mosaik Podcast

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Journalismus, Politik, Bewegungen

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  1. Sep 10

    Arbeit am Wohnen – Zur schwierigen Aneignung eines städtischen Reproduktionsmittels

    Ein Vortrag von Moritz Rinn in der Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 9. September 2026. Wohnen ist weit mehr als die Frage nach vier Wänden. Eine Wohnung ist der Ort, an dem Menschen ihren Alltag organisieren, Beziehungen pflegen, sich erholen, Kinder großziehen, arbeiten. Kurz: ihr Leben reproduzieren. Doch gerade in Städten und in Vierteln, die von Aufwertung und Verdrängung geprägt sind, wird Wohnen zunehmend zur anstrengenden, unsicheren und konflikthaften Arbeit. Diese Arbeit am Wohnen beginnt bei der Suche nach einer Wohnung. Sie zeigt sich im Versuch, die Miete bezahlbar zu halten, Mängel zu beseitigen, sich gegen Kündigungen oder Verdrängung zu wehren – und darin, die eigene Nachbarschaft und das städtische Umfeld überhaupt bewohnbar zu machen. In der heutigen Folge des mosaik Podcast spricht Politikwissenschaftler Moritz Rinn, der diese Prozesse aus Perspektive kritischer Gesellschaftsforschung von unten beleuchtet. Im Zentrum stehen die Erfahrungen von Mieter*innen: Welche Schwierigkeiten begegnen ihnen im Alltag? Welche Strategien entwickeln sie, um mit unsicheren Mietverhältnissen, steigenden Kosten und konflikthaften Nachbarschaften umzugehen? Und was erzählen diese Auseinandersetzungen über die Machtverhältnisse auf dem Wohnungsmarkt und in der Stadt? Im Rahmen der Jour Fixe Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ hat  Moritz Rinn sein Buch „Arbeit am Wohnen. Zur schwierigen Aneignung eines städtischen Reproduktionsmittels“ vorgestellt. Foto: Moritz Rinn Der Beitrag Arbeit am Wohnen – Zur schwierigen Aneignung eines städtischen Reproduktionsmittels erschien zuerst auf mosaik.

  2. Jul 16

    Grenzregime und autoritäre Transformation

    Ein Vortrag von Sabine Hess im Rahmen der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 13. Mai 2026. Die neue Folge des mosaik Podcast schärft – und erweitert – den Blick auf Europas Grenzregime. Grundlage ist der Vortrag „Grenzregime und autoritäre Transformation“ von Sabine Hess. Sie arbeitet als Professorin am Institut für Kulturanthropologie und europäische Ethnologie der Universität Göttingen. Im Rahmen der Jour-Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ hat sie über das Thema „Grenzregime und autoritäre Transformation“ gesprochen. Ausgangspunkt ihrer Überlegungen bildet ihre  mittlerweile jahrzehntelange Forschungsarbeit. Diese ist in den vergangenen Jahren mit Aufenthalten entlang der polnischen Grenze verbunden gewesen. Hier zeigt sich ein scharfes Doppelbild. Auf der einen Seite die staatliche Willkommenskultur gegenüber ukrainischen Kriegsflüchtenden. Auf der anderen Seite ein militarisiertes Abschreckungsregime an der belarusisch-polnischen Grenze. Dieses versucht Bewegung aus dem Globalen Süden und Osten systematisch zu unterbinden. In ihrer Analyse bleibt Sabine Hess nicht bei der Außenperspektive stehen. Sie argumentiert: Wer Europa verstehen will, muss die „Internalisierung der Grenze“ mitdenken. Dies schließt innergesellschaftliche Effekte und Wechselwirkungen von Grenzpolitik mit ein. Hochgerüstete Grenzen, gemessen an ihren eigenen Zielen der Migrationsabwehr, erweisen sich als ineffektiv. Ihre Funktion ist damit jedoch nicht erschöpfend beschrieben. Vielmehr muss die Grenze als rassifizierende Infrastruktur und als Katalysator nationalautoritärer, rechtspopulistischer Transformationen neu in den Blick genommen werden. Foto: Privat Der Beitrag Grenzregime und autoritäre Transformation erschien zuerst auf mosaik.

  3. Jul 9

    Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik

    Raphael Deindl im Gespräch mit Madeleine Böhm, Yannick Kalff und Sebastian Sevignani über die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift PROKLA. Wer gestaltet eigentlich, wie wir mit Technik leben – und warum fühlen sich Fortschrittsversprechen so oft zugleich befreiend und ohnmächtig an? Technische Innovationen standen immer für Aufbruch, aber auch für neue Formen von Kontrolle. Das gilt heute umso mehr: Digitale, vernetzte Technologien – von Künstlicher Intelligenz bis „Big Data“ – greifen tief in unseren Alltag ein, prägen Arbeitsteilung, politische Machtverhältnisse, Teilhabechancen und Zukunftsbilder. Sie strukturieren nicht nur Produktion und Verteilung, sondern formen auch Konsum, Begehren und Lebensweisen. Zugleich wird heftig darüber gestritten, ob wir gerade eine neue Produktions- und Regulationsweise erleben, die oft vereinfachend als „digitaler Kapitalismus“ bezeichnet wird – und was das konkret für uns bedeutet. Für die heutige Ausgabe des mosaik Podcast hat Raphael Deindl mit Madeleine Böhm, Yannick Kalff und Sebastian Sevignani gesprochen. Gemeinsam mit weiteren Kolleg*innen haben sie die PROKLA-Ausgabe „Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik“ herausgegeben. Im Zentrum des Hefts steht die Frage, welche gesellschaftlichen Folgen die neuen Technologien tatsächlich haben: Wo verschieben sich Macht- und Eigentumsverhältnisse? Welche Arbeit verschwindet, welche entsteht – und wer profitiert? Welche Formen der Regulierung setzen sich durch, und welche blinden Flecken bleiben? – Foto: Raphael Deindl Der Beitrag Modern Times: Emanzipation – Macht – Technik erschien zuerst auf mosaik.

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