journalisten habe in den USA eine klare Verschiebung etlicher Unternehmensphilosophien stattgefunden, die es vorher so nicht gab. Mit Mario Thunert diskutiert über mögliche Gründe und über mögliche Folgen für Medien, Wirtschaft und Kultur.

    33 min
  3. JAN 14

    «Thunerts Thema»: Jan Stenbeck – Von Holz und Stahl zum Fernsehkanal (14.01.2026)

    In der ersten Folge von «Thunerts Thema» im neuen Jahr machen wir einen Ausflug nach Skandinavien. Drehen soll sich heute nämlich alles um den Medienmogul Jan Stenbeck, dessen kontroverses Wirken seit Kurzem in der Mini-Serie «Stenbeck» im ZDF-Streamingportal und bei Neo zu sehen ist. Geschrieben wurde das Script übrigens auf Basis der Stenbeck-Biografie von Per Andersson, deren Verleger Svante Weyler aus Stockholm im Podcast zugeschaltet war. Ausgewählt wurde die Thematik, weil Stenbecks Vorgehen große Konsequenzen für die TV-Landschaft in Schweden hatte. Dort revolutionierte er zunächst den Mobilfunk und dann das Fernsehen. 1987 gründete er folglich Schwedens ersten werbefinanzierten Privatsender, der die hiesige Medienbranche nachhaltig veränderte. Der exzentrische Unternehmensleiter zeichnete sich dabei auch durch ungewöhnliche Strategien und Technologien aus – Svante Weyler begreift ihn als „Creative Disrupter“. Letztlich macht die Serie die gravierenden Umbrüche nicht optimal fühlbar und lässt sich an einigen Stellen zu wenig Zeit, um die Transformationen im Äußeren abzubilden. Im Endeffekt hätte sie erzählerisch also eine noch stärkere suggestive Kraft entfalten können und bekommt hier nur ausbaufähige 6,5 von 10 Punkten. Dennoch ist sie vom Ablauf nachvollziehbar strukturiert und damit für Medien- und TV-Beobachter interessant. Auch der starke Hauptdarsteller Jakob Oftebro täuscht über so manche Schwäche hinweg und transportiert den Senderchef überzeugend.

    24 min

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