Audio >>> - Podcast-RSS für alle Podcast-Apps: https://feeds.feedburner.com/ogokpodcast - Spotify: https://open.spotify.com/show/00n8s2qYAgwzJQkmRGjjNA - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/oliver-gassner-work-smarter-not-harder/id1481175623 - Youtube-Video: https://www.youtube.com/@OliverGassner Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke. AI Summary: Einstieg und Einordnung0:02–1:25 Oliver Gassner begrüßt die Zuhörenden und stellt das Thema vor: Es geht um Barcamps. Jan erklärt, dass er seit 13 Jahren Barcamps macht und inzwischen zusätzlich eine internationale Business-Community im Berliner/Brandenburger Raum aufgebaut hat, die ebenfalls auf Netzwerk und Wissenstransfer setzt. 0:43–1:25 BNI wird als stark ergebnisorientierte Netzwerkorganisation eingeordnet, bei der nicht Kaffeetassen, sondern Aufträge gezählt werden. Das bildet einen humorvollen Kontrast zur Barcamp-Kultur. 1:30–2:06 Das Gespräch ist als zweigeteilte Folge angelegt: In dieser ersten Folge geht es um Barcamp-Kultur, offene Barcamps und ihre Grundlagen; in einer zweiten Folge soll es um den Business-Kontext gehen. Erste Barcamps und persönlicher Einstieg2:12–3:20 Jan erinnert sich an sein erstes Barcamp in Deutschland: 2006 in Berlin bei Pixelpark. Danach folgten weitere frühe Barcamps in Frankfurt/Köln und Nürnberg. Über die ersten beiden hat er damals auch einen Text geschrieben. 3:31–5:27 Beide schildern ihre anfängliche Skepsis gegenüber dem Format. Jan erzählt, dass er dennoch schnell eine Session angeboten hat, etwa zu E-Mail-Headern. Eine andere frühe Session über Weblocks und Recht dauerte sehr lange und zeigt, wie ungeplant und intensiv Barcamps damals schon sein konnten. 5:10–5:27 Es wird erwähnt, wie anders die technischen Bedingungen damals waren: Selbst als eine Session zu Ende war, war das WLAN schon ausgeschaltet. Was ein Barcamp ist6:08–7:41 Jan erklärt ein Barcamp als offenen Rahmen, in dem Menschen voneinander lernen können. Seine Kernidee: Jeder im Raum kann etwas beitragen, eine Frage stellen oder Feedback geben. 7:46–8:09 Die Aufgabe der Moderation ist es, ein Setting zu schaffen, in dem sich alle trauen, Themen einzubringen und auch Unsicherheiten oder Probleme offen zu benennen. 8:15–8:33 Oliver und Jan kündigen an, zunächst den Ablauf zu erklären und danach Geschichten zu erzählen, die die Logik des Formats anschaulicher machen. Rahmen und Organisation8:40–9:06 Aus Organisatorensicht beschreibt Jan seine Hauptaufgabe als Schaffung eines guten Umfelds: Frühstück, Kaffee, Essen, WLAN, Strom, Licht und Dach. In Kurzform braucht man seiner Meinung nach vor allem Dach, Strom und WLAN. 9:11–10:18 Der typische Start eines Barcamps wird beschrieben: Die Teilnehmenden trudeln zum Frühstück ein, erhalten Namensschilder und werden in der Regel geduzt. Das Setting soll bewusst auf Augenhöhe funktionieren. 9:55–10:18 Die Verpflegung ist pragmatisch und unkompliziert: Äpfel, Bananen, Croissants, manchmal Butter oder Marmelade. Vorstellungsrunde10:24–12:18 Nach der Begrüßung folgt die Vorstellungsrunde. Jeder nennt Name und drei Stichworte. Jan betont, dass diese Runde schnell gehen und gleichzeitig Anknüpfungspunkte schaffen soll. 11:17–12:18 Gerade Introvertierte sollen dadurch eine erste Hürde überwinden. Die Runde hilft außerdem, ein Gefühl dafür zu bekommen, wer im Raum ist und welche Interessen oder Themen vorhanden sind. 12:32–13:09 Jan empfiehlt, ein klares Beispiel auf die Folie zu setzen und zu verdeutlichen, dass fünf Worte reichen. Damit wird verhindert, dass die Runde zu lang und unstrukturiert wird. 13:14–14:07 Für Gruppen ohne Vorerfahrung empfiehlt er, einige Personen vorab zu briefen, damit die ersten Beiträge als gutes Rollenmodell dienen. 14:07–15:11 Er kritisiert, wenn Leute aus der Vorstellungsrunde kleine Reden machen, statt sich kurz zu fassen. Der Rahmen soll schnell bleiben, damit möglichst alle drankommen. Gespräch vor der Sessionplanung15:11–16:30 Oliver und Jan sprechen darüber, dass man die Vorstellungsrunde auch mit kurzen Paar- oder Kleingruppengesprächen verbinden kann. Jan ergänzt, dass er dabei gern Aufgaben gibt, etwa das eigene aktuelle Problem zu benennen und anschließend etwas Positives über die eigene Arbeit zu sagen. 16:30–16:44 So entsteht eine erste thematische Stimmung, aus der später konkrete Sessionideen werden können. Sessionplanung16:44–18:30 Nun geht es in die Sessionplanung. Jan betont, dass es nicht darum geht, ob eine Session stattfindet, sondern wo und in welcher Form. Themen können Wissenstransfer, Fragen, Ideen oder Diskussionen sein. 18:30–19:43 Die Sessionplanung wird am Tag selbst gemacht, weil nur so die Offenheit und die Energie des Formats erhalten bleiben. Vorab geplante Themen wären für Jan nicht mehr wirklich Barcamp-typisch. 19:43–20:41 Oliver und Jan unterscheiden dabei zwischen offenen Barcamps und thematischen oder Corporate Camps. In speziellen Kontexten können kurze Inputs sinnvoll sein, aber nicht als klassische Keynote mit Hierarchieeffekt. 20:41–22:03 Jan betont, dass Themen nicht abgewhlt werden. Wenn sich nur eine Person für ein Thema interessiert, bleibt es auf dem Board. Nur wenn sich niemand meldet, wird es nicht eingeplant. 22:03–23:35 Es wird diskutiert, dass eine gute Quote bei einem klassischen Barcamp ungefähr bei einem Drittel der Teilnehmenden liegt, die selbst ein Thema einbringen. Eine zu geringe Beteiligung deutet auf ein zu starres Format hin. 23:35–24:42 Jan erklärt die Faustregel zur Raumplanung: etwa ein Raum pro 10 bis 15 Personen. Zu viele Räume führen zu Sessions mit sehr wenigen Leuten, was schade sein kann. 24:42–25:54 Das Sessionboard wird live und in Papierform aufgebaut: links die Zeiten, oben die Räume. Papier ist für die schnelle Übersicht oft besser als digitale Tools, vor allem bei vielen parallelen Sessions. 25:54–26:33 Jan berichtet von Versuchen, das Board digital zu organisieren, etwa über Google Forms und Trello. Für reale Barcamps bevorzugt er aber klar die analoge Variante, weil sie schneller und flexibler ist. 26:33–27:45 Während der Sessionvorstellung sollen möglichst dieselben Wörter benutzt werden wie auf dem Zettel, damit das Thema sofort wiedererkannt wird. Wenn die Einführung schneller geht, starten die ersten Sessions einfach ein paar Minuten früher. 27:45–28:18 Nach der Sessionplanung folgt keine zusätzliche Pause, weil die Energie des Moments direkt genutzt werden soll. Geschichten aus Barcamps28:18–29:10 Jan kündigt an, nun einige Geschichten zu erzählen, die zeigen, was das Format emotional und menschlich bewirken kann. 28:39–29:10 Uwe Haug erzählt auf einem Barcamp offen von einer schweren persönlichen Krise und davon, dass er damals praktisch angekündigt habe, ihm sei das Leben um die Ohren geflogen. 29:10–30:44 Aus dieser Session entsteht eine tiefere Geschichte über Zuhören, Neugier und Unterstützung. Jan erwähnt, dass solche Räume für Menschen enorm wichtig sein können, um schwierige Situationen zu verarbeiten. 29:34–30:44 Eine weitere Geschichte betrifft Nadine, Janns heutige Frau, die anfangs keine Session anbieten wollte, sich am zweiten Tag aber doch traute und vor fast 50 Menschen sprach. 30:44–31:36 Das Barcamp wird als guter Raum beschrieben, um Bühnenpräsenz auszuprobieren und später auch in berufliche oder akademische Kontexte zu übertragen. Selbstwirksamkeit und Entwicklung31:36–33:30 Jan und Oliver sprechen darüber, dass Barcamps Selbstwirksamkeit fördern. Wer ein Thema einbringt und selbst moderiert, erlebt, dass die eigene Stimme Bedeutung hat. 33:30–33:44 Jan bringt das auf die Formel: „Ihr seid das Barcamp“ — also nicht die Organisierenden allein, sondern die Teilnehmenden machen das Event aus. 33:44–35:44 Die Organisierenden schaffen nur den Rahmen; die eigentliche Qualität entsteht durch die Menschen im Raum. Darum ist es wichtig, die Leistung der Teilnehmenden anzuerkennen und das Lob an sie zurückzugeben. Abschlussrunde und Feedback35:44–36:30 Jan erzählt von einer Abschlussrunde, in der Lob und Kritik an die Organisierenden „umgelenkt“ wurden. Er betont, dass das falsch sei: Die Inhalte und die Energie kamen von den Teilnehmenden. 36:30–37:58 Für die Abschlussrunde fragt Jan regelmäßig: Was war gut, und was kann man nächstes Mal besser machen? Dabei geht es um konstruktives Lernen statt um bloßes Meckern. 37:58–38:21 Ein konkretes Beispiel ist die Caterer-Auswahl: Wenn vegetarisches Essen nicht ernsthaft angeboten wird, ist der Caterer aus Jans Sicht nicht passend. Dokumentation und Nachhaltigkeit38:21–39:54 Das Gespräch streift die Frage, wie man Barcamp-Inhalte dokumentiert. Papier, Fotos und PDFs sind praktische Wege, um Ergebnisse festzuhalten. 39:54–41:18 Zugleich wird deutlich, dass vollständige Aufzeichnung problematisch sein kann, weil sie die Offenheit des Formats beeinträchtigen oder sensible Inhalte öffentlich machen könnte. 41:18–42:05 Jan berichtet von Experimenten mit Etherpads während der Pandemie und davon, Inhalte mithilfe von KI zusammenzufassen. Vorabend und Community42:05–43:30 Der Vorabend wird als wichtiges, aber nicht zwingendes Element beschrieben. Er hilft, ankommende Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und Hemmungen abzubauen. 43:30–44:26 Es wird darauf hingewiesen, dass Barcamps meist am Wochenende stattfinden und viele Organisierende am Montag danach erschöpft sind. Barcamp-Liste und Community-Überblick44:26–46:12 Jan spricht über seine Seite barcamp-liste.de, auf der er Barcamps sammelt, koordiniert und in einer Karte sichtbar macht. Vor Corona wurden dort über 200 Veranstaltungen pro Jahr gelistet, mittlerweile liegt die Zahl niedriger, steigt aber wieder. 46:12–47:24 Die Seite funktioniert als Community-Service; Jan versendet außerdem