Der Junge Politische Podcast

Roman & Simon

Der Junge Politische Podcast ist ein Podcast rund um das politische Geschehen in Deutschland und der Welt. Wir, Roman und Simon, schauen mit einem jungen Blick auf Politik und diskutieren kontroverse Themen.

  1. Jun 27

    Iran-(Deal), Linke-Parteitag und Starmer/Burnham (E313)

    Zum Einstieg sprechen wir über die fragile Annäherung zwischen den USA und dem Iran – und warum aus unserer Sicht wenig dafürspricht, dass Trump hier tatsächlich gewonnen hat. Nach monatelangem Krieg haben beide Seiten eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Kampfhandlungen beenden und binnen 60 Tagen zu einem endgültigen Abkommen führen soll. US-Vizepräsident JD Vance verkündet bereits einen "bedeutenden Meilenstein" bei den Atominspektionen – nur um Stunden später vom Iran öffentlich widersprochen zu werden. Wir schauen uns die zentralen Punkte des Deals an: die Straße von Hormus, die nur für 60 Tage gebührenfrei bleibt, den 300-Milliarden-Dollar-Wiederaufbauplan, für den die USA selbst nichts zahlen wollen, und das ungeklärte ballistische Raketenprogramm. Selbst der iranische Chefunterhändler hat das Abkommen öffentlich als amerikanisches Niederlagengeständnis bezeichnet – aus Trumps eigener "maximaler Druck"-Rhetorik wurde, wie es ein Kommentar treffend nennt, eine "maximale Blamage". Was bleibt von Trumps Drohpolitik gegen den Iran wirklich übrig? Anschließend geht es um den Parteitag der Linken in Potsdam. Mit Luigi Pantisano wurde ein neuer Vorsitzender gewählt – allerdings nur mit hauchdünner Mehrheit und nach einem Bild-Interview, das parteiintern für erheblichen Unmut sorgte. Wir ordnen ein, was das knappe Ergebnis über die Stimmung in der Partei verrät, und blicken auf die lange erwartete Nahost-Debatte: Die Partei entscheidet sich erstmals, das Vorgehen Israels in Gaza offiziell als Völkermord zu bezeichnen, bekräftigt aber gleichzeitig das Existenzrecht Israels und verurteilt auch die Verbrechen der Hamas. Wie wird dieser schwierige Balanceakt innerhalb der wachsenden, deutlich propalästinensisch geprägten jungen Parteibasis aufgenommen? Den größten Teil der Folge widmen wir dem politischen Erdbeben in Großbritannien: Nach nicht einmal zwei Jahren im Amt tritt Premierminister Keir Starmer zurück. Wir erzählen, wie es so weit kommen konnte – von der "loveless landslide" 2024 über die Mandelson-Affäre bis zum entscheidenden Wahlsieg seines Herausforderers Andy Burnham in einer Nachwahl. Wir blicken zurück auf die Wurzeln der heutigen Labour-Krise im Machtkampf zwischen Jeremy Corbyn und dem Parteiestablishment, ordnen ein, woran Starmer wirklich gescheitert ist, und fragen, wer der "King of the North" eigentlich ist, der nun aller Voraussicht nach neuer britischer Premierminister wird. Steht Burnham für einen echten Kurswechsel – oder erbt er einfach dieselben unlösbaren Widersprüche wie sein Vorgänger? Hier kannst du die Episode kommentieren.

    Iran-(Deal), Linke-Parteitag und Starmer/Burnham (E313)
  2. Apr 25

    Keir Starmer, Sudan-Krieg, Gen-Z-Proteste (E309)

    Zu Beginn der heutigen Episode richten wir den Blick auf das Vereinigte Königreich und die zunehmend angespannte Lage der Labour-Regierung unter Premierminister Keir Starmer. Knapp zwei Jahre nach dem Wahlsieg bröckelt die politische Unterstützung deutlich. Welche Rolle spielt die Mandelson-Affäre für diesen Vertrauensverlust? Und wer profitiert von der Schwäche Labours – die Konservativen, die Grünen oder vor allem die aufstrebende Reform UK? Anschließend wenden wir uns dem Sudan zu. Anlässlich der internationalen Geberkonferenz in Berlin sprechen wir über einen Konflikt, der seit 2023 das Land verwüstet und inzwischen zu einer der größten humanitären Krisen weltweit geführt hat: über 150.000 Tote, Millionen Vertriebene und ein Land, das faktisch zwischen Armee und paramilitärischer RSF-Miliz aufgeteilt ist. Warum gibt es trotz internationaler Bemühungen kaum Aussicht auf ein Ende des Krieges? Und welche Rolle spielt die vergleichsweise geringe Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit für die Dynamik dieses Konflikts? Zum Abschluss starten wir eine kleine zweiteilige Mini-Serie zu den sogenannten Gen-Z-Protesten im globalen Süden. Wir blicken auf Bangladesch, Nepal und Madagaskar – drei sehr unterschiedliche Länder, in denen junge Menschen in den vergangenen Jahren zentrale politische Umbrüche angestoßen haben: vom Sturz langjähriger Regierungen bis hin zu Neuwahlen und Systemreformen. Was treibt diese Protestbewegungen an – Korruption, Perspektivlosigkeit, autoritäre Strukturen? Und warum entstehen vergleichbare Dynamiken derzeit nicht in Deutschland? Hier kannst du die Episode kommentieren.

    Keir Starmer, Sudan-Krieg, Gen-Z-Proteste (E309)

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