Eisenbart & Meisendraht - Das Magazin für Eigenart

Lukas Münich, Andii Weber

Eisenbart und Meisendraht ist das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat wird ein neues Thema von unserem Schriftsteller*innenpool beackert und hernach in Radiowellen (Z) transformiert, in den Pod geschmissen und hier im Internet kybernetisch in den space gepresst. Jeden vierten Sonntag im Monat von 16:00 Uhr bis 18:00 auf Radio Z oder eben hier jeden Monat auf den Pod! Alle Texte zum Nachlesen und Nachhören finden sich auf www.eisenbartmeisendraht.com

  1. #0100 - Unglück

    May 19

    #0100 - Unglück

    Potzblitz, Kreuz, Birnbaum und Hollerstauden! Da ist mir doch glatt mein Kaffee auf die Schreibmaschine gekippt. Ist ja auch wirklich blöd mit nur zwei gekrallten Krallenfüßen cool am Schreibtisch zu sitzen und Kaffe trinkend zu tippen, das erfordert ernorme Flugkünste, die ich zweifelsohne beherrsche (ich habe dreimal den Geiersturzflug-Ehrenpreis gewonnen in meinen besten Jahren) – aber ich war eben abgelenkt von dieser famosen Sendung. Um Unglück soll es also gehen: Wie es in die Welt kam, wieso wir fürs Glück auch Unglück brauchen und was das alles mit Literatur zu tun hat. Und Freilich, unsere beiden Radioritter des Glücks, Eisi und Meisi fangen ganz von vorne an: Natürlich im Griechenland, dem Land der Tragödien, wo man schon früh wusste: Man kann nicht immer Glück haben, das Orakel hat immer recht und jetzt friss deine Souvlaki auf, du Bengel! Auch Goethe hatte Pech, als er auf Kreuzfahrt in einen Sturm gekommen war. Und natürlich müssen wir auch wieder ganz schön viel über Schiffe reden, diese fiesen Biester, die eh nur untergehen oder schwimmen können. Was haben sie jemals für uns getan? Abgerundet wird diese Irrfahrt durch einen riesen Haufen verhängnisvoller Texte aus unserem original EBMD-Autor:innenpool, die literarisch Scherben zu Gold spinnen. Hals und Beinbruch wünscht Pappy, der Redaktionspapagey Die Autor:innen - Janika Wehmann - Andreas Prucker - David Telgin - Christian Knieps - Bastian Kienitz - Andreas Dietz - Alexander Rachmann Die Sprecher:innen - Verena Schmidt - Katrin "ohneh" Rauch - Andii Meret Weber

    2 hr
  2. #0099 - Dialekt

    May 11

    #0099 - Dialekt

    “Grüezi, Servus und Moin.” So viele Ausdrücke für den immergleichen gleichen Mist! Ich als Papagei verstehe ja nichts von Dialekten, aber um genau die soll es ja in dieser Ausgabe von Eisenbart & Meisendraht gehen, dem unschlagbar schnellzüngigem Magazin der Sprachkuriositäten. Unsere beiden Radiolinguisten Eisi und Meisi hören sich um. So hat Herr Eisenbart diesmal ein Nippelboard aus dem Nachlass eines vermögenden Kölner Metzgers und Fernsehmoderators auf Kleinanzeigen geschossen und verwandelt die Sendung in eine nie dagewesene Game-Show: Erkennen sie die Dialekte? Frau Meisendraht begnügt sich statt mit Verortung mit Dialekt-Mimese. Spannend jedenfalls, wie viele Zungen so rundherum in Bayern herumschlabbern. Dazu haben uns aus dem gesamten deutschsprachigen Raum Originaltöne in den verschiedensten Sprachfärbungen erreicht, die wir fachgerecht anhören und einsortieren. Frau Meisendraht hat anektdotisches von Schiller (Schwäbisch) und Goethe (Hessisch) mitgebracht, den auch Goethe war ein Dialekt. Außerdem dabei: Große Lautverschiebungen, die Phil-Collins-Scheiden und Dachböden. Wie immer steuert unser original EBMD-Autor:innenpool wieder eine Menge Texte bei, teils sogar in diesen so viel besungenen Dialekten. Salli, euer Pappy, der Redaktionspapgey Die Autor:innen - Christian Knieps - David Telgin - FD - Katrin Rauch - Silke Gruber - Andreas Prucker - Theobald Fuchs Sprecher:innen - Verena Schmidt - Katrin “ohneh” Rauch Dialekt-O-Töne von: - FD (Hessisch) - Frédéric Valin (Alemannisch) - Joerg Meijer (Kölsch) - Jasper Nicolaisen (Kieler Platt) - Josi (Sächsisch) - Julia Kubik (Ostschweizer Dialekt) - Michael Schmidt (Ost-Niederbayerisch) - Nathalie Schäfer (Pfälzisch) - Saile Klein (Schwäbisch) - Valentin Witt (Wildcard)

    2h 2m
  3. #0096 - Böhmische Dörfer und Potemkinsche Fassaden (live in der Kulturoasis)

    Jan 22

    #0096 - Böhmische Dörfer und Potemkinsche Fassaden (live in der Kulturoasis)

    “Oh, Wow”, da staunt die Zarin Katharina nicht schlecht, als ihr ihr Verehrer die schicksten Käffer präsentiert. Ein kompetenter Mann, denkt sie sich, doch ups, plötzlich macht es “Pflatsch!” und die Fassaden Fallen von den Wänden und entblößen die dahinterligenden, schmutzige, mit Kuhdung und Witterung überzogenen Dorfbutzen. Blöd gelaufen für unseren Potemkin, aber gut gelaufen für uns, denn wir machen einfach ein Sendungsthema draus, diesmal sogar extra lang: POTEMKINSCHE FASSADEN & BÖHMISCHE DÖRFER. Eine ganze Menge auszupacken, wie die Angelsachsen sagen würden: Es geht um Sprachverwirrungen, Verkleidung und Vexierspiele auch. Unsere beiden Radiobürgermeister Eisi und Meisi packen ihre Kabel und Bandgeräte ein und rutschen herrüber in die Kulturoasis für eine ihrer berüchtigten Liveaufzeichnungen. Und Publikum ist auch noch gekommen. Ein großes Hallo gibt es auch, wenn Herr Eisenbart einen waschechten Weltrekordversuch unternimmt und diesen sogar gewinnt! Ein lauschiger Abend mit Ihrer Lieblingssendung ist das, und wie immer natürlich dabei: Selbst ausgedachte Literaturbeiträge unseres original EBMD-Autor*innen-Pools, diesmal sogar zumeist live eingelesen von unseren lieben Aushilfsleihstimmen vom Kulturoasis e.V.. Wenn das mal nix ist, ist dann weiß ich halt eben auch nicht mehr, bin also mit meinem Latein am ende, alles Spanisch. S pozdravem wünscht Ihr Pappy, der Redaktionspapagey Die Autor:innen - Matt S. Bakausky - Andreas Prucker - David Telgin - Bastian Kienitz - Felix Benjamin - Chris Morenz - Katrin Rauch - Margret Bernreutherx - Theobald Fuchs - Mina Reischer - Christian Knieps Die Sprecher:innen - die freundlichen Aushilfsleihstimmen vom Kulturoasis e.V.

    2 hr
  4. #0095 - Komplimente (mit Fanny Weisenrath)

    12/28/2025

    #0095 - Komplimente (mit Fanny Weisenrath)

    “Ihre Frisur rizzt heute aber wirklich ausgesprochen gut” hat mal Frau Meisendraht zu mir gesagt, als ich morgens gerade völlig zerstört und mit tieffliegenden Augenringen (bei uns Papageyen ohnehin Dauerzustand) vom feiern heim kam, und sie schon wie immer über-pünktlich im Radio-Z-Redaktionsraum saß. Ein bisschen vergackeiert kam ich mir ja schon, aber irgendwie auch gut und verwegen. Und da schließt unsere diesmalige Ausgabe quasi nahtlos an: Komplimente. Was sind sie, wer darf sie geben und wo hört der Spaß aber auch wirklich auf? Unsere beiden Radioknigges Eisi und Meisi nehmen sich dieser und vielen anderen Fragen an. Dazugeladen haben sie sich mal wieder die allseits beliebte und geschätzte Kollegin Fanny Weisenrat aus Wien, die uns von den Bergen herunter ihre ganz eigene Sicht in die Sendung hineinjodelt. Wir fragen uns, ob Goethe eigentlich ein Incel war, schauen uns mal wieder ein wenig in der griechischen Mythologie um und komplimentieren auf mehrfachen Wunsch hin Damenbärte, dass es eine Art hat. Dazu gesellen sich die Texte unseres Autor:innenpools, die aber auf die positiven Zuschreibungsklötze hauen, dass die Erde bebt. Dazu wird Chopin gereicht und zack, ist sie fertig: eine vollumfängliche Ausgabe von Eisenbart & Meisendraht. einen interessanten Körpergeruch wünscht ihnen ihr Pappy, der Redaktionspapgey *** Die Autor:innen - Christian Knieps - David Telgin - Bastian Kienitz - Andreas Prucker Die Sprecher:innen - Hannes

    1h 56m
  5. #0094 – Krimi

    12/03/2025

    #0094 – Krimi

    "BÄMBÄMBÄM!" Es war erst zehn Uhr vormittags, als ich an meiner Detektei ein Klopfen hörte. Ich bellte: "WIR HAM JESCHLOSSN VERDAMMTE SCHEISE!" und exte meinen zweiten Bourbon. Die Käfigtür öffnete sich und dann stand sie im Raum. Diesen Anblick werde ich nie vergessen: das üppige Federkleid, der Schnabel scharf und doch sinnlich wie ein italienischer Rapier und Beinchen, ja, Beinchen bis zum Boden. Himmelherrgott, wahrscheinlich wird die Erinnerung an sie das Letzte sein, woran ich denken werde, bevor sie mich irgendwann mit den Krallen voraus hier raustragen. Sie krähte mir etwas entgegen und ich verstand sofort: Sie wollte Hilfe mit irgendeiner Sache. Hab für sie eine Redaktion gefunden, wo sie Texte veröffentlichen kann. Hab' seitdem nie wieder was von ihr gehört. Jedenfalls Eisenbart und Meisendraht haben die Sendung auch so wieder vollgekriegt. Unsere beiden Radiospurensucher:innen wühlen sich durch Vidocqt, über Whodunits, Poe, Max Frisch und wollen nichts mehr hören vom True-Crime-Hype. Und die große Frage der deutschen Literatur bleibt selbstverständlich nicht ungefragt: War Goethe ein Krimineller? So durchleuchten sie das Genre des Krimi bis in die tiefsten Poren, mit so ner Lampe, die direkt ins Gesicht des Genres, das kennen sie bestimmt, ist eine ausgebuffte Verhörmethode, sag ich ihnen. naja. Unser original EBMD-Autor*innenpool hat wieder mal so viel durch die Farbbänder getackert, dass sich die Haare am Körper in die Senkrechte bewegen, nicht der Temperatur wegen, sondern eher so auf Suspense-Basis, glaub. Flankiert werden diese neuen Exklusivbeiträge von immer noch genießbaren Texten aus dem stetig sich erweiterndem EBMD-Archiv, denn auch schon früher wussten Menschen, wie man über Verbrechen respektive deren Aufklärung schreibt. Halten Sie Augen und Ohren offen! Ihr Pappy, der Redaktionspapgey *** Die Autor:innen - Christian Knieps - Andreas Prucker - David Telgin - Bastian Kienitz - Anna Housa - Mina Reischer Sprecher:innen: - Hannes - Ella Gülden Mina Reischer: I have sometimes been a puma in the night Musik: Felix Foerster, Mina Reischer Stimmen: Svenja Pilhofer, Christian Patzelt, Lali Börner, Ina Ritter, Karlson und Justus, Mina Reischer

    1h 59m
  6. #0093 – Kunst (Gast: Hr.Knödel)

    10/16/2025

    #0093 – Kunst (Gast: Hr.Knödel)

    Atemberaubend! Überall Striche, jedes Barthaar ist erkennbar! Ganz, ganz wunderbar mein Herr. So oder so ähnlich klang es wohl des Öfteren in Albrecht Dürers Atelier am Albrecht-Dürer-Platz, wenn wieder rot besamtete Patrizier aufliefen, um dem jungen Altmeister eines seiner Werke unterm Hintern wegzukaufen. Kunst halt! Und in genau diese Stiefel ziehen sich unsere beiden Radiokurator:innen Eisi (remote) und Meisi (on-site) an und stapfen los in die wirren der Kunstgeschichte, die ja bekanntlich so alt ist, wie der Traum vom fliegen, der ja seinerseits auch schon einige Lenze zählt. Da Herr Eisenbart mal wieder unpässlich ist, hat er uns ein Lexikon der Kumfstbegriffe erstellt, in das wir auch gerne mal hineinhören. Frau Meisendraht indes hat sich im Schnelldurchlauf die gesamte westliche Kunstgeschichte in den Schlund gestopft und göbelt sie uns, einer Vogelmutter gleich, ganz frisch-fröhlich in die Schnäbel. Das tut sie aber nicht alleine, denn zu zweit ist einfach besser: Herr Chillbert Knödel vom “Uhu-Ball-institut für zeitvergessene Knust” hat sich bereit erklärt, uns seine Expertise in Form von hinein geworfenen Kommentaren zur Verfügung zu stellen, was wir natürlich mit Handkuss annehmen, gefälligst. Es soll also von der Steinzeit über die Antike bis hin in die Jetztzeit um alles gehen, was die Kunstgeschichte so hervorgebracht hat: Wehrkirchen, Individuen und Genies, Ohren und Brunnen spielen Rollen in dieser ziselierten Revue des Ausdrucks. Und am Ende definieren wir sogar den Kunstbegriff. Natürlich wieder dabei: Die schillernden Texte unseres original EBMD-Autor:innenpools, die um uns in einem schwindelerregenden Reigen herumtanzen und unsere Herzen erfreuen. Prösterchen Ihr Pappy, der Redaktionspapgey ============ Die Autor:innen - Lisa Neher - Katrin Rauch - David Telgin - Christian Knieps - Bastian Kienitz - Maria Fischer - Ella:r Gülden Die Sprecher:innen - Maria Fischer

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