Pergament und Mikrofon

Anika Meißner und Holger Kahle

Wir sind eine Gruppe von Nachwuchswissenschaftler/innen, die Lust haben, sich abseits des Seminarraums über alte und neue Forschungsthemen der germanistischen Mediävistik auszutauschen.

  1. 3d ago

    Mediä...WAT?! 64 - Das Regelbuch der modernen Hingabe

    Heute am Mikrofon: Ben und — neu in der Runde — Lara! In dieser Folge erzählt Lara ein bisschen über ihren Weg ins Podcast-Team und was sie neben dem Podcasting noch so begeistert. Natürlich ist unser neues Strahleduo nicht allein im Aufnahmeraum, denn unser heutiger Gast, David Brokherm, ist extra aus dem Paderborner Umland angereist. David stellt in der heutigen Ausgabe seine Bachelorarbeit „Zwischen Kloster und Welt: Ein Einblick in das Leben der Brüder vom gemeinsamen Leben in Herford um 1437“ vor. Obwohl es – zu Bens Enttäuschung – nicht ins englische Hereford, sondern in die Geschichte Ostwestfalens geht, wird es nicht weniger spannend! Gemeinsam klären wir, was die devotio moderna ist, wie eine solche Brüder-Gemeinschaft wohl gelebt hat und wodurch sie sich von einem klassischen Mönchsorden unterschieden. Ganz nebenbei nimmt uns David damit in die katholische Welt des Spätmittelalters mit und beantwortet einige zentrale Fragen: Was macht die Kirche des 15. Jahrhunderts aus, wie funktioniert sie als Institution und welche Weihgrade gibt es eigentlich? Und wer wären Ben und Lara denn, wenn sie nicht auch etwas aus Davids Privatleben erfahren hätten? Ihr wollt herausfinden, wieso David beim Eiersuchen die Kriegssituation beurteilen kann, wo es nach dem Studium statt des Lehramts noch hingehen könnte oder wie David zu seinem besonderen Thema gekommen ist? Dann hört gerne in die neueste Folge Mediä…WAT?! rein — wie gewohnt auf der Homepage von Pergament und Mikrofon und überall dort, wo es Podcasts gibt.

    Mediä...WAT?! 64 - Das Regelbuch der modernen Hingabe
  2. Oct 23

    Locus Criminalis 12

    Nach einer erweiterten Sommerpause kommt es im schönsten Betonbunker Bochums zum warm ersehnten Wiedersehen: So darf Wiedergänger Marco von den süßen Fesseln des nachuniversitären Berufslebens schwärmen und aus dem Referendariat berichten, bevor Toni ihm ihre paranoiden Schübe in Bezug auf weiße Lieferwagen im Alltag durchdekliniert. Alles ist wie gewohnt! Gewohnt interessant ist genauso der diesmalige Gast: Bekannt aus „Narrating Truth“ und „MediaeWat“, Marie Kemper promoviert zur Rezeption der apostolischen Lebensform in der Nachfolge Franz‘ von Assisi. Doch ihre Erzählung hat nur wenig mit den heiligen Männern und Frauen zu tun, die dem Orden dienen, auch wenn sie uns tief nach Italien führt. Im Sizilien des 13. Jahrhunderts trauert ein Vater um seinen Sohn. Jener fiel von seinem hohen Ross und stürzte hinab in den Tod. Doch sie waren nicht nur Vater und Sohn, sondern auch Könige. Zank und Zwist waren ihre ständigen Begleiter – privat wie politisch. Doch reichte das aus, um den Vater zum ultimativen Opfer zu treiben, wie es Gott einst Abraham und Isaak abverlangte? Oder war es nur ein Unfall? Findet es gemeinsam mit uns heraus und verpasst um keinen Preis diese neue Folge Locus Criminalis! Triggerwarnung: Die in dieser Folge behandelten historischen Ereignisse erforderten detaillierte Beschreibungen von Gewaltakten in Form von Folter sowie Suizid. Die Inhalte dieser Folge können daher für einige Zuhörer verstörend oder retraumatisierend wirken. Höre diese Folge nur weiter, wenn du dich dazu in der Lage fühlst.

    Locus Criminalis 12
  3. Sep 25

    Mediä...WAT?! 63 - Ganz viel Freude mit der halben Birne

    Auch in der heutigen Folge debütiert mit Elisabeth und Ben wieder ein neues Tag-Team. Die beiden haben gar nicht so viel zu bequatschen, denn sie haben einen spannenden Gast mit einem spannenden (und ziemlich anrüchigen) Thema mitgebracht. Julia Wiatr hat nämlich Konrad von Würzburgs halbe Birne dabei – also seine Märe über den Ritter Arnold und seine spannende Interaktion mit der Königstochter. Julia hat sich, wie so viele von uns, nach einem Lehramtsstudium der Geschichte und der Germanistik im Bachelor im Master voll und ganz der mediävistischen Germanistik gewidmet. Dass dafür ihr Herz schlägt, obwohl sie gerade für den Landessportbund NRW arbeitet, erklärt sie Ben am Anfang der Folge – und beide sind sich schließlich einig, dass es Zeit wird die Mediävistik endlich in die moderne Pop-Kultur zu integrieren. Dieses Unterfangen scheint auch gar nicht so utopisch, wenn man sich überlegt, wie frisch Konrads halbe Birne heute noch ist: Im Zentrum der Quelle stehen nämlich Themen wie Sittlichkeit, Lust und Homoerotik. Mit letzterem hat sich Julia explizit in ihrer Bachelorarbeit befasst und homoerotische Elemente zwischen der Königstochter und ihrer Magd Irmgard identifiziert. Und wenn das nicht genug wäre, hat sie in ihrer Masterarbeit auch noch die Frage der Autorenschaft des literarischen Werks ins Zentrum gestellt und mit einer klaren Tendenz pro-Konrad konklusiv beantwortet. Wie anschlussfähig die Inhalte und Motive dieser spannenden Quelle sind, diskutieren die drei angeregt und gelangen zu dem Fazit, dass die Autorenschaft Konrads im Gesamtkontexte seiner vielfältigen Werte eine spannende Forschungslücke ist, die nur darauf wartet, geschlossen zu werden. Wenn ihr auch noch wissen wollt, warum Julia in ihrer Arbeit Äpfel mit Birnen vergleicht, schnappt euch eure Kopfhörer und hört jetzt rein – überall wo es Podcasts gibt!

    Mediä...WAT?! 63 - Ganz viel Freude mit der halben Birne
  4. Aug 28

    Mediä...WAT?! 62

    Shirley und Judith sind wieder vereint. Aufgeregt und voller Vorfreude darf Judith ihre erste Folge als Moderatorin aufnehmen. Gleichzeitig ist es Shirleys letzte Folge, denn sie hat ihre Masterarbeit erfolgreich abgegeben und bricht auf zu neuen Ufern. Der kleine Dämpfer wird schnell mit guter Laune wettgemacht, und Shirley kann den letzten Punkt auf ihrer Bucketlist abhaken. Zu Gast ist diesmal kein unbekanntes Gesicht – oder eher: keine unbekannte Stimme. Denn Marco hat den Schulalltag kurz beiseitegelegt, um seine Masterarbeit vorzustellen. Diese handelt von wilden Partys, horrender Feierei und gesellschaftlichen Trends – nur halt im Mittelalter. Marco hat sich nämlich gefragt, inwiefern die staufischen Festlichkeiten Friedrich Barbarossas in den Jahren 1184 und 1188 die Ideen des Höfischen und der Ritterlichkeit beschworen haben. Gab es diese Ideen vorher überhaupt? Wie liefen diese Feste ab? Wer war eingeladen? Fragen über Fragen. Im Raum mit zwei ausgewiesenen Expert*innen konnte Judith es sich nicht nehmen lassen, Marco und Shirley zum Prozess des Masterarbeit-Schreibens zu löchern und Marco auch über sein Referendariat auszufragen: Was gefällt ihm in seiner neuen Rolle? Welche Erfahrungen hat er bereits gesammelt? Eine neue Herausforderung lauert nämlich außerhalb der universitären Theorie – Zwischenmenschlichkeit. Leider verlässt auch Marco das Team von MediäWAT!?, weshalb Shirley und Judith ein wenig nostalgisch darauf zurückblicken, wie Marco die beiden geprägt hat und viel zu oft als Ruhepol dienen musste. Ihr wollt die heißesten Tipps für die Abschlussarbeit? Einmal hören, wie das Referendariat aussehen kann, oder einfach erfahren, ob Friedrich Barbarossa tatsächlich Party-Trendsetter des Mittelalters war? Schaltet wieder ein – auf der Homepage von Pergament und Mikrofon, bei Spotify und überall, wo es Podcasts gibt!

    Mediä...WAT?! 62

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