KI Kompass

Martin Giesswein

KI-Kompass: Die Orientierungshilfe für das Management. Der Podcast ordnet aktuelle Entwicklungen realistisch ein und zeigt konkrete Wege auf, KI-Technologien gewinnbringend und menschenzentriert zu nutzen.

  1. Sep 24

    KMUs: Verlierer oder Gewinner?

    Manche Unternehmen investieren in KI-Lizenzen mehrere hunderttausend Euro und budgetieren "nix" für KI-Schulungen. Ein halbes Jahr später lautet das Urteil: „KI bringt nichts.“ Dieses Muster sehe ich oft in Konzernen. Kleine und mittlere Unternehmen können es besser machen, und das ist die Kernaussage meines neuen KI-Kompass-Artikels: KMU sind bei der KI-Einführung nicht Verlierer, sondern haben viele strukturelle Vorteile. Für die KMU-Umsetzung fasst die AI-USE-Methode die wichtigsten Erkenntnisse im Artikel zusammen Vorab: #Understand: Kompetenz vor Lizenzen. Weiterbildung für alle, von der Geschäftsführung bis zur Rezeption, etwa mit kurzen internen Formaten jeden Freitag. Schwarzverwendung privater KI-Tools erfassen. Daten und Prozesse zuerst klären, denn KI löst keine alten betriebswirtschaftlichen Probleme. #Shape: Ein bis zwei Person als zentrale KI-Champions, mit Rückhalt der Geschäftsführung und einem fixen Agendapunkt im Jour fixe. Dazu ehrliche Kulturarbeit: Sicherheit statt Jobangst. #Execute: In der Büroarbeit beginnen, KI-Spezialanwendungen kommen später. Monatlich einen neuen Anwendungsfall starten, den Nutzen messen und hart entscheiden, ob er bleibt oder eingestellt wird. Für die Frage, welche KI verwendet werden darf, bewährt sich die Trennung in rote und grüne KI. #Rot sind private Tools der Mitarbeitenden: sichtbar machen, ohne personenbezogene oder vertrauliche Daten nutzen und Sinnvolles schrittweise ins Grüne überführen. #Grün ist das offizielle, datenschutz- und AI-Act-konforme System. Dafür gibt es auch österreichische und europäische Anbieter, nicht nur Microsoft Copilot. Alles zusammen gehört in eine kurze KI-Richtlinie mit vier Ausrichtungspunkten: ➡️ Leitplanken statt Verbotsbuch ➡️ klare Verantwortung beim Menschen ➡️ Transparenz bei KI in der externen Kommunikation ➡️ Schulung, wie sie Artikel 4 des AI Act verlangt. Ich freue mich sehr über Ihre konkrete #KMU-Anwendungsfälle, wo KI schon einen Mehrwert gebracht hat, gerne als Kommentar oder in den DMs! WU Executive Academy: https://www.executiveacademy.at/ai RTR: https://ki.rtr.at Kostenfreier Termin mit Martin Giesswein https://www.martingiesswein.com LinkedIn-Artikel mit allen Details, Grafiken und Video: https://www.linkedin.com/pulse/kmus-verlierer-oder-gewinner-martin-giesswein-qhxrf/

    KMUs: Verlierer oder Gewinner?
  2. Sep 15

    KI ist 90% gut??

    Abseits der KI-Weltuntergangsdiskussion: Führungskräfte haben eine Kernaufgabe: nämlich die optimale KI-Einführung im eigenen Unternehmen sicherzustellen. Die Kerninhalte der Episode: Die 10 vs. 90 Prozent: Sorgen über Missbrauch und starke Risiken sind berechtigt, doch die Hauptaufgabe liegt darin, die verbleibenden 90 Prozent der positiven und transformationsstarken Potenziale aktiv zu steuern. Szenario 1 – Lineares Wachstum: KI dient als Werkzeug zur schrittweisen Prozessoptimierung, Strategieentwicklung, Kostensenkung und Effizienzsteigerung im Tagesgeschäft. Szenario 2 – Der gesellschaftliche Durchbruch: Im optimistischen Fall rückt eine Superintelligenz näher, die medizinische Durchbrüche ermöglicht, den Klimawandel adressiert und durch gesteigerte Produktivität neuen Wohlstand schafft. Das digitale Oligopol: Machtkonzentrationen spitzen sich zu. Wenige Plattformen aus den USA (z. B. OpenAI, Anthropic, Microsoft, Google) und China (z. B. Moonshot, DeepSeek, Alibaba) besetzen als Gatekeeper die Schnittstelle zum Kunden und werden zu zentralen Lebensassistenten im B2C- und B2B-Bereich. Souveränität & Wertorientierung: Unternehmen müssen KI-Systeme souverän und Cloud-unabhängig einführen sowie ethisch sauber konfigurieren – etwa unter Anwendung des Standards IEEE 7000 für wertorientiertes Systemdesign. Kein Raum für Ressentiments: Eine mögliche pauschale Ablehnung der KI bremst den Standort aus. Als Anwender in der zweiten Reihe gilt es, KI bestmöglich zu nutzen, um im internationalen Wirtschaftswettbewerb mitzuhalten. Jetzt mitdiskutieren: Setzt Ihre Organisation auf lineare Effizienzgewinne oder breitere KI-Transformation? Wie begegnen Sie der Abhängigkeit von großen Anbietern? Teilen Sie Ihre Perspektive direkt mit Martin Giesswein auf LinkedIn: 👉 linkedin.com/in/giesswein

    KI ist 90% gut??
  3. Sep 10

    Schutzgeld-Zahlung an KI-Anbieter?

    KI-Angriffe auf Firmen: Agentische KI-Systeme brechen autonom aus Testumgebungen aus und greifen andere Unternehmen über das Internet an. Martin Giesswein analysiert, warum KI-Systeme in der Cybersecurity längst nicht mehr nur Assistenten sind, sondern zu den Hauptdurchführenden von Angriffen werden. Während Vorfälle bei OpenAI, Anthropic oder Moonshot für die Hersteller paradoxerweise beste Eigenwerbung sind, stellt sich die entscheidende Frage: Was passiert, wenn Bad Actors auf frei zugängliche Open-Weight-Modelle setzen? Die wichtigsten Kernpunkte der Episode: Autonome Agenten statt bloße Assistenten: KI-Systeme nutzen Sicherheitslücken eigenständig aus – selbst wenn ihnen per Prompt verboten wurde, die Testumgebung zu verlassen. Der Mensch gibt nur noch den Startbefehl. Das Risiko von Open-Weight-Systemen: Frei herunterladbare Modelle können von den Herstellern nicht mehr zurückgerufen werden und stehen damit auch Kriminellen, Terroristen oder staatlichen Akteuren uneingeschränkt zur Verfügung. Der 440-Milliarden-Dollar-Schaden: Laut Schätzungen des World Economic Forum haben KI-Angriffe bereits gigantische Schäden verursacht. Das digitale Arms Race: Führungskräfte und Aufsichtsräte müssen aufrüsten. KI-Verteidigungssysteme werden zum unverzichtbaren Budgetposten. Nicht zur direkten Wertschöpfung, sondern zur bloßen Sicherung des Weiterbetriebs. Monopolismus vs. Eigene Abwehr: Steuern wir auf ein Oligopol der KI-Anbieter und Waffenhersteller zu, bei dem wir für Abwehr Schutzgeld zahlen müssen, oder nutzen Unternehmen künftig selbst Open-Weight-Systeme in eigenen IT-Umgebungen, um Angriffe abzuwehren? Jetzt weiterdiskutieren: 👉 linkedin.com/in/giesswein

    Schutzgeld-Zahlung an KI-Anbieter?
  4. Jul 4

    Mitten im KI-Zeitalter: Menschlich bleiben

    Zukunftsmut: Menschlichkeit im KI-Zeitalter In der heutigen Folge spricht Martin Giesswein mit der erfahrenen Innovatorin, Agile Coach und Mentaltrainerin Martina Schmerold-Tagunoff. Angesichts des aktuellen „KI-Wahnsinns“ und der spürbaren Überforderung in vielen Unternehmen beleuchten die beiden, wie wir als Menschen resilient, adaptiv und kooperativ bleiben können. Martina teilt wertvolle Insights aus ihrer 10-jährigen Erfahrung als Innovationsmanagerin beim ÖAMTC, wo sie unter anderem ein bahnbrechendes Drohnen-Projekt initiiert und das Team erfolgreich in die Selbstorganisation geführt hat. Der KI-Hype und die Realität: Warum Tools alleine keine Transformationsprobleme lösen und warum Weiterbildung und psychologische Sicherheit oft auf der Strecke bleiben. Erfolgsstory ÖAMTC-Drohnenprojekt: Wie man mit einer Guerilla-Taktik, interner Vernetzung und dem richtigen Support innovative Projekte gegen Widerstände durchsetzt. Experiment Selbstorganisation: Martinas Reise mit einem hierarchiefreien Team beim ÖAMTC – von Gehaltstransparenz bis hin zur Verteilung von Führungskompetenzen. Psychogramm der Zukunft: Welche Kompetenzen Menschen brauchen, um gut mit KI umzugehen, und warum regelmäßige „KI-freie Tage“ die Reszilienz stärken. Zukunftsmut statt Angst: Wie Martina Unternehmen dabei unterstützt, Veränderungen nicht als Bedrohung, sondern als gestaltbare Zukunftskraft zu sehen. „Je mehr KI, desto menschlicher wird es.“ – Ein flammendes Plädoyer für Empathie, sozialen Austausch und echte Verbindung in einer digitalisierten Welt. LinkedIn: Verbinde dich hier mit Martina Schmerold-Tagunoff Hat dir diese Folge gefallen? Dann abonniere den Podcast, hinterlasse uns eine Bewertung und teile die Folge mit Kolleginnen und Kollegen, die heute ein Stück Zukunftsmut gebrauchen können!

    Mitten im KI-Zeitalter: Menschlich bleiben
  5. May 20

    Prozessoptimierung statt KI-Hype?

    Themen dieser Episode: Prozesse zuerst – KI danach: Bevor eine Technologieentscheidung getroffen wird, analysiert Mario immer zuerst den Prozess selbst und rechnet einen Business Case durch. KI ist ein möglicherer Lösungsteil – aber kein Allheilmittel. Wie manuell Unternehmen 2026 wirklich noch arbeiten: Von handgetippten Kundenbestellungen im ERP bis zum Reisekostenzettel auf Papier – Mario schildert, was er aktuell noch in börsennotierten Unternehmen vorfindet. Der Reiseprozess als Paradebeispiel: Eine einzelne Reisekostenabrechnung kostet im Unternehmen bis zu 80 Minuten Bearbeitungszeit. Hochgerechnet auf alle Reisebewegungen entstehen schnell Millionenbeträge.  Rechnungseingangsautomatisierung mit KI: Ohne Automatisierung: 2.000–3.000 Rechnungen/Jahr pro Buchhalter:in. Mit Standard-Automatisierung: ca. 10.000. Mit KI-gestützter semantischer Interpretation: bis zu 100.000 Rechnungen/Jahr – ein echter Gamechanger. KI als intelligenter Wissensassistent in der Produktion: Maschinenhandbücher als PDF-Wissensbasis für ein LLM. Einfach umsetzbar, großer Effekt. Bei der Wiener Großbäckerei Ströck zeigt sich, wie es funktioniert: Commitment vom Chef, Führungskräfte-Workshops, konkrete Use Case-Identifikation mit Business Case. Shadow AI & KI-Governance: Psychologische Sicherheit im Umgang mit KI-Tools ist entscheidend. --> Die Betriebswirtschaft ist zurück: Implementierungskosten, Lizenzkosten, laufende Token-Kosten – der Business Case muss stimmen. KI-Hype allein reicht nicht, um Management-Commitment zu gewinnen. Über den Gast: Mario Luef ist Experte für Prozessoptimierung und -automatisierung. Er leitete mehrere Jahre die Prozessautomatisierungsabteilung bei Semperit. Heute ist er als selbstständiger Berater für größere Unternehmen in Österreich tätig – mit dem Fokus auf Prozessoptimierung, Automatisierung und gezieltem KI-Einsatz. Mario Luef, MSc (WU), BSc (WU)  sumalu GmbH   ⁠office@sumalu.at⁠

    Prozessoptimierung statt KI-Hype?
  6. Mar 16

    KI als "echter" Kollege neben dir im Job

    🤖 Ein Gehalt für die KI: „Kollega“ gegen den Fachkräftemangel Gerhard Kürner und sein Team haben eine revolutionäre agentische Gesamtlösung für den Mittelstand entwickelt, die den KI-Einsatz grundlegend neu denkt. Kollega ist kein Programm, das man einfach nur „bedient“. Kollega ist eine spezialisierte KI-Mitarbeiterin, die sich nahtlos in den Workflow einfügt. Sie wird eingearbeitet wie ein echter Mensch: mit Ihren Prozessen, Ihren Vorlagen und dem spezifischen Tonfall Ihres Unternehmens. Wissen bleibt im Haus: Wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, bleibt das wertvolle Know-how in Kollega erhalten. Einsatzbereit 24/7: Kollega denkt um 3 Uhr nachts genauso scharf wie um 9 Uhr morgens. OpenClaw: Die agentische B2C-Lösung, die die Welt fasziniert. Kollega: Die B2B-Lösung, welche die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine im Büro revolutioniert. Das Modell aus Oberösterreich bricht mit klassischen Mustern: Man zahlt keine starren User-Lizenzen. Die Vergütung folgt stattdessen der Logik einer echten Einstellung: Vorstellungsgespräch: Profil und Ziele werden gemeinsam geklärt. Probezeit: Ein fixes Einstiegsgehalt während der Einarbeitung und des Aufbaus der Wissensbasis. Festanstellung: Ein „Gehalt“ plus Erfolgsprämie pro erledigter Aufgabe. Bezahlt wird das Ergebnis, nicht der Aufwand. Mehr Infos unter: www.mykollega.ai Mit Kollega haben wir eine anschauliche Diskussionsbasis für die Zusammenarbeit mit KI im Büro geschaffen. Jetzt geht es an das Gestalten: Für eine digitalhumanistische, erfolgreiche und moderne Arbeitswelt! 🇦🇹🚀

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KI-Kompass: Die Orientierungshilfe für das Management. Der Podcast ordnet aktuelle Entwicklungen realistisch ein und zeigt konkrete Wege auf, KI-Technologien gewinnbringend und menschenzentriert zu nutzen.

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