Oliver Gassner - business://menschlich

Oliver Gassner

OGOK = Oliver Gassner Organisation & Kommunikation => Innovative, stressfrei arbeitende Teams und Abteilungen für Unternehmen. Profitabel vernetze und inspirierte Mitglieder für Verbände und Organisationen.

  1. Sep 24

    The State of Linkedin mit Björn Tantau #Netzstimmen

    >>> Audio KI Summary: Zusammenfassung: Oliver Gassner im Gespräch mit Björn Tantau über LinkedInDauer ca. 00:57:35. Namen, die die automatische Transkription verfälscht hat, habe ich sinngemäß korrigiert, zum Beispiel „Pont Tantau/Panto“ zu Björn Tantau. Einstieg und Vorstellung (00:00:00–00:01:48)00:00:00 Oliver Gassner begrüßt die Hörer und stellt seinen Gast Björn Tantau vor. Scherzhafter Einstieg: „die beiden haarlosen Typen“. 00:00:59 Björn ist seit über 20 Jahren im Online-Marketing. Er hat selbstständig, in Agenturen und in der Produktentwicklung gearbeitet und früher ein Musikportal aufgebaut und damit Geld verdient. 10 Jahre lang hat er KMUs zu digitalem Marketing beraten. 00:01:13 Heute ist er bei der Agentur Webnetz in Norddeutschland für die Strategie und das Kundenwachstum verantwortlich. Geschichte von LinkedIn (00:01:48–00:04:28)00:01:56 LinkedIn ist älter als Facebook. Es startete etwa 2002/03, ungefähr gleichzeitig mit Xing, und beide wussten angeblich nichts voneinander. 00:02:35 Bis etwa 2016/17 war LinkedIn wie Xing vor allem eine „digitale Visitenkarte“. Vernetzt hat man sich meist mit Kollegen aus derselben Firma. Oliver hat sich schon immer mit Leuten verbunden, die er persönlich getroffen hatte. 00:03:08 Microsoft kaufte LinkedIn (2016). Das hat die Plattform überraschend verbessert, und heute kommt kaum jemand ohne sie aus. Deshalb ziehen auch Nutzer von Facebook und Instagram zu LinkedIn, und das verändert die Kultur. 00:03:50 Oliver fand das alte LinkedIn „höllisch unbedienbar“. Er hat sogar Anleitungen geschrieben, wie man Kontakte entfernt. Zustand der Plattform und Nutzungszahlen (00:04:34–00:08:50)00:04:34 Björn findet LinkedIn heute besser als vor 10 Jahren, weil mehr Leute dort sind. 00:04:42 Oliver bekennt sich als Fan von Visitenkarten. Die Standardreaktion bei Begegnungen ist inzwischen aber: „Lass uns auf LinkedIn connecten“, vor allem in der Digital-, Marketing- und Kommunikationsbranche. 00:06:05 Kurzer Exkurs: Verwechslung zwischen Felix Beilharz und Johannes, Witze über Glatzen und Rasierer. 00:06:48 Oliver schätzt, dass man etwa jeden zweiten Wissensarbeiter in Deutschland über LinkedIn zumindest theoretisch erreichen kann. 00:07:25 Björn wendet eine Art Pareto-Regel an: Rund 80 % der Accounts sind praktisch inaktiv. Sie lesen gelegentlich und liken selten. Die übrigen 20 % teilen sich in Power-User und Gelegenheitsnutzer. Nur etwa 3–5 % erstellen den Content, den alle anderen konsumieren. 00:08:40 Olivers Schluss daraus: Gerade weil so wenige posten, ist es vergleichsweise leicht, zu dieser Gruppe zu gehören. LinkedIn im Vergleich zu Instagram und TikTok (00:09:00–00:11:47)00:09:07 Im beruflichen Kontext sind die Chancen auf LinkedIn größer. Instagram und TikTok bedienen breite Massenthemen, LinkedIn bietet trotz wachsendem Entertainment-Anteil mehr fachliche Tiefe. 00:09:45 Oliver wundert sich, dass viele Coaches vor allem auf Instagram unterwegs sind, obwohl ihre Kunden meist berufliche Gründe für ein Coaching haben. 00:10:10 Björn: Geschäftsführer und Führungskräfte sind privat auch auf Instagram, Facebook und TikTok. Den beruflichen Kontext stellt man aber auf LinkedIn leichter her. 00:11:17 Beim Thema Reichweite wird oft zuerst Instagram genannt. LinkedIn wirkt im Vergleich „langweilig“, und manche Coaches wollen einfach mehr Spaß haben. Triggerposts und der Algorithmus (00:11:50–00:19:00)00:11:57 Oliver verweist auf seinen Artikel für die Marketing-Börse über „Entertainment-Posts“ auf LinkedIn: Steak-Fotos, „Veganer gehen pleite“, Geldbeutel-Posts. 00:12:57 Weil Menschen mit solchen Posts interagieren, auch mit Kritik wie „Was für ein Unsinn“, spült der Algorithmus sie immer wieder in den Feed. 00:13:28 Björn kennt das aus seiner Beratung: Kunden klagen über Ferrari-, Porsche-, Lambo- und Rolex-Content. Solche Posts sind absichtlich gemacht, um zu provozieren. Manche Parteien nutzen dieselbe Methode im Wahlkampf. 00:15:01 Der Mechanismus: Jeder Kommentar gilt als Relevanzsignal, und man bekommt mehr davon zu sehen. Viele glauben irrtümlich, ein negativer Kommentar würde dem Algorithmus sagen, dass ihnen der Inhalt missfällt. 00:15:34 Exkurs zu KI: Das „I“ in KI steht nicht für echte Intelligenz. Der Algorithmus arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und versteht nicht, was ein Kommentar bedeutet. 00:16:40 Oliver ergänzt: Viele Kommentare heißen meist Streit. Unter guten Fachposts ist es ruhiger, dort gibt es eher Dank oder Rückfragen. 00:17:00 Oliver: Nicht nur der Kommentierende selbst sieht danach mehr solcher Posts. Auch seine Kontakte bekommen sie angezeigt („Björn Tantau hat kommentiert …“). 00:17:33 Oliver hat deshalb einigen Kontakten entfolgt. Bei Auto-, Fleisch-, Protz- und sogenannten „Nullposts“ kommentiert und likt er grundsätzlich nicht mehr, damit sein Netzwerk sie nicht sieht. Fachdiskussionen statt Viralität (00:18:59–00:22:27)00:18:59 Es gibt auch gute Diskussionen auf Fachebene. Ein Beispiel ist die SEO- und GEO-Szene: Fachposts erreichen dort 50.000–70.000 Views mit fundierten Kommentaren, allerdings in einer Bubble. 00:19:42 Plumpe Themen wie „E-Autos sind doof“ bringen Millionen Views, aber keine brauchbaren Follower. 00:19:59 Björn stellt klar: Die beiden wollen LinkedIn nicht schlechtmachen. Man muss nur verstehen, wie es funktioniert. Als Positivbeispiel nennt er Felix Beilharz. 00:20:24 Seine Empfehlung: Im eigenen Fachgebiet ruhig etwas zuspitzen, provozieren und mit Humor arbeiten, aber nicht auf plumpe Aufreger setzen und nicht der Versuchung erliegen, viral gehen zu wollen. 00:21:12 Virale Posts sammeln Leute ein, die sich nicht für das eigentliche Angebot interessieren. 00:21:39 Wer regelmäßig Fachposts veröffentlicht, idealerweise ein- bis dreimal pro Woche, kann als Führungskraft oder Geschäftsführer auch heute noch Neugeschäft gewinnen. Webnetz macht das genauso. 00:22:07 Wer nur einmal im Monat postet, „kann es auch lassen“. Der Algorithmus der Leser hat dann keine Chance, sich auf den Content einzustellen. Oberflächliche Inhalte und der Druck, etwas zu posten (00:22:27–00:25:47)00:22:34 Oliver stört die fehlende Gedankentiefe mancher Posts. Beispiel: Jemand fragte ernsthaft, warum es im Sommer Eis gibt, wenn Schokolade wegen der Hitze pausiert (Mon Chéri). Oliver fragt sich dann, ob er mit solchen Leuten Geschäfte machen würde. 00:23:37 Inzwischen kommentiert er in solchen Fällen gelegentlich spitz. 00:23:46 Björn verteidigt die Leute teilweise: Die meisten sind keine Content-Produzenten oder Storyteller. Ihr Leben ist nicht so aufregend, wie Social Media es suggeriert. 00:24:19 Social Media erzeugt den Eindruck, alle anderen erlebten täglich Abenteuer oder besäßen Villa, Yacht, Porsche und Rolex. Das ist zu 95 % Unsinn, wie früher die Bild-Zeitung. 00:25:05 Wer sich unter Druck gezwungen fühlt, etwas zu posten, produziert oft solche Inhalte. Wenn keine Ergebnisse kommen, heißt es dann: „LinkedIn funktioniert nicht.“ Statt nachzubessern, steigen die meisten aus. Likes oder Aufträge (00:25:47–00:29:37)00:26:05 Oliver: Ein LinkedIn-Post funktioniert nicht, wenn er viele Likes hat, sondern wenn danach das Telefon klingelt oder eine Nachricht kommt. 00:26:20 Früher, zu Xing-Zeiten, fragte er Leute mit vielen LinkedIn-Likes: „Und hast du auch mehr Buchungen?“ Das beendete das Gespräch meist. „Mit Likes kann ich beim Bäcker nichts einkaufen.“ 00:26:46 Björn: Das Grunddilemma von Social Media ist, dass Nutzer auf Reichweite und Beliebtheit konditioniert wurden, spätestens seit Facebook den Like-Button eingeführt hat. Menschen vergleichen sich ständig. Deshalb hält er Social Media für Kinder unter etwa 15–16 Jahren für gefährlich. 00:27:34 Führungskräfte fürchten schlechte Außenwirkung, wenn ein Post nur zwei Likes bekommt. Sie sollten sich von diesen Zahlen lösen. 00:28:09 Wirkung entsteht oft indirekt: Jemand sieht einen Post, googelt, findet die Website und meldet sich. LinkedIn ist nur einer von mehreren Touchpoints. Interessenten prüfen den Track Record, Referenzen und Podcasts. 00:28:48 Vergleich mit dem Plakat einer Kfz-Werkstatt: Man fährt nicht sofort hin, sondern recherchiert und fragt Bekannte. 00:29:21 Oliver: Vertrauen, etwa zu einem Steuerberater oder Coach, muss man sich verdienen. Direkte Verkaufsnachrichten an neue Kontakte funktionieren nicht. Reichweite und das Gesetz der großen Zahl (00:29:37–00:33:56)00:29:37 Olivers These: Je größer die Reichweite eines Fachposts, desto weniger relevant ist er für die zusätzlichen Leser. Zuerst sehen ihn die eigenen Kontakte, dann deren Kontakte. Auf der dritten oder vierten Ebene sinkt die Chance, dass sich jemand wirklich interessiert. 00:30:40 Björn widerspricht mit seiner früheren Erfahrung als Versicherungsfachwirt, dem Gesetz der großen Zahl: Mehr Reichweite erhöht statistisch trotzdem die Chance, die Richtigen zu treffen. 00:31:46 Vergleich mit Bandenwerbung im Stadion bei Dortmund gegen Bayern: Streuverluste lassen sich nie vermeiden. 00:32:16 Oliver bringt die Nutzersicht ein: Für die 999 Nicht-Interessierten wird der Feed schlechter. 00:32:26 Björn: Das ist eine Frage der Opportunitätskosten. Bringt der eine relevante Kontakt 100.000 € Umsatz, lohnt es sich. 00:33:04 Ein schlechter Feed ist zum großen Teil selbst verschuldet. Beispiel: Wer vor einem Link gewarnt wurde und trotzdem klickt, ist selbst schuld. Oder: Wer mit einem alten VW Polo gegen einen Mercedes AMG antritt, sollte sich nicht über den Polo ärgern. Content-Tipps: die Drei-Stufen-Pyramide (00:33:56–00:40:25)00:33:56 Oliver schlägt vor, Tipps für Content zu sammeln, „bevor man Geldbeutel-Content postet“. Er hatte an diesem Tag selbst einen Geldbeutel-Post kommentiert und den Kommentar wieder gelöscht. 00:34:18 Olivers erster Tipp: Fragen von Kunden oder anderen aus dem eigenen Fachgebi

  2. Sep 23

    #netzstimmen - Newsletter; Inhalt und Technik mit MIchaela Platte

    Audio >>>  - Podcast-RSS für alle Podcast-Apps: https://feeds.feedburner.com/ogokpodcast - Spotify: https://open.spotify.com/show/00n8s2qYAgwzJQkmRGjjNA  - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/oliver-gassner-work-smarter-not-harder/id1481175623 - Youtube-Video: https://www.youtube.com/@OliverGassner   Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke. Zusammenfassung: Newsletter mit Michaela PlatteGesprächspartner: Oliver Gassner (Moderation) und Michaela Platte (freiberufliche Spezialistin für E-Mail-Marketing) Länge: ca. 00:50:05 Einstieg und Vorstellung00:00:02 Oliver begrüßt Michaela und kündigt das Thema ironisch als etwas an, „wovon wir im Internet noch gar nie gehört haben“: Newsletter. 00:00:26 Michaela stellt sich vor. Sie ist Freelancerin für E-Mail-Marketing und hat sich auf ActiveCampaign, MailerLite und Brevo spezialisiert. 00:00:57 Ihr Angebot: Sie richtet Accounts startklar ein, möglichst datenschutzkonform, mit Anmeldeformular in den Unternehmensfarben. Bei der Übergabe erklärt sie das Tool so, dass Kundinnen und Kunden selbst damit arbeiten können. Auf Wunsch betreut sie auch weiter. 00:01:36 Oliver erzählt von seinen eigenen, kaum genutzten Accounts (Brevo, Mailchimp und ein deutsches Tool, das ihm wöchentlich Statistiken schickt, obwohl er nichts verschickt). Jahrelang hat er AWeber genutzt, einen der US-Pioniere. Als sich dort die Preise verdoppelten, hat er gekündigt. Michaelas Weg zum Newsletter00:02:49 Michaela war Assistentin der Geschäftsführung. Nach einem Aufhebungsvertrag machte sie sich 2019 als virtuelle Assistenz selbstständig. Auf den Begriff war sie 2018 gestoßen. 00:03:58 Zum Newsletter-Thema kam sie über ihre Kundschaft: Eine Kundin wollte mit MailerLite starten, ein anderer Kunde nutzte schon ActiveCampaign. Sie hat sich jeweils eingearbeitet. 00:04:27 Was sie begeistert: Ein Klick auf einen Link im Newsletter zeigt echtes Interesse. Darauf lassen sich automatisch weitere, passende Informationen schicken. Man kann auch auswerten, wer zum Beispiel bei den letzten drei Aussendungen geklickt hat. 00:05:14 Vollautomatische Systeme sind „High-End“. Der Einstieg ist eine einfache Willkommenssequenz (Onboarding): Themen vorstellen und Interessen abfragen. 00:05:49 Kurz erklärt: Das Backend ist die Steuerzentrale hinter der Bühne mit Inhalten, Öffnungsraten und Klicks. Kommunikationslogik und Leserrealität00:06:09 Olivers Frage an sein Publikum lautet oft: Wie viele Newsletter hast du abonniert? Viele landen in einem Ordner nach dem Motto „lese ich irgendwann“ und werden am Ende gelöscht. 00:06:52 Er spricht von „Kommunikationslogik“: Eine einzelne Mail („nächste Woche habe ich was“) bringt keine Buchungen. Dafür braucht es mehrere Kontakte. Für wen lohnt sich ein Newsletter?00:07:23 Oliver fragt, wann man welches Tool nimmt, und stellt die grundsätzlichere Frage voran: Ist ein Newsletter überhaupt das Richtige für mich? 00:07:42 Michaela: Ideal ist er bei einer Produkttreppe, also vom kostenlosen Produkt über günstige Angebote bis zum Hauptprodukt. 00:08:17 Kleiner Exkurs zu Preisen wie 29,90 €: Oliver findet sie „beleidigend“ und hält krumme Preise wie 27,80 € für glaubwürdiger. Scheinrabatte („bisher 350 €, jetzt 27,80 €“) sind für ihn meistens Fake. Legitim ist so etwas etwa bei auslaufenden Produkten. 00:09:28 Auf der Produkttreppe entstehen Vertrauen und sichtbare Expertise. 00:09:51 Wer seine Produkte schon über Social Media gut verkauft, kann sich die Frage stellen. Trotzdem gilt: Wer auf der Liste steht, bleibt auf der Liste, auch wenn Facebook oder LinkedIn ein Konto sperren. Owned Media statt Algorithmus00:10:16 Oliver: Fast alle Social-Media-Kanäle werden von Algorithmen gesteuert. Ändert sich der Algorithmus, bleiben nur zwei Wege: den Kanal verlassen oder „nach dessen Tanzkarte tanzen“. 00:10:59 Beim Newsletter kommt die Mail in der Regel an. Ob sie geöffnet wird, ist eine andere Frage, aber ein Algorithmus spielt keine Rolle. 00:11:23 Unterscheidung zwischen Owned Media (eigene Liste), Rented Media (Social-Media-Plattformen) und Paid Media (Anzeigen, bezahlte Suchplatzierungen). Seitenhieb auf die neuen Expertinnen und Experten für Werbung in ChatGPT: „der neue Bitcoin“. 00:12:14 Ein weiterer Vorteil: Abonnentinnen und Abonnenten haben aktiv gesagt, dass sie regelmäßig Post wollen. Freebies und Transparenz00:12:21 Olivers Kritik: Man lädt ein Freebie (zum Beispiel ein PDF) herunter und bekommt dann „Danke für dein Newsletter-Abo“. Für ihn grenzt das an Unethisches und hat „ein Geschmäckle“ (Schwäbisch), es kostet Vertrauen. 00:13:20 Michaelas Rat an ihre Kundschaft: Transparent sein. Klar dazuschreiben, dass man den Newsletter abonniert, wie oft er kommt (etwa zweimal im Monat), um welche Themen es geht und dass man sich jederzeit kostenlos abmelden kann. 00:13:47 Manche holen sich nur das Freebie und melden sich dann ab. Das gehört dazu. Arten von Newslettern und schlechte Beispiele00:14:13 Oliver unterscheidet Tipp-Newsletter (wöchentlich oder zweimal im Monat), Rückblicke (etwa „KI in den letzten vier Wochen“, die schnell veralten) und echte News wie Seminare und Veranstaltungen mit natürlichen Terminen. 00:15:04 Künstliche Anlässe (Launch-Aktionen, Dauerrabatte, „nur noch heute“) sieht er kritisch: „Wen wollt ihr eigentlich veräppeln?“ 00:15:43 Negativbeispiel ist ein Rucksack-Hersteller (Maschinenbauer aus Pforzheim, gefertigt in China). Nach dem Kauf eines Dreierpacks bekommt Oliver ständig Angebote für neue Rucksäcke, etwa mit NASA-Aufdruck. Vergleichbar sind Amazon-Empfehlungen für Produkte, die man gerade gekauft hat („ab dem dritten Regenschirm wird’s eng“). 00:17:25 Oliver hat das Unternehmen sogar über LinkedIn darauf angesprochen. Sein Grundsatz: Überleg, wie die Mail beim Empfänger ankommt. Gute Beispiele: Zusatznutzen und Kompetenz00:18:02 Positivbeispiel ist der Newsletter von Remember The Milk, der zeigt, wie andere das Tool nutzen (Videos, Blogartikel). Übertragen auf den Rucksack hieße das: Tipps wie „Hast du das Geheimfach schon entdeckt? Leg deine Visitenkarte hinein.“ 00:18:44 Fazit: Ein Newsletter lohnt sich für Zusatznutzen rund ums Produkt oder um Kompetenz zu zeigen. Olivers „Tippletter“00:18:58 Oliver erzählt, wie er es selbst gemacht hat: Aus einem Auftrag durfte er 50 bis 70 Texte zur Produktivität wiederverwenden. Daraus hat er einen Tippletter gemacht, eine automatische Sequenz mit einer Mail pro Woche, also rund 70 Wochen Präsenz im Postfach. 00:19:54 Das Gleiche gab es zu Xing, LinkedIn und Xing-Events. Vieles ist inzwischen veraltet. 00:20:11 Sein Trick statt eines Freebies: Nach dem Abo kam überraschend „Mail Nummer null“ mit dem Angebot, eine Frage kostenlos zu beantworten. Frage und Antwort hängte er überarbeitet hinten an die Sequenz an, die so immer länger wurde. 00:20:39 Michaela nennt das ein Evergreen-Format mit dezenten Hinweisen auf Seminare. Es funktioniert aber nur mit zeitlosen Themen, bei KI höchstens mit Grundlagenwissen. Elemente eines guten Newsletters00:21:18 Call to Action am Schluss: kaufen, dem Chatkanal beitreten, antworten oder eine Frage stellen. Ausnahme sind reine Inspirations-Newsletter. 00:21:58 Das PS funktioniert nach wie vor gut, auch wenn es digital eigentlich absurd ist. 00:22:20 Oliver kritisiert Newsletter nach dem Muster „Dein LinkedIn funktioniert nicht, ich sag dir, wie es geht“, wenn sie nur aus dem Schmerzpunkt bestehen und keinen Inhalt bieten. Er hat sich bewusst aufs Positive gepolt, Negatives gebe es genug (Anspielung auf die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin). 00:23:51 Michaela: Man kann über einen Pain Point einsteigen, sollte aber echte Tipps mitgeben. Wissen verschenken00:24:12 Oliver erinnert sich an eine frühe Beratung. Eine Übersetzerin wollte keine Blogposts zu typischen Übersetzungsfehlern schreiben („Shall I become a beefsteak?“), weil das ihr ganzes Know-how sei. Sein Gegenargument: Wer ihre Wörterbücher kauft, ist deshalb noch lange keine gute Übersetzerin. 00:25:12 Die Lehre: Auch wenn man fast alles Wissen preisgibt, buchen Leute trotzdem, weil ihnen Zeit, Lust oder Talent zur Umsetzung fehlen. 00:25:26 Michaela: Mit KI ist das noch wichtiger geworden. Wissen ist überall verfügbar, aber es anzuwenden und auf die eigene Situation zu übertragen bleibt schwer. Ihr Beispiel sind Second-Brain-Tipps für Notion und Obsidian, die zu ihren eigenen Tools nicht passen. 00:26:26 Oliver hat beides installiert, arbeitet aber lieber mit Google Docs und einer Verschlagwortung. Frequenz und Aufwand00:26:44 Viele schrecken die Technik ab, aber auch die Frage „Wie oft und wie viel muss ich schreiben?“ 00:27:03 Michaelas Empfehlung: mindestens einmal im Monat, damit man nicht in Vergessenheit gerät. Dann prüfen, ob der Rhythmus passt, und bei Bedarf öfter schicken. 00:27:56 Hardcore-Marketer würden wöchentlich oder täglich raten, sie selbst mag keine Mailflut. Die Faustregel: Kurze Formate können öfter kommen, lange reichen monatlich. 00:28:27 Oliver: Bei täglichen Newslettern fühlt es sich an, als kämen zwei am Tag, und er ist kurz vor dem Abmelden, vor allem wenn es „Blabla“ ist. Entweder hat ein Newsletter Nutzwert oder man lässt es. Nutzen und Unterhaltung00:28:57 Michaela: Auch Inspiration und Unterhaltung sind Nutzwert. Ihr Beispiel ist eine Notärztin mit Schwerpunkt Palliativmedizin, die schön schreibt, und das ist ein Thema, das für Michaela neu und spannend ist. 00:29:44 Oliver zitiert Horaz: Dichter wollen entweder nützen oder unterhalten, am besten beides. Das „Infotainment“ sei also antik. 00:30:14 Ein Beispiel ist eine Humor-Trainerin, die jeden Montag einen Witz verschickte. Das passte perfekt zu ihrem Angebot (Humor im Business). 00:30:53 Wer nach dem Lesen nur

  3. Sep 21

    #how2ai Jetzt kommen die humanoiden Roboter; bist du bereit? Mit Gunter Dueck

    >>> Audio   Buch bei Amazon kaufen (aff.) - Podcast-RSS für alle Podcast-Apps: https://feeds.feedburner.com/ogokpodcast - Spotify: https://open.spotify.com/show/00n8s2qYAgwzJQkmRGjjNA  - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/oliver-gassner-work-smarter-not-harder/id1481175623 - Youtube-Video: https://www.youtube.com/@OliverGassner   Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke. Gunter Dueck über Humanoide – ausführliches SummaryGespräch: Oliver Gassner im Gespräch mit Gunter Dueck über dessen neues Buch zu humanoiden Robotern ("Die neue Krone der Schöpfung"), Aufnahme am 21.09.2026, Gesamtlänge ca. 01:11:35. Als "dritter Gast" liefert eine KI (Perplexity) fünf Kernthesen des Buches, die als Gesprächsgerüst dienen. Einstieg und Setup (00:00:03 – 00:01:20)Begrüßung, Vorstellung der Konstellation: Gassner hat das Buch nur in Segmenten gelesen, die KI liefert die "fünf Kernthesen" als roten Faden (00:00:19 – 00:00:50). Die neue Krone der Schöpfung sei nicht der 70-jährige Triathlet, sondern der Humanoide (00:00:42). Auf eine Vorstellung Duecks wird verzichtet – "es gibt niemanden, der besser googelbar ist" (00:00:59 – 00:01:14). Warum ein Buch über eine einzelne Technologie (00:01:21 – 00:02:45)Erstmals schreibt Dueck über eine konkrete Technologie; bisher Philosophie über verschiedenartige Menschen und Kritik am überdrehten Businesssystem (00:01:29 – 00:01:55). Seit 15 Jahren sein Vorwurf: zu viel BWL, Management nur nach Zahlen (00:01:48). Es gehe nicht um Optimierung des Bestehenden ("100 Jahre Verbrennererfahrung"), sondern um Umbrüche, die ein anderes Managementgebaren verlangen – gerade Deutschen fällt das Heraustreten aus der BWL-Brille schwer (00:02:03 – 00:02:29). Warum humanoide statt Spezialroboter (00:02:45 – 00:07:23)Gedankenexperiment Spargelstechen: Ein Spezialroboter dafür erfordert neue Körperstatur, Fabriken, enormen Aufwand – man lässt es lieber und importiert Saisonkräfte aus Bulgarien/Rumänien (00:02:52 – 00:03:41). Hauptargument: Baut man Roboter von Anfang an menschenähnlich, kann man sie durch Zuschauen anlernen – "stell dich zwei Tage aufs Spargelfeld und guck, wie die Rumänen das machen" (00:03:46 – 00:04:26). Das ist nicht optimal, aber in der ersten Welle zweckmäßig, weil das Anlernen leichter ist (00:04:33 – 00:04:40); danach kann der gleiche Roboter Weinlese, Schneeschippen, Zwiebelstupfen lernen (00:04:44 – 00:04:58). Historische Analogie: Autos wurden wie Kutschen gebaut (bis ins Naming, "Coupé"), selbstfahrende Autos wie Autos – obwohl sie theoretisch rund sein könnten und kein Vorne/Hinten bräuchten (00:05:09 – 00:05:55). Ausnahmen: Special-Purpose-Roboter für Feuerwehr, Rettungsdienste, Strahlungszonen ("die hätten Tschernobyl retten können") (00:06:06 – 00:06:35). Menschliche Aufgaben wie ein Baby im Arm halten sprechen für den Menschen-Nachbau; Normungsprobleme (analog zu 3-Meter-Basketballmenschen oder "Enhanced Games") umgeht man mit Humanoiden (00:06:35 – 00:07:23). Bereits hier der Verweis auf die fünfte These: Humanoide werden unsere Mitmenschen, mit denen Kommunikation nötig ist (00:07:23 – 00:07:31). Narrative, Reflexe und Fehlurteile (00:07:35 – 00:11:10)Gassner: LinkedIn zeigt vor allem Roboter, die hinfallen oder aufeinander losgehen (00:07:42 – 00:07:54). Dueck: Die Serienfertigung humanoider Roboter in China startet erst gerade (ca. seit 1. Juli); heutige Videos zu beurteilen sei wie KI von 2010 zu bewerten – ChatGPT 3.5 halluzinierte vor drei Jahren auch noch (00:07:59 – 00:08:30). Nach hinten kontrolliert hinfallen kostet viel Körperkraft und ist Feature späterer Generationen, nicht Kernfunktion (00:08:37 – 00:09:08). Buchmotiv: Wir sind von "Unverständnis" und Schlagwortdiskussionen umgeben – etwa die Debatte, ob Roboter niemals zuschlagen dürfen (was scheitert, wenn ein Hund das Baby angreift) (00:09:16 – 00:10:04). Weitere Beispiele reflexhafter Debatten: "Bücher nur im Laden", Bargeld-Diskussionen, Tempolimit bei 160 als Scheinkompromiss (00:10:10 – 00:11:02). These 1: Humanoide kommen bald (00:11:10 – 00:13:21)Gassner nennt die von Perplexity formulierte erste These: Humanoide kommen nicht irgendwann, sondern bald – ein unmittelbar bevorstehender Umbruch (00:11:23 – 00:11:38). Zahlenbasis China: letztes Jahr ca. 5.000–10.000 Einheiten, laut chinesischen Angaben 100.000 in diesem Jahr, danach Richtung 500.000 (00:11:51 – 00:13:21). Hersteller: Xpeng (Iron Man), UBTECH, Unitree (derzeit wohl größter); Roboterhunde unter 1.000, Humanoide bis 80.000–90.000, Spezialvarianten teurer (00:12:10 – 00:12:50). Warum Haushalt zuletzt kommt (00:13:21 – 00:15:54)Umfrage: 68 % der Deutschen könnten sich für 5.000 € einen Haushaltsroboter vorstellen (00:13:30 – 00:13:48). Dueck hält Hausarbeit für das Schwierigste: individuelle Ordnungswünsche, Reihenfolgen, Benimmregeln lassen sich nicht durch Zuschauen lernen (00:13:48 – 00:14:25). Zusätzlich Regulatorik: TÜV-Siegel für Herdplatten, elektrische Zertifizierung, Wasserkontakt (00:14:25 – 00:14:47). Realistischer Start: Routinearbeiten wie Spargelstechen oder Regale einräumen – auch das nicht trivial (Verfallsdatum, "spiegeln", Neuware nach hinten), wo Menschen oft an Qualitätsbewusstsein scheitern (00:15:02 – 00:15:54). Infrastruktur-Argument am Beispiel chinesischer Autos (00:15:54 – 00:19:36)Einwand "es sind ja keine chinesischen Autos auf der Straße": Marktanteil erst ca. 5 %, weil Infrastruktur (Händler, Werkstätten, Batteriewartung, Ladesäulen, Marketing) unterschätzt wird (00:16:04 – 00:18:03). Nio bietet Swap-Stations für Batteriewechsel; in China fahren zunehmend Elektro-LKW statt der prognostizierten Wasserstoff-Laster (00:17:11 – 00:17:41). Fallstudie Leapmotor: zu 51 % bei Stellantis, steht im Verkaufsraum neben Opel/Fiat/Citroën – Kunden probieren die Konzernmarken und nehmen dann den Leapmotor; Stellantis habe sich womöglich "ins Knie geschossen", der befragte Händler will es nicht kommentieren (00:18:12 – 00:19:18). Übertrag: Roboter sieht man heute kaum, der Zustand in fünf Jahren ist trotzdem absehbar; Xiaomi hat mit acht großen deutschen Händlern ein Vertriebsabkommen (00:19:18 – 00:19:52). Vertriebswege und Markenloyalität (00:19:52 – 00:21:29)Roboterverkauf über Autohäuser sieht Dueck nicht als den Weg; eher über Konzerne wie Xiaomi mit bestehender Kundenbasis (100 Mio. Handykunden), die vom Handy über das Auto bis zum Roboter verkaufen (00:19:58 – 00:20:44). Kritik an geschlossenen Ökosystemen: ein Samsung-Herd lässt sich nur mit Samsung-Handy steuern – "komplett gaga", weil niemand das Handy passend zum Herd kauft (00:20:52 – 00:21:29). Deutsche Talent- und Managementschwäche (00:21:29 – 00:25:06)Verweis auf Neura Robotics in Metzingen, das gezielt Spitzenkräfte einstellt (00:21:42 – 00:21:59). Zitat sinngemäß: Weltweit gäbe es rund 10.000 Leute mit echter KI-Ahnung, davon ca. 200 in der eigenen Firma (00:22:11 – 00:22:30). Deutsche Industrie startet stattdessen "mit 1.000 abgebrochenen Vordiplomstudenten"; Spitzenleute für rund eine Million im Jahr gelten als undenkbar (00:22:30 – 00:22:57). Widerspruch: Beim Management wird Exzellenz selbstverständlich verlangt, in der Technik glaubt man, Masse und "eine Programmiersprache gelernt" genügten (00:22:57 – 00:23:46). Analogie: Wie bei Schule und Medizin hält jeder sich in IT für kompetent, weil er den Startknopf kennt – dabei müsse ein Windows mit allen Apps und Zugängen erst konzipiert werden (00:23:54 – 00:25:06). These 2: Humanoide erledigen Tätigkeiten effizienter (00:25:06 – 00:29:11)Erste Einsatzfelder: Fabrik und Logistik, nicht Haushalt (00:25:20 – 00:25:39). Xiaomi baut im dritten Jahr ca. 500.000 Autos mit rund 10.000 Mitarbeitenden – hochgerechnet 10 Mio. Autos mit 200.000 Leuten, während VW 600.000 Beschäftigte hat (00:25:39 – 00:26:24). "Dark Factories" ohne Licht und Menschen, etwa in der Handyproduktion; die verbleibenden Menschen braucht man für Logistik – Autos vom Band nehmen, verladen, wegfahren: genau das können Humanoide übernehmen (00:26:31 – 00:27:20). Training per Motion Capture: Analogie zum Gollum-Sensoranzug in "Herr der Ringe", wo eine Spezialkamera plus KI die Bewegung direkt überträgt (00:27:20 – 00:28:19). Kooperation Bosch mit Neura Robotics; in China ganze Trainingszentren und -hallen, in denen menschliche Bewegungen für Fabrikjobs eingespeist und per Kamera an Roboter weitergegeben werden (00:28:26 – 00:29:11). Deutsche Verachtung vs. chinesische Begeisterung (00:29:11 – 00:32:34)Deutsches Narrativ: sorgfältige, sichere Qualität – daraus folgt Verachtung für chinesische Roboter, die Kickboxen oder tanzen (00:29:17 – 00:29:40). Dueck deutet das anders: Chinesische Kultur schätzt solche Demonstrationen, die Regierung fördert "Schnickschnack" wie Balletttanzen, um Begeisterung für die neue Zeit zu erzeugen (00:29:40 – 00:29:59). In Deutschland dominiert die Frage "wollen wir das überhaupt" und die Arbeitsplatzangst – obwohl ca. 10 Millionen Arbeitsplätze demografisch ohnehin wegfallen (00:29:59 – 00:30:39). Widerspruch im deutschen Diskurs: gleichzeitig Fachkräftemangel und Entlassungsankündigungen über acht Jahre (00:30:39 – 00:31:05). Kernkritik: BWL kann optimieren und Arbeitsplätze abschaffen, aber nicht Neues anfangen – "das Alte schaffen wir brav, aber wir schaffen nichts Neues" (00:31:05 – 00:31:55). China hat durch die Ein-Kind-Politik eine alte Bevölkerung und braucht Roboter zwingend; daher mehr Zug. Buchfrage: "Wollt ihr Roboter oder Zuwanderung oder beides?" (00:32:03 – 00:32:34) These 3: Die Kränkung des Menschen (00:32:34 – 00:34:54)Zentraler Konflikt laut KI-Zusammenfassung: nicht technische Machbarkeit, sondern die menschliche Kr

  4. Aug 11

    Bernd Gundlach: KI-Vibecoding im Handwerk #how2ai

    >>> audio *** Du möchtest dich zum Vor-Ort-KI-Tag in Stockach bewerben? Bitte melde dich unter dem Betreff „UKKI" (Unternehmenskreis KI) bei og@ogok.de Mit folgenden Infos: - Name - Handynummer (nur wenn sich am Event kurzfristig was ändert) - Unternehmen - MA-Anzahl (incl.: davon 'dauerhaft am Schreibtisch') - Idealer Wochentag für einen KI-Tag in Stockach (so ab ca 13/14 Uhr) - KI-Herausforderung oder KI-Vorerfahrung  Plan: - Wir arbeiten einen Tag lang an den KI-Herausforderungen von Unternehmen und setzen direkt vor Ort eine erste funktionierende Umgebung per Vibe-Coding für dich um. Zeitslot ca. je Unternehmen: 45 min (das kann dann noch reserviert werden) - max. 2 Personen je Unternehmen - Unternehmensgröße ab 5 (ideal: ab 20) bis 100 (ideal: bis 70) - technische Umgebung wird initial gestellt - Catering auch - jede/r kann bei den anderen mit zuhören/mitlernen - wir sichten die Bewerbungen und wähen für dei erste Runde passende Unternehmen aus Vorabinfo: Wir werden wahrscheinlich eine Schutzgebühr von ca. 49 EUR einplanen. *** - Podcast-RSS für alle Podcast-Apps: https://feeds.feedburner.com/ogokpodcast - Spotify: https://open.spotify.com/show/00n8s2qYAgwzJQkmRGjjNA  - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/oliver-gassner-work-smarter-not-harder/id1481175623 - Youtube-Video: https://www.youtube.com/@OliverGassner   Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke. AI-Summary: Netzstimmen Podcast – "How to AI" mit Bernd Gundlach (handwertig)Gastgeber: Oliver Gassner Gast: Bernd Gundlach, Unternehmer bei handwertig (Sanitär- & Malermeisterbetrieb) in Stockach, angestellt als Prokurist bei einem Immobilienunternehmen Kernaussagen der Episode: Eine Handwerksfirma mit ~18 Mitarbeitenden hat mithilfe von KI (ChatGPT für Konzeption, Claude für Entwicklung) in wenigen Monaten (September 2025–heute) eine eigene, maßgeschneiderte Unternehmenssoftware für Personal-, Fahrzeug- und Auftragsmanagement gebaut. Die Software spart rund 15.000 €/Jahr gegenüber vorherigen Software-Lizenzen ein, bei Gesamtentwicklungskosten von ca. 12.000–13.000 € (ohne Eigenzeit). KI wird im laufenden Betrieb bewusst nur sparsam eingesetzt (Textoptimierung, ein Voice-Agent), nicht für alle Prozesse. Der Fokus liegt auf Anomalie-Erkennung statt Vollüberwachung, um Mitarbeitende nicht zu gängeln und arbeitsrechtliche Grenzen einzuhalten. Statt die Software zu verkaufen, plant Bernd Gundlach, Lasten-/Pflichtenhefte und Beratung in einem "Peer Boosting"-Format anderen Unternehmen (ab 5, besonders 50–150 Mitarbeitende) zugänglich zu machen – geplantes Treffen in Stockach, voraussichtlich Oktober 2026. Vorstellung und Kennenlern-Geschichte (00:00:00–00:04:17)Oliver begrüßt Bernd zur Folge "How to AI" des Netzstimmen Podcasts (00:00:00). Bernd stellt sich vor: Unternehmer und sozialversicherungspflichtig Angestellter, beschäftigt sich in der Freizeit mit KI-Prozessen zur Alltagserleichterung (00:00:18). Beruflicher Werdegang: kaufmännische Ausbildung im Fahrzeugbau, danach Wechsel in die Softwareentwicklung bei Jens Birkant (Kam Go) (00:00:50–00:00:59). Kennenlerngeschichte: erste Begegnung beim Arbeitgeber, dann beim "Digitalen Donnerstag" (Netzmontag-Pendant), schließlich beim BarCamp Bodensee (00:00:59–00:01:23). Handwertig und die Location Green Places (00:01:30–00:04:17)Handwertig ist ein Handwerksunternehmen (Sanitär- und Malermeisterbetrieb, Elektrik extern), entstanden aus Bernds Erfahrung als Bauprojektleiter bei einem Immobilienunternehmen, wo Transparenz und Fair Play bei Handwerkern oft fehlten (00:01:38–00:02:10). Aktuell 18 Mitarbeiter, davon 11 in Vollzeit (00:02:18–00:02:25). Standort: Green Places in Stockach – ein nachhaltig aus Holzständerbauweise errichteter Businesspark mit drei Ebenen für Kleingewerbe (KFZ-Werkstatt, Handwerk, Segelmacher, Fensterbau/Wintech, Autoaufbereiter u.a.), der eine starke branchenübergreifende Community bietet (00:02:44–00:03:58). Entstehung des Podcast-Termins: Bernd hielt bei einem Community-Event einen Vortrag über KI im Handwerk, der Oliver überzeugte (00:04:00–00:04:17). Ausgangslage: Warum Eigenentwicklung einer Software? (00:04:17–00:07:57)Anlass: Ab ca. 10–11 Mitarbeitern gab es keine Übersicht mehr, wer wohin zur Baustelle fährt; Organisation lief über Excel-Tabellen, da es keine passende Branchensoftware gab (00:04:46–00:05:19). Anfangs Organisation über Asana als To-Do-Liste (00:05:37–00:05:54). Bernds Hintergrund im industriellen Qualitätsmanagement (ISO, standardisierte Prozesse) prägte sein Prozessdenken (00:05:54–00:06:21). Vorgehen: Urlaub genommen, alle betrieblichen Prozesse analysiert und in einem Lastenheft dokumentiert (Wochenplan, Sicherheitsdatenblätter, Unterweisungen etc.), dann modulweise in eine Software umgesetzt (00:06:30–00:07:03). Mittlerweile Fokus nicht mehr auf neuen Modulen, sondern auf Optimierung bestehender Abläufe mit den gesammelten Daten – Beispiel: unterschiedliche Zeitbedarfe von Malern vs. Sanitärleuten führten zu neuer Lagerorganisation und Packlisten (00:07:11–00:07:50). Regulatorik, Unterweisungen und Alltagsorganisation (00:07:57–00:09:12)Nicht alle Anforderungen von Berufsgenossenschaft, TÜV, Handwerkskammer oder Gesetzgeber (z. B. EU AI Act, Unterweisungspflicht ab 18.8., dass Mitarbeitende keine Kundendaten in KI hochladen dürfen) lassen sich perfekt proaktiv erfüllen, aber die Firma hat dies im Juli bereits automatisiert umgesetzt (00:08:05–00:08:39). Bernds Alltag: 50 % angestellt, 50 % Unternehmer, plus Familie – erfordert Überblick, um alles unter einen Hut zu bekommen (00:08:47–00:09:03). Oliver erzählt, wie er über LinkedIn auf Bernd aufmerksam wurde (00:09:03–00:09:33). Die Software im Detail: Zeiterfassung, Fahrzeuge, Rüstzeiten (00:09:33–00:12:57)Terminal im Eingangsbereich statt Handy-App fürs Einchecken; wichtig: keine neue Bürokratie und kein Gängeln der Mitarbeitenden, arbeitsrechtlich auch keine lückenlose Überwachung erlaubt (00:09:42–00:10:17). Digitale Fahrtenbücher/Dongles in den Fahrzeugen erfassen Abfahrtszeiten, Zuweisung zu Baustellen und Verantwortlichkeiten (00:10:17–00:10:44). Auswertung möglich: Zeit zwischen Einstempeln und Abfahrt = Rüstzeit oder ineffiziente Zeit, die man beobachten und optimieren kann (00:10:44–00:11:14). Checkout-System mit RFID/FD-Klebern für Werkzeuge (Material noch nicht erfasst, aber auftragsbezogen zugeordnet); ermöglicht Nachverfolgung von Werkzeugeinsatz (z. B. Schleifgeräte) für Kalkulation (00:11:14–00:12:04). Ethischer Rahmen wichtig: Mitarbeitende sind Menschen, keine Maßregelung; Kunden werden nicht ausgenutzt, auch wenn mehr Daten mehr Abrechnungsmöglichkeiten böten (00:12:04–00:12:35). Fokus liegt auf Anomalien statt Totalüberwachung: Nur Abweichungen vom Standard werden gemeldet, z. B. wenn eine Fahrt nach Konstanz plötzlich eine Stunde länger dauert – mögliche Gründe: Stau, nicht erfasste Zusatzbaustelle, private Erledigung (00:12:35–00:13:14). Ressourcenschonender Überblick durch Anomalie-Fokus statt Detailkontrolle (00:13:14–00:13:39). KI-gestützte Auswertung und Einsatzplanung (00:13:39–00:15:39)Bis letztes Jahr wusste man nur grob, wie lange Aufgaben dauern; jetzt lässt man Erfahrungswerte KI-gestützt auswerten, um Zusammenhänge zu erkennen (z. B. Eckventil + Wasserschaden gehören zum selben Gewerk) und Dauer ähnlicher Arbeiten vorherzusagen (00:13:51–00:14:14). Beim Anlegen eines neuen Tasks gibt das System automatisch Zeitempfehlungen basierend auf Team, Ort, Jahreszeit, Wetter, Fahrzeug und Teamzusammensetzung (00:14:14–00:14:31). Seit letzter Woche: Eingehende Tickets (z. B. Wasserschaden von Hausverwaltung) erhalten automatisch eine Personalempfehlung basierend auf gesammelten Daten (nicht KI-generiert, sondern datenbasiert) – Beispiel: Ein Maler in der Nähe, der schon einmal unter Anleitung Wasserschäden bearbeitet hat, wird vorgeschlagen, statt den Sanitärmeister von einer Großbaustelle abzuziehen (00:14:39–00:15:27). Ergebnis: Effizienzsteigerung durch Skill-basierten statt ausbildungsbasierten Personaleinsatz (00:15:27–00:15:39). Kompetenzmatrix (00:15:39–00:17:12)Eine umfassende Skill-/Kompetenzmatrix erfasst, wer was kann – zu komplex, um von einem Menschen allein überblickt zu werden, aber von der Software in Sekunden durchsuchbar (00:15:39–00:16:04). Matrix wird gemeinsam mit Mitarbeitenden gepflegt und berücksichtigt nicht nur Können, sondern auch Präferenzen (z. B. ein Maler mag lieber Tapezieren statt Spachteln) (00:16:04–00:17:03). Beispiel: Ein Fachinformatiker zog bessere Silikonfugen als der gelernte Maler/Sanitär – Learning: Talent zählt mehr als formale Ausbildung (00:16:19–00:16:44). Technischer Aufbau der Software (00:17:53–00:20:47)Ursprung: Lasten-/Pflichtenhefte wurden zunächst mit ChatGPT erstellt und modulweise strukturiert (Wochenübersicht, Mitarbeiterverwaltung, Fahrzeugverwaltung, Dongles) (00:18:17–00:18:33). Für die eigentliche Programmierung wechselte man zu Claude; Webserver bei DigitalOcean, eingerichtet in einem Docker-Container, Versionierung über ein Git-Repository (00:18:33–00:19:03). Technologiebasis: PHP, MySQL, HTML, CSS – bewusst einfach gehalten (00:19:10–00:19:29). Anfangs wurden Code-Reviews von einem indischen Entwicklungsteam für rund 17 $/Stunde (zu zweit) durchgeführt, bis die KI selbst in der Qualität überlegen wurde; inzwischen macht das Team die Code-Reviews selbst in einem separaten Prozess, u. a. auf Sicherheitslücken und Login-Anomalien (00:19:45–00:20:22). Cloudflare (Tipp von Jens Birkant) ist vorgeschaltet, um Angriffe zu filtern – laut Cloudflare sind ca. 70 % des Webtraffics inzwischen Bots (00:20:31–00:20:59). Kosten und ROI (00:20:59–00:24:41)Für die Entwicklung nutzt Bernd das "M

  5. Jul 21

    Sascia Wegner - wie geht Branding - Netzstimmen

    Audio   Die Aufnahme ist ein Gespräch zwischen Oliver Gassner („Netzstimmen“) und Markenexpertin Sascia Wegner über Personal Branding für Solo­selbstständige, das stark praxisnah und werteorientiert geführt wird.paste.txt 00:00:00 – Einstieg und VorstellungOliver begrüßt die Zuschauer, stellt sich als Host der „Netzstimmen“ vor und kündigt an, künftig gleich am Anfang klar zu sagen, in welchem Format man sich befindet. Er stellt Sascia Wegner vor und bittet sie, sich und ihre Arbeit zu erklären.paste.txt Sascia beschreibt sich als „Brandfetischistin“, die Solo­selbstständige – überwiegend Frauen – dabei begleitet, ihre Marke gemeinsam mit ihr zu entwickeln. Der Prozess reicht von der Identitätsfrage („Wer bin ich / wer will ich als Unternehmerin sein?“) bis hin zum fertigen Logo, inklusive Positionierung, Zielgruppenklarheit und Kommunikationsstil.paste.txt 00:03:20 – Warum „Wer bin ich?“ so zentral istOliver greift das Thema Identität mit einem Verweis auf „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ auf und nutzt es als Sprungbrett zum Thema Authentizität. Er stellt provokativ die Frage, warum es überhaupt wichtig ist, die eigene Persönlichkeit so stark in die Marke zu integrieren – es gäbe ja auch Geschäftsmodelle, bei denen die Person scheinbar zweitrangig ist.paste.txt Sascia erklärt, dass sie vor allem mit Solo­selbstständigen im Dienstleistungsbereich arbeitet, die in extrem gesättigten Märkten unterwegs sind (Coaches, Berater:innen, Trainer:innen etc.). Gerade dort biete oft „gefühlt jeder dasselbe“ an, weshalb die Persönlichkeit hinter der Marke zum entscheidenden Differenzierungsfaktor wird.paste.txt 00:05:00 – Persönlichkeit als Kern der MarkeOliver benennt seine „Markenphilosophie“: Hinter einer guten Brand muss die echte Persönlichkeit liegen, denn bloßes Design oder eine „Maske“ reicht nicht. Sascia konkretisiert: Eine gute Marke besteht nicht nur aus dem, was man nach außen sieht (Logo, Farben, Instagram-Posts, Website), sondern aus der Übereinstimmung von Auftritt und tatsächlichem Verhalten.paste.txt Sie zeigt das an einem Beispiel: Wenn ein Fitnesscoach online sehr empathisch und freundlich wirkt, im direkten Kontakt aber militärisch-rigoros agiert („Bootcamp“, Druck, Kontrolle), entsteht ein Bruch, der zur Unzufriedenheit und oft zum Abbruch der Zusammenarbeit führt. Daher sei es „aus dieser Perspektive sehr sinnvoll, sich so zu zeigen, wie man ist“, statt eine gestylte Fassade zu pflegen.paste.txt 00:07:20 – Persönlichkeitsdimensionen und SelbstverortungOliver fragt, welche konkreten Faktoren in die Brand-Persönlichkeit hineinspielen und lädt die Zuhörer:innen ein, sich selbst einzuordnen. Sascia skizziert verschiedene Gegensatzpaare, in denen man sich positionieren kann: emotional vs. sachlich, akademisch vs. handlungspragmatisch, perfektionistisch vs. „gut genug ist gut genug“, maskulin vs. feminin, hochintellektuell vs. leicht verständlich.paste.txt Sie betont, dass keines dieser Pole per se positiv oder negativ ist, sondern unterschiedliche Menschen anspricht. Wichtig sei, zu verstehen, auf welche Art von Persönlichkeit die eigenen Wunschkund:innen reagieren – etwa ob sie studien- und faktenorientierte Coaches oder eher verständnisvolle, emotionale Begleitung bevorzugen.paste.txt 00:09:20 – Matching von Dienstleister und Kund:innenOliver berichtet, dass er bei Empfehlungen nicht nur auf Preis und Leistungsumfang schaut, sondern bewusst versucht, Persönlichkeit und Arbeitsweise zu „matchen“. Er illustriert das mit Beispielen: Ein Webdesigner, der sonst Konzernwebsites baut, passt selten zu einer Einzel­selbstständigen, und umgekehrt.paste.txt Er erzählt von eigenen „Missmatches“ – Projekten in Konzernen, in denen mehr Politik als fachliche Arbeit gefordert war, was ihm überhaupt nicht entsprach. Sascia ergänzt, dass zufriedenstellende Zusammenarbeit immer aus zwei Seiten besteht: dem zufriedenen Kunden und der zufriedenen Dienstleisterin. Wer wiederholt mit Kund:innen arbeitet, bei denen man innerlich denkt „Himmel, jetzt muss ich wieder eine Stunde quatschen und am Ende machen sie ohnehin das Gegenteil“, wird weder gute Ergebnisse noch langfristige Freude an der Arbeit haben.paste.txt 00:12:20 – Braucht man überhaupt eine Brand?Oliver stellt bewusst „blöde Fragen“ und fragt, warum es eine Brand braucht, wenn man doch ohnehin schon „ich“ ist und einfach nett in die Kamera lächeln könnte. Sascia antwortet, dass Branding vor allem das Kommunizieren und Wiedererkennbar­machen der eigenen Identität erleichtert.paste.txt Sie differenziert: Nach einer Gründung, wenn jemand noch stark am Ausprobieren ist, empfiehlt sie oft nicht sofort in Branding zu investieren. Stattdessen rät sie zu grundlegenden Reflexionsfragen („Wer bist du? Was willst du machen? Mit wem möchtest du arbeiten?“) und dazu, mit potenziellen Wunschkund:innen live und online ins Gespräch zu gehen, kurze Pitches auszuprobieren und auf Reaktionen zu achten. Schon diese frühen Gespräche sind aus ihrer Sicht im Kern bereits Branding.paste.txt 00:14:20 – Was ist „Marke“ eigentlich?Oliver möchte wissen, was eine Marke ausmacht und greift das historische Bild des Brandzeichens bei Vieh auf – Kennzeichnung zur Zuordnung und Diebstahlsicherung. Sascia zitiert Jeff Bezos: „Marke ist das, was die Menschen über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist“, und ordnet das als modernen Begriff für Ruf bzw. Image ein.paste.txt Sie überträgt das auf das Dorfleben: Ein Ruf entsteht durch äußeres Erscheinungsbild (Kleidung, Frisur, Make-up), Sprache (freundlich vs. kurz angebunden, lästern vs. sachlich) und Verhalten (hilfsbereit, engagiert, anpackend oder eher passiv). Daraus leitet sie ihr Markenmodell ab: Für Solo­selbstständige sind Aussehen, Sprache und Verhalten die drei zentralen Bausteine, die zusammenpassen müssen, damit ein rundes Markenbild entsteht.paste.txt 00:18:00 – Wertearbeit als SchlüsselSascia beschreibt Wertearbeit als einen frühen und sehr greifbaren Schritt im Brandingprozess. Sie bringt das Beispiel eines Gärtners, dessen Wert „Umweltschutz“ ist: Wenn dieser Wert ernst gemeint ist, muss er sich nicht nur im sichtbaren Bereich (z.B. hochwertiger, ökologischer Dünger im Garten) zeigen, sondern auch in unsichtbaren Ebenen wie der Wahl des Stromanbieters.paste.txt Sie zeigt, wie Werte Entscheidungen erleichtern: Wenn man klar definiert hat „Ich bin umweltbewusst und das ist mir wichtig“, stellt sich nicht mehr die Frage, ob man billigen Atomstrom oder etwas teureren Ökostrom nimmt – die Entscheidung folgt aus dem Wert. Oliver erzählt dazu, dass sein eigener Stromanbieter den Energiemix ändert und er bewusst nachhaken will, da er bisher 100% Wasserkraft hatte.paste.txt 00:20:40 – Methoden zur WertefindungOliver erwähnt große Wertelisten, mit denen man arbeiten kann, ist aber skeptisch. Sascia sagt, sie habe für Kundinnen eine solche Liste, benutzt sie aber ausdrücklich als „Notfallkoffer“, nicht als primäres Werkzeug. Man könne über starke positive oder negative Reaktionen auf Begriffe (sogenannte „Antiwert“-Reaktionen) arbeiten und diese ggf. ins Gegenteil drehen.paste.txt Ihr bevorzugter Weg ist jedoch über Reflexionsfragen: Was macht für dich eine gute Woche aus? Was war dein letztes Projekt, das dich abends müde, aber überglücklich ins Bett fallen ließ? Wann musstest du zuletzt eine große Entscheidung treffen und warum hast du sie so getroffen? Sie fragt auch, was jemand bewusst mehr in sein Leben ziehen möchte – bei ihr selbst ist das Wert „Mut“, den sie aktiv kultiviert, obwohl sie sich selbst nicht spontan als mutig bezeichnen würde.paste.txt 00:23:20 – Minimanifest und gelebte WerteSascia beschreibt, dass sie ihre Werte jeweils mit 1–2 Bedeutungssätzen versieht – ein „Minimanifest“, das festhält, wie der Wert konkret im Alltag gelebt werden soll. Beispiel: Sie hat definiert, Möglichkeiten aktiv zu ergreifen und ist daher bei Netzwerk-Events die erste, die die Hand hebt, wenn Pitches gefragt sind.paste.txt So müssen Entscheidungen („Pitchen oder nicht?“) nicht jedes Mal neu gedacht werden; sie folgen den vorab definierten Werten. Sascia erzählt, dass dieser Prozess anfangs Überwindung kostete, dann aber mit jeder Wiederholung leichter wurde und sie die Entwicklung aktiv feiert.paste.txt Oliver ergänzt mit eigenen Erfahrungen zur Persönlichkeitsentwicklung: Er beschreibt, wie ihn Situationen in der Tanzschule und später bei Vorträgen gezwungen haben, Initiative zu ergreifen und öffentlich aufzutreten, was seine frühere Zurückhaltung und Introvertiertheit nach und nach transformiert hat.paste.txt 00:27:10 – Klarheit über „Was mache ich?“ und NutzenOliver verweist auf ein Banner hinter Sascia mit dem Satz: „Deine Marke, dein Design, deine gesamte Wirkung wird zu 100% aus dir kommen, denn dein Business ist dein Baby.“ Er sagt, dass zur Identitätsfrage „Wer bin ich?“ zwingend „Was mache ich?“ und „Welchen Nutzen stifte ich?“ kommen müssen und kritisiert Antworten wie „Das ist schwierig“ als Einstieg, weil das signalisiere, dass die Person selbst keinen klaren Blick auf ihr Angebot habe.paste.txt Sascia stimmt zu und betont, dass Wirkungs- und Nutzenbeschreibungen sich immer auf die Zielgruppe beziehen müssen. Man müsse wissen, mit wem man redet, welche Aufgabenstellung, Herausforderungen oder Wünsche diese Menschen haben, und was sich für sie konkret ändert, wenn sie die Dienstleistung gekauft haben.paste.txt 00:31:20 – Produkt vs. Nutzen (Autobeispiel)Oliver erklärt seinen Lieblingsansatz: Ein Produkt (z.B. Auto) über technische Eigenschaften zu beschreiben („vier Räder, Benzin, Zylinder, Farbe“) reicht nicht. Viel wichtiger sei, den Nutzen bzw. die Veränderung im Leben des Kunden zu beschreiben („Was ist anders, wenn du sein

  6. Jul 14

    Die Crux mit der Autoindustrie Gunter Dueck @ Netzstimmen

    Die Crux mit der Autoindustrie Gunter Dueck @ Netzstimmen Audio >>>> - Podcast-RSS für alle Podcast-Apps: https://feeds.feedburner.com/ogokpodcast - Spotify: https://open.spotify.com/show/00n8s2qYAgwzJQkmRGjjNA  - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/oliver-gassner-work-smarter-not-harder/id1481175623 - Youtube-Video: https://www.youtube.com/@OliverGassner   Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke. AI-Summary: Ja — hier ist die Fassung mit durchgehend Dueck statt Dück.paste.txt Einstieg und „vierte Kränkung“ (00:00:00–00:03:15)00:00:22 Oliver begrüßt Gunter Dueck, Mathematikprofessor, Ex‑IBM‑Technikchef, heute Philosoph und Speaker; Thema diesmal: Autos als philosophisches Objekt.paste.txt 00:01:05 Duecks neues Roboterbuch „Die neue Krone der Schöpfung“ erscheint im Herbst und steht für die „vierte Kränkung der Menschheit“ nach Kopernikus, Darwin und Freud – diesmal durch Maschinen.paste.txt VW, E‑Autos und Politikversagen (00:03:42–00:11:30)00:03:42 Mitte Juli 2026: VW will bis 2030 rund 100.000 Stellen abbauen, obwohl der Konzern bei E‑Autos in Deutschland stark ist – allerdings eher über Marken wie Skoda, Cupra, Seat, weniger über die Kernmarke VW.paste.txt 00:04:51 Die E‑Autoprämie sei mit etwa 10.000 Anträgen à 5.000 Euro „ein Tropfen auf den heißen Stein“; Tesla führe, BMW und Mercedes tauchten kaum auf.paste.txt 00:05:46 Rund 75% der besseren Autos und 85% der sehr teuren Neuwagen sind Dienstwagen; Dueck fragt, warum die Politik nicht einfach „Dienstwagen nur noch elektrisch“ durchgesetzt hat.paste.txt 00:10:06 Zweites Versäumnis: Ladeinfrastruktur wurde nicht konsequent von Autoindustrie oder staatlich gestützten Stromfirmen aufgebaut; in seiner Region sind zwar viele Ladesäulen vorhanden, aber „Ladesäulenangst“ bleibt ein Narrativ.paste.txt Software Defined Vehicle und deutsche Rückstände (00:11:47–00:18:39)00:11:47 VW hat seit Lopez Tausende Zulieferer, die komplette elektrische Module mit eigener Software (ECUs) liefern – das macht die heutige Software‑Umstellung extrem schwer.paste.txt 00:14:15 Tesla und chinesische Hersteller setzen auf einen zentralen Bordcomputer mit Zonencontrollern, die „dumme“ Hardware ansteuern; Software sitzt im Betriebssystem, nicht in den Teilen.paste.txt 00:15:45 Der Autokonzern muss dadurch die Gesamtsoftware selbst bauen – ein gigantischer Sprung, den deutsche Hersteller nur mühsam schaffen: BMW steckt rund 10 Milliarden in die neue Architektur, VW kauft ein Betriebssystem von Rivian.paste.txt 00:18:24 Übergangsversuche, alte ECUs mit Zusatzsoftware zu verbinden, hält Dueck für kaum beherrschbar; reale Kunden klagen über schwache VW‑Software in E‑Modellen.paste.txt Kabel, Plattformen, Xpeng und Kapazitätsabbau (00:19:42–00:23:34)00:19:42 Ford‑Chef Jim Farley bezeichnet chinesische Fabrikbesuche als „demütigendste Erfahrung“; ein Ford‑E‑Auto habe etwa eine Meile mehr Kabel als ein Tesla – Gewicht und Kosten pur.paste.txt 00:21:11 Viele deutsche Ingenieure hätten Batterien einfach an den alten Motorplatz gepackt, statt das Auto komplett neu zu denken; Tesla und China gewinnen durch konsequent neue Plattformen jeweils etwa 10% Kostenersparnis.paste.txt 00:21:53 VW beteiligt sich mit 5% an Xpeng und nutzt deren XP‑Plattform für China‑VWs – ein Zeichen, dass zentrale Technologie zugekauft wird.paste.txt 00:22:54 VW plant statt 12 nur noch etwa 10 Millionen Fahrzeuge Kapazität bis 2030; neben Mengenrückgang arbeiten sie an vielen Stellen strukturell zu teuer.paste.txt Werke, Regionen und Kündigungsgarantien (00:23:49–00:35:54)00:23:49 Statistisch wären 100.000 Stellenabbau über sechs Jahre ungefähr 5% pro Jahr und über Turnover abbildbar, aber Dueck betont: In Werksstädten wie Emden oder Zwickau gibt es kaum Alternativen, also auch kaum Fluktuation.paste.txt 00:26:11 Zwickau hängt stark an VW und Zulieferern; bei Werksschließung bräche eine ganze Region weg – nicht nur ein Unternehmen.paste.txt 00:30:11 Dueck hält lang laufende Zusagen wie „keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2029“ für fatal, weil sie flexible Anpassungen an das E‑Auto‑Beben verhindern.paste.txt 00:32:13 Eigentlich müsse man die Produktion so neu organisieren, dass statt 12 nur 10 Millionen Autos gebaut werden – am einfachsten über Werksschließungen, sozial aber hochriskant.paste.txt 00:33:16 Eine mögliche Lösung sieht er darin, Xpeng‑Autos (auf XP‑Plattform) in deutschen Werken zu fertigen, um Zulieferer und Beschäftigung zu halten – mit der Folge, dass Deutschland eher zur Werkbank Chinas wird.paste.txt Zölle, Mindestpreise und chinesischer Aufstieg (00:36:12–00:44:59)00:36:12 Viele BMW‑ und VW‑Modelle werden schon in China gebaut und beim Import mit 30–35% Zoll belegt; die Lage ist verzahnt.paste.txt 00:43:10 Liebmotor wächst rasant, exportiert rund 40% und hat Stellantis mit etwa 25% als Großaktionär – Dueck sieht darin „erste Furchen“ eines globalen Umbruchs.paste.txt 00:44:04 Die EU setze auf Mindestpreise statt Zölle: günstige chinesische Autos dürfen nicht unter einen bestimmten Preis verkauft werden; dadurch schrumpft der Zoll, und Hersteller/Händler teilen sich die zusätzliche Marge.paste.txt Autos, Roboter und Neura Robotics (00:46:03–00:48:17)00:46:03 Die neue Auto‑Elektronik ähnelt humanoider Robotik: zentrale Recheneinheit, Zonencontroller in Armen/Beinen; Autohersteller sind deshalb prädestiniert für eigene Roboter in ihren Fabriken.paste.txt 00:47:20 Neura Robotics bei Metzingen erfasst Handgriffe von Bosch‑Mitarbeitern per Motion‑Capture‑Anzügen und verkauft diese als Skills für humanoide Roboter; Dueck berichtet von Milliarden‑Vorbestellungen und hoher Bewertung.paste.txt 00:48:17 Der Neura‑Chef verlagert Forschung eher nach China, weil er dort Partner und Kunden findet, mit denen man „über Entwicklung reden“ kann – ein weiterer Hinweis auf Deutschlands Innovationsisolierung.paste.txt Narrative, Onlinehandel und Innovationsdefizite (00:50:18–01:03:11)00:50:18 Dueck erzählt von Fehlentwicklungen bei digitalen Produkten (sprechender Kühlschrank, Alexa), die trotz Aufwands wenig Nutzen bringen und aus heutiger KI‑Sicht altmodisch wirken.paste.txt 00:53:25 Er kritisiert alte Narrative („Frauen kaufen keine Schuhe online“), die durch Zalando widerlegt wurden und Schuhfilialen aus Innenstädten verdrängten, während die Branche tatenlos zusah.paste.txt 00:59:56 Global wächst der Autoabsatz um rund 5%, E‑Autos noch stärker; währenddessen senkt VW seine Kapazität – für Dueck ein Beleg massiver deutscher Fehlpositionierung.paste.txt 01:02:19 Patentstatistiken täuschen Innovationsstärke vor; Deutschland erfinde viel, setze aber wenig um – das eigentliche Problem sei die mangelnde Umsetzung, nicht der Mangel an Ideen.paste.txt Einhörner, Startups und Ausblick (01:03:52–01:10:32)01:05:33 Als bessere Innovationskennzahl nennt Dueck die Zahl der Einhörner (Startups über 1 Mrd. Bewertung) statt der bloßen Zahl geförderter Gründungen.paste.txt 01:06:08 Er kritisiert Förderlogiken (z.B. BAFA), die nahezu beliebige Startups bezuschussen, ohne die Sinnhaftigkeit hart zu prüfen.paste.txt 01:07:42 Oliver schlägt einen jährlichen Vorhersage‑Podcast mit Dueck vor, in dem Prognosen (Liebmotor, Polestar, chinesische Marken, VW) gemacht und im Folgejahr gegen die Realität gespiegelt werden.paste.txt 01:10:24 Sie schließen mit der Einsicht, dass deutsche Autohersteller gleichzeitig Software, Plattformen, Personal und internationale Kooperationen neu denken müssen – sonst werden sie zur verlängerten Werkbank fremder Konzerne.paste.txt 01:10:32 Abschiedsgruß  „Lebt lange und in Frieden. Möge der Saft mit euch sein.“ ...

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OGOK = Oliver Gassner Organisation & Kommunikation => Innovative, stressfrei arbeitende Teams und Abteilungen für Unternehmen. Profitabel vernetze und inspirierte Mitglieder für Verbände und Organisationen.