Kim Hoss – aufgewachsen im Remstal, Künstlerin, Musikerin, Podcasterin und für mich der kreativste Mensch, den ich kenne. In eine Schublade passt sie nicht. Sie sagt selbst: „Ich bin Kim und ich mag Chips." Ich kenne Kim seit über 20 Jahren – die halbe Ewigkeit. Sie hat meine Hochzeit fotografiert, mich tätowiert, früher sogar meine Haare geschnitten. Wenn ich mit meiner eigenen Kreativität am Ende bin, frag ich Kim. In dieser Folge reden wir über den ganzen Weg: von einem Kind, dem man gesagt hat, es sei zu laut, zu einer Frau, die heute genau davon lebt – laut und echt zu sein. Über die 10 Jahre, in denen sie verstummt ist. Über den Tag, an dem sie verflucht wurde – und warum das der Anfang von etwas Neuem. Und weil wir beide aus derselben Welt kommen – ich war jahrelang Jugendpastor, sie ist seit ihrem vierten Lebensjahr in Freikirchen groß geworden – reden wir ehrlich über den Glauben. Über die Angst vor der Hölle als Kind. Über das Loslassen, das sich anfühlt, als würde man Wurzeln ausreißen. Und über einen Satz: „Ich glaube nicht mehr an die Hölle." Wir reden auch darüber, was Gott für Kim heute ist. Es geht um Glück, um Freiheit und ihre Grenzen, um Selbstliebe. Was du mitnehmen kannst? Wenn du selbst mal in etwas gesteckt hast, das dir gesagt hat, wer du zu sein hast – ob Glaube, Job oder Familie –, dann nimmst du aus diesem Gespräch vielleicht dasselbe mit wie ich: dass man gehen kann, ohne zu hassen. Dass das Gute bleiben darf, auch wenn man den Rest hinter sich lässt. Dass Freiheit sich leicht anfühlen darf – man muss sie nur aushalten lernen. Und dass „echt sein" kein Ziel ist, sondern eine Übung, die nie ganz aufhört. Ein Gespräch mit einem Menschen, der mir wichtig ist. Viel Freude damit.