Geliebt und unvergessen

Hamburger Abendblatt

Mit digitalen Nachrufen, die dauerhaft abrufbar bleiben, würdigt das Abendblatt verdiente Hamburger. Die Abendblatt-Redakteure Jule Bleyer und Edgar S. Hasse sprechen dafür mit Menschen, die den Verstorbenen oder die Verstorbene gut kannten und einen besonderen Zugang zu ihm oder ihr hatten. So erfahren die HörerInnen nicht nur, wer dieser Mensch war, sondern auch, wie dieser Mensch war. #Podcast # Nachruf # Hamburger Abendblatt # Hamburger

  1. 05/15/2021

    Der Mann, der auch Kartoffelschalen malte

    Hamburg Sein Lebensthema war die Vergänglichkeit: Der Hamburger Maler Robert Schneider, der im Alter von 76 Jahren starb, hinterlässt ein Werk, dass die Krisen- und Kriegserfahrungen des 20. Jahrhunderts verarbeitet. In einer neuen Folge des Abendblatt-Podcasts „Geliebt & Unvergessen“ erinnern seine Frau Ev und Sohn Pablo an den im Breisgau geborenen Künstler, einen Vertreter des Neuen Realismus. Zu seinen Werken gehören der Bitterfeld-Zyklus und Bilder, die den Klimawandel in den Blick nehmen. „Der Mensch kam in seiner künstlerischen Entwicklung erst später und intensiver in die Bilderwelt“, sagt Pablo Schneider, ein promovierter Kunsthistoriker. Wie seine Witwe im Podcast betont, eignete sich Robert Schneider die Malerei als Autodidakt an. Das Paar lernte einander in Paris kennen. Aus der Liebe wurde auch eine berufliche Partnerschaft. Ev Schneider begleitete ihren Mann auf seinen Reisen mit ihrem Fotoapparat. „Er sagte über mich: ‘Ich bin das Skizzenbuch mit der Kamera’“. Privat sei ihr Mann sehr gesellig gewesen. Er habe für die Familie jeden Tag das Essen zubereitet. Gelegentlich kam es dabei vor, dass er Lebensmittelreste wie Eier- oder Kartoffelschalen nicht sofort wegwarf, sondern malte. So entstand die Bilder-Serie „Reste“. Robert Schneider wird im Sommer in der Ausstellung „Moderne Zeiten. Industrie im Blick von Malerei und Fotografie“ im Hamburger Bucerius Kunst Forum vertreten sein. www.abendblatt.de/podcast/geliebt-und-unvergessen/

  2. 12/19/2020

    Erinnerung an eine Voice-Kid-Star

    Edgar S. Hasse Hamburg In der TV-Show „The Voice Kids“ wurde die Hamburger Schülerin und Sängerin Grace Mertens vor drei Jahren einem Millionenpublikum bekannt. Mit ihrem Song und ihrem Lebensmut eroberte sie die Herzen der Zuschauer. Schon als kleines Mädchen erkrankte sie an einem Gehirntumor, der in den vergangenen Jahren immer größer wurde. Im Oktober starb sie im Alter von nur 16 Jahren. Im neuen Abendblatt-Podcast „Geliebt & Unvergessen“ erinnert ihre beste Freundin, Mary Arkenberg aus Sasel, an Grace. Die 18-Jährige war in Begleitung ihrer Mutter Peggy ins Podcast-Studio gekommen. „Mary lebt mit einer Behinderung, den Gedächtnisstörungen. Das hindert sie manchmal, ihre Worte zu finden“, sagt Peggy Arkenberg, die aus Kalifornien (USA) stammt. Grace und Mary lernten einer bereits in der ersten Schulklasse kennen und blieben seitdem unzertrennlich. Im Podcast erzählt Mary Arkenberg von der Lebensfreude ihrer Freundin. Sie habe sogar Restaurants genutzt, um wie auf einer Bühne aufzutreten und zu singen. Als sich abzeichnete, dass sie nicht mehr lange lebt, erhielt sie von Lady Gaga eine Videobotschaft; sie sei ein „starkes Mädchen“. „Ich“, sagt Mary, „habe von ihr gelernt, nicht aufzugeben, sondern zu kämpfen, egal welche Krankheit man hat.“ Der Vater von Grace sagte zu Mary nach dem Tod seiner Tochter, jetzt sei sie es, die ihren Lebensmut weitertragen will. Und Mary, das hat sie versprochen, wird es tun. Den Podcast finden Sie unter: https://www.abendblatt.de/podcast/geliebt-und-unvergessen/

About

Mit digitalen Nachrufen, die dauerhaft abrufbar bleiben, würdigt das Abendblatt verdiente Hamburger. Die Abendblatt-Redakteure Jule Bleyer und Edgar S. Hasse sprechen dafür mit Menschen, die den Verstorbenen oder die Verstorbene gut kannten und einen besonderen Zugang zu ihm oder ihr hatten. So erfahren die HörerInnen nicht nur, wer dieser Mensch war, sondern auch, wie dieser Mensch war. #Podcast # Nachruf # Hamburger Abendblatt # Hamburger