mosaik-Podcast

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Der Podcast von mosaik-online.at

  1. JAN 22

    Leben ganz unten: Perspektiven vom Rand der Gesellschaft

    Ein Mitschnitt der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 14. Jänner 2026. In der neuen Folge des mosaik Podcast hört ihr einen Beitrag von Christopher Wimmer, der als Soziologe und Autor zu sozialer Ungleichheit, Armut sowie politischer Mobilisierung forscht. Im Rahmen der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung" hat er sein Buch „Leben ganz unten. Perspektiven vom Rand der Gesellschaft“, das 2025 im PappyRossa Verlag erschienen ist, vorgestellt. Notunterkünfte, Teeküchen, Straßenecken: Christopher ­Wimmer sprach mit Menschen, die mit Armut und Ausgrenzung konfrontiert sind. Er lässt die Stimmen jener zu Wort kommen, die ganz unten leben und über deren Los meist von oben entschieden wird – mit „Instrumenten“ wie Hartz IV oder Bürgergeld, mit „Leistungsanreizen“ oder Sozialkürzungen. Doch wie werden Menschen überhaupt marginalisiert? Was bedeutet es, von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen zu sein? Und wie gehen die Menschen, die Millionen zählen, mit Geldnot, Stigmatisierung oder Jobcenter-­Schikanen um? Durch die Verbindung aus journalistischer Darstellungsweise und soziologischem Blick entsteht ein vielschichtiges Bild von Armut, Ausgrenzung und eines täglichen Überlebenskampfes, der sich zwischen politischer Machtlosigkeit und widerständigem Alltag bewegt. Gleichzeitig regt das Buch auch zur Frage an, wie es anders sein könnte. Nun aber zum Beitrag von und mit Christopher Wimmer. ****** Warum hört ihr im mosaik Podcast jeden Monat einen Mitschnitt der Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“? Weil mosaik seit mehreren Jahren mit der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) kooperiert. Die AkG existiert seit 2004 und versteht sich als offener Zusammenschluss von Sozialwissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr Ziel ist es, kritische Gesellschaftstheorie gegen ihre Marginalisierung an Hochschulen zu stärken – sei es durch Tagungen oder durch die von der AkG unterstützte Jour-Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“. In der Reihe stellen jeden zweiten Mittwoch im Monat Forscher*innen und Autor*innen Bücher oder Beiträge vor. Thematisch geht es um politisch relevante Fragen – wie zum Beispiel Rassismus, Armut, Ungleichheit, sozial‑ökologische Themen bis hin zu kapitalismuskritischen Ansätzen. Diese Themen sind für die Wissenschaft, wie für politische Kontexte der gesellschaftlichen Linken zentral. mosaik versucht sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und versteht sich als Schnittstelle zwischen kritischer Wissenschaft und sozialen Bewegungen. Wenn ihr die Termine der Jour-Fixe Reihe verpassen solltet, könnt ihr die Beiträge im mosaik Podcast nachhören.

    23 min
  2. 12/11/2025

    Ohne Care keine sozial-ökologische Transformation

    Ein Mitschnitt der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 10. Dezember 2025. In der heutigen Folge des mosaik Podcast hört ihr einen Beitrag von und mit Christa Wichterich. Die Soziologin, Publizistin und Universitätsdozentin befasst sich in ihrer Arbeit unter anderem mit feministischer Theorie, Geschlechterverhältnissen sowie Fragen um Reproduktion und Sorge. Im Rahmen der Jour Fixe Reihe stellt sie ihren Beitrag „Ohne Care keine sozial-ökologische Transformation“ vor. In ihrem Text fragt sie danach, was passiert, wenn wir Care nicht nur als konkrete Arbeit des Versorgens, Sich-Kümmerns und der Selbstsorge verstehen, sondern als Ethos und Handlungsrationalität, die unsere sozialen Beziehungen und unseren Umgang mit natürlichen Ressourcen neu ordnet. Im Zentrum ihrer Überlegungen steht der Begriff der „(Re)Produktivität“: Er verbindet die verschränkten Prozesse von Produktion und Reproduktion in Gesellschaft und Natur – das, was Leben schafft und erhält. Christa Wichterich fasst Care dabei als einen Herrschaftsknoten, in dem Geschlecht und Klasse, Herkunft und Hautfarbe miteinander verflochten sind. Warum müssen wir diese intersektionalen Bedingungen dekonstruieren, damit Versorgungsarbeiten nicht länger gegenüber dem industriellen Produktivismus abgewertet werden? Und wie kann Care als Organisationsprinzip eine sozialökologische Transformation tragen? Antworten auf diese und weitere Fragen hört ihr im Beitrag von und mit Christa Wichterich. Foto: Joshua Hoehne

    27 min
  3. 11/13/2025

    Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung

    Ein Mitschnitt der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 12. November 2025. Warum uns mehr eint als trennt: In ihrem neuen, hochaktuellen Buch zur Politik der Spaltung und Polarisierung räumt die renommierte Journalistin und Autorin Gilda Sahebi mit gängigen Mythen und Fake Facts auf. Wer heute in die deutsche Gesellschaft schaut, könnte denken: Es ist ein Land voller Drama, Gegeneinander und Spaltung. Dass dies so sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge – als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Das zeigt sie an den einschlägigen Debatten um Sozialleistungen, Migration, Gendern und Wokeness, Krieg und Frieden sowie Corona. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden. Sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass. Wo geht die Suche nach Verbindung auf der gesellschaftlichen Ebene verloren? Und was kann man tun, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum im eigenen Leben zu geben?Gilda Sahebi ist Ärztin und Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als freie Journalistin mit den Schwerpunkten Rassismus, Frauenrechte, Naher Osten und Wissenschaft. Sie schreibt für unterschiedliche Nachrichtenmagazine und Zeitungen. Das »Medium Magazin« ernannte sie 2022 zur Politikjournalistin des Jahres. Über ihre Social-Media-Kanäle und als Gesprächspartnerin in diversen Talkshows erklärt und ordnet sie das aktuelle politische Geschehen ein. Im Rahmen der Jour-Fixe Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ hat sie ihr Buch „Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung“ vorgestellt. Bild: Hannes Leitlein

    23 min

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