Sonntags-Club - LGBTI+ Zentrum Berlin

Sonntags-Club e.V.

Audios aus dem Bereichen Bildung und Kultur aus dem Sonntags-Club e.V. LGBTQ-Zentrum Musik: Idil Bulbul Ein Projekt im Rahmen des ESK-Projekts gefördert von Erasmus+

Episodes

  1. 09/28/2021

    Vortrag: #Corona-Demos, „Infodemie“, Verschwörungsdenken und deren Zusammenhang mit #Antisemitismus

    Video-Vortrag mit Lothar Galow-Bergemann: Corona-Demos, „Infodemie“, Verschwörungsdenken und deren Zusammenhang mit Antisemitismus. - In Deutschland hat man zwar gelernt, dass Antisemitismus irgendwie schlecht ist. Verstanden hat man ihn trotzdem häufig nicht. Dieser Zustand ermöglicht es, dass man antisemitischen Denkmustern anhängen und gleichzeitig davon überzeugt sein kann, nichts damit zu tun zu haben. Das funktioniert in rechten, linken und religiösen Milieus genauso wie in der vermeintlich „guten Mitte der Gesellschaft“. Das gefährliche Potential dieser Mixtur wird in Krisenzeiten besonders deutlich. Die verbreitete Gewissheit, dass „die da oben an allem schuld sind“ verwechselt Gesellschaftskritik mit Wut auf „gierige Milliardäre“, „Lügenpack“ und „Lügenpresse“. Im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie verbreiten sich einfache, falsche und gefährliche Welterklärungsmuster noch schneller. Vermeintliche "Querdenker", QAnon-Fans und andere bilden sich die Diktatur einer geheimen Weltelite ein und wähnen sich im Endkampf zwischen Gut und Böse. Viele werden immer hemmungsloser und gewalttätiger. Doch so neu, wie manchen das alles vorkommt, ist es nicht. Die Vorstellung von den wenigen Gierigen und Bösartigen, die an allem Schuld sind und deshalb beseitigt werden müssen, war auch schon für den Nationalsozialismus charakteristisch, der von zig-Millionen Menschen getragen wurde. Doch auch wer die eingebildeten „Gierigen und Mächtigen, die im Geheimen wirken“ nicht mit „den Juden“ gleichsetzt, kann sich in einer gefährlichen Nähe zum Antisemitismus befinden, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Eine reflektierte Kapitalismuskritik, die sich wesentlich vom herrschenden Bauch-Antikapitalismus unterscheidet, ist deswegen heute nötiger denn je. Lothar Galow-Bergemann schreibt u.a. für konkret, Jungle World und Emanzipation und Frieden. http://galow-bergemann.com/lesenhoeren/ https://www.facebook.com/events/1383661361996597/

    1h 22m
  2. 09/14/2021

    Lesung am Frauen*Freitag: Nie wieder zurück von Maria Braig

    Frauen aus unterschiedlichen Ländern und Herkunftsfamilien, die sich gegenseitig unterstützen und aus den Fängen der Tradition befreien – aktuell und bewegend. Als Fadia, die Tochter marokkanischer Einwanderer, erfährt, dass ihr Vater sie zwangsverheiraten will, läuft sie von zu Hause weg. Wenige Kilometer weiter strandet Damaris aus Saudi-Arabien auf der Flucht in Deutschland. Als ihr Mann, von dem sie unterwegs getrennt wurde, sie ausfindig macht, möchte sie nicht zu ihm zurück, denn in den vielen Monaten nach der Trennung hat sie ihre Selbstständigkeit entdeckt und sich mit Jane aus Uganda angefreundet. Als Jane ihr dann gesteht, dass sie sich in sie verliebt hat, stellt das Damaris vor Entscheidungen, die ihr bisheriges Weltbild ins Wanken bringen. Fadia und Damaris treffen in einem Frauenhaus zusammen. Als sie dort eines Tages von den Männern der Familien entdeckt und mit Gewalt weggeholt werden sollen, kommt Hilfe aus einer völlig unerwarteten Ecke. nie wieder zurück ist ein bewegender Roman, der das Konstrukt fester Kulturen infrage stellt und zeigt, wie Frauen sich ihr Recht auf Entfaltung und ein selbstständiges Leben nehmen. Maria Braig wurde 1957 in Isny im Allgäu geboren und verbrachte dort die ersten neunzehn Lebensjahre. Anschließend studierte sie Germanistik, Geschichte und empirische Kulturwissenschaft in München und Tübingen. Sie lebt und arbeitet heute als Autorin und LKW-Fahrerin in Osnabrück. Maria Braig - nie wieder zurück des Querverlag Berlin: http://www.querverlag.de/nie-wieder-zurueck/

    56 min

About

Audios aus dem Bereichen Bildung und Kultur aus dem Sonntags-Club e.V. LGBTQ-Zentrum Musik: Idil Bulbul Ein Projekt im Rahmen des ESK-Projekts gefördert von Erasmus+