global melange

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Eine Melange aus Zukunft, Technologie, Gesellschaft, Kultur, Kunst, Kreativität und mehr…

  1. Jul 30

    #1 Deutsche Medien und das Technologieparadoxon

    Dieser Episode thematisiert das deutsche Technologie-Paradoxon, welches durch eine ausgeprägte Skepsis gegenüber ausländischen Innovationen bei gleichzeitigem Stolz auf traditionelle heimische Industrien geprägt ist. Besonders im Bereich der Künstlichen Intelligenz und des autonomen Fahrens neigen Medien und Gesellschaft dazu, neue Entwicklungen durch Risikofokussierung und pessimistische Untergangsszenarien abzuwerten. Diese tief verwurzelte „Future Angst“ führt dazu, dass Deutschland digitale Trends oft als bloßen Hype abtut und dadurch den globalen Anschluss verliert. Eine Sentimentanalyse von Beiträgen führender Medien wie der Spiegel, manager magazin oder das Handelsblatt ergab, dass diese vorwiegend Ängste schüren und negativ über neue Technologien berichten. Das wirkt sich auf Entscheidungsträger und Führungskräfte aus. Sie glauben an einen Hype, an die Unzulänglichkeiten und Risiken der Technologie, und warten stattdessen auf die Perfektion und Risikominimierung. Nur schläft die Konkurrenz nicht. Stattdessen wird eine mutigere Führungskultur und praktische Anwendungserfahrung gefordert. Nur durch den Abbau von Vorurteilen und eine positive Vision könne der technologische Rückstand gegenüber dem Silicon Valley oder China aufgeholt werden. Eine fortwährende negative Medienberichterstattung gefährdet den Wirtschaftsstandort langfristig. Dieser Podcast basiert auf den folgend Artikeln: Das deutsche Technologie-Paradoxon Macht Der Spiegel uns dumm? Tödliche Ängste: Wie Medien unsere Zukunft verkacken Wie negativ berichten Journalisten über KI? Wie negativ ist die KI-Berichterstattung im manager magazin?

  2. 06/18/2021

    #14 Dr. Wolfgang Petritsch - Wie man als Diktator eine Demokratie einrichtet

    Wolfgang Petritsch ist Diplomat, Politiker und Schriftsteller. Aufgewachsen in Glainach, im slowenischsprachigen Teil von Kärnten, als Sohn von Wirtsleuten, lernte er schon von klein auf zwei Sprachen und Kulturen kennen. Er studierte in Wien Geschichte, Germanistik und Politwissenschaft und war von 1977 bis 1983 Sekretär und Pressesprecher des damaligen Bundeskanzlers Bruno Kreisky. Er wurde 1997 zum österreichischen Botschafter in Belgrad ernannt, und diente von 1998 und 1999 als EU-Sonderbeauftragter für das Kosovo, wo er den Wiederaufbau des vom jugoslawischen Bürgerkrieg versehrte Land übersah. Er ist auch Präsident der Marshallplan Foundation, die u.a. den Austausch von StudentInnen, ProfessorInnen und ForscherInnen zwischen den USA und Österreich fördert. Viel mehr Details zu seinem umfangreichen Wirken und Schaffen finden sich auf seiner Website. In diesem Gespräch schildert Wolfgang seinen Werdegang, die Besonderheiten einer Kindheit im slowenischsprachigen Teil Kärntens, und seine Arbeit mit dem legendären österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky. In seiner Rolle als EU-Sonderbeauftragter für das Kosovo erzählt Wolfgang, welche Herkulesaufgabe auf ihn zugekommen war, in einer Rolle, die ihm absolute Autorität gab und die ihn zwang, einen gewählten Premierminister und 120 Politiker zu entlassen. Zum Abschluss gehen wir auch auf die Chancen und Risiken neuer Technologien ein, nicht zuletzt weil er in seinem Buch Epochenwechsel bereits 2018 eine Einrichtung einer Internationalen Agentur für Künstliche Intelligenz, ähnlich der Internationalen Atomenergie Behörde (IAEA), forderte. Schon wieder ein Gespräch, das nicht in einem Kaffeehaus stattfinden konnte, weil wir wegen der COVID-Pandemie noch immer nicht auf einen Einspänner oder Fiakerkaffee zusammenkommen konnten. Wir sprachen am 18. Juni 2021 miteinander. Wolfgang befand sich in Wien, Mario in Kalifornien. Wolfgang Petritsch Persönliche Website Wolfgang  Petritsch Wikipedia Buch: Epochenwechsel (2018) Buch: Bruno Kreisky: Die Biografie (2013)

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