Der Junge Politische Podcast

Roman & Simon

Der Junge Politische Podcast ist ein Podcast rund um das politische Geschehen in Deutschland und der Welt. Wir, Roman und Simon, schauen mit einem jungen Blick auf Politik und diskutieren kontroverse Themen.

  1. 2d ago

    Sachsen-Anhalt-Beben und Mietendeckel (E318)

    Zu Beginn der heutigen Episode blicken wir auf das historische Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zurück. Die AfD gewinnt unter Ulrich Siegmund mit 43,8 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl überhaupt und verfehlt die absolute Mehrheit nur knapp – die CDU unter Ministerpräsident Sven Schulze stürzt dagegen auf ein historisches Tief von 17,2 Prozent ab. Wir gehen die möglichen Szenarien durch: Reicht es für eine Koalition aus AfD und BSW? Oder bleibt am Ende nur eine Minderheitsregierung? Und was bedeutet das Ergebnis für die beiden Landtagswahlen in zwei Wochen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin? Im Anschluss richten wir den Blick auf die Union selbst: Wie groß ist Bundeskanzler Friedrich Merz' Anteil an diesem Debakel und könnte ein Kanzlertausch zu Hendrik Wüst die Partei tatsächlich retten? Zum Abschluss dieses Themenblocks diskutieren wir eine Grundsatzfrage: War die Brandmauer gegen die AfD am Ende ein Fehler? Den zweiten großen Themenblock der heutigen Folge widmen wir der Wohnungsfrage. Anlass ist der aktuelle Antrag der Linksfraktion für einen bundesweiten Mietendeckel, begleitet von einem Rechtsgutachten, das ihn für verfassungsrechtlich zulässig hält. Wir schauen uns zunächst an, wie groß das Problem inzwischen tatsächlich ist, und gehen den Ursachen auf den Grund: von explodierenden Baukosten und Zinsen über die Abschaffung der Wohngemeinnützigkeit 1990 bis zur Frage, warum ausgerechnet staatliche Förderung selbst die Mieten weiter nach oben treiben kann. Lohnt sich dabei ein Blick nach Wien, dessen Ruf als Vorbild in der Debatte immer wieder bemüht wird? Und wäre ein Mietendeckel überhaupt die richtige Antwort oder drohen dieselben Nebenwirkungen wie beim gescheiterten Berliner Modell? Am Ende sagen wir auch, welche Lösung uns selbst am meisten überzeugt. Hier kannst du die Episode kommentieren.

    Sachsen-Anhalt-Beben und Mietendeckel (E318)
  2. Jun 27

    Iran-(Deal), Linke-Parteitag und Starmer/Burnham (E313)

    Zum Einstieg sprechen wir über die fragile Annäherung zwischen den USA und dem Iran – und warum aus unserer Sicht wenig dafürspricht, dass Trump hier tatsächlich gewonnen hat. Nach monatelangem Krieg haben beide Seiten eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Kampfhandlungen beenden und binnen 60 Tagen zu einem endgültigen Abkommen führen soll. US-Vizepräsident JD Vance verkündet bereits einen "bedeutenden Meilenstein" bei den Atominspektionen – nur um Stunden später vom Iran öffentlich widersprochen zu werden. Wir schauen uns die zentralen Punkte des Deals an: die Straße von Hormus, die nur für 60 Tage gebührenfrei bleibt, den 300-Milliarden-Dollar-Wiederaufbauplan, für den die USA selbst nichts zahlen wollen, und das ungeklärte ballistische Raketenprogramm. Selbst der iranische Chefunterhändler hat das Abkommen öffentlich als amerikanisches Niederlagengeständnis bezeichnet – aus Trumps eigener "maximaler Druck"-Rhetorik wurde, wie es ein Kommentar treffend nennt, eine "maximale Blamage". Was bleibt von Trumps Drohpolitik gegen den Iran wirklich übrig? Anschließend geht es um den Parteitag der Linken in Potsdam. Mit Luigi Pantisano wurde ein neuer Vorsitzender gewählt – allerdings nur mit hauchdünner Mehrheit und nach einem Bild-Interview, das parteiintern für erheblichen Unmut sorgte. Wir ordnen ein, was das knappe Ergebnis über die Stimmung in der Partei verrät, und blicken auf die lange erwartete Nahost-Debatte: Die Partei entscheidet sich erstmals, das Vorgehen Israels in Gaza offiziell als Völkermord zu bezeichnen, bekräftigt aber gleichzeitig das Existenzrecht Israels und verurteilt auch die Verbrechen der Hamas. Wie wird dieser schwierige Balanceakt innerhalb der wachsenden, deutlich propalästinensisch geprägten jungen Parteibasis aufgenommen? Den größten Teil der Folge widmen wir dem politischen Erdbeben in Großbritannien: Nach nicht einmal zwei Jahren im Amt tritt Premierminister Keir Starmer zurück. Wir erzählen, wie es so weit kommen konnte – von der "loveless landslide" 2024 über die Mandelson-Affäre bis zum entscheidenden Wahlsieg seines Herausforderers Andy Burnham in einer Nachwahl. Wir blicken zurück auf die Wurzeln der heutigen Labour-Krise im Machtkampf zwischen Jeremy Corbyn und dem Parteiestablishment, ordnen ein, woran Starmer wirklich gescheitert ist, und fragen, wer der "King of the North" eigentlich ist, der nun aller Voraussicht nach neuer britischer Premierminister wird. Steht Burnham für einen echten Kurswechsel – oder erbt er einfach dieselben unlösbaren Widersprüche wie sein Vorgänger? Hier kannst du die Episode kommentieren.

    Iran-(Deal), Linke-Parteitag und Starmer/Burnham (E313)

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