Gesprächsstoff. Der Forschungspodcast der Hochschule Fulda. Für alle, die mitreden wollen.

Hochschule Fulda

In „Gesprächsstoff“ spricht unsere Moderatorin Mariana Friedrich mit Wissenschaftler*innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und an der Forschung beteiligten Studierenden über ihre Forschungsprojekte. Warum untersuchen sie, was sie untersuchen? Wieso sind diese Themen für uns als Gesellschaft interessant? Welche Impulse für die eigene Positionierung und für die öffentliche Debatte können wir daraus mitnehmen? „Gesprächsstoff“ erscheint während der Vorlesungszeiten im zweiwöchigen Turnus mit jeweils sechs Episoden.

  1. Gesprächsstoff Episode 61 | Was sind Gesellschaftsverträge und wofür brauchen wir sie?

    4d ago

    Gesprächsstoff Episode 61 | Was sind Gesellschaftsverträge und wofür brauchen wir sie?

    Wir gehen wählen, die Verfassungen geben uns den Rahmen unseres Zusammenlebens vor und der demokratische Diskurs ist lebendig. Dennoch ist in ganz Europa die Demokratie unter Druck geraten. Vertrauen schwindet, soziale Ungleichheit wächst und politische Konflikte scheinen kaum mehr lösbar. Ein Lichtblick: der Regierungswechsel in Ungarn nach den Wahlen im April.  Klar ist: Die ungeschriebenen Regeln, auf denen die EU-Länder basieren, verändern sich. Ist die Demokratie im Niedergang begriffen? Sind die Veränderungen vielleicht nur Ausdruck eines Wandels? Und was tun, um die Demokratie, vor allem in der liberalen Ausprägung, zu stärken?  Im Horizon-Europe-Projekt "Continuous Construction of Resilient Social Contracts through Societal Transformations", kurz CO3, untersucht ein Forschungsteam um die Fuldaer Demokratie- und Europaforscherin Professorin Dr. Claudia Wiesner die Grundlagen und Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Das Team ist Teil eines europäischen Forschungskonsortiums aus neun EU- und drei Nicht-EU-Ländern. Gemeinsam erarbeiten die Forschenden Zukunftsszenarien, wie sich die aktuellen Gesellschaftsverträge angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit politisch und sozial widerstandsfähiger entwickeln lassen. Darüber spricht Moderatorin Mariana Friedrich in dieser Folge mit Professorin Claudia Wiesner. Weitere Informationen zur Folge: Webseite Claudia WiesnerHorizon Project CO3Wir freuen uns über Feedback an: ⁠⁠gespraechsstoff(at)hs-fulda.de⁠⁠.

    52 min
  2. Gesprächsstoff Episode 060 | Wieso müssen wir über geringfügige Beschäftigung sprechen?

    May 20

    Gesprächsstoff Episode 060 | Wieso müssen wir über geringfügige Beschäftigung sprechen?

    Die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU ist ein hohes Gut. Sie erlaubt allen EU-Bürger*innen innerhalb der Mitgliedstaaten zu arbeiten und sichert Arbeitnehmer*innen in Bezug auf ihre Arbeit Gleichbehandlung, Gleichbeschäftigung, gleiche Vergütung und gleichen sozialen Schutz zu. Doch es gibt einen Knackpunkt: Wie bewerten die Mitgliedstaaten in diesem Zusammenhang die geringfügige Beschäftigung? Wer in einem anderen EU-Land als seiner Heimat geringfügig beschäftigt ist, fällt in eine Grauzone. Das schaut sich Jana Bub in ihrem Dissertationsvorhaben „Zwischen Gleichbehandlung und Leistungsausschluss“ an. Was dabei das Problem ist, und warum diese Frage uns alle angeht, das bespricht Moderatorin Mariana Friedrich mit ihr in dieser Folge.  Weitere Informationen zur Folge: Jana Bub auf der Webseite der Hochschule FuldaGesetzestexte: Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (insbesondere Art. 45, 21 und 18)Arbeitnehmerfreizügigkeitsverordnung (insbesondere Art. 7)Unionsbürgerrichtlinie (insbesondere Art. 7 und 24)Weiterführende Literatur: Alagöz-Gessler et al./EU-Gleichbehandlungsstelle (Hrsg.), Rechtlich gleichgestellt – praktisch benachteiligt? EU-Zugewanderte in Deutschland, Studie 2026Leko et al./Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Hrsg.), Diskriminierung von Menschen  aus dem östlichen Europa. Das Jobcenter als Schnittstelle zwischen Arbeitsmarkt und Wohlfahrtsstaat, Studie 2025Collischon et al., Minijobs in Kleinbetrieben: Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird verdrängt, IAB-Forum 2021

    38 min
  3. Gesprächsstoff Episode 056 | Wie entsteht Wissen?

    Mar 25

    Gesprächsstoff Episode 056 | Wie entsteht Wissen?

    Wissen ist eine der wichtigsten Ressourcen für unsere Demokratie. Wer Fakten einordnen kann und demokratische Prozesse versteht, kann unser Zusammenleben aktiv mitgestalten. Doch wie entsteht Wissen? Und wer ist an der Entstehung beteiligt? Klar, die Forschung versorgt uns mit Fakten. Wissensproduktion war lange Zeit ihr Terrain. Dieses Terrain ändert sich gerade. Wir sind auf dem Weg zu einer Demokratisierung des Wissens. Mit Ilker Ataç und Michaela Moser spricht Moderatorin Mariana Friedrich darüber, was das genau heißt und wie sich das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft durch neue, kollaborative Formen der Wissensproduktion verändert. Ilker Ataç ist Professor  für Politik in der Sozialen Arbeit am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Fulda. Michaela Moser ist Professorin für Soziale Arbeit am Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung der Hochschule St. Pölten.  Die beiden engagieren sich in der Europäischen Hochschulallianz E³UDRES², deren Ziel es ist, ländliche Regionen zu vernetzen und ihre Entwicklung in smarte und nachhaltige Regionen zu unterstützen. Momentan arbeiten Ilker Ataç und Michaela Moser gemeinsam am Thema Kollaborative Wissensproduktion, zu dem sie eine Buchveröffentlichung Ende 2026 planen. Weitere Infos zur Folge: ⁠Ilker Ataçs Profil auf hs-fulda.de⁠Michaela Mosers Profil auf ustp.atE³UDRES² an der Hochschule FuldaForschungsfeld Transnationale soziale Sicherung in der Migrationsgesellschaft des DIFISWir freuen uns über Feedback an: gespraechsstoff(at)hs-fulda.de.

    39 min
  4. Gesprächsstoff 054 | Wie können wir mit sozialer Nachhaltigkeit den Herausforderungen unserer Zeit begegnen?

    04/02/2025

    Gesprächsstoff 054 | Wie können wir mit sozialer Nachhaltigkeit den Herausforderungen unserer Zeit begegnen?

    Wir alle spüren die Veränderungen im gesellschaftlichen Zusammenhalt. Doch das bietet auch die Chance, neu zu denken: Wie gestalten wir ein faires und nachhaltiges Zusammenleben? In der letzten Gesprächsstoff-Folge der aktuellen Staffel sprechen Professorin Dr. Bettina Stoll und Moderatorin Mariana Friedrich über die oft übersehene Dimension der sozialen Nachhaltigkeit, die fester Bestandteil des Konzeptes nachhaltiger Entwicklung ist. Gemeinsam diskutieren sie, was soziale Nachhaltigkeit wirklich bedeutet und welche Ansätze wir verfolgen können, um in einer sich wandelnden Welt stabile und gerechte Gemeinschaften zu schaffen. Welche Rolle spielen Individuen? Wie können wir als Gesellschaft auf die Herausforderungen unserer Zeit reagieren? Und was sagt die Wissenschaft? Mehr Infos zur Folge: Bettina Stoll auf LinkedInBettina Stoll auf der Seite der HS FuldaLiteratur: Stoll, Bettina (in Vorb.): Betriebliche Sozialarbeit und unternehmerische (soziale) Nachhaltigkeit, in: Schneiders, Katrin (Hrsg.): Betriebliches Sozialmanagement. Sozialpolitik und Soziale Arbeit in Unternehmen. Springer VS.Stoll, Bettina., & Herrmann, Heike. (Eds.). (2020). Corporate Social Responsibility – Impulse aus der und für die Profit- und Sozialwirtschaft: Verantwortung und Nachhaltigkeit (1st ed.). Verlag Barbara Budrich. https://doi.org/10.2307/j.ctvzsmcds Baumgartner, Edgar, Klein, Michael und Stoll, Bettina (2020): Betriebliche Soziale Arbeit und Soziale Gerechtigkeit, in: Badura, Bernhard/Ducki, Antje/Schröder, Helmut [u.a.] (Hrsg.): Fehlzeiten Report 2020 - Gerechtigkeit und Gesundheit. SpringerVerlag.In Vorbereitung: Fachbeitrag zur Relevanz und Ansatzpunkten sozial nachhaltiger Entwicklung in und durch NPO.Ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen/Organisationen:"We Impact“ - https://we-impact.de/ (Entwicklung gefördert durch BMUV) Foto: Tobias Büttner Wir freuen uns über Feedback an: gespraechsstoff(at)hs-fulda.de.

    45 min

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In „Gesprächsstoff“ spricht unsere Moderatorin Mariana Friedrich mit Wissenschaftler*innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und an der Forschung beteiligten Studierenden über ihre Forschungsprojekte. Warum untersuchen sie, was sie untersuchen? Wieso sind diese Themen für uns als Gesellschaft interessant? Welche Impulse für die eigene Positionierung und für die öffentliche Debatte können wir daraus mitnehmen? „Gesprächsstoff“ erscheint während der Vorlesungszeiten im zweiwöchigen Turnus mit jeweils sechs Episoden.

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