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  1. Raawi trifft: Holocaustüberlebender und TikTok Ikone Gidon Lev

    08/02/2022

    Raawi trifft: Holocaustüberlebender und TikTok Ikone Gidon Lev

    Es kommt nicht jeden Tag vor, dass ein Holocaust-Überlebender eine TikTok-Sensation wird. Aber der Israeli Gidon Lev, der gerade 87 Jahre alt geworden ist, ist mit fast 400.000 Followern und 5,7 Millionen Likes ein schnell aufsteigender Star des auf Videos spezialisierten sozialen Netzwerks. Es sind viele Menschen - vor allem junge Menschen, deren mangelndes Wissen über den Holocaust in letzter Zeit für Schlagzeilen gesorgt hat - die seine manchmal spielerischen und manchmal ernsten und lehrreichen 30-Sekunden-Videos ansehen und mögen. Lev, der 1935 in der ehemaligen Tschechoslowakei geboren wurde, wurde im Alter von 6 Jahren im Konzentrationslager Theresienstadt inhaftiert, wo er bis zu seinem zehnten Lebensjahr blieb. Fast alle der 150 000 Kinder, die dorthin geschickt wurden, wurden in Auschwitz, Treblinka und anderswo ermordet; nur 92, darunter Lev, überlebten. Nachdem er 26 seiner Familienmitglieder im Holocaust verloren hatte, kam er 1959 nach Israel, kämpfte im Sechstagekrieg und heiratete zweimal. Er hat sechs Kinder und 14 Enkelkinder. Zusätzlich zu den Härten, die ihm als Kind von den Nazis auferlegt wurden - Hunger, Kälte, Unsicherheit, Angst, unvorstellbares Leid und Verlust - hat Lev auch zweimal Krebs überlebt. Doch keine der Widrigkeiten seines Lebens hat ihn weniger temperamentvoll oder optimistisch gemacht. Ganz im Gegenteil: Er liebt es zu tanzen, ist neugierig und lebhaft, und seine unverwüstliche Einstellung ist ansteckend, wie sein riesiges TikTok-Publikum zeigt, das auf seine positive Einstellung reagiert und ihm den Online-Spitznamen #tiktokgrandpa gegeben hat. "Ich habe immer am Leben festgehalten", sagt er. "Der Durst, durchzuhalten und zu überleben, ist Teil meines Charakters." Wir von Raawi - Jüdisches Magazin hatten die Freude, Gidon zu treffen.

    29 min
  2. Parascha Ki Tisa 5782, Rabbiner Shlomo Bistritzky

    02/16/2022

    Parascha Ki Tisa 5782, Rabbiner Shlomo Bistritzky

    © Raawi.de - Hamburger Jüdische Mediathek | www.Raawi.de   Parascha Ki Tisa (Exodus 30:11–34:35): Das Volk Israel soll einen Halben Schekel Silber an das Heiligtum abgeben. Anweisungen werden auch gegeben, wie das Wasserbecken, das Salbungsöl und der Weihrauch des Heiligtums angefertigt werden sollen. Die weisen Handwerker Bezalel und Aholiav sind für die Erbauung des Heiligtums verantwortlich. Das Volk wird wiederum angewiesen, den Schabbat zu halten. Als Moses nicht so schnell wie erwartet vom Berg Sinai herunterkommt, errichtet das Volk ein goldenes Kalb und betet es an. G-tt schlägt vor, das sündige Volk zu vernichten, aber Moses setzt sich für das Volk ein. Moses kommt mit den Testament-Tafeln mit den eingravierten Zehn Geboten vom Berg herunter. Als er das um seinen Götzen tanzende Volk sieht, zerbricht er die Tafeln, zerstört das goldene Kalb und lässt die Anführer töten. Danach geht er zu G-tt zurück und sagt: "Wenn Du Ihnen nicht vergibst, dann lösche mich aus dem Buch, das Du geschrieben hast". G-tt vergibt ihnen. Allerdings sagt er, dass der Effekt ihrer Sünde noch viele Generationen zu spüren sein wird. Zuerst schlägt G-tt vor, ihnen Seinen Engel mitzuschicken, aber Moses besteht darauf, dass G-tt Sein Volk Selbst zum gelobten Land begleitet. Moses bereitet neue Steintafeln vor und geht nochmals auf den Berg, wo G-tt den Bund auf diesen zweiten Tafeln eingraviert. Auf dem Berg wird Moses außerdem gestattet, eine Vision der dreizehn G-ttlichen Mitleids-Eigenschaften zu erleben. Als er zurückkommt, glüht Moses’ Gesicht so sehr, dass er es mit einem Schleier bedecken muss, den er nur abnimmt, wenn er mit G-tt spricht und wenn er dem Volk die G-ttlichen Gesetze beibringt.  Text: © Chabad Lubawitsch Hamburg e.V.

    39 min

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