In dieser Episode unserer neuen Predigtserie „Credo – das glaube ich” führt uns Pastor Tobi durch den ersten Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.” Er geht der Frage nach, was Christen seit Jahrhunderten eigentlich bekennen, wenn sie diese Worte sprechen, und warum nichts dein Leben so sehr prägt wie dein Bild von Gott. Das nimmst du aus dieser Episode mit: Ein Bekenntnis mit tiefen Wurzeln: Das Apostolische Glaubensbekenntnis stammt nicht direkt von den Aposteln, reicht aber bis in die frühe Kirche zurück. Es entstand aus dem Taufbekenntnis der ersten Jahrhunderte, bei dem Täuflinge dreimal untergetaucht und jedes Mal nach ihrem Glauben an Vater, Sohn und Heiligen Geist gefragt wurden, und aus der „Glaubensregel”, mit der sich die Kirche von Irrlehren abgrenzte. Seitdem wurde es in Palästen gelesen, in Kathedralen gesungen und in Gefängnissen geflüstert. Es ist ein Fundament, das uns davor bewahrt, vom Zeitgeist weggespült zu werden. „Ich glaube” heißt vertrauen: Wer an UFOs oder an die Demokratie glaubt, hält etwas für wahr, ohne dass sich dadurch sein Leben ändern muss. Das lateinische credo meint mehr: kein bloßes Für-wahr-Halten, sondern ein Hineinglauben – ich vertraue mich Gott an und baue mein Leben auf ihn. Deshalb ist es auch ein Ich-Bekenntnis, eine persönliche Entscheidung, die niemand für dich treffen kann. Gott ist zuallererst Vater: An erster Stelle steht nicht Schöpfer oder Herrscher, sondern Vater, denn so nennt Jesus Gott öfter als mit jeder anderen Bezeichnung. Alles, was Gott tut, tut er als Vater, und er ist anders als jede enttäuschende Erfahrung mit irdischen Vätern: gegenwärtig, verlässlich und nicht an Leistung gebunden. Kind Gottes wird man nicht automatisch, sondern durch Jesus (Johannes 1,12). Wir werden adoptiert und bekommen, wie bei einer Adoption im römischen Recht, einen neuen Namen, eine neue Familie und das volle Erbe (Epheser 1,5). Allmächtig und Schöpfer – darum bist du gewollt: Ein Vater ohne Macht könnte dir nicht helfen, und ein Allmächtiger ohne Liebe wäre keine gute Nachricht, aber Gott ist beides. Als El Shaddai, „Gott, der Allmächtige”, stellt er sich dem 99-jährigen Abraham vor, als dessen Verheißung längst unmöglich schien (1. Mose 17,1). Und weil er alles erschaffen hat, bist du kein kosmisches Zufallsprodukt, sondern gewollt, geliebt und mit einer Würde ausgestattet, die dir niemand nehmen kann. Abonniere unseren Podcast, um keine Predigt der Ecclesia Kirche Ingolstadt zu verpassen! Wenn dich diese Message ermutigt hat, teile die Folge gerne mit deinen Freunden oder deiner Familie. Instagram: https://www.instagram.com/ecclesiakirche.ingolstadt/ Webseite & Spenden: https://ecclesiakirche.de/portfolio/ingolstadt/