INA RUDOLPH's Geschichtenpodcast - Du bist frei!

INA RUDOLPH

Vergiss nicht: du bist frei! Du entscheidest! Du hast immer eine Wahl. Du musst gar nichts. Das Leben ist ein Abenteuer und keine Pflicht, die es bis zum Ende abzuleisten gilt.

Episodes

  1. 07/08/2025

    Loslassen um frei zu sein

    Hier kannst du dir den Artikel anhören – Ich lese den Blogartikel persönlich vor (Keine KI!) Loslassen um frei zu sein: Wie du deinem Verstand die Fesseln abnimmst Frei zu sein – das ist mehr als nur ein schönes Gefühl. Es ist ein innerer Zustand, der leicht, klar und lebendig macht. Freiheit bedeutet für mich: Ich muss mich nicht mehr verbiegen. Ich muss nichts mehr beweisen. Ich muss nicht mehr checken, was andere Leute über mich denken. Ich kann atmen, fühlen, mich zeigen – ohne Angst, ohne Anstrengung, ohne Maske. Frei zu sein heißt, das Leben in seiner Tiefe zu spüren – mit allem, was es bringt – und mich dabei immer mehr mit mir selbst zu verbinden. Kein innerer Druck, keine ständige Selbstkritik, kein Getriebensein mehr. Ich kannst einfach „Mein Ding“ machen – in Verbindung mit dem Moment. Und genau deshalb ist Freiheit für mich so kostbar. Doch wie kommt man da hin? Wie lässt du los, was dich innerlich eng macht – wenn es sich doch so real, so wichtig, so gewohnt anfühlt? Genau darum geht es in diesem Artikel. Lies ihn bis zum Ende, es lohnt sich! Loslassen um frei zu sein ist der Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Warum Loslassen der erste Schritt zur inneren Freiheit ist Wenn du mit deinem Verstand kämpfst, verlierst du. Du kannst den Verstand nicht bezwingen, indem du ihn kontrollierst oder unterdrückst. Denn das Einzige, was du damit erreichst, ist eine Form von innerem Druck, der sich früher oder später Bahn bricht. Unterdrückung führt niemals zu Freiheit – sie führt zu innerem Groll, Unruhe und einem ständigen inneren Ringen. Möchtest du loslassen, um frei zu sein? Dann hilft es dir, zu verstehen, dass der Verstand nicht der Feind ist. Aber auch nicht der Herrscher. Er ist ein Werkzeug – nicht mehr und nicht weniger. Wenn du beginnst, deinen Verstand zu beobachten, wirst du erkennen: Er ist wie das Wetter. Mal stürmisch, mal sanft, mal wirr, mal klar. Doch so wie jedes Wetterphänomen eine Ursache hat, so hat auch jeder Gedanke, jedes Grübeln, jede Sorge ihren Ursprung. Die Ursache deines inneren Drucks Das Ziel ist nicht, das Denken abzuschaffen, sondern zu erkennen, was das Denken überhaupt antreibt. Wenn du tiefer hinschaust, wirst du feststellen: Hinter dem endlosen Gedankenkreisen steht fast immer ein Wunsch nach Kontrolle. Ein Klammern an bestimmte Vorstellungen. Ein Bedürfnis nach Sicherheit, Anerkennung oder Zugehörigkeit. Loslassen um frei zu sein bedeutet: Du erkennst, dass der Ursprung deiner Unruhe oft darin liegt, dass du dich ums Ergebnis sorgst. Du willst, dass etwas Bestimmtes passiert – oder nicht passiert. Du willst gefallen. Erfolg haben. Kein Risiko eingehen. Nicht abgelehnt werden. Weil du glaubst, glücklich sein zu können, wenn du diese Dinge bekommst. Nur: ob du anderen gefällst, liegt nicht in deiner Macht. Und gefallen wollen ist anstrengend, oder? Und bringt dich weg von echtem, mühelosen Glück. Was wäre, wenn das Ergebnis nicht wichtig wäre? Was wäre, wenn du dich nicht mehr so sehr ums Ergebnis kümmern müsstest? Wenn du dich selbst aus der inneren Abhängigkeit befreist – von der Meinung anderer, von Erfolg, von Kontrolle? Genau das ist die Einladung, wenn wir von Loslassen sprechen. Nicht aufgeben, nicht resignieren – sondern bewusst den inneren Griff lockern, mit dem du dich an deine Vorstellungen vom Leben klammerst. Ein Beispiel: Du gehst auf ein Date. Wenn du loslassen kannst, um frei zu sein, dann geht es dir nicht mehr darum, ob die andere Person dich mag. Und du musst nichts dafür tun, damit diese Person dich mag. Es geht dir um die Erfahrung an sich. Um das lebendige Jetzt. Um das, was geschieht – nicht darum, wohin es führen soll. Das kann dir ein entspanntes Date ermöglichen… Deine Glaubenssätze loslassen, um frei zu sein Oder du hast ein Gespräch mit deinem Chef. Dein Verstand rattert: „Was, wenn ich nicht gut genug bin? Was, wenn ich kritisiert werde?“ Mit The Work von Byron Katie kannst du genau das überprüfen. Du nimmst den Gedanken „Ich bin nicht gut genug“ und fragst: Ist das wahr? Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? Wie reagiere ich, was passiert, wenn ich diesen Gedanken glaube? Wer wäre ich ohne diesen Gedanken? Durch diese radikale Ehrlichkeit mit dir selbst beginnst du loszulassen – die Geschichten, die dich gefangen halten. Du erkennst, dass es oft nur Gedanken sind, die dich daran hindern, frei zu sein. Und findest du noch Beispiele für die Gegenteile deines belastenden Glaubenssatzes? 1. Umkehrung: Ich bin gut genug Ich kann das Beispiel finden: für den richtigen lover/Partner bin ich ganz von selbst gut genug. 2. Umkehrung: Ich bin mir gut genug Wie wäre es, davon abzusehen, anderen gefallen zu wollen und erstmal für dich selbst gut genug zu sein? In einem fetten Wohlgefühl mit dir selber zu sein? Loslassen heißt: nichts mehr festhalten, was nicht wahr ist Loslassen, um frei zu sein, bedeutet nicht, nichts mehr zu fühlen. Es bedeutet, nichts mehr festzuhalten, was nicht wahr ist. The Work hilft dir dabei, die Gedanken zu identifizieren, die dich innerlich binden – und sie Schritt für Schritt zu überprüfen. Freiheit beginnt in dem Moment, in dem du anerkennst, dass du innerlich nicht perfekt, aber lebendig bist. Dass du nicht alles kontrollieren musst. Dass du nicht allen Erwartungen entsprechen musst. Dass es okay ist, einfach du zu sein – in diesem Moment. Verantwortung übernehmen – ohne Schuld Loslassen, um frei zu sein, heißt: Du hörst auf, die Welt da draußen für dein inneres Unwohlsein verantwortlich zu machen. Du machst niemanden da draußen zum Retter, zum Beweis deiner Liebenswürdigkeit oder zum Grund deines Leidens. Stattdessen wendest du dich nach innen, zu dir. Du beginnst, mit dem zu arbeiten, was in dir ist – liebevoll, ehrlich, mutig. Und plötzlich verändert sich alles. Nicht, weil die Umstände sich ändern. Sondern weil du dich veränderst. Du wirst stiller. Klarer. Wahrhaftiger. Und du entdeckst: Die Freiheit, nach der du dich sehnst, war die ganze Zeit schon da – unter all den Gedanken, Sorgen und Geschichten. Du musstest nur alles Unwahre loslassen, um sie wiederzufinden. Das ist kein einmaliger Akt. Es ist ein Weg. Ein tägliches Erinnern. Ein Üben. Manchmal ein Stolpern, ein Aufstehen, ein Weitergehen. Aber dieser Weg lohnt sich – mehr als alles andere. Tipp zum Weitergehen: Wenn The Work gleich mal ausprobieren möchtest, kannst du das mit meinen kostenlosen Hörproben in den AudioCoachings. Du kannst dir die Kopfhörer aufsetzen und los geht’s!: Familie/ Kinder/ Eltern – Glaubenssatz: Meine Familie kritisiert mich Selbstliebe/ Selbstbewusstsein – Glaubenssatz: Ich sollte anders sein Liebe/ Beziehung – Glaubenssatz: Liebe tut weh Gesundheit/ Ernährung – Glaubenssatz: Ich muss mich gesund ernähren Tod/ Alter/ Krankheit – Glaubenssatz: Das Alter ist voller Komplikationen Geld/ Sicherheit/Rente – Glaubenssatz: Ich brauche mehr Geld Beruf/ Erfolg – Glaubenssatz: Die Anderen sollten mir mehr Anerkennung geben FAQ: Loslassen, um frei zu sein Was bedeutet „loslassen“ im Kontext von innerer Freiheit? Loslassen heißt, sich von den Gedanken, Erwartungen und Vorstellungen zu befreien, die innerlich Druck erzeugen. Es bedeutet, nicht länger festzuhalten an dem, wie es sein „müsste“ – sondern das Leben zu erleben, wie es ist. Muss ich alles loslassen – auch meine Ziele? Nein. Es geht nicht darum, deine Träume aufzugeben. Sondern darum, den inneren Zwang loszulassen, dass sie genau so eintreten müssen, wie du es dir vorstellst. Freiheit entsteht, wenn du offen bleibst – auch für andere Wege. Wie kann ich mit The Work loslassen? Indem du einen belastenden Gedanken nimmst und ihn mit den vier Fragen prüfst: Ist das wahr? Kann ich absolut sicher sein? Was passiert, wenn ich den Gedanken glaube? Wer wäre ich ohne ihn? Anschließend kehrst du den Gedanken um und findest Beispiele, wie auch das Gegenteil wahr sein kann. Was, wenn ich nicht loslassen kann? Dann fang mit dem Gedanken an: „Ich kann nicht loslassen.“ Auch das ist ein Gedanke – und er lässt sich überprüfen. Oft ist es nicht der Moment an sich, sondern unser Widerstand dagegen, der Schmerz erzeugt. Wie lange dauert es, bis ich frei bin? Freiheit ist kein Ziel, sondern eine Erfahrung im Moment. Jedes Mal, wenn du einen stressigen Gedanken hinter dir lässt, spürst du ein Stück mehr Freiheit. Schritt für Schritt.

    12 min
  2. 11/02/2019

    Drei Möglichkeiten, wie du Anstrengung loslassen kannst

    Hier kannst du dir den Artikel auch anhören. Ich lese die Artikel persönlich ein. Keine KI! Bevor du unter deiner Last zusammen brichst oder verzweifelst, probiere bitte diese drei Möglichkeiten aus: Anstrengung loslassen 1: nicht dagegen ankämpfen Wenn etwas in deinem Leben gerade schwer ist – schau doch mal, ob du es für einen Moment schwer sein lassen kannst. Der Kampf dagegen, die Kraft, die du aufbringst, damit es sich nicht so anfühlt, ist zusätzlich anstrengend. Wie wäre es, wenn es ok. wäre, dass es sich jetzt gerade schwer anfühlt? Vielleicht kannst du dich diesem Gefühl der Schwere sogar für einen Moment zuwenden? Oftmals ist der Kampf gegen die Schwere sogar schwerer als die Schwere selbst! Anstrengung loslassen 2: schalte deine Intuition ein Schau mal auf die Kleinigkeiten, was dein Leben gerade so schwer sein lässt. Welche Details sind das? Wenn du kannst, erlaub dir, nicht darüber nachzudenken, sondern deine Intuition die Antwort finden zu lassen. Lehn dich einfach zurück und warte, welche Bilder, Menschen, Orte vor deinem inneren Auge auftauchen. Was ist gerade so schwer in deinem Leben? Was hältst du aus? Was lässt du mit dir machen? Was machst du mit, obgleich es dir nicht wirklich gut tut? Was bürdest du dir auf? Und wie wäre es, wenn es dafür andere Wege, andere Möglichkeiten gäbe? Mal angenommen, es gäbe sie, welche könnten das sein? (gib deinem Unterbewusstsein gern ein paar Minuten Zeit, dir etwas zu zeigen. Du brauchst die Frage nur in dich einsinken zu lassen und zu warten. Neugierig. Mal sehen, was das sein könnte… ) Anstrengung loslassen 3: du musst gar nichts! Was glaubst du, was du alles musst? Hast du einen Lebensbereich, der sich gerade besonders schwer anfühlt? Was musst du da? Musst du für das Problem eine Lösung finden? Was musst du tun oder sein? Musst du etwas, was du gar nicht willst? Oder auf eine Art, die sich für dich nicht stimmig anfühlt? Und könnte es sein, dass dieser Gedanke (und „ich muss…..“ ist erstmal nur ein Gedanke) nicht wahr ist? Oder nicht auf die Weise, die du glaubst? Wer wärest du denn, jetzt & hier, wenn du diesen Gedanken nicht glauben würdest?  Und finde mal, natürlich, ohne dich dafür großartig anzustrengen ;-))  ein Beispiel für das Gegenteil : „ich muss nicht …..“ Lass dein Unterbewusstsein das Beispiel finden, von dort kommen oft überraschende Möglichkeiten. Wenn es dir eins präsentiert, in Worten, Bildern oder Erinnerungen, nimm dir Zeit, es auch zu spüren. Lass es sich in dir ausbreiten, so dass es in dir zu einer Erfahrung wird. Wenn du Zeit hast, lass dein Unterbewusstsein (ganz gechillt) noch ein Beispiel finden, warum es sein könnte, dass du ……… nicht musst und spüre das.  Könnte es sein, dass dieses „Müssen“ nur ein Gedanke ist und du das tatsächlich gar nicht musst? Wie fühlt sich das an? Wenn du Unterstützung beim Loslassen möchtest, findest du hier zwei einfache Möglichkeiten: EINFACH LOSHÖREN: Probleme lösen mit THE WORK + 7 kostenlose Hörproben! oder: 2. bei THE WORK mit INA live! Anstrengung loslassen ist sehr wichtig für dein schönes Leben. Dein Immunsystem kann besser arbeiten, wenn du dich nicht in einem Dauerzustand anstrengst. Es kann dann seine Arbeit tun, welche ist, Reparaturarbeiten zu erledigen. Dein Nervensystem kann besser FÜR dich arbeiten, müheloser. Unter ständiger Anstrengung kannst du seine leisen Hinweise nicht hören. Deine Lebensfreude steigt, da du erlebst, dass es gar nicht notwendig ist, dich so sehr anzustrengen. Manche Dinge können dir auch einfach zufallen oder viel effektiver gelöst werden, ohne übermässige Anstrengung. Dein Geist wird ruhiger. Kreativität und Intuition treten hervor – und die Intuition ist ein wertvolles Geschenk für uns Menschen. Sie arbeitet um ein vielfaches schneller und genauer als unser Denken. Schlaf und Regeneration: tiefere Erholung wird möglich, weil dein Körper nicht mehr im Stressmodus bleibt. Anstrengung loslassen heisst auch: besser schlafen. Nicht gleich sofort, aber nach einer Weile wird sich das auf deinen Schlaf auswirken. Beziehungen: Es kann sein, dass deine Beziehungen sich verbessern, weil du weicher wirst, präsenter, geduldiger und mehr genießen kannst. Du kannst ganz da sein, statt schon im nächsten: „Ich muss noch…“ Du bekommst ein besseres Selbstwertgefühl, weil du erfährst, dass du nicht nur durch Leistung wertvoll bist, sondern auch durch dein bloßes Dasein. Du siehst, Anstrengung loslassen hat viele Vorteile. Anstrengung loslassen heisst nicht, untätig zu sein – es heisst, in Einklang zu kommen mit dem, was wirklich wichtig ist.

    7 min
  3. 06/08/2019

    Endschleunigen und Heilen – komm mit „Waldbaden“

    Waldbaden – Hausmittel oder funktioniert das wirklich?   Klar, wir wissen das – und nun hat die Forschung es auch beweisen können: ein Gang in den Wald wirkt sich erwiesenermassen positiv auf deine körperliche, wie auch auf deine geistige Gesundheit aus. Der Wald wirkt auf unser System, ohne dass wir dafür extra etwas tun müssen. Studien zum Thema Waldbaden zeigen, dass ein Aufenthalt im Wald Angstzustände, Depression und Wut verringert, dass Stresshormone abgebaut werden und die Vitalität insgesamt steigt.   Die Wirkung des Waldes – Alles darf da sein   Seit Jahren beobachte ich, dass ich die Wirkung des Waldes besonders gut spüren kann, wenn ich ihn beachte und wahrnehme. Ich also nicht, in stressige Gedanken versunken, hindurch renne. Wie gut, dass wir beim Selbstliebe Seminar im Juli jede Menge Wald um uns herum haben! Wir werden im Wald und vielleicht auch im Waldsee baden. Wir gehen ohne Gedanken und nehmen wahr wie es ist, einfach dort zu SEIN. Ein Lebewesen unter anderen. Wir schließen uns energetisch an dieses funktionierende und hochintelligente Ökosystem an, hören, riechen, sehen und fühlen. Das Öffnen der Sinne allein hat schon etwas heilsames. Die Gedanken sind mal nicht im Vordergrund. Wir versuchen nicht sie weg zu kämpfen – alles darf da sein. Und du kannst deine Aufmerksamkeit freundlich an die Hand nehmen und sie dort hinlegen, wo gute Nahrung auf dich wartet.   Öffnen der Sinne – Wenn du magst, probier das gleich mal aus…   Nimm irgendeinen Gegenstand in die Hand, der sich in deiner Nähe befindet und erlaube dir für einen Moment, deine Aufmerksamkeit auf das sinnliche Erfassen des Gegenstandes zu legen. Das Denken darf kurz in den Hintergrund rutschen und deine Wahrnehmung kommt in den Vordergrund. Fühle den Gegenstand in deiner Hand. Seine Temperatur, die Beschaffenheit der Oberfläche, seine Form. Lass dir dafür Zeit und genieße die Details, die du wahrnehmen kannst. Erlaube deinen Sensoren, dass sie diese Feinheiten aufnehmen und verarbeiten können. Dann schau diesen Gegenstand an, als sähest du ihn zum ersten Mal. Seine Farben, Umrisse, Rundungen oder Kanten. Und riecht dein ausgewählter Gegenstand nach irgendetwas? Oder schmeckt sogar? ;-). Wie fühlt es sich an, für einen Moment eher in der Wahrnehmung zu sein, als im Denken? Kannst du das jetzt bemerken? Ich arbeite nun seit achtzehn Jahren mit The Work und anderen Methoden. Viele meiner Probleme sind verschwunden. Ich nehme das, was geschieht, einfach nicht mehr als Problem wahr. Es ist, was es ist. Ohne meine stressigen Gedanken kann ich mein Leben immer mehr in der Wahrnehmung verbringen. Wahrnehmung ist immer jetzt. Denken ist vorwiegend in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Kann ich meine Wahrnehmung für das Leben selbst öffnen, bin ich immer schon reich beschenkt. Ganz gleich, wie meine Lebenssituation gerade aussieht.   Unser Denken hat immer wieder etwas einzuwenden. Die Liebe nicht.   Ein Gedicht, dass ich in Seminaren manchmal vorlese, beschreibt diesen Zustand auf poetische Weise. Was es ist Es ist Unsinn, sagt die Vernunft. Es ist, was es ist, sagt die Liebe. Es ist Unglück, sagt die Angst. Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht. Es ist, was es ist, sagt die Liebe. Es ist lächerlich, sagt der Stolz. Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht. Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung. Es ist, was es ist, sagt die Liebe. von Erich Fried   Vom Kritiker zum Freund PS: Waldbaden wurde in Japan als Therapieform entwickelt (shinrin yoku). Man „badet“ natürlich nicht im Wald, dennoch ist diese Vorstellung hilfreich. Waldbaden bedeutet ein Eintauchen in das Licht, die Formen, die Textur und die Duftstoffe der Pflanzen. Waldbaden ist also gleichzeitig auch noch Aromatherapie. In Japan ist es sogar als Stress Management Methode anerkannt und wird vom japanischen Gesundheitswesen gefördert. Unser Immunsystem wird durch das Einatmen der ätherischen Öle im Wald gestärkt. Mit der Waldluft atmen wir Terpene ein, die gegen Krebs wirken. meine nächsten Seminare mit Waldbaden: „Das Leben ist ein Abenteuer!“ – auf dem Jakobsweg „Selbstliebe – den inneren Kritiker auflösen“ – in der Prignitz Hier kannst du dir den Artikel auch einfach anhören:

    8 min
  4. 03/03/2019

    Ruhe finden: die Lösung für viele Probleme!

    Ich wusste nicht, WIE wichtig es ist, mit dem Tempo herunter zu fahren und langsamer zu werden – bis ich es tat. Zunächst wollte ich einfach nur nicht mehr gehetzt sein. Ich wollte alles, was ich tat, in Ruhe tun. Ich wollte noch tiefer zu innerer Ruhe finden. Viel zu tun zu haben, finde ich nicht anstrengend, wenn ich in meiner Qualität bleiben kann.  Es gab eine Art Aufatmen, als ich es umsetzte. Erstaunlicherweise schaffte ich genau so viel, nur eben entspannter. Ich musste nichts überarbeiten oder korrigieren, denn aus der Ruhe gelang es quasi schneller. Und das Arbeiten war angenehmer. Körper & Geist sagten deutlich zu mir: „Bitte! Geh nie wieder zu dem Stadium davor zurück!“ Darauf wollte ich hören. Im zweiten Schritt konnte ich bemerken, wie ich in diesem ausgeglicheneren Zustand auch nicht mehr sooo viele Dinge in meinem Leben wollte. Ich wollte in die freien Momente nicht dauernd etwas reinstopfen. So kam es vor, dass ich zwischen verschiedenen Arbeitseinheiten einfach mal nur so da saß, eine Minute aus dem Fenster sah oder mir Zeit nahm, mich zu spüren oder etwas zu spüren. Da diese Minipause so angenehm waren, beschloss ich, sie länger werden zu lassen. Von einer auf zwei Minuten, dann auf drei. innere Ruhe finden & mich unabhängig machen Diese Verlangsamung ist die Qualität, die mich das Leben sinnlich erleben lässt, die mich meine eigene Lebendigkeit spüren lässt und die Sinnlichkeit aller Dinge. Das Innehalten ermöglicht mir, meine Sinne zu öffnen. Es ist schon sooo viel vorhanden, was ich geniessen kann. Kann ich es wahrnehmen, bin ich schon so reich beschenkt, dass ich viel von dem, was unsere kapitalistische Gesellschaft mir anbietet, überhaupt nicht mehr brauche. All die Süchte, denen wir fröhnen und die wir nicht so nennen, damit wir uns weiter damit ablenken können. Regelmäßig Alkohol trinken, rauchen, fernsehen, das ganze Entertainment, jeden Tag Zucker essen, shoppen gehen, im Internet surfen, am Smartphone spielen. All diese modernen Annehmlichkeiten, die für Geld zu haben sind. Um dieses Geld zu verdienen, müssen sich viele Menschen aber erst wieder abhetzen, um sie sich leisten zu können. Können wir nicht mit einfacheren Dingen Zufriedenheit spüren?  So blieb ich in freien Momenten in Stille sitzen. Und dieses „still werden“ ist ein Hochgenuss. Nur lauschen, das Leben belauschen. Das Leben in mir und das Leben um mich herum. All das, was bereits vorhanden ist, betrachten. Die Lebendigkeit in mir wahrnehmen. Wie aufgehoben ich doch bin in diesem einfachen Sein. Einfach da sein ohne viel Machen & Tun. Aus diesem Gefühl der Fülle kann ich gut spüren, was als nächstes wirklich getan werden möchte. Was wirklich wichtig ist. Was mir am Herzen liegt.  Viele Probleme erledigen sich von selbst, wenn ich spürbar mit mir verbunden bin und diese Verbundenheit ernst nehme. Dann kann keiner mehr an mir zerren oder Dinge von mir verlangen, die für mich nicht passen. Mein Körper wird es mir signalisieren und ich werde es nicht überhören! innere Ruhe finden & spüren, was mir wirklich gut tut Und im dritten Schritt wurde deutlich, dass ich noch viel mehr spüren und wahrnehmen kann in dieser Verlangsamung. Im Kontakt mit anderen Menschen kann ich meine körperlichen Reaktionen bemerken, die unbemerkt bleiben, wenn ich schnell noch dieses und jenes muss. Ich kann fühlen, ob mir dieser Kontakt gut tut und ob ich hier gerade sein möchte. Ich habe mir angewöhnt, erstmal zu atmen, wenn Stress auftaucht. Ein, zwei Mal tief ein und ausatmen. Das geht immer und diese Zeit braucht mein Körper um mitzukriegen, was vor sich geht. Diese Zeit brauche ich um nicht automatisch auf den Stresslevel aufzuspringen, um meine automatisierten Handlungsmuster zu durchbrechen.  Kann ich innere Ruhe finden spüre ich, ob ich mir gerade etwas vormache, und ob ich auf dem richtigen Weg bin, auf MEINEM Weg bin. Mit innerer Ruhe kann ich wahrnehmen, welche Nahrungsmittel mir gut tun und welche ich lassen möchte. Ich bemerke, wann ich satt bin. Ich bemerke, wann ich Pausen brauche und wann Bewegung dran ist. So kann ich gut für mich sorgen und im Kontakt mit meinesgleichen eine Verbundenheit spüren. Ich kann unser Zusammensein schwingen lassen, atmen lassen und das ist für mich eine hohe Lebensqualität, die null komma null Euro kostet, mich aber sehr zufrieden macht. Und nicht zuletzt kann meine Intuition FÜR mich arbeiten Auf Facebook fragte mich neulich eine Freundin, wie ich es geschafft hätte, mich und mein Leben zu verlangsamen. Ich überlegte und konnte keine praktischen Tipps finden, die ich ihr geben konnte. Ich schrieb: „ich habe gemerkt, dass ich es will, dass es wichtig ist und dann habe ich das Verlangsamen als etwas Wichtiges behandelt. Dann geschieht es von allein. deine nächsten Möglichkeiten, deine innere Ruhe zu finden: EINFACH LOSHÖREN: Probleme lösen mit THE WORK Auf vielfachen Wunsch habe ich ein kurzes Video zum Kartenset aufgenommen, damit du sehen kannst, was sich in dem Kästchen befindet!

    7 min
  5. 02/02/2019

    Ich danke Dir!

    Liebe Freunde,   im letzen Monat, habe ich mir Zeit für Reflexion genommen und dabei schob sich ein Gefühl immer wieder in den Vordergrund: Dankbarkeit. Dankbarkeit für Euch! Für alle, die mir das Vertrauen geschenkt haben, mit mir gearbeitet haben oder einfach hier mitlesen, oder mit ihren Ansichten und Fragen meinen Blog bereichern.   Einige von Euch kennen sicherlich den Film „Erin Brockovich“ mit Julia Roberts. Vor vielen Jahren habe ich eine Kritik über den Film gelesen und ein paar Sätze waren mir eindrücklich hängen geblieben. Vor allem mein eigener Kommentar zu diesen Sätzen. Der Kritiker schrieb so etwas wie, dass Julia Roberts sich in ihrem schauspielerischen Können ja so schön entwickelt hätte, seit man sie für „Pretty woman“ entdeckt hatte. Meine von Neid angehauchten Gedanken waren damals: Nun ja, wäre ja auch ein Wunder, wenn man sich unter diesen Umständen nicht entwickeln würde. Julia bekommt für jeden Film Millionen an Dollars und arbeitet mit den besten der Branche und kann sich alle Coaches nehmen, die es gibt auf der Welt.   Nun habe ich das Gefühl, dass ich mich in den 17 Jahren, in denen ich Menschen begleite, so irre habe entwickeln können. Und warum? Vor allem, weil ich so viele schöne Herausforderungen hatte. Weil du mir die vor die Füße gelegt hast, weil du das Gefühl hattet, dass wir gemeinsam einen Weg finden, der dich weiter trägt, friedlich, frei und vor allem nah bei dir. Ich danke dir von Herzen und freue mich auf alle Herausforderungen, die da noch kommen. Auf alle Türen, die noch aufgehen und natürlich auch auf die, die sich verschließen. Auch das ist FÜR mich da. Und gerade das trägt zur Entwicklung bei.   Ich habe in letzter Zeit mal wieder spüren dürfen, was sich mit meinem Verstand getan hat, seit ich mit mir arbeite. Damals war ich ein extrem kritischer Mensch und fand das gut, gesund und richtig. Man darf ja nicht alles einfach so glauben, da wird man über den Tisch und durch den Kakao gezogen. So dachte ich.   Im letzten halben Jahr hatte ich wieder zwei größere Herausforderungen und konnte sehen, wie schnell mein Verstand mir zu Hilfe eilt. Wie wenig Drama in mir ist. Wie sauber er mich unterstützt, liebevolle Lösungen sucht & findet. Wieder einmal konnte ich sehen: Man muss nicht in einer destruktiven Denkmaschine hängenbleiben. Es ist tatsächlich etwas Übung, eine Umgewöhnung. Die Denkmuster, mit denen wir aufgewachsen sind (und die uns nicht immer unterstützen) sind auch nur eine Gewohnheit. Und: jeder kann sich umgewöhnen. Das ist so schön zu sehen. Hier habe ich dir aufgeschrieben, womit ich mittlerweile alles arbeite. Weiterhin habe ich ein paar neue Ideen ausgeheckt: EINFACH LOSHÖREN: Probleme lösen mit THE WORK Oder komm in die kostenlose Veranstaltung: „THE WORK mit INA live!“ Viel Spass beim Stöbern!

    4 min
  6. 03/03/2018

    die wichtigste Entscheidung im Leben treffen

    Schon als Kind habe ich gespürt, wie schwer es sein kann, die wichtigste Entscheidung im Leben treffen zu müssen: nämlich: kann ich ganz ich selber bleiben, auch wenn andere mich damit nicht sofort lieben können? Da ich Liebe wollte, und noch nicht gelernt hatte, mich selbst zu lieben, (oder das Leben selbst) glaubte ich, etwas tun zu müssen, damit andere Menschen mich lieben können. Damit fing das Missverständnis an. Ich dachte, ich müsse nur auf eine bestimmte Weise sein, und dann würde das schon gehen. Ich lächelte, auch wenn mir nicht danach war. Ich sagte JA, obgleich ich NEIN fühlte, ich versuchte, in die Schablone zu passen – damals konnte ich noch nicht die wichtigste Entscheidung im Leben treffen: mir selbst treu zu bleiben. Und obwohl ich lange versucht hatte, anders zu sein, ist es mir doch nicht gelungen. Irgendwann kam es doch immer ans Licht. Und ich selbst hatte den schmerzhaften Zwiespalt, in den ich mich selber gebracht hatte, auch immer gespürt. Heute weiß ich, dass all diese Gedanken nicht wahr sind, die sagen, ich müsste mich verbiegen um anderen zu gefallen. Muss ich mich verbiegen? Für mich war das der Moment, in dem ich eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben getroffen habe: mich selbst nicht länger zu verbiegen – und Liebe nicht mehr an Bedingungen zu knüpfen. Es ist noch nicht einmal wahr, dass ich Liebe von anderen brauche. (in den Momenten, wo andere sie mir nicht aus freiem Herzen geben wollen.) Zudem liegt es nicht in meiner Hand, ob andere mich lieben. Diese Liebe, die mich wärmt und gleichzeitig frei lässt, diese Liebe bekomme ich geschenkt. Und derjenige, der mir diese Liebe schenkt, beschenkt sich gleich mit. Früher ging ich davon aus, dass Liebe vor allem mit “Liebe bekommen” zu tun hat. Aus dieser Sichtweise entstanden schmerzvolle Abhängigkeiten. Heute ist Liebe für mich vor allem zu spüren, wenn ich selber liebe. Wenn ich mich öffne, zulasse, präsent bin, mit all meinen Sinnen die Welt erfasse. “Lieben was ist”, wie Katie sagt. Keinen Widerstand aufbauen gegen das, was da ist. Teilhaben, beobachten, mitfliessen. Bin ich gegen das, was schon Realität ist, bin ich gegen das Leben. Nichts geringeres als das. Es macht keinen Sinn, meine Gefühle abzulehnen. (Ausser vielleicht um noch einmal die Sinnlosigkeit dieses Unterfangens wahrzunehmen). In dem Moment, wo mein Verstand sie ablehnen kann, sind sie längst da. Der Verstand ist mit dem Ablehnen immer hinterher. Die wichtigste Entscheidung im Leben treffen  Bin ich bereit, mich selbst mit allem zu nehmen, wie ich nunmal bin, kann Liebe fließen. Ich blockiere sie nicht mehr. Ich bin bei mir zu Hause, da wo ich hingehöre. Ich bin bereit, alle Erfahrungen zu machen, die das Leben mir bietet. Ich will nichts mehr ausschliessen. Wie fühlt es sich für dich an, Dinge, die geschehen können, nicht erleben zu wollen? Dagegen zu arbeiten? Dir Mühe zu geben, in diese Ecken nicht zu schauen, etwas vermeiden zu wollen? Wie wäre dein Leben, wenn du bereit wärest, es mit offenen Armen zu empfangen? Alle Schattierungen, alle Anteile? Tatsächlich kann alles, was auf dieser Welt geschehen kann, auch in deinem Leben geschehen. Ich kann mich dagegen stellen, oder mitfließen. Fließt du mit, kannst du die wichtigste Entscheidung im Leben treffen.  Bist du MIT dir oder GEGEN dich? Wie entscheidest du dich? Glück  (von Hermann Hesse) Solang du nach dem Glücke jagst, Bist du nicht reif zum Glücklichsein, Und wäre alles Liebste dein. Solang du um Verlornes klagst Und Ziele hast und rastlos bist, Weißt du noch nicht, was Friede ist. Erst wenn du jedem Wunsch entsagst, Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst, Das Glück nicht mehr mit Namen nennst, Dann reicht dir des Geschehens Flut Nicht mehr ans Herz, und deine Seele ruht. Bist du soweit und kannst die wichtigste Entscheidung im Leben treffen? Möchtest du lernen, wie du in deinem Leben mitfließen kannst, statt dich dagegen zu stellen? Dann sind die kostenlosen Hörproben in meinen Audiocoachings vielleicht das Richtige für dich: EINFACH LOSHÖREN – Probleme lösen mit THE WORK Ein Buch, dass dir hilft!

  7. 08/06/2015

    Die beste Urlaubs Checkliste

    Neulich plauderte ich nach einer Einzelsitzung noch ein wenig mit Klaus. Wir standen im Flur, er zog seine Schuhe an und war guter Dinge. Er hatte sich etwas Großes vorgenommen und nach unserer Sitzung konnte er frohgemut darauf zugehen. Nun ging es aber erstmal in den Urlaub. Er schwärmte davon, wie er die Sonne genießen werde, wie seine Frau sich freuen wird, dass er nun guter Dinge ist und dass er, so befreit, wie er sich jetzt fühlt, der Charmebolzen sein kann, den sie so mag. Dann bräuchte er nur noch ein bisschen Ruhe, gutes Essen und frische Luft und der Urlaub wäre perfekt. Er strahlte mich an und gab mir die Hand. Ich nahm sie und zögerte einen Augenblick. Unsere Sitzung war beendet, er war schon fast aus der Tür und fröhlich schien er auch zu sein. Allerdings hatte ich, der ich ein geübter Hörer von belastenden Glaubenssätzen bin, in seinen Abschiedsworten potentiellen Stress gehört. Ich wollte mich vergewissern und fragte nach: „Und was, wenn nicht? Was, wenn die Sonne nicht scheint? Was, wenn Dir gar nicht danach zumute sein sollte, der Charmebolzen zu sein? Wenn die Luft nicht frisch, das Essen nicht lecker und der Urlaubsort nicht wirklich ruhig ist?“ Also ich hatte solche „Überraschungen“ schon erlebt. Nicht, dass ich vorhatte, ihm die Laune zu verderben oder ihm den Urlaub madig zu machen. Dennoch schaute Klaus plötzlich unglücklich drein. Er knickte im Körper etwas ein. Dann sah er mich verständnislos an. „Was meinst Du damit?“ Ich fragte: Kannst Du Dir denn sicher sein, dass all diese Dinge auf Deiner Urlaubs Checkliste auch eintreten? „Nö“ sagte er kleinlaut „kann ich nicht.“ „Und wie ist Dein Urlaub nachher, wenn Du diese Dinge nicht bekommst?“ „Ja blöd“, sagte er und sein Gesichtsausdruck war ein großes Fragezeichen. Ich atmete einmal tief ein und fragte: „Wer wärest Du jetzt, vor dem Urlaub, OHNE Dein Konzept, wie Dein Urlaub zu sein hat? Ohne die Idee, wie Du sein musst und was Du brauchst, damit das ein schöner Urlaub wird? Ohne diese möglicherweise stressige Urlaubs Checkliste?“ Klaus  hatte  unbewusst  eine  stressige  Urlaubs  Checkliste „Hm“, sagte Klaus und setzte sich auf den Stuhl in meinem Flur. Er stellte sich vor, wie es wohl ohne seine genauen Vorstellungen über den Urlaub wäre. „Also, wenn ich keine Bedingungen an den Urlaub habe, meinst Du das? Ich nickte. Oft sind Konzepte, die wir uns zurecht legen, gut gemeint. Wir wollen nur das Beste. Und wenn wir bekommen, was wir uns wünschen – fein. Aber was, wenn nachher alles anders ist? Muss dann der ganze Urlaub im Eimer sein? „Na ja“, sagte Klaus. „Ohne meine Bedingungen wäre ich ganz offen. Dann packe ich meinen Koffer, fahre woanders hin – und mal sehen, was passiert.“ „Und wie ist das für Dich?“ „Ganz gut“ sagte er und sein Gesicht hellte sich wieder auf. „Nein, warte mal – ich merke, das ist nicht nur ‚ganz gut‘. Das ist richtig toll. Dann lass ich das Leben rein. Dann MUSS die Sonne nicht scheinen. Und ich muss nicht charmant sein. Dann stehen ganz andere Punkte auf meiner Urlaubs Checkliste. Ich darf dann sein, wie ich halt gerade bin …einfach da sein, und mal sehen…dann lass ich mich überraschen, was so passiert. Krass“ sagte er und sprang auf. „Das ist ja noch besser! Sogar viel besser!“ Eine  Urlaubs  Checkliste  ohne  Bedingungen Ich lachte, freute mich aufrichtig und reichte ihm die Hand. „Na dann, schönen Urlaub, wünsch ich Dir!“ Lies hier, wie Du ohne stressige Glaubenssätze den Kopf freibekommst. Und den wünsch ich Euch auch. (Mir übrigens auch – in zwei Tagen gehts los.) Ich werde mich jedenfalls überraschen lassen. Meine Intuition hab ich ja immer dabei und die wird mir zeigen, was ich mag und was nicht. Was steht denn auf meiner Urlaubs Checkliste? Nix. Echt? Wenn die Sonne scheint – super. Wenn nicht – super. Wenn ich an der Sonnenscheinbedingung nicht festhalte, wird sich mit Sicherheit irgend etwas anderes schönes finden, was wir machen können. Und Du? Hast Du genaue Vorstellungen über Deinen Urlaub und wie der verlaufen muss? Was steht auf Deiner Urlaubs Checkliste? Und wärest Du unglücklich, wenn diese Vorstellungen sich vor Ort nicht einlösen? Wenn das Essen nicht so ist, wie Du möchtest, Dein Partner sich nicht von seiner obercharmanten Seite zeigt, die Sonne nicht scheint? Es zu heiß oder zu kalt ist? Das Hotel auf einer Baustelle liegt? Und liegt all das in Deiner Hand? Kannst Du wirklich machen, dass Du diese Dinge bekommst? Wenn nicht, probiere doch mal, wie es wäre, wenn diese Bedingungen nicht auf Deiner Urlaubs Checkliste stünden. Am Ende sind diese Bedingungen ja nur Gedanken. Gedanken, die Du glaubst. Und das Leben (und vielleicht auch der Urlaub) machen am Ende ja doch, was sie wollen. Neulich durfte ich schon ein Stück von diesem Kuchen kosten. Ich war unterwegs, eine Art Kurzurlaub, wollte zurück nach Berlin und kam pünktlich 15 Minuten vor Abfahrt meines Zuges am Münchner Hauptbahnhof an. Wer nicht kam, war mein Zug. Aber nicht nur mein Zug kam nicht, sondern überhaupt kein Zug kam. Keiner! Wie ich erfuhr, brannte es auf den Gleisen kurz vor München und verständlicherweise wollte die Bahn die Stelle erst einmal räumen, bevor dort wieder Züge fahren konnten. Und? Hab ich mich geärgert? War ich sauer und habe geschimpft, dass die Dinge nicht so liefen, wie ich sie mir gedacht hatte? Nein. Fasziniert stand ich vor der Anzeigetafel. Nichts ging mehr. Und das für alle. Höhere Gewalt, quasi. Mein Plan für diesen Tag wurde durcheinander gebracht und in mir stellte sich ein kleines Abenteuergefühl ein. Ändern konnten wir die Situation sowieso nicht. Ich griff zum Telefon und verschob die drei Termine, die für diesen Abend noch im Kalender standen. Immer noch stand an der Anzeigetafel: „Züge fallen heute aus…“ Und das fühlte sich gut an. Ich kann nicht immer alles beeinflussen und unsere Welt ist keine Maschine, die auf Hochleistungsexaktheit arbeitet. Alles lebt, bewegt sich, arbeitet, verändert sich, und lehrt uns, dass es nicht sinnvoll ist, Dinge zu fest zurren zu wollen. Es gibt keine Sicherheiten. Für niemanden. Ich kann es gar nicht hinkriegen, dass mein Leben immer so läuft, wie ich mir das ausgedacht habe. Unmöglich. Na bloß gut! Ein  kluger  Spruch  für  die  Urlaubs  Checkliste Wie ging der Spruch noch gleich? „Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ Und ob er nun von John Lennon oder von Goethe ist, oder noch jemand ganz anderes ihn zuerst ausgesprochen hat – et kütt wie et kütt (Rheinisches Grundgesetz) und hinterher ist man immer schlauer. Hast Du auch noch einen schlauen Spruch, der dazu passt?

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Vergiss nicht: du bist frei! Du entscheidest! Du hast immer eine Wahl. Du musst gar nichts. Das Leben ist ein Abenteuer und keine Pflicht, die es bis zum Ende abzuleisten gilt.